Test: Stairville, DMX Joker 512, 1024, Standalone, DMX-Interface, MH-X50, LED Spot Moving Head

Aufbau DMX Joker 512 Standalone

Die Standalone-Variante des DMX Joker ist etwas größer als die oben genannten und kann Shows auch autark ohne PC steuern. Daher ist dieser Ausführung zusätzlich ein USB-Netzteil beigelegt. Das rote Plastikgehäuse beherbergt neben den üblichen Buchsen zehn durchnummerierte Buttons und ein zweistelliges Display.

Standalone DMX Joker 512

Standalone DMX Joker 512

Stairville MH-X50 LED Spot Moving Head

Der Testscheinwerfer besteht teils aus Plastik, teils aus Metall und macht einen sehr soliden Eindruck. Das Gerät ist relativ kompakt und wiegt etwa 10 Kilo, der Transport ist somit kein Problem. Allerdings empfiehlt sich für den mobilen Betrieb ein richtiges Case, die Originalverpackung ist zwar sehr stabil, aber das Ein- und Auspacken ist etwas mühsam. Ein Stahlwinkel für die Befestigung eines Halfcouplers sowie entsprechende Schrauben werden mitgeliefert. Buchsen und Bedienelemente sind wie üblich seitlich an der Grundkonstruktion angebracht. Das DMX-Signal kann durchgeschleift werden, der Netzanschluss erfolgt über das beigelegte Kaltgerätekabel per IEC-Buchse mit außenliegender Sicherung – es gibt keinen separaten Netzschalter. Grundeinstellungen sowie einige Show-Presets und musikgesteuerte Programme werden über ein vierstelliges  Display mit vier Buttons vorgenommen.

Stairville MH-X50 Moving Head

Stairville MH-X50 Moving Head

Der MH-X50 besitzt eine 50 Watt High-Power-LED und ein Farbrad mit acht Farben und acht Split-Colors. Generell wurde an der Ausstattung nicht gespart, es gibt sieben rotierende Gobos mit Shake-Funktion, ein Prisma, einen motorischen Focus, einen Shutter für Strobe-Effekte und ein eingebautes Mikrofon. Lediglich auf eine Iris wurde verzichtet.

Anschlüsse und Bedienelemente des MH-X50

Anschlüsse und Bedienelemente des MH-X50

Praxis mit Software DMX Joker

Beim Einschalten des Moving Lights traut man zunächst seinen Ohren nicht ob des Krachs, den der kleine Kerl mit seinen Lüftern produziert – Theater lässt sich damit leider nicht machen. Eine angenehme Überraschung ist dagegen die Farbauswahl und die Schärfe des kompakten Spots. Im Test zeigte sich das Gerät zuverlässig und flexibel. Der elektronische Dimmer arbeitete nicht ganz so sauber wie es zu wünschen wäre, bei den Gobos geht es recht verspielt zu, Standards wie etwa Dreiecke vermisst man. Insgesamt geht die Lichtausbeute der 50W LED für kleine bis mittlere Veranstaltungen völlig in Ordnung. Wer hier mehr will, muss sich eben in höheren Preislagen umsehen.

Beispiel-Effekt des MH-X50 - Gobo mit Prisma

Beispiel-Effekt des MH-X50 – Gobo mit Prisma

Die Ansteuerung des MH-X50 mit den zu testenden DMX Joker Interfaces begann etwas chaotisch, da zwar überall die selbe Software beigelegt ist, aber unterschiedliche Treiber installiert werden – auf dem im Test verwendeten Mac-System musste teilweise auf Terminal-Ebene nachgeholfen werden. Für Einsteiger macht das so noch keinen Spaß, aber es bleibt die Hoffnung auf ein baldiges Update. Da es keine eigene Stairville Homepage gibt, lohnt sich hier vielleicht der Blick auf die Präsenz von Chromateq, die offensichtlich Interfaces und Software an Stairville liefern. Die Bedienungsanleitung der DMX Joker Software ist ebenfalls etwas umständlich angelegt – es gibt für jeden Arbeitsschritt (Profile, Szenen, Standalone-Belegung) einzelne PDF-Dokumente. Nachdem jedoch die Grundfunktion des Programms erfasst und das entsprechende Interface erkannt wurde, kann es losgehen – der DMX Joker verfügt wirklich über einen großen Funktionsumfang. Die Profil-Bibliothek bietet etwa 3.000 Scheinwerfer und Moving Lights an, darunter natürlich auch unser Testgerät MH-X50. Im Profile Editor können natürlich auch neue Scheinwerfer generiert werden.

Profiles erstellen in der DMX Joker Software

Profiles erstellen in der DMX Joker Software

Forum
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    DSL-man  RED

    Super das es endlich mal für OSX eine „gute“ Lichtsoftware gibt.
    Für kleinere Locations mag die Software durchaus reichen, aber viele Clubs verwenden oft Windows da zusätzlich z.B LED Matrix Steuerungen , Video/LED Wand Steuerungen benutzt werden müssen, da diese gedongelt sind.

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