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Test: Stanton M.203, Zweikanal-DJ-Mixer

14. November 2013

Der "All-time-Klassiker".

m203

 

Wir bei Amazona haben ja den Ehrgeiz, einen möglichst vollständigen Überblick über die angesagten Geräte abzuliefern. Dazu gehört dann auch, dass wir dann auch schon mal einen „All-time-Klassiker“ testen, der vielleicht schon etwas älter ist, aber trotzdem auch nach längerer Laufzeit am Markt immer noch als empfehlenswertes „State-of-the-Art“-Produkt gilt. Wie eben der Stanton M203, ein Zweikanal-DJ-Mixer aus dem Einsteiger-Segment. Der damals – anders als der große Bruder M.207, den wir bereits im April 2010 im Test hatten – zum Release wohl unter unserem Radar durchgeflogen war. Da er aber noch immer bei Stanton im Programm und bei Käufern und Händlern beliebt ist, holen wir das Versäumte hiermit gerne nach.

 

Stanton M.203

Stanton M.203

 

Ausgepackt

Schon der M.207 gefiel mir damals durch seine äußerst robuste, fast schon „bombensichere“ Bauweise. Ein Vorzug, den Stanton nicht nur seiner Luxusliga zuteil werden lässt: Auch der kleinere M.203 wird durch ein Ganzkörper-Metall-Korsett vor Transportschäden, fliegenden Gläsern, betrunkenen Gästen und Meteoriteneinschlägen umfassend geschützt. Was dann für ein – für Zweikanalmixer recht beachtliches – Gewicht von fast drei Kilo sorgt. Da hat der große Bruder Pate gestanden, die stabile Metallgehäuse-Konstruktion wurde laut Stanton vom M.207 übernommen.

Neben dem Mixer selber befindet sich noch ein externes Netzteil in der Verpackung – leider im ungeliebten und Steckdosenleisten-unfreundlichen Klotz-Format. Netzteile außerhalb des Gerätes sind ja eigentlich eine gute Sache (Stichwort „Wärmeentwicklung“), doch wäre da eines mit dem „Klotz“ in der Mitte und einem simplen Eurostecker am Ende die bessere, weil platzsparendere Lösung gewesen. Aber wohl leider auch die teurere.

Äußerst erfreulich dagegen wieder einmal, dass auch ein äußerst informatives, gedrucktes (mehrsprachiges) Manual im DIN-A-4-Format beiliegt. Bei dem sich sowohl die Zeichnungen als auch die Schrift ohne Lupe entziffern lassen. Ich als bekennender Handbuch-Fetischist beschwere mich ja gerne immer wieder mal, dass viele Hersteller da inzwischen am falschen Ende sparen und die Käufer ihrer (oft hochpreisigen) Produkte mit PDFs zum selber Ausdrucken abspeisen – nicht so Stanton. Danke dafür.

Kabel, Datenträger mit Testversionen von DJ-Software oder andere übliche Beigaben gibt es keine. Vermisse ich aber auch nicht wirklich.

Forum
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    m.steinwachs  RED

    Nein, der „der musikstudierte, heavy-hard-funk-metal-keyboardende Aturo“ hat nie ein „mehrstündiges Live-Set unter Clubbedingungen mit diesem “Mixer” und einem Päärchen Schallplttenspieler zum Besten gegeben“. Und das auch nie behauptet. Der hat aber auch angemerkt, dass die „lustig blinkenden LED´s“ gewöhnungsbedürftig sind. Mancher gewöhnt sich eben dran, der andere nicht. Die Cue-Fader haben im Test nicht gekratzt (und schon gar nicht hatte ich sie hinterher in den Händen. Sonst hätte ich das sicher angemerkt), die Drehpotis machten einen – besonders in dieser Preisklasse – stabilen Eindruck und wenn man den Faderstart nicht nutzt, dann lässt man es eben (statt sich über das Vorhandensein zu beschweren). Und wenn man das Ganze dann (ganz richtig) in der Preis/Leistungs-Relation betrachtet, so ist der M.203 weit davon entfernt, ein „Scheissteil“ zu sein.

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    jaxson  

    Sorry, da muss ich aber dem DJ Stean schon recht geben…das Teil mag zwar für Anfänger nett sein, da günstig, aber wenn man ein DJ Tool testet, sollte man wissen, warauf Dj´s wert legen….

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    m.steinwachs  RED

    Nun: Der M.203 wird für Einsteiger verkauft. Das ist auch die Aussage des Herstellers. Und für dieses Segment ist der Mixer in meinen Augen „sehr gut“. Und da ich da im Test keine Material-Mängel festgestellt habe (vielleicht hat er ja ein Montagsgerät erwischt. Oder ich ausnahmsweise ein fehlerfreies. Wer kann das schon sagen), war ich damit zufrieden. Dass Mixer in der Preisklasse nicht das leisten, was höherpreisige Geräte leisten, sollte jedem klar sein.

    Ich kann auch weder die Kritik an den angeblich „kratzenden Fadern“ noch die an schlecht verarbeiteten Drehpotis bestätigen. Und der Crossfaderweg ist nun immer auch eine Frage der eigenen Vorlieben – manche kommen mit kurzen Faderwegen gut klar, andere brauchen „etwas länger“ ;)

    Bei der Benotung spielt auch natürlich immer das Preis/Leistungsverhältnis eine Rolle. Sonst müsste ich jedem Mixer, der wenig kostet, ja per se schon eine niedrigere Wertung verpassen.

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    AMAZONA Archiv

    Sagt mal, geht’s noch? In welchen Clubs legt ihr denn auf, oder andersrum gefragt: In welchem Club landet so ein Mixer?? Kein anständiger Club würde ein „Einsteiger Gerät“ installieren, es sei denn es ist ein Jugendclub. Von daher ist diese ganze Disserei über den Mixer eigentlich völlig sinnlos. Nebenbei bemerkt hab ich aber auch schon übelst zugerichtete Pioneer Mixer in Clubs gesehen, wo unter den Fadern die Farbe schon vollständig abgeschrabbelt war. Es gibt also immer Leute und Umgebungen die einen Mixer kaputt kriegen, ganz gleich in welcher Preisklasse!

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    avahan

    Der Mixer mag für Einsteiger und probe-DJ’s zum üben mit zwei Zuspielern noch geeignet sein, möglicherweise auch wertiger als ein Behringer – aber so recht glauben kann man wirklich nicht den in Clubs ernsthaft zu verwenden. Da sollten schon mehr Features – bspw. einspielbare Effektschleife usw. – unbedingt ein Muss sein!
    Für Performance Künstler kann der auch einem bspw. Hak von Ecler nicht Wasser reichen. Das sollte wirklich beton bleiben.

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