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Test: Steinberg Cubase Pro 15, Digital Audio Workstation

Neue KI-Features und Plug-ins für Cubase 15

28. November 2025
steinberg cubase 15 digital audio workstation test

Steinberg Cubase Pro 15, Digital Audio Workstation

Kurz vor dem Advent ist in Hamburg stets Update-Zeit: Steinberg Cubase Pro 15 erblickt das Licht der Welt. Diverse Verbesserungen sowie neue Plug-ins und Funktionen haben den Weg in die Digital Audio Workstation gefunden, erstmal ist auch das Thema Machine Learning bzw. KI direkt in Cubase integriert. Wir verraten euch im folgenden Testbericht, was Steinberg Cubase Pro 15 zu bieten hat.

Kurz & knapp
Was ist es? Steinberg Cubase Pro 15, professionelle Digital Audio Workstation (DAW) – umfangreiches Update mit neuen Plug-ins, KI-Features und Workflow-Verbesserungen.
  • Neue KI-Funktionen: Omnivocal (Beta) ermöglicht einfachen Einstieg in KI-basierte Vocal-Synthese.
  • Neue Plug-ins: UltraShaper und Pitch Shifter überzeugen mit modernen Features und guter Klangqualität.
  • Workflow: Überarbeiteter Steinberg Hub und kleinere Optimierungen erleichtern den Alltag.
  • Verbesserungen: Stem-Separation direkt integriert, Expression-Maps leicht überarbeitet.
  • Fazit: Sinnvolles Update mit starken Highlights; klare Empfehlung für Nutzer, die KI-Vocals oder moderne Tools suchen.

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Steinberg Cubase Pro 15: Installation

Der hauseigene Download-Manager regelt – wie gewohnt – das Herunterladen sowie die Installation von Steinberg Cubase Pro 15. Das läuft wie seit Jahren gewohnt reibungslos.

Nach heutigen Maßstäben sind die Systemanforderungen trivial: Ein i5 (ab ca. achter Generation) bzw. Apple Silicon mit minimal vier Kernen und 4 GB Ram reichen bereits aus. 1,5 GB Speicherplatz sollte für eine Minimalinstallation zur Verfügung stehen. Um alle Inhalte, Instrumente und Samples zu installieren, sind knapp 85 GB notwendig – und zwar in allen Versionen von Cubase 15.

Die Windows-Gemeinde ist mit Windows 10 (22H2) oder Windows 11 (24H2) mit dabei, Apple-Rechner brauchen mindestens Sonoma (macOS 14), um mitspielen zu können. Das sollte alles kein Problem sein.

Steinberg Cubase Pro 15

Alles zum Installieren da

Wer alle angebotenen Inhalte installieren möchte, braucht gutes Sitzfleisch oder eine sehr schnelle Internetverbindung. Die volle Installation braucht bei einem Download mit 100 Mbit/s knapp zwei Stunden.

Steinberg Cubase Pro 15

Hallo Cubase

Cubase 15: Erster Eindruck

Der erste Start von Steinberg Cubase Pro 15 ist unauffällig. Die Übernahme der Settings aus der alten Version funktioniert reibungslos, das sollte 2025 auch Standard sein.

Der Steinberg Hub hat einen Facelift bekommen. Gemessen am Vorgänger ist die Struktur deutlich stringenter geworden. Zwar lauerte hier nicht der große Handlungsbedarf, aber so ist die Struktur etwas logischer: Templates und „last Projects“ waren früher quasi auf „einer Ebene“ dargestellt, diese Darstellung ist nun logischer angeordnet. Auch das schlenkere Design zum bequemen Auf- und Zuklappen wirkt deutlich systematischer. Wie gesagt: kein dringender Handlungsbedarf, trotzdem gut so.

Steinberg Cubase Pro 15

So startet Cubase jetzt

Das eigentliche Programmfenster hat sich nicht deutlich verändert. Panorama und Pegel sind nun direkt im Spurkopf einblend- und editierbar. Einerseits bedeutet das ein Mehr an Flexibilität, andererseits ist damit die Oberfläche wieder ein Stückchen voller geworden und Neueinsteiger könnten sich etwas überrannt fühlen.

Auf dem Mac gibt es nun Support des nativen Vollbildmodus.

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Welche neuen Funktionen bietet Steinberg Cubase 15?

In den Automations-Settings lässt sich ab sofort vorgeben, dass zuletzt aufgenommene Automationen oben in der Automationsspur des jeweiligen Tracks angezeigt werden. Ein nettes Feature, das in der steinbergschen Darstellung auf der Website etwas überbetont wird, da die wenigstens unter uns vermutlich so viele Parameter einer Spur automatisieren, dass hierbei der Überblick tatsächlich verloren geht. Haben ist aber besser als brauchen.

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Die Modulatoren aus der Vorgänger-Version haben Zuwachs bekommen. Sechs neue reihen sich hier ein. Die Integration der Modulatoren in Cubase 14 war längst überfällig. Ob jetzt neue Modulatoren ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, mag jeder und jede individuell beantworten. Einen potenten und zeitgemäßen Arpeggiator (gerne als Modulator) hätte ich diesmal höher eingestuft, schade.

Die sechs neuen Modulatoren machen selbstverständlich, was sie sollen und können die Werkzeugkiste, speziell für Sounddesign und ausgefallene Klangfarben, gut bedienen.

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Neue Plug-ins in Steinberg Cubase Pro 15

Hinter Ultra Shaper verbirgt sich ein neuer Kompressor – allerdings war Cubase bisher bereits mit etlichen Kompressoren ausgestattet. Für was dient also der Neue? Tatsächlich ist Ultra Shaper kein ganz alltäglicher Vertreter seiner Zunft, zumindest was die Features angeht.

Steinberg Cubase Pro 15

Der neue Kompressor

Er bietet nicht nur die üblichen Parameter nebst einem Side-Chain-EQ, sondern auch eine Nachbearbeitungsmöglichkeit der Transienten sowie fürs Clipping einen EQ und die Wahl des Abgriffpunktes des Side-Chains: Feedforward und Feedback.

Dabei handelt es sich nicht um eine schlichte Look-Ahead-Funktion. Bei Feedforward funktioniert der Kompressor wie üblich: Das Eingangssignal wirkt auf die Gain-Reduction.

Im Modus Feedback wird dagegen das bereits komprimierte Signal als Referenz genutzt, hier wirkt also das Ausgangssignal auf die Gain-Reduction. Allgemein wird behauptet, dass Letzteres etwas „musikalischer“ klingt.

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Der neue Ultra Shaper ist ein guter Kompressor für den gehobeneren Anspruch, ein Wundermittel ist er sicherlich aber nicht. Die Option der Transientenbearbeitung ist einen zweiten Blick wert: „Totkomprimierte“ Transienten sind in vielen Fällen damit Geschichte. Der zugeschaltete Clipper wirkt nicht wie ein Limiter, im Output wurden die eingestellten Werte teilweise um mehrere Dezibel überschritten.

Der Loop aus den Hörbeispielen liegt Cubase bei. In jedem Hörbeispiel: Erst ohne Bearbeitung, danach mit Bearbeitung.

 

Pitch Shifting war in Cubase bisher nur in den Offline-Prozess oder über Dritthersteller-Plug-ins möglich. In Steinberg Cubase Pro 15 ist nun aber ein gleichnamiges Plug-in integriert.

Das Plug-in macht das, was der Name nahelegt. Es kann einerseits mehr als der Offline-Prozess, andererseits weniger. Denn mit dem Offline-Prozess lässt sich noch zusätzlich mit richtigem Pitchbending arbeiten, mit dem Plug-in dafür in Echtzeit. Und das bei ordentlicher Klangqualität, die sich hinter kommerziellen Mitbewerbern nicht verstecken muss.

Steinberg Cubase Pro 15

Er shiftet Pitch

Besonders spannend ist die Option, links und rechts getrennt zu bearbeiten. Somit lassen sich nicht nur „einfache“ Vocal-Dopplungen realisieren, sondern auch Pseudo-Stereo einer Klangquelle in Mono umsetzen. In Surround bzw. generell in Mehrkanalton wäre das eine echte Killerapplikation.

Mit Automation lässt sich auch eine Art von Pitchbending umsetzen. Dazu erfolgt die Automation artefaktfrei, sauber! Die Echtzeitbearbeitung des Pitch-Parameters funktioniert im Test tadellos und ohne Artefakte. Alles in allem ein gelungenes Plug-in.

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Es singt für Sie: Die KI

Das Thema KI ist weiterhin in aller Munde und auch diverse Tools aus unserem Bereich nutzen mittlerweile KI (bzw. Machine Learning), ob sinnvoll oder nicht.

Im Bereich der Sprach- und Gesangs-Synthese sind bereits seit ein paar Jahren interessante Projekte verfügbar. Zwar ist eine Sprach-KI und eine Sprach-/Gesangsausgabe auf Sample-Basis keine echte Sprachsynthese, aber so genau wollen wir es heute mal nicht nehmen.

Vocaloid von Yamaha ist bereits seit Jahren bekannt und etabliert, in der neuen Version auch mit KI ausgestatet, nicht „nur“ mit Sprachsynthese.

Synthesizer V, Audimee, Vocs AI und andere Lösungen dieser Art zeigen, wo es hingehen könnte bzw. aktuell schon klangliche Realität ist.

Da Steinberg Teil der Yamaha-Familie ist und Yamaha bereits seit etlichen Jahren mit Vocaloid am Markt einen gewissen Erfolg vermelden kann, liegt es nahe, dass irgendwann ein Plug-in für die hauseigene DAW herauskommen würde. Mit Steinberg Cubase Pro 15 ist es nun so weit und Yamaha legt der neuesten Version von Cubase Omnivocal (Beta) bei. Zur Verfügung stehen zwei Stimmen, eine männliche und eine weibliche, sowie ein paar Parameter, um die Stimmen zu steuern.

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Das Plug-in ist monophon, was bei solchen Tools durchaus üblich ist und vollkommen in Ordnung geht. Die Noten können eingespielt (dabei ist ein einfacher Sinuston zu hören) oder im Key Editor eingegeben werden. Der Sinuston ist nicht unbedingt die beste Idee, da dieser ohne Obertöne auskommt und es dem Gehör schwerer fällt die Tonhöhe korrekt zu interpretieren.

Im gleichen Editor wird auch der Text (oben bei „Text“) eingegeben. Das funktioniert auch mit mehreren Silben über mehrere Noten hinweg. Allerdings: So komfortabel, wie bei bspw. Synthesizer V ist das Prozedere allerdings bei weitem nicht, aber das kann ja noch kommen. Immerhin befindet sich Omnivocal noch im Beta-Status.

Singen können die beiden Stimmen derzeit nur englisch und japanisch. Wer sich allerdings die Zeit nimmt und sich in die phonetischen Symbole und deren Funktion einarbeitet (Kapitel 5 im Handbuch), der dürfte auch andere Sprachen – zumindest annäherungsweise – realisieren können. Im Netz finden sich einige Berichte von verschiedenen Nutzenden, die der KI-Stimme sogar Dialekte entlocken konnten.

Klanglich steht das Plug-in am Anfang: Hier ist also noch Luft nach oben. Die Stimmauswahl ist schmal und auch die Parameter sind noch nicht so ausgereift (und so zahlreich) wie bei manchen Mitbewerbern. Was die Bedienung und Stabilität angeht, lässt sich das Plug-in den Beta-Status jedoch kaum anmerken.

MIDI-Learn geht noch nicht und die KI-Herkunft ist den Stimmen deutlich anzuhören. Inwieweit dieses Werkzeug mit den bereits etablierteren Konkurrenten mithalten können wird, muss der offizielle Release zeigen. Auf ihren Websites machen Yamaha und Steinberg uns den Mund schon recht wässrig.

Hoffentlich wird das Plugin nicht bei künftigen Updates (oder auch Major-Releases) sang- und klanglos verschwinden. Das wäre wirklich schade. Ich habe da meine Befürchtungen und es wäre auch nicht das erste Plug-in, das einfach wieder verschwindet.

Die Audiobeispiele sind ohne Editieren entstanden. Mit entsprechender Bearbeitung lässt sich hier sicherlich noch mehr herausholen.

 

Stem-Separation in Steinberg Cubase Pro 15

Die Möglichkeit, in Steinberg Cubase Pro 15 Musikstücke in einzelne Stems zu separieren, ist über die Integration von Spectral Layers bereits möglich. Die mitgelieferte Spectral Layers Version hat es erlaubt, Gesang vom Rest zu trennen.

Mit der neuen Stem-Separation-Funktion in Steinberg Cubase Pro 15 ist nun auch ein Entmischen in verschiedene Stems möglich und das ohne externes Plug-in, direkt in Cubase selbst. Dabei geht der Vorgang sehr einfach von sich: Audio-Part markieren, Funktion aufrufen und fertig:

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Klanglich ist diese Funktion nahe der Höhe der Zeit. Ob diese integrierte Version mit Werkzeugen wie iZotope RX und Spectral Layers mithalten kann, kommt etwas auf das zu entmischende Material an. In den meisten Fällen eher nein.

Gerade die aktuelle Voll-Version von Spectral Layers liefert klanglich bessere Ergebnisse und kann noch deutlich mehr, somit ist diese Software alles andere als obsolet. Da mittlerweile auch Freeware-Lösungen wie Audacity (und das dazu passende KI-Tool-Paket) solche Funktionen in guter Qualität kostenlos bieten, ist die Integration nur konsequent.

Volle Artikulationskontrolle: Update bei den Expression-Maps

In den letzten Cubase Testberichten hatte ich bereits mehrfach angemahnt, dass das Feature Expression-Maps in Cubase zwar eine gute Idee ist, aber leider keine weitere Entwicklung/Produktpflege zu erkennen war. Auch Schaltfehler in der Artikulationskontrolle können immer wieder auftraten.

Steinberg Cubase Pro 15 wurde nun ein Update dieser Expression-Maps spendiert, so dass dem Tool optisch und von der Bedienung her ein Facelift verpasst. Außerdem wurden ein paar kleinere Anpassungen eingebaut.

So lassen sich für einzelne Artikulationen nun die Notenwerte „vorziehen“, wenn der Attack zu lange dauert und die spezielle Artikulation somit „out of time“ wäre. Der Parameter Abstand/Separation ist eine „Attack Kompensation“ für Keyswitches, die erst verzögert Wirkung entfalten, sehr gut. Auch die Integration in den Key Editor ist nun etwas besser gelöst.

Steinberg Cubase Pro 15

Expression-Maps in neuem Gesicht

Tiefgreifende Verbesserungen und Erweiterungen sind jedoch nicht vorgenommen worden, für mich eine verpasste Chance. Dazu fand ich die Gruppenzuweisung der Artikulationen vorher etwas gelungener.

Wer einen Blick auf die vergleichbare Lösung für Reaper, genannt Reaticulate, wirft, bekommt einen Eindruck davon, was mit einer richtigen Skript-Schnittstelle in Cubase möglich wäre. Für so langen Stillstand in den Expression-Maps ist der Wurf etwas klein geraten, schade.

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Melodische Patterns in Steinberg Cubase Pro 15

Nachdem für die MIDI-Eingabe, neben den regulären MIDI-Parts, Drum-Patterns eingeführt wurden, gibt es in Steinberg Cubase Pro 15 nun auch melodische Patterns. Im Prinzip funktionieren diese Patterns wie die Drum-Kollegen. Der große Unterschied zu den regulären MIDI-Parts ist, dass beispielsweise die Skalen voreingestellt werden können, und auch nur die darin enthaltenen Töne zur Verfügung stehen.

Diejenigen unter uns, die eine Affinität zu Pattern-Sequencern haben, wird dieses Feature viel Spaß machen und scheint ein sehr guter Mittelweg zwischen klassischen Pattern-Sequencer und dem MIDI-Part.

Schade ist, dass ein solches MIDI-Pattern nicht (wie bspw. bei einem Arpeggiator) auf Knopfdruck zu einer neuen Tonart bzw. zu einer neuen Skala „on the fly“ konvertiert werden kann (wie bei einem Arpeggiator, nicht via transpose). Zwar lassen sich Akkorde aus der Akkordpsur in den Editor ziehen, aber steuern kann die Akkordspur diesen nicht. Den großen Wurf stellt dieses Feature aus meiner Sicht nicht dar, obschon die algorithmischen Features wirklich einen Blick wert sind und zum Experimentieren einladen.

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Fazit

Das neue Steinberg Cubase Pro 15 Update ist eine solide Sache. Gerade Omnivocal (Beta) ist ein sehr interessantes Plug-in und bereits den Update-Preis wert. Speziell weil hier der Einstieg in KI-Vocals sehr niederschwellig ist. Auch der UltraShaper und der Pitch Shifter machen eine gute Figur und sind – gemessen am Preis für solche Plug-ins – auch schon den Update-Preis wert.

Mir persönlich gefällt der neue Steinberg Hub sehr gut. Auch wenn ich mich jetzt wieder umgewöhnen muss: so ist es logischer und übersichtlicher.

Aus meiner Sicht haben ein paar Updates auf Nebenschauplätzen stattgefunden. Ich persönlich sehe hier andere Prioritäten und evtl. auch verpasste Chancen. Trotzdem: Wer bspw. eine Vocal KI sucht, einen guten Pitch Shifter oder einen Kompressor wie den UltraShaper braucht, sollte zugreifen. Von mir gibt es eine glasklare Update-Empfehlung.

Plus

  • neues Vocal-KI Plugin Omnivocal in Pro, Artist und Elements enthalten
  • neuer Steinberg Hub
  • Stem-Demixing mit KI-Support
  • neue Sounds (Writing Room Synths, Songstarter-Packs etc.)
  • VST-Expression überarbeitet

Minus

  • Texteingabe für Omnivocal verbesserbar
  • noch immer keine (Lua-) Skript-Schnittstelle
  • MIDI-Pattern nicht als Arpeggiator nutzbar

Preis

  • Steinberg Cubase Elements 15: 98,- Euro
  • Steinberg Cubase Artist 15: 319,- Euro
  • Steinberg Cubase Pro 15: 569,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    Da kann ich jeden beruhigen: Von Version 14 auf 15 muss man sich, im Vergleich zu früheren Updates, nicht neu einarbeiten. Das GUI ist im Prinzip identisch geblieben. Daher meckern auch viele in den Foren darüber, ob der Preis für das Update überhaupt gerechtfertigt ist und ob es vielleicht etwas überteuert wirkt. Nun, das kann ich nicht beurteilen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Thema Omnivocal: Es funktioniert noch nicht perfekt mit allen Wörtern des Wörterbuches, aber erstaunlich ist es trotzdem. Man muss das Teil separat herunterladen, was aber ganz einfach ist: Einfach den Ordner mit der PC-Suche finden und eine Datei darin anklicken – fertig. Mac-Usern bleibt dieser Umweg erspart; das betrifft also nur Leute, die mit Windoofius arbeiten. Ich persönlich werde keinen Song damit veröffentlichen – ich bin ein ehrlicher Musiker. Das war es auch schon mit den wesentlichen Neuerungen, abgesehen von dem einen oder anderen Effekt-Plugin. Ach ja: Die beste Neuerung ist, dass jetzt alle Effekt-Plugins skalierbar sind. Ein Feature, das absolut überfällig war. Gewünscht hätte ich mir das auch für den Retrologue, aber was soll’s. Und noch etwas: Das erste HALion-Instrument, das mir wirklich gefällt, der „Writing Room Synths“. Keine Ahnung, was sie für den Namen geraucht haben, aber das GUI ist ansprechend und klingen tut er auch gut. Gut gemacht, Steinberg.

  2. Profilbild
    Numitron AHU

    gibt’s noch was ohne „ki“?
    anscheinend nicht.
    finden das alle so geil?
    anscheinend….
    sogar Taylor Swift hat es anscheinend benutzt, gab aber eh einen shitstorm 😉

        • Profilbild
          Filterpad AHU

          @Numitron Das betrifft in erster Linie nur Omnivocal und die Stems (letzteres sind aber meiner Ansicht nach eher noch gute Algorithmen). Das normale Zeugs funktioniert ganz normal und ohne KI. Sprich: Recorden, VST, Mischen, Mastern, Plugins u.s.w…

          Die Zukunft wird es zeigen. Aktuell ist aber eher ein KI Negativtrend zu beobachten. Mal schauen wohin die Reise geht. Aber das neue C15 macht einen guten Job.

  3. Profilbild
    defrigge AHU

    Die Neuerungen von 15 enthielten aus meiner Sicht zwar nicht solche Killer-Features wie 13 und 14. Aber dann hab ich’s mir näher angesehen und gemerkt, wie nützlich viele 15er Neuerungen sind – und genau das hat sich im bisherigen Gebrauch bestätigt, z.B.:

    – Projektvorschauen sind eine enorme Zeitersparnis beim Durchsuchen besonders von unfertigen Projekten und Ideen-Dateien
    – der Automatisierungs-Workflow ist jetzt VIEL besser und weniger zeitaufwendig durch direkte Zuordnung eines bewegten Hardware-Controllers und die Anzeige der letzten fünf verwendeten Controller als sofort zugängliche Spuren.
    – Media-Bay-Verbesserungen zum direkten Durchsuchen, Vorhören und Austauschen von Samples für die Sampler-Spur (so wie wir das in 14 bereits für die Drum-Spur hatten) bedeuten ebenfalls flüssigeren Workflow
    – Ultra Shaper ist ein sehr nützliches Kompressor-Schweizer-Taschenmesser mit Transient Shaper, automatischer Gain-Kompensation und Sidechaining an Bord.
    – Die (endlich) verfügbare Plugin-Skalierung ist sehr willkommen, solte aber weitere Plugins (Retrologue etc.) einschließen
    – Leistungsfähiger Pitch-Shifter mit Vowel-Control ist cool (allerdings zu hohe Latenz fürt Echtzeit-Verwendung)
    – alle Verbesserungen des Score-Editors sind sehr willkommen
    etc. mit weiteren nützlichen Kleinigkeiten

    Insgesamt summieren sich die Verbesserungen zu einem größeren positiven Workflow-Effekt, als ich auf den ersten Blick wahrgenommen habe – und dazu läuft 15 hier stabil.
    Danke für den guten Bericht und Daumen hoch für C15 von mir!

    • Profilbild
      janschneider AHU

      @defrigge Oft sind es ja nicht immer die gross im Marketing angekündigten Neuerungen, die in der Praxis den Unterschied machen…
      Aber klar, sowas ist immer subjektiv, je nachdem wie der eigene Workflow ist. Wat dem een sin Uhl, ist dem annern sin Nachtigall.
      Cubase hat ja auch recht unterschiedliche Nutzergruppen mit sicher sehr unterschiedlichen Anforderungen, Film- und Mediacomposer, Bandrecording und -mixing, elektronische Musiker, sogar auch Leute, die Podcast/spoken word machen, und dann all die unterschiedlichen Hobbyisten.

      Ich sehe für mich allerdings auch noch nicht so den absoluten Mehrwert von 15 und kann wahrscheinlich gut auf den nächsten summer sale warten.

  4. Profilbild
    CDRowell AHU

    Die Summe für das Upgrade auf Cibase 15 Pro ist aus meiner Sicht alleine durch die Erweiterungen des Pattern-Sequenzers gerechtfertigt.

    Das Ding ist sowas von praktisch… Jetzt mit Melodie-Modus… Geil!

  5. Profilbild
    Mick AHU

    Ich sehe das mal völlig anders…wenigsten 50% von Presonus Studio One geklaut, dann eine Beta Version vom OmniVocal, die Stem Seperation unausgereift, ebenso die Expression Maps.
    Ich könnte endlos so weiter machen.
    Jedenfalls keine Innovationen und das nach 2 Jahren und für 99,-€ bis 199,-€ !?
    Ganz schlechtes Kino von Steinberg und erinnert mich an dunkle 8er/9er Zeiten.
    Aber egal, objektive Berichterstattung und kritische Stimmen sind nicht mehr gewünscht, wohl damit man sich in schlechten Zeiten besser fühlt.

    • Profilbild
      defrigge AHU

      @Mick Keine Innovationen? Da musst Du wohl eine ganze Menge überlesen haben – und den Rest miesreden. Die Stem Separation ist m.E. nicht unausgereift, sondern eine Quick-and-dirty Version für limitierte Zwecke, für die man nicht das große Besteck braucht. Die Omnivocal Beta funktioniert immer noch besser als manche vergleichbare Software in Endfassung. Die Expression Maps sind deutlich besser als vorher, auch wenn sie noch verbesserungsfähig sind.

      Viele extrem nützliche und alltagstaugliche Neuerungen von 13, 14 und 15 werden hier ständig gerne genutzt und ich kene keine DAW, die mir eine solche Flexibiltät und Funktionsvielfalt für unterschiedlichste Anwendungswecke bietet wie Cubase 15. Daher jucken mich andere DAWs überhaupt nicht, vielleicht mit der Ausnahme Ableton Live für patternbasierte Songs.

  6. Profilbild
    Mick AHU

    Ich bin da ganz offen, was gab es denn an Innovationen ? Wegen mir sogar seit Cubase 13!?
    Alles abgekupfert von Studio One und Bitwig.
    Ich bin aber auch realistisch, was soll großartig noch kommen? Aber wenn dem schon so ist, warum dann nicht das klauen, was User sich wünschen? Multiinstrument, volle ARA Integration , Sandbox.
    Gerade Cubase mit seinem Menü und Untermenü-Wirrwarr könnte eine KI gebrauchen!
    Beispiel: Ich habe einen Drumloop und möchte jedes Instrument daraus separieren und in der neuen Drumspur, direkt auf die Pads verteilen. Alles tierisch kompliziert und Umwege. Eine KI könnte erkennen worum es sich handelt und schon mal rausfiltern, was ich nicht brauche und ich nicht mehr erschlagen werde, von Möglichkeiten bei einem Rechtsklick darauf. Vielleicht sogar direkt fragen, was ich damit vorhabe, so viel gibt es da ja nicht.
    Jedenfalls habe ich Cubase seit 1997 und bestimmt schon 3000,-€ darin investiert, aber dieses Upgrade ist höchstens ein Update und das Geld nicht wert.

    • Profilbild
      tubeheat

      @Mick Apropos abkupfern und neue Features. Mir wäre es lieber, Steinberg würde mal 1 Jahr lang konzentriert einige grundlegende Bugs bei Basisfunktionen fixen.
      Die Cases gammeln momentan einen Monat unbearbeitet herum und dann wird so gut wie alles als Feature-Request behandelt und man ist gezwungen anzurufen und sich massiv über das Case-Handling zu beschweren, um einigermaßen Gehör zu finden. Das finde ich nicht so dolle.

  7. Profilbild
    tubeheat

    Im Zusammenhang mit KI-Funktionen gibt es leider noch einige Problemchen.

    In Cubase 15 gibt es bei der Stem-Aufteilung leider keine GPU-Unterstützung, das finde ich etwas mager. Aber da es sich hier um die Anfänge solcher Funktionen nativ in der DAW handelt, wird sich hier vermutlich (hoffentlich) noch etwas tun, um das volle Potenzial eines Computers und seiner Grafikkarte für KI-Funktionen zu nutzen.

    In SpectraLayers 12 Pro gibt es GPU Unterstützung und es werden mehr Instrumente unterstützt, und auch sonst ist natürlich der Funktionsumfang größer.

    Bedauerlicherweise gibt es in SpectraLayers 12 gegenwärtig Performance- und Stabilitätsprobleme.
    Die 12.0.20 war pfeilschnell und die GPU unterstützte die CPU deutlich.
    Spätere Versionen waren teils instabil, manchmal crashte die DAW mitten in KI-Funktionen.
    Vor allem waren sie um die Hälfte langsamer bei KI-Funktionen, weil auf einmal GPU-Support fehlte.
    Die aktuelle 12.0.40 ist möglicherweise stabiler, aber die GPU tritt auch hier kaum in Erscheinung, die CPU muss alleine rackern und das dauert doppelt so lange.
    SpectraLyers hat das gerade mal ALPHA Qualität muss ich bedauerlicherweise feststellen.

    In Cubase ohne GPU-Unterstützung wird vermutlich stabiler sein.

    Schön, dass es hier solche KI-Grundfunktionen schon mal gibt, ohne dass man sich auch noch SpectraLayers kaufen muss.

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