Wie viel Show steckt in einer einzigen LED-Bar?
Eine Serie, zwei Modelle und viele Funktionen: Die Stairville SonicPulse LED Bars wollen mit flexibler Lichttechnik überzeugen, die sowohl für kleine Events als auch für den professionellen Einsatz brauchbar sein sollen. Aber wie gut klappt das in der Praxis – und worin unterscheiden sich die beiden Modelle wirklich? Darauf soll der folgende Testbericht eine Antwort geben.
- Was ist es? Stairville SonicPulse LED Bar 10 und 05, LED-Bars für Bühnen- und Event-Beleuchtung mit RGBWW-LEDs und DMX-Steuerung.
- Funktion & Vielfalt: Sechs (bzw. vier) DMX-Modi, automatische Programme, Musiksteuerung und manuelle Farbwahl machen die Bars flexibel einsetzbar.
- Leise & robust: Das lüfterlose Metallgehäuse sorgt für lautlosen Betrieb – ideal für ruhige Umgebungen wie Theater oder Lesungen.
- Synchronisierung: Master/Slave-Modus ermöglicht fließende Effekte über mehrere Geräte hinweg ohne DMX-Setup.
- Preis-Leistungs-Tipp: Mit 99,- Euro für das 10er- und 65,- Euro für das 05er-Modell sind beide Varianten sehr günstig und trotzdem vielseitig.
Inhaltsverzeichnis
Stairville SonicPulse LED Bar 10 und 05
Hersteller Stairville
Stairville ist eine Eigenmarke des Musikhauses Thomann. Die Übersetzung der Heimat Treppendorf ergibt den englischen Namen Stairville. Seit vielen Jahren steht der Name für zuverlässige Lichttechnik, die besonders im Bühnen-, Event- und Clubbereich weit verbreitet ist. Die Produkte richten sich an Einsteiger, aber auch an Profis, die solide Technik zu sehr fairen Preisen suchen. Von LED-Spots über Moving-Heads bis hin zu Lichtsteuerungen deckt Stairville heute fast alle Bereiche der Lichttechnik ab.
SonicPulse LED Bar im Detail
Stairville hat mit der SonicPulse-Serie zwei LED-Bars im Sortiment, die sich tatsächlich nur in ihrer Größe und dementsprechend in der Anzahl der LEDs unterscheiden.
Äußeres
Das Gehäuse der Stairville SonicPulse LED Bar besteht aus Metall und ist durch das lüfterlose Design besonders leise im Betrieb. Mit ihren Maßen von rund 107,5 × 16,5 × 6,5 cm (10er-Modell) und 57,5 × 16,5 × 6,5 cm (05er-Modell) ist sie recht schlank gebaut und eignet sich damit sowohl für den Einsatz auf dem Boden, um Wände hochzustrahlen, als auch für die Montage an Traversen. Das Gewicht des 10er-Modells liegt bei etwa 2,8 kg, während das 05er-Modell gerade mal 1,3 kg auf die Waage bringt.
Die Stromversorgung erfolgt über Power-Twist-Anschlüsse mit Ein- und Ausgang, wodurch sich mehrere Geräte auch problemlos in Reihe schalten lassen. Für die Steuerung über DMX sind dreipolige XLR-Anschlüsse verbaut, jeweils als Ein- und Ausgang ausgeführt. Zusätzlich dazu ist auf der Vorderseite ein Infrarot-Sensor integriert, der mit der mitgelieferten Fernbedienung angesteuert wird.
Zur direkten Bedienung bietet die LED-Bar ein kleines Display mit vier Tasten. Hierüber lassen sich Punkte wie Betriebsmodi, DMX-Adressierung und Programmeinstellungen aufrufen. Ein eingebautes Mikrofon erkennt Musiksignale, die für die Sound-to-Light-Funktion verwendet werden. Im Lieferumfang enthalten sind zwei seitlich montierbare Haltebügel, die nicht nur für das Aufhängen an Traversen erforderlich sind, sondern sich auch als Standfüße verwenden lassen. Jeweils links und rechts ist eine kleine Öse für Fangseile angebracht.
Funktion
Im Inneren der Stairville SonicPulse LED Bar 10 arbeiten 24 LEDs mit jeweils 2 W Leistung und einem Abstrahlwinkel von 10 Grad. Diese sind auf acht Segmente verteilt, die sich jeweils einzeln ansteuern lassen. Bei der Stairville SonicPulse LED Bar 05 sind es die gleichen Werte, wobei hier nur 12 statt 24 LEDs arbeiten und diese entsprechend in vier Segmente unterteilt sind. Die RGBWW-LEDs ermöglichen eine recht breite Farbpalette und bieten zusätzlich warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur von angegebenen 3000 K.
Automatische Programme und Farbshows
Insgesamt stehen einige automatische Programme zur Auswahl, die unterschiedliche Effekte wie Farbwechsel, Fades und Strobo-Elemente kombinieren. Die Programme lassen sich direkt über das Bedienfeld am Gerät mithilfe der mitgelieferten Fernbedienung oder auch per DMX aufrufen.
Musiksteuerung Sound-to-light
Auch für die Musiksteuerung stehen voreingestellte Soundprogramme zur Verfügung. Sie reagieren auf das eingebaute Mikrofon und passen das Lichtverhalten an die Umgebungsgeräusche an, wobei die Empfindlichkeit des Mikrofons individuell eingestellt werden kann – was besonders bei wechselnden Lautstärken hilfreich ist. Es gibt ruhigere Programme mit sanften Verläufen, aber auch dynamische Varianten mit schnelleren Wechseln.
Manuelle Bedienung und feste Farben
Neben den automatisierten Programmen bietet die LED-Bar auch die Möglichkeit, feste Farben manuell einzustellen. Diese Einstellung kann ebenfalls über das Display direkt am Gerät, über die Fernbedienung oder per DMX-Ansteuerung vorgenommen werden. Dabei lassen sich die Farbanteile von Rot, Grün, Blau und Weiß jeweils individuell anpassen.
DMX-Modi und Steuerungsoptionen
Wer die Bar über ein externes Lichtpult betreiben möchte, kann auf fünf verschiedene DMX-Modi zurückgreifen. Je nach Modus stehen zwischen 4 und 39 Kanäle zur Verfügung. Die einfachen Modi erlauben eine grundlegende Farbsteuerung, während in den erweiterten Modi jede LED-Sektion einzeln angesprochen und in komplexere Shows eingebunden werden kann.
Verbund mehrerer Bars
Für den Zusammenschluss mehrerer Geräte bietet die SonicPulse LED Bar einen Master/Slave-Modus. Dabei steuert ein Gerät die nachfolgenden Geräte automatisch und synchron, ohne dass ein separates Lichtsteuerpult benötigt wird. Das kann besonders für mobile DJs oder kleinere Veranstaltungs-Setups nützlich sein.
Praxistest der Stairville SonicPulse LED Bar
Die Stairville SonicPulse LED Bar bringt viele Funktionen mit, die auf dem Papier gut klingen. Im Praxistest ging es nun darum, herauszufinden, wie unkompliziert sich das Gerät in Betrieb nehmen lässt, wie gut die internen Programme wirken und wie sich die Bar im Zusammenspiel mit Musik oder einer DMX-Kette verhält.
Inbetriebnahme
Schneller Aufbau
Die Montage geht schnell und problemlos: Die seitlich angebrachten Bügel lassen sich leicht befestigen und dienen entweder zur Aufhängung an einer Traverse oder als Standfüße auf dem Boden. Da das Gerät mit 2,8 kg relativ leicht ist, kann es auch allein aufgebaut werden – was besonders bei kleineren Produktionen praktisch ist.
Anschlüsse und Bedienung
Die Stromversorgung über Power-Twist funktioniert zuverlässig und sicher. Auch die DMX-Anschlüsse sind gut erreichbar und rasten sauber ein. Das Bedienfeld ist mit seinen vier Tasten und dem kleinen Display übersichtlich und erlaubt es mir, mich schnell durch die wichtigsten Funktionen zu klicken. Auch die mitgelieferte Fernbedienung lässt sich sofort nutzen und kann gerade für den schnellen Zugriff bei kleineren Setups von Vorteil sein.
Einstieg mit Programmen und Sound-Modi
Lichtsteuerung durch Musik
Auch die Sound-to-Light-Funktion überzeugt im Test auf ganzer Linie. Das eingebaute Mikrofon reagiert recht sensibel auf die Beats der abgespielten Musik. Auch bei leiseren Lautstärken bleibt die Reaktion sehr präzise, da sich die Empfindlichkeit des Mikrofons im Menü anpassen lässt. Was mich in jedem Fall direkt begeistert, sind die kräftigen Farben der Bar, die sich auch in kleineren Setups gut durchsetzen können.
Vielfalt durch Automatikprogramme
Die Stairville SonicPulse LED Bar bietet meiner Meinung nach eine gute Auswahl an voreingestellten Programmen. Sie reichen von eher ruhigeren Farbverläufen über rhythmische Lichtläufe bis hin zu schnell blinkenden Effekten. Sowohl die Geschwindigkeit als auch die Strobe-Funktion lassen sich jeweils individuell anpassen. Das ist gerade dann praktisch, wenn keine DMX-Steuerung zum Einsatz kommt, aber trotzdem ein dynamischer Lichtverlauf gewünscht ist.
Farbsteuerung ohne DMX
Wer lieber manuell arbeitet, kann feste Farben oder Programme direkt über das Gerät oder per Fernbedienung einstellen. Die Farbanteile von Rot, Grün, Blau und Weiß lassen sich dabei frei wählen. So kann die LED-Bar beispielsweise für dezente Ambient-Beleuchtung, aber auch für farblich aufwändigere Szenen eingesetzt werden.
Flexibilität mit DMX-Steuerung
In Verbindung mit einem DMX-Pult bietet die Stairville SonicPulse LED Bar viele Steuerungsmöglichkeiten. Je nach gewähltem Modus stehen hier zwischen 4 und 39 Kanäle zur Verfügung. Der einfache Modus eignet sich gut für Basisfunktionen, während im erweiterten Kanalmodus jede LED-Sektion einzeln angesteuert werden kann. Damit lassen sich auch komplexe Effekte wie Lauflichter oder detaillierte Farbwechsel präzise umsetzen.
Synchroner Betrieb mit mehreren Geräten
Auch im Master/Slave-Betrieb arbeitet die LED-Bar sehr zuverlässig mit weiteren Geräten zusammen. Alle Bars folgen dabei auf Wunsch dem Signal eines Hauptgeräts und laufen im selben Takt. Diese Funktion eignet sich sehr gut für kleinere Lichtanlagen, bei denen keine komplette DMX-Programmierung geplant ist. Besonders praktisch: Es können mehrere Stairville SonicPulse LED Bars automatisch in Reihe geschaltet werden, um optisch wie eine lange Bar zu wirken. Die zweite Bar kopiert also nicht mehr nur das, was das Hauptgerät macht, sondern übernimmt beispielsweise einen Farbverlauf und führt ihn fort.
Leiser Betrieb und gute Wärmeentwicklung
Ein großer Vorteil: Während des gesamten Tests blieb das Gerät angenehm leise. Das lüfterlose Design verhindert störende Geräusche und macht die Bar damit auch für kleine Theater, Lesungen oder generell ruhigere Veranstaltungen interessant. Auch bei längerer Nutzung entwickelte das Gehäuse keine kritische Wärme.
Alternativen zur Stairville SonicPulse LED Bar
Stairville LED Bar 240/8 RGB DMX 30°
Diese LED-Bar ist mit 240 RGB-LEDs ausgestattet, die in acht Segmente unterteilt sind. Sie verfügt über DMX-Steuerung, integrierte Programme und eine Sound-to-Light-Funktion über ein eingebautes Mikrofon. Im Vergleich zur SonicPulse LED Bar 10 bietet sie eine höhere LED-Anzahl, jedoch kein warmweißes Licht.
Showtec LED Light Bar 8
Die Light Bar 8 von Showtec besitzt ebenfalls acht Segmente und kann über DMX angesteuert werden. Sie eignet sich für einfache Lichtläufe und Farbwechsel. Eine integrierte Musiksteuerung ist nicht vorhanden, wodurch sie sich in diesem Punkt von der Stairville SonicPulse LED Bar unterscheidet.
Eurolite LED Bar-12 QCL RGBW
Diese Bar arbeitet mit insgesamt zwölf leistungsstarken RGBW-LEDs und bietet sowohl eine feste Farbauswahl als auch interne Programme. Eine Musiksteuerung per Mikrofon ist ebenfalls integriert. Im Unterschied zur Stairville SonicPulse LED Bar liegt der Fokus hier auf gleichmäßiger Farbmischung, während eine segmentweise Steuerung nicht im selben Umfang möglich ist.


































