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Test: Steinberg CI2

(ID: 2199)

Cubase AI 5

Wenn man sich fürs CI2 entscheidet, ist sicherlich das mitgelieferte Cubase AI 5 ein Grund – schließlich kann man sich so das Geld für zusätzliche Software sparen. Die Installation sowie die Aktivierung funktionieren problemlos, ein Hardware-Dongle ist bei dieser Version nicht nötig. Die mitgelieferte Cubase-Variante AI ist gegenüber den größeren Versionen natürlich deutlich abgespeckt, bringt aber trotzdem einiges mit, um auch ambitionierte Musik-Projekte realisieren zu können. Die wichtigsten Daten in Kürze:
– gleiche Audio-Engine wie im „großen“ Cubase
– max. 32 Bit, 96 kHz (auch wenn das CI2 nur 48 kHz unterstützt)
– 48 Audio-Spuren
– 64 MIDI-Spuren
– 8 Inserts pro Kanal
– 8 Effekt-Sends
– max. 16 Ein- und Ausgänge

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Man merkt, dass das Programm sich an Einsteiger richten soll, und so wird man zu Beginn von einem freundlichen „Project Assistant“ gefragt, welche Art von Musik-Projekt man erstellen möchte. Eine dazu passende Auswahl von Spuren und Instrumenten wird dann gleich mitgeöffnet – eine nette Idee für Anfänger. Etwas geschockt war ich kurzfristig, als ich das VST-Instrumenten-Rack öffnete und nur zwei magere Slots vorfand. Aber immerhin gibt es die Möglichkeit, noch max. 16 VST-Instrumente über Instrumenten-Spuren einzubinden, dann aber natürlich mit der üblichen Einschränkung, dass nur 1 MIDI-Kanal genutzt werden kann.
Als Plug-ins findet man eine durchaus brauchbare Standard-Auswahl an Effekten (insgesamt 31 Plug-ins) sowie den HALion One vor. Dass die neuen Funktionen des großen Cubase wie VariAudio, LoopMash usw. fehlen, versteht sich von selbst. Summa summarum bleibt also eine simpel ausgestattete, aber trotzdem für viele Musik-Projekte sicherlich ausreichende Version vom beliebten Sequenzer Cubase, die man mit diesem Paket erwirbt.

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Fazit

Würde ich mir das CI2 kaufen, wenn ich auf der Suche nach einem portablen, günstigen Audio-Interface wäre? Wahrscheinlich nicht. Andere Interfaces bieten da bessere technische Daten fürs gleiche oder sogar für etwas weniger Geld.
Würde ich mir das CI2 kaufen, um mein vorhandenes Cubase 5 damit bedienen zu können? – Nein, auch da gibt es für gleiches Geld Controller mit mehr Möglichkeiten, wenn auch das Konzept hier wirklich einzigartig ist. Wer auf dieses Konzept fliegt, ist aber für etwas mehr Geld mit dem CC121 aus gleichem Haus noch besser bedient.
Würde ich mir das CI2 kaufen, um günstig an Cubase 5 zu kommen? – Nein, da gibt es ebenfalls andere Versionen, die mehr leisten fürs gleiche Geld.

Um dem Steinberg CI2 gerecht zu werden, muss man es also als Gesamtpaket aus Hardware und Software betrachten, genauer: aus Audio-Interface, Controller und Sequenzer-Software. Wer also bisher weder Interface noch Software besitzt, findet hier ein Paket mit nahezu unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis. Am ehesten ist es zu vergleichen mit Digidesigns MBox 2 samt mitgeliefertem Pro Tools LE – das CI 2 ist aber deutlich günstiger und bietet darüber hinaus noch die integrierten Controller-Funktionen. Selbst ohne diese würde ich das CI2 ruhigen Gewissens empfehlen können, aber die integrierten Controller-Funktionen, vor allem der simple und geniale AI-Knob, steigern den Gesamt-Komfort dieses Pakets und damit seinen Nutzwert noch einmal deutlich. Daher: Kauftipp für Einsteiger!

Plus

  • sehr günstiges Bundle aus Sequenzer, Audio-Interface und Controller
  • sehr intuitive, einzigartige Control-Funktion dank „AI-Knob“
  • insgesamt gute Klangqualität
  • „Action Pad“ ermöglicht Abrufen wichtiger Recording-Funktionen durch (optionalen) Fußschalter
  • latenzfreies Input-Monitoring möglich
  • kompakte Abmessungen, leicht
  • kein Netzteil notwendig

Minus

  • AI-Knob und/oder Lock-Funktion funktioniert nicht zuverlässig bei Dritthersteller-Plug-ins
  • Pre-Amps sind nicht sehr rauscharm
  • Hardware unterstützt max. 48 kHz
  • kein MIDI
  • kein aussagekräftiges Meter am Audio-Interface (nur Peak-LED)
  • nur USB 1.1

Preis

  • UVP: 229,- Euro
  • Straßenpreis: 199,- Euro
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