Test: SPL Madison, MADI Wandler DAC

Eckdaten

Je 16 analoge Ein- und Ausgänge gibt es, selbstverständlich symmetrisch ausgeführt. Es stehen die üblichen Sampleraten von 44,1 kHz bis 192 kHz zur Verfügung, alles bei bis zu 24 Bit. Übrigens können bis zu vier Madisons gleichzeitig über eine MADI-Leitung betrieben werden, wobei die maximale Samplerate dann nur noch 48 kHz beträgt.

Als Takt kann neben der internen auch eine Clock über MADI sowie eine externe über BNC gewählt werden.

Der analoge Pegel lässt sich in vier Stufen (15dBu, 18dBu, 22dBu, 24dBu) einstellen, wobei 15dBu und 22dBu durch digitale Absenkung des jeweils nächsthöheren Pegels erzeugt werden, da nur zwei eigene analoge Schaltkreise (18dBu und 24dBu) zur Verfügung stehen. In der Praxis entstehen hierdurch aber keine Einschränkungen. Eine Möglichkeit, den Pegel von Ein- und Ausgängen jeweils einzeln zu regeln, gibt es nicht.

Innere Werte

Ein Blick ins Gehäuse verrät, dass der niedrige Energiebedarf (maximal 30 Watt) erwartungsgemäß mittels eines Schaltnetzteils erreicht wird. Audiophile Puristen befürworten meist lineare Netzteile mit schweren Trafos und hohem Energiebedarf, gut konstruierte Schaltnetzteile erreichen heutzutage aber sehr gute Leistungswerte. Vergleichbare Wandler mit linearem Netzteil, wie z.B. die Lynx Aurora16, werden oft so heiß, dass man im Rack über und unter dem Gerät zwingend Plätze freihalten muss.

Als Wandler kommen AK4621, kombinierte ADC (digital analog converter) / – DAC (analog digital converter) – ICs zum Einsatz. Im DAC arbeiten übrigens klangfreundliche (analoge) switched capacitor Filter, die ich gegenüber den üblichen digitalen Echtzeitfiltern als vorzugswürdig ansehe.

Innen

Der analoge Signalpfad setzt auf modernste Texas Instruments OPA1654 sowie THAT1606 ICs – sehr gut.

Die beworbene „36 V Analog-Rail Technologie“ scheint nichts anderes zu sein als eine analoge Versorgungsspannung von +/-18 V DC, die sich zwar am oberen Rand des aber durchaus Üblichen bewegt. Tatsächlich kann der Madison bei Bedarf (Einstellung 24dBu) höheren Ausgangspegel liefern als die meisten anderen Wandler, mit denen ich gearbeitet habe.

Im Übrigen ist die Verarbeitung gut und die Konstruktion stabil, die Materialauswahl beim Gehäuse zeugt von Effizienz und der Vermeidung unnötiger Kosten.

Forum
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    dr noetigenfallz  

    Das mit der Externen Clock über ein „Entwicklerboard“ höre ich zum ersten Mal. Ich weiß nicht mal, was das ist. Ich kenne so etwas nur von Apogee, Antelope Audio oder ähnlichen Audio-Firmen. Wie funktioniert denn so etwas, was kostet das und wo kriegt man das her? (Ich weiß, ziemlich viele Fragen auf einmal :-)

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      g.scherer  RED

      Diese Entwicklerboards sind nicht für Endverbraucher gedacht, erfordern einige Fachkenntnisse und sind daher wirklich nur für Spezialisten zu empfehlen. Daher habe ich bewußt darauf verzichtet, hier genauer darauf einzugehen.

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    Roland v0ll  

    Ich besitze zur Zeit einen Ferrofish A16, überlege mir aber auf Mytek Digital umzusteigen. Du kennst nicht per Zufall diese Geräte und könntest diesen Wandler einordnen?

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      g.scherer  RED

      Der Analogteil des Ferrofish ist zumindest den veröffentlichten Daten nach nicht auf dem Niveau des Madison.

      Mytek baut gute Wandler, die aber für die gleiche Kanalanzahl mindestens das vierfache kosten, und pro Gerät nicht über 8 In/Out hinausgehen.

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