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Test: Stanton T.92 M2 USB, DJ-Plattenspieler

4. Januar 2018

Mehr Design, mehr Funktionen, mehr Einbußen


Anfang des Jahres wurden drei neue Plattenspieler-Modelle von Stanton angekündigt. Neue? Nun, ja und nein. Eigentlich ist es ein Update nach einigen Jahren von drei bereits verfügbaren Modellen. Das betrifft unter anderem den Stanton STR8.150 und den Stanton ST.150, die nun Stanton STR8.150 M2 oder Stanton ST.150 M2 heißen. Einen Test dazu gab es bereits, wer den Tests des teuersten DJ-Plattenspielers einmal lesen möchte, er ist HIER zu finden. Im Test hat sich schnell gezeigt, dass das neue Modell deutlich überarbeitet wurde – man könnte fast sagen, redesignt und technisch auf den neuen Stand gebracht. Viele Gemeinsamkeiten gibt es nicht mehr, wenn man ehrlich ist – außer dem Namen.

Neben dem Flaggschiff wurden zwei weitere Modelle wurden überarbeitet. So gibt es neu den Stanton T.92 M2 USB und den Stanton T.62 M2.

Der Stanton T.92 M2 USB ist dabei das Modell, das sich preislich zwischen den beiden anderen Plattenspieler befindet, günstiger in der Ausstattung als der STR8.150 M2 oder der ST.150 M2 ist, aber sich auch funktionell vom T.62 M2 abhebt.

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Stanton T92 M2 USB, ein erster Blick

349,- Euro ist die unverbindliche Preisempfehlung für den Stanton T.92 M2, der Straßenpreis liegt ein wenig drunter. Damit befindet sich das Modell schon im unteren Preisbereich für DJ-Plattenspieler, auf dem Niveau eines Pioneer PLX-500 oder eines Numark NTX-1000.

Stanton T.92 M2 USB – ein Blick auf die neue Version in der Praxis

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass es deutliche Unterschiede zu den 150er-Modellen gibt, die eutlich teurer sind als der T.92 M2. An dieser Stelle also Vergleiche zu ziehen, würde wenig sinnvoll sein.

Der T.92 M2 ist als klassischer DJ-Plattenspieler, konstruiert mit ein paar kleinen Features, aber auch Einschränkungen. Im Vergleich zum Vorgänger, der nun schon einige Jahre auf dem Mark ist, fällt zunächst die grafische Umgestaltung auf. Früher dominierten Schwarz und Grau auf der Oberfläche. Plattenteller und Tonarm waren grau unterlegt und somit von der restlichen Oberfläche abgegrenzt, dazu um einige Millimeter erhoben. Einzelne Bedienfunktionen, wie die Tasten, waren im selben Grauton gehalten.

Die Oberfläche des neuen Stanton T.92 USB dominiert nur noch in schwarzer Farbe. Zwar ist die Erhebung um den Tonarm und den Plattenteller herum erhalten geblieben, nicht mehr jedoch farblich abgegrenzt.
Ansonsten fällt auf, dass die Oberfläche des T.92 M2 nicht geändert wurde. Tasten und Funktionen sind gleich geblieben. Auch der Tonarm hat sich nicht verändert. So kann man zunächst annehmen, dass die Funktionen bei dem Update nicht verändert worden sind. Kleine Spoiler: Die M2-Version ist nicht nur ein optisches Update.

Der Tonarm des Stanton T.92 M2 USB mit (nur) angedeuteter Höhenverstellung

Zunächst einmal zu den Funktionen, bevor es zu den Unterschieden geht. Auf den ersten Blick erkennbar erhalten geblieben sind die beiden Start/Stop-Schalter linksseitig, die ein Aufstellen des Plattenspieler in der Battle-Position erlauben. Vorderseitig gibt es für den Motor den An/Aus-Schalter auf dem Gehäuse der Strobe LEDs, ebenso zwei Tasten für drei Geschwindigkeiten. 33 1/3 RPM und 45 RPM lassen sich direkt per Tastendruck einstellen, für 78 RPM werden einfach beide Tasten gedrückt. Zwei blaue LEDs geben Rückmeldung über das gewählte Tempo.
Das Tempo kann natürlich ebenso über den Pitchfader eingestellt werden. Hierzu gibt es einen 10,5 cm Fader mit zwei einstellbaren Pitchranges: +/-8 und 12 %.

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Pitch-Fader samt Range-Einstellung und Pitch-Lock

Der Tellerrand ist übersäht mit Punkten – jeder kennt das Prinzip. Stroboskop plus Drehzahl des Plattentellers. Vier Reihen, große Punkte, kleine Punkte. Je nach Pitchwert und sauberer Einstellung des Motors und der Drehzahl bleibt einer der Punkte für das Auge stehen. Beim einem Technics 1210 ist das Prinzip recht einfach: 33 und 45 RPM haben jeweils einen Punkt, denn das Stroboskop wechselt mit der Geschwindigkeit auch von 50 zu 60 Hz. Die verbleibenden drei Punkte sind Pitchwerte bei -3,3 % sowie +3,3 und +6 %.
Auch Stanton hat die vier Punktreihen auf dem Plattenteller. Leider sind zwei Reihen davon lediglich Deko, show and shine, jedoch ohne Funktion. 33 und 45 RPM sind die beiden oberen Reihen, die unteren beiden Reihen sind ohne Funktion. Sieht gut aus, „so wie die Großen“, hat aber technisch keinen Nutzen. Aber der Hersteller verkauft ein Image, ein „Aussehen wie“. Zusätzlich dazu ist der Plattenteller auch auf anderen Modellen zu finden, ein Standardbauteil, dass das Strobe diese Funktionen nicht unterstützt, ist dann eine andere Geschichte. Schauen wir darüber hinweg – mit zwei Reihen würde der Plattenteller auch komisch aussehen.

Bei einem genauen Blick auf das Strobe fiel auf, dass der Plattenteller nicht ganz sauber dreht oder aber die Strobes nicht in der exakt richtigen Frequenz „flimmern“. Minimal zu langsam dreht der Plattenteller des Testmodells. Liegt das an speziell diesem Gerät? Zum Testen habe ich auch einen Stanton T.62 M2 da, der in der Grundkonstruktion ja dasselbe Modell ist. Ein Blick auf diesen verrät: Auch hier stimmen 0 % Pitch und der Lauf der Punkte im Licht des Strobes nicht überein, auch hier gibt es eine minimale Abweichung. Auch ein zweiter, brandneuer Stanton T.92 M2 USB wies dieses Verhalten auf.
Was bei einem Modell auftritt, mag Geräte spezifisch sein, bei drei Modellen unterschiedlicher Modellreihen, aber gleicher Grundkonstruktion, scheint es tatsächlich leider die Regel zu sein.

Nun wurde bereits der On/Off-Schalter erwähnt, jedoch mit dem Zusatz „Motor“. Dieser Zusatz ist in der Tat wichtig, denn der wirklich An- und Aus-Schalter für das Gerät befindet sich auf der Rückseite neben dem Stromanschluss, den Cinch-Ausgängen und dem digitalen Ausgang.

Ein- und Ausgänge auf der Rückseite, ebenfalls der An/Aus-Schalter

Auf dem Gehäuse der Strobe LEDS befindet sich nur der An- beziehungsweise Aus-Schalter für den Motor. Man hat hier eine Möglichkeit geschaffen, den Teller auslaufen zu lassen, indem man den Motor abschaltet, ohne jedoch, so wie es normalerweise der Fall ist, das Gerät abschalten zu müssen. So kann man den klassischen Vinyl-Auslauf-Effekt erschaffen, während das Gerät noch angeschaltet ist. Warum? Nun, war der digitale Ausgang schon erwähnt? Oder das eingebaute Interface? Schwierig, wenn sich dies alles mit abschaltet. Die Idee der Trennung der beiden Schalter hat also dieses Problem erfolgreich gelöst. Keine schlechte Idee, kann man sagen.

On/ Off-Schalter des Motors und Gehäuse der Strobe-LED

Wo es gerade um Ausgänge geht: Der Stanton T.92 M2 kann wahlweise Phono- oder einen Line-Pegel am Ausgang anbieten. Bedeutet, dass ein interner Phono-Preamp verbaut ist und so ermöglicht, den Plattenspieler auch an Line-Eingängen von Mixern oder Verstärkern anzuschließen. In Einzelfällen kann dies sehr praktisch sein, auch wenn der erste Gedanke sein wird, dass eigentlich jedes Gerät auch einen Phono-Eingang hat. Stimmt, aber nicht immer und nicht in jeder Konstellation.

Mitgeliefert mit dem Plattenspieler wird ein Tonabnehmersystem, ein Stanton System mit einer Stanton N300S Nadel. Schade nur, dass sich in den Unterlagen zum Gerät zwar eine Anleitung zum Einstellen des Auflagegewichts befindet, jedoch keine Angabe, welches Gewicht für dieses System notwendig ist. Man muss also selbst im Internet suchen und findet hier natürlich unterschiedliche Angaben. So läuft das System in diesem Fall auf 2,5 Gramm, was ein klanglich ordentliches Ergebnis erzielt, dabei aber nicht hochgradig scratch-sicher ist. Für hartes Scratches darf man das Gewicht dann natürlich erhöhen, dann bleibt auch die Nadel in der Rille.

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Mitgeliefert wird ein Tonabnehmersystem am Headshell montiert

Bedauerlicherweise wies unser Testmodell einen schweren Mangel auf, das Anti-Skating war komplett außer Funktion. Ein zweites, brandneues Modell wurde vom Hersteller bereitgestellt und natürlich auch auf diese Funktion hin getestet. Leider war ein ähnliches Problem auch hier zu finden. Das Anti-Skating ist einstellbar in Werten von 0 bis 7. Eine sehr breite Range. Eigentlich sagt man ja immer, das Anti-Skating soll circa dem Auflagegewicht des Tonabnehmersystems entsprechend. Alternativ kann man eine leere Platte nutzen und die Nadel in der Mitte der Platte ausbalancieren mit dem Anti-Skating. In der Regel entspricht dann Auflagegewicht dem Anti-Skating-Wert, der notwendig ist um die Nadel in der Mitte auf der Platte zu halten.
Bei dem brandneuen Stanton T.92 M2 USB allerdings reichen die 7, sagen wir mal, es sind 7 Gramm, auch wenn dazu keine Informationen zu finden sind, ob die Skala wirklich eine Gramm-Angabe ist, gerade einmal aus, um die Nadel bei 2/3 der Spielzeit zu halten. Funktionierend? Ja, leider kann man das nicht anders als mangelhaft bezeichnen.

So wie auch der Vorgänger besitzt auch der Stanton T.92 M2 USB keine Nadelbeleuchtung. Warum dieses Feature wie auch beim Vorgänger nicht vorhanden ist, ist mir rätselhaft. Ein Grund könnte sein, dass man sich nach wie vor desselben Gehäuses bedient und sicherlich der Plattenspieler von innen sehr ähnlich, vielleicht sogar gleich sein wird. Eine Nadelbeleuchtung hätte einer Änderung bedeutet, was mit Kosten verbunden gewesen wäre. Somit ist die Nadelbeleuchtung vielleicht ein Kostenfaktor, der zu Gunsten eines günstigen Preises eingespart worden ist. Tagsüber verzichtbar, bei ein wenig Dunkelheit sehr hilfreich bei der Suche nach der bestimmten Rille. Schade, dass dieses eigentliche Standardbauteil bei der M2-Version keinen Einzug erhalten hat.

Natürlich fällt im Test auf, dass auch der Motor nicht die Kraft hat, wie die hochpreisigen Plattenspieler diese bieten. So besitzt das Modell keinen Motor mit einem Drehmoment von 4,5 kgf/cm wie „die Großen“, sondern „nur“ 1,6 kgf/cm. Im Vergleich, ein Technics 1210 MK2 besitzt 1,5 kgf/cm.

Das merkt man beim Spielen, gerade wenn man die neuen Modelle gewohnt ist, die einfach innerhalb von Sekundenbruchteilen den Plattenteller auf Geschwindigkeit bringen und kraftvoll drehen. Bei hartem Scratchen kann es schon mal vorkommen, dass der Plattenteller des Stanton T.92 M2 USB und der Platte stehen bleibt, weil der Motor nicht genügend Kraft aufbringt, um diesen weiterdrehen zu lassen. Auch hört man es natürlich beim Backcueing, dass die Platte nicht sofort wieder nach dem Loslassen auf der gewünschten Geschwindigkeit dreht.
So ist das aber bei einem Einsteigergerät. Dieses kann nicht den Funktionsumfang wie die teuren Modelle liefern und dennoch ist es dann kein Mängel. Ich selbst habe mit einem ähnlichen Modell vor vielen Jahren begonnen aufzulegen. Damals besaß ein günstiger DJ-Plattenspiele teilweise sogar noch einen Riemenantrieb. Funktioniert hat es trotzdem und eines kann man sagen: Wer mit einem günstigen Plattenspieler tight mixen kann, der ist im Club am Technics der King.

Kurz erwähnt sei noch, dass im Lieferumfang die Stanton eigene DJ-Software Deckadance 2 mitgeliefert wird, die unter anderem als Software für ein digitales Vinyl-System genutzt werden kann. Mehr Informationen zu der Software gibt es auf der Produktseite des Herstellers. Zusammen mit Timecode-Vinyl und einem passenden Interface bietet die Software einen guten und interessanten Einstieg in das Thema digitales Auflegen – auch ohne Timecode-Platten wohlgemerkt.

Key Lock am Plattenspieler

Key Lock an einem Plattenspieler ist ohne Frage eine seltene Funktion. Während dies in vielen DJ-Softwares oder als Master-Tempo an den Pioneer CDJ- und XDJ-Playern schon Standard ist, ist es eine völlige Seltenheit an einem Plattenspieler. Erstaunlich gut funktioniert Key Lock aber am Stanton ST.92 M2, sogar bei Pop oder Akustik-/Singer-Songwriter Geschichten bei +/-12 % Pitchrange und maximalem Pitchwert. Respekt dafür!

Die Tonhöhe der Stimme bleibt fast erhalten. Klar ist eine kleine Änderung wahrnehmbar, aber im Vergleich zu dem Effekt, den die ansonsten normale gepitche Platte hätte, ist ein deutlicher Unterschied hörbar. Zumindest auf dem Weg nach oben. Auf dem Weg nach unten wird die digitale Umrechnung, quasi der Timestretch, der in Echtzeit durchgeführt wird, bemerkbar, beziehungsweise hörbar. Ein kurzes Soundbeispiel macht den Effekt sehr deutlich.

Was die Funktion des Key Locks natürlich mit sich bringt, sind zwei Wandlungen, die im Stanton T.92 M2 USB auf jeden Fall stattfinden. Da das Signal in jedem Fall einen Prozessor durchläuft, der das Key Lock berechnet, muss das Signal der Platte zunächst AD, danach wieder DA gewandelt werden, damit es am Ausgang als analoges Signal anliegen kann. Das Signal am Ausgang ist also nicht mehr das reine analoge Signal von Platten, sondern es hat schon zwei Wandlungen hinter sich durch technisch nicht genauer spezifizierte Wandler.

Interface und digitaler Ausgang

Eine Funktion, die der Vorgänger nicht besaß, ist das gerade erwähte interne Interface. Dies ermöglicht das einfach Digitalisieren von Platten. Per USB-Kabel wird der T.92 M2 an einen Computer angeschlossen, das Interface sollte dann automatisch erkannt werden. Eine Software zum Aufnehmen der Platten liefert Stanton nicht mit. Dafür aber gibt es Freeware im Netz. EZ Vinyl Converter wird häufig bei solchen Plattenspielern empfohlen.

In Ableton selbst, das Programm meiner Wahl, wird das Interface sofort erkannt und die Aufnahme gestaltet sich problemlos. Ein Soundbeispiel soll euch nicht vorenthalten bleiben und so gibt es drei Aufnahmen zum Hören. Stanton T.92 M2 USB mit dem Stanton Tonabnehmer und dem internen Interface wie auch einmal mit einer Presonus Audiobox 1818VSL als Interface. Das gleiche Spiel dann ebenso einmal mit einem Ortofon OM10 Tonabnehmersystem.

Eine weitere Neuerung: Der Stanton T.92 M2 USB besitzt einen digitalen Ausgang. Logische Geschichte eigentlich, wo das Signal doch sowieso intern gewandelt wird, hier noch einen digitalen Ausgang zu verbauen. So kann der ST.92 sogar an Verstärkern angeschlossen werden, die keinen Phono-Eingang besitzen, jedoch einen digitalen Eingang. Etwas, was viele Hi-Fi-Verstärker schon seit vielen Jahren besitzen. Alternativ kann der ST.92 M2 damit auch an DJ-Mixern direkt am digitalen Eingang angeschlossen werden. Hierbei würde ich persönlich jedoch im Einzelfall testen, ob der Preamp des Mixers nicht besser klingt als der Preamp und Wandler des Stanton Plattenspielers.

Credits und Dank für die Soundbeispiele und die Erlaubnis diese zu nutzen: Doctor Dru – The Grain EP auf Jeudi Records (Jeudi Rec. Release 018).

Qualität und Haptik

Qualitativ wie auch haptisch macht sich unweigerlich der günstige Preis bemerkbar. Nicht wie bei einem hochpreisigem Plattenspieler läuft hier alles einwandfrei und geräuschlos. Viel Kunststoff sorgt sowohl für das haptisch entsprechende Gefühl, wie auch für den Klang. Der Tonarm zum Beispiel wackelt und klappert ein wenig. Eine Funktionseinbuße findet dadurch nicht statt, aber das Gefühl merkt es halt. Das ist aber auch in Ordnung hinsichtlich des Preises.

Positiv fällt vor allem die Start/Stop-Taste auf, die mit einem weichen Druckpunkt und leichten Klick daherkommt. Die anderen Tasten sind leicht versenkt mit sofortigem Klick. Blaue LEDs sorgen für gute Übersicht und passen sich in das Gesamtbild ein.

Ein Kostensparer ist natürlich die fehlende Funktion eines Tonarmlifts. Wäre ein Grund zu meckern, aber ehrlich: Wer nutzt einen Tonarmlift? Ich ehrlich gesagt quasi niemals. Mehr dagegen stört mich, dass der T.92 M2 keine Nadelbeleuchtung hat.

Sehr erfreulich hingegen ist die Tatsache, dass der Stanton T.92 M2 USB über herausdrehbare Füße verfügt. Ich weiß nicht, ob generell ein Kunde eines Plattenspielers dieser Preisklasse auf einen ausgerichteten Plattenspieler achtet, aber die Füße erlauben immerhin die waagerechte Ausrichtung des Gerätes.

Mängel gibt es leider in Form von Motorengeräuschen, ein kontinuierliches, leises, aber deutlich hörbares Rumpeln. Dieses wurde an beiden Modellen des Stanton ST.92 M2 USB festgestellt, so dass ich davon ausgehen muss, dass dies kein Einzelfall ist.

Dazu kommt die mangelhafte Funktion des Anti-Skatings und der nicht korrekte Rundlauf des Plattentellers oder die nicht korrekte Funktion des Strobes.

Fazit

Wie schon im Unterpunkt „Qualität und Haptik“ genannt, ist der Preis hier ein relevanter Faktor. UVP bei 350,- Euro und ein Straßenpreis bei ca. 320,- Euro. Das ist nicht viel Geld für einen DJ-Plattenspieler mit einem solchen Funktionsumfang. Mängel? Gab es. Bei der Ausstattung fehlt mir die Nadelbeleuchtung und ein höhenverstellbarer Tonarm. Dafür bietet das Modell drei Geschwindigkeiten, Key Lock, Pitch-Lock und eine einstellbare Pitch-Range. Das ist deutlich mehr, als ein Technics 1210 bietet. Man kann also nicht sagen, der Stanton T.92 M2 USB hätte wenig Funktionen, ganz im Gegenteil. Denn hierzu gesellen sich ja noch ein digitaler Ausgang und ein internes Interface. Das ist eine Menge für einen Preis knapp über 300,- Euro.
Rein qualitativ muss man natürlich mit viel Kunststoff und einfacher Verarbeitung Vorlieb nehmen.

Das mitgelieferte Tonabnehmersystem ist dem Preis angepasst und macht den Stanton T.92 M2 USB zu einem „ready to go“-Modell. Für den Einstieg oder den schmalen Geldbeutel eine gute Geschichte.
Jetzt mögen viele rufen: Ja aber ein Technics ist viel stabiler und sowieso ein Technics. Ja ist er. Kann ich alles verstehen. Angefangen aufzulegen habe aber auch nicht mit einem Technics, sondern mit günstigen Omnitronic Plattenspielern.

Leider wurden einige Mängel gefunden, die an zwei Testmodellen festgestellt werden konnten. Dazu gehört das mangelhaft funktionierende Anti-Skating, der nicht korrekte Rundlauf des Plattentellers beziehungsweise die nicht korrekte Funktion des Strobes wie auch die Rumpelgeräusche des Motors.

Dies widerspricht leider einem guten Testurteil des Gerätes. Bedauerlich, denn trotz des geringen Preises bietet das Modell gute Funktionen und könnte ein sehr gutes und bezahlbares Einsteigermodell sein. Die offensichtlichen Mängel aber beeinträchtigen Grundfunktionen und sorgen dafür, dass ein „Gut“ als Urteil nicht gegeben werden kann.

Plus

  • An/Aus-Schalter und Motor On/Off-Schalter getrennt
  • Tonabnehmersystem im Lieferumfang enthalten
  • digitaler Ausgang
  • internes Interface zum schnellen Recording von Schallplatten
  • Key Lock Funktion
  • Ausgang wählbar zwischen Line- und Phono-Pegel
  • Plattenteller-Drehzahl und Pitch weichen minimal von einander ab

Minus

  • keine Nadelbeleuchtung
  • geringes Drehmoment des Motors
  • kein Tonarmlift (was echt verschmerzbar ist)
  • Anti-Skating funktioniert nur mangelhaft
  • Rumpelgeräusche des Motors

Preis

  • Ladenpreis: 319,- Euro
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