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Test: Steinberg Nuendo 14, Digital Audio Workstation

25 Jahre Nuendo

4. August 2025
steinberg nuendo 14 test daw

Steinberg Nuendo 14, Digital Audio Workstation

Steinberg Nuendo feiert dieses Jahr seinen fünfundzwanzigsten Geburtstag. Damals war es zwar kein neues Konzept, komplett ohne DSP-Support in einem Sequencer zu arbeiten, aber für eine vornehmliche Post-Pro-Lösung war es trotzdem noch bemerkenswert, bemerkenswerter als heute. Steinberg Nuendo 14 zieht mit dem aktuellen Update nicht nur mit den neuen Features in Steinberg Cubase 14 gleich, sondern hat noch weitere Neuerungen mit im Gepäck.

Kurz & knapp

  • Top-Features: Viele neue Werkzeuge aus Cubase 14 übernommen, u. a. Modulatoren, neue Effekte und Projekte jetzt im 64-Bit-Dateiformat.
  • Game-Audio: Game Audio Connect 3 überzeugt mit nahtloser Integration in Wwise und direkter Sound-Vorschau.
  • KI-Funktion: Dialog Transkription spart Zeit, bietet aber weniger Kontrolle und Genauigkeit als andere Lösungen.
  • PostPro-Fokus: Adaptive Hintergrund-Absenkung ist innovativ, liefert jedoch oft hörbare, wenig elegante Ergebnisse.
  • Preis-Leistung: Update lohnt sich besonders für Musik- und Game-Produktion – klarer Vorteil gegenüber Pro Tools.
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Steinberg Nuendo 14

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Von Null auf Nuendo: Installation

Zunächst einige Informationen zu den Systemvoraussetzungen. Für Windows-Rechner ist Windows 11 (23H2) bzw. Windows 10 (22H2) mindestens Pflicht, auf dem Mac werden macOS Ventura, macOS Sonoma und macOS Sequoia offiziell unterstützt. 8 GB RAM reichen der genügsamen Audio-Software bereits und die Basisinstallation kommt mit 1 GB Festplatte/SSD klar.

Intel-Rechner sind ab dem i5 dabei (ab der vierten Generation für Windows-Rechner, auf der Mac-Seite muss es ein Rechner ab Ende 2018 sein). Für die Windows-Version darf es für Steinberg Nuendo 14 auch ein vergleichbarer AMD Ryzen sein, auf dem Mac wird selbstverständlich Apple Silicon nativ unterstützt.

Eine mit dem System kompatible Grafikkarte (Grafikkarte mit nativer Windows 10 Unterstützung bzw. Apple Metal-Unterstützung) reicht ebenso aus (ab einer Auflösung von 1440 x 900 Pixel).

Praktisch alle, die Nuendo 14 einsetzen wollen, dürften diese „Anforderungen“ locker überbieten, sehr schön.

Steinberg Nuendo 14

Autorisiert mit Download-Code

VST2 wird in Steinberg Nuendo 14 nicht mehr offiziell unterstützt, auf Windows und Intel-Macs können diese jedoch trotzdem geladen werden. Wer die Apple Silicon Programm-Version nutzt, kann VST2 nur mit Dritthersteller-Software nutzen oder gar nicht mehr. Keine Neuigkeit, sondern lange angekündigt und aus meiner Sicht vollkommen konsequent.

Steinberg Nuendo 14

Richtig viel dabei, im Download-Paket

Die Installation von Steinberg Nuendo 14 erfolgt über die hauseigene Lösung Marke Steinberg. Die knapp 70 GB – wenn alle Komponenten und Demo-Projekte den Weg ins eigene Studio finden sollen – lassen sich also bequem über den Steinberg Download-Assistenten herunterladen und installieren.

Je nach Internet-Zugang ist das neue, virtuelle Inventar auch sehr fix geladen und installiert. Eine Boxed-Version wird nicht mehr angeboten, so dass der Weg zu Nuendo immer über den Download-Manager aus dem Hause Steinberg führt.

Für 989,- Euro ist die Software in eben dieser Download-Version erhältlich. Für das Gebotene nicht eben viel.

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Steinberg Nuendo 14

Adaptive Hintergrund-Absenkung

Eines der neuen Features in Steinberg Nuendo 14 ist die adaptive Hintergund-Absenkung. Die Idee ist simpel: Eine ähnliche, wenn auch simplere Funktion gibt es seit Jahren in WaveLab.

Es wird eine Spur definiert, die sich durchsetzen soll (quasi der Master) und es werden Spuren definiert, die heruntergeregelt werden sollen. Ob das Audio-Spuren, Gruppen etc. sind, ist dabei sekundär. Es gibt zwei Profile (eines für Voice Over, eines für „den Rest“) und einen Absenkungswert in Dezibel.

Steinberg Nuendo 14 erzeugt daraufhin Automationsdaten. Ähnlich funktioniert die Auto-Ducking-Funktion in WaveLab. Diese Automationsdaten können dann bearbeitet werden und unterscheiden sich nicht von denen, die „von Hand“ geschrieben werden. Klingt wie ein echter Timesaver.

Bei meinem Test war die Musik bereits um einen Grundwert abgesenkt. Nuendo hat die Musik dann wieder lauter gemacht und die Automation nicht addiert, denn das Ergebnis war alles andere als adäquat. Generell sind die Regelbewegungen meist deutlich zu hören und klingen etwas ungelenk. Eine erfahrene Tonmeisterin (oder ein erfahrener Tonmeister) erarbeiten deutlich bessere Ergebnisse.

Es kann leider nicht eingestellt werden, wie abgesenkt und wieder zurückgeregelt wird. Kein Attack, Release oder dergleichen. Das ist schade, denn wie beschrieben klingen die Ergebnisse nicht optimal.

Natürlich ist das kein einfacher Ducker und daher wären andere Parameter als Attack und Release auch kein Problem, aber weniger Parameter? Das scheint nicht schlüssig. Der Schlüssel bei solchen Absenkungen ist, dass das Herunterregeln nicht als solches (allzu auffällig) wahrgenommen wird und möglichst wenige Regelbewegungen hörbar sind.

Ich hatte eine Kollegin beim Radio, die das in Echtzeit deutlich besser gelöst hat als diese Absenkautomatik. Schade! Eine gute Idee, wichtiges Feature, aber leider noch lange nicht „Top Edge“, da wäre ein Update wünschenswert.

Ach ja: Dieses Feature kann direkt im MPEG-H-Renderer genutzt werden, auch hübsch.

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Dialog Transkription in Steinberg Nuendo 14

Machine Learing Lösungen (aka KI) sind in aller Munde und halten auch zusehend Einzug in unsere Arbeitsumgebungen. Ein Beispiel dafür ist die Dialog Transkription in Steinberg Nuendo 14.

Es wird eine Spur oder Gruppe gewählt, eine Marker-Spur definiert und schon schreibt Nuendo 14 die Dialoge in einzelne Marker, die später im ADR-Taker genutzt werden können. Das Feature hätte mir vor ein paar Jahren einen Arbeitstag erleichtert, als Schauspieler und Regisseurin ins Studio kamen und keiner den aktuellen Dialog zum ADR mitgebracht hatte und ich das „mal eben“ abtippen musste.

Für die Transkription stehen drei Modelle zur Verfügung. Das „schnelle “ Sprachmodell ist automatisch mitinstalliert, die beiden anderen müssen über den Steinberg Download-Manager nachgeladen werden.

Steinberg Nuendo 14

Einstellungsoptionen für Sprache oder sonstige erweiterte Einstellungen (wie sie beispielsweise aus Whisper von OpenAI bekannt sind), gibt es leider nicht. Gerade die Definition der Sprache kann in manchen Fällen weiterhelfen und bessere Ergebnisse erzeugen.

Trotzdem funktioniert Dialog Transkription in Steinberg Nuendo 14 wirklich gut und ist ein Timesaver bei der täglichen Arbeit. Wer jedoch das gleiche Feature aus DaVinci Resolve kennt, wird von der Steinbergschen Lösung evtl. etwas enttäuscht sein, da hier bspw. auch Speaker unterschieden werden können.

Steinberg Nuendo 14

Die Take-Größe legt Nuendo bei diesem Prozess automatisch fest. Das passt oftmals, aber durchaus nicht immer. Es müsste also evtl. noch von Hand angepasst werden.

Auch die Qualität der Texterkennung ist bei „Schnell“ nicht optimal. Im Test gab es teilweise sehr deutliche Abweichungen. Die anderen Modelle sind allerdings ungleich rechenintensiver und brauchen evtl. etwas Zeit, je nachdem, was der KI auf dem Studiorechner an Hardware zur Verfügung steht.

Richtig toll wäre es, wenn gleich noch eine Übersetzung angefertigt wird, die sich lippensynchron aufsprechen lässt. Zugegeben, das ist viel zu viel verlangt und (zumindest Stand heute) noch Träumerei, aber träumen wird doch noch erlaubt sein, oder?

Steinberg Nuendo 14

Übrigens: Die Video-Overlays im ADR-Taker wurden auch erweitert. Das Videofenster kann nun verschiedene Attribute wie Dialogszene, Nummer oder ID mit anzeigen. Wie diese Informationen dargestellt werden, ist einstellbar.

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Game Audio Connect 3

In Steinberg Nuendo 14 hat die Anbindung an die Computerspielewelt ein Update bekommen und hört nun auf den Namen Game Audio Connect 3.

Nuendo hatte bereits mit der ersten Inkarnation von Game Audio Connect eine direkte Verbindung in die Game-Audio-Middleware Wwise geschaffen. Diese Verbindung wurde nun weiter vertieft.

Steinberg Nuendo 14

Wwise verbindet sich gut mit dem Game selbst und Nuendo 14
Bild: Steinberg

Prinzipiell ermöglicht Nuendo Audio Assets direkt in Wwise, von Audiokinetic zu exportieren und auch einfach per Knopfdruck die entsprechenden Sessions in Nuendo zur Bearbeitung zu öffnen.

Mit der neuen Erweiterung lassen sich Soundeffekte in einem Game testen (während das Spiel und Nuendo mit Wwise verbunden sind), ohne dass diese nach Wwise exportiert werden müssen. Wird das entsprechende Event im Game getriggert, wird der entsprechende Soundeffekt direkt aus Steinberg Nuendo 14 abgespielt. Damit lässt sich sehr schnell und flexibel ein Soundeffekt testen und anpassen, ohne sich in einem Loop aus Speichern-Exportieren-Einfügen (…) zu verlieren – schön.

Steinberg Nuendo 14

Bild: Steinberg

3D-Audio

Steinberg Nuendo 14 unterstützt nun auch das 3D-Audio-Format Ambisonics in vierter Ordnung (vorher nur dritter Ordnung). Damit sind nun 25 Kanäle im Spiel. Zur Erinnerung: Kanalzahl = (Ordnung +1)².

Wie wichtig Ambisonics mit der weiteren Verbreitung von Dolby Atmos (und MPEG-H bzw. DTS:X) sein wird, sofern es überhaupt jemals eine Wichtigkeit hatte, bleibt allerdings abzuwarten.

Der Dolby-Atmos-Renderer in Steinberg Nuendo 14 unterstützt nun auch die Formate Stereo Direct, 7.1.2, 9.1.4 und 9.1.6. und 10 neue Kopfhörerprofile für die Virtualisierung. Die Adaptive Hintergrund-Absenkung ist, wie bereits erwähnt, auch direkt im MPEG-H Renderer nutzbar

Steinberg Nuendo 14

Bild: Steinberg

Neue Modulatoren

Schon in Steinberg Cubase 14 wurden die Modulatoren vorgestellt. Dieses längst überfällige Feature wird nun auch in Nuendo bereitgestellt. So lassen sich bspw. LFOs bequem auf Parameter von Plug-ins oder im Mixer anwenden. Das bringt deutlich mehr Flexibilität ins Studioleben.

Auch die Event-Lautstärkekurven wurden verbessert und erlauben nun flexibleres Gain-Staging.

Steinberg Nuendo 14

Gut getrommelt

Mix Console ist nun etwas flexibler und lässt sich nun auch im unteren Bereich komplett anzeigen.

Das neue Autofilter und der Underwater-Effekt sind gleichermaßen von Cubase zum großen Bruder dazugekommen. Gerade letzter passt sehr gut in die PostPro Umgebung.

Der Reverb Shimmer und das neue StudioDelay haben genauso ihren Weg in Steinberg Nuendo 14 gefunden. Reverbs wie Shimmer werden eher seltener in Seuqencern ab Werk mitgeliefert.

Der Pattern-Sequencer und der Drum-Synth sind nun gleichfalls in Nuendo zu finden, sind aber eher Cubase-typisch denn Post-Pro-typisch.

Wer die Details der neuen Musik-Features aus Nuendo wissen möchte, sollte sich unseren Steinberg Cubase 14 Test zu Gemüte führen, dort werden diese ausgiebig beschrieben und besprochen.

Steinberg Nuendo 14

Gut moduliert

Übrigens: Projektdateien supporten erst mit Steinberg Nuendo 14 das 64 Bit Dateiformat. Es sind nun auch Sessionfiles mit mehr als 2 GB möglich. Diese Anforderung hatte ich bislang noch nicht, aber wer weiß – haben ist besser als brauchen.

Steinberg Nuendo 14

Es schimmert …

Und sonst noch?

In Steinberg Nuendo 14 lassen sich nun CSV-Dateien mit Dialogen für den ADR-Taker ohne Timecode einlesen. Das klingt zwar kontraintuitiv, kann aber nützlich sein, wenn der Timecode dem Dialogschreiber (beispielsweise Übersetzer) nicht bekannt ist, der Timecode noch nicht feststeht (Animationsfilm, verlängerte Schnittphase) oder vergleichbare Tasks gelöst werden müssen. Wäre aus meiner Sicht nicht das dringlichste Feature, aber auch hier gilt: Haben ist besser als dringend benötigen.

Die einzelnen Linealspuren lassen sich nun individuell starten, also einen individuellen Startpunkt setzen. Das bringt Flexibilität. Gerade wer mit Bewegtbild arbeitet, wird solche Möglichkeiten sehr zu schätzen wissen. Auch das Austauschformat DAWproject wird in Nuendo 14 nun unterstützt.

Die Video-Engine hat ein Update bekommen. So zeigt sich Steinberg Nuendo 14 anpassungsfähiger, was Auflösungen angeht (was aber auch den CPU-Load gehen kann) und es wird 4K und 8K unterstützt. Ob nun 8K für die Audio-PostPro zwingend ist, ist eine andere Frage. Ich lasse mir maximal FHD geben, der Effizienz zuliebe.

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Fazit

Wer mit Nuendo Musik produziert, sollte auf jeden Fall bei diesem Update zugreifen. Der Drum-Synth und die Modulatoren sind den Update-Preis von 13 auf 14 schon von selbst wert, spätestens, wenn die neuen Plug-ins dazugerechnet werden. Wer im Gaming-Bereich seine Brötchen verdient, sollte das Update auch unbedingt wagen – ein Nobrainer.

Die Dialog Transcription ist ein tolles Feature, aber nicht ganz auf der Höhe der Zeit (DaVinci Resolve bietet bspw. etwas mehr). Auch die adaptive Hintergrund-Absenkung verschenkt Potential, schade.

Trotzdem gibt es handfeste Gründe für ein Update. Verglichen mit dem Platzhirsch Pro Tools macht Nuendo eine immer bessere Figur was Workflow und Features angeht, gerade hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Alles Gute zum 25., Nuendo!

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • KI-Lösungen in Nuendo
  • neue Plug-ins (besonders Shimmer)
  • Modulatoren
  • Integration von Adaptive Hintergrund-Absenkung
  • Dialog Transkription

Minus

  • Produktpflege bei älteren Features nicht immer optimal
  • Adaptive Hintergund-Absenkung nicht ganz auf der Höhe der Zeit
  • Optionen bei der Spracherkennung hinken Mitbewerbern etwas hinterher

Preis

  • Steinberg Nuendo 14 Vollversion 989,- Euro
  • Steinberg Nuendo 14 Update von Version 13: 195,- Euro
  • Steinberg Nuendo 14 EDU 495,- Euro
  • Steinberg Nuendo 14 Competetive Crossgrade 795,- Euro
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Über den Autor
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Florian Scholz RED

Ende der 70er geschlüpft, gleich war klar: „Musik ist mein Ding“. Musikalische Früherziehung, verschiedene Instrumente (Klarinette, Saxophon, Synthesizer...) ausprobiert und am Computer und Synthesizer kleben geblieben. Arbeitet heute als Tonmeister (VDT), Komponist (CC), Journalist und Dozent.

Forum
  1. Profilbild
    Mick AHU

    Cubase (weil bekannter) mit optionalen (zukauf) Nuendo Features und Wavelab als Masteringpage innerhalb der DAW, wären der Gamechanger. Ich weiß nicht, warum sich Steinberg diese separaten Programme ans Bein bindet!
    Steinberg würde massig Geld sparen und wir würden endlich mal öfter Updates bekommen, mit Features, die man so nennen darf.

    • Profilbild
      Der-K

      @Mick Steinberg hat viel Geld in die Marke Nuendo investiert.
      Das jetzt zum Cubase AddOn-Pack zu „degradieren“ ist aus Marketingsicht wohl nicht die schlauste Idee.
      Und ob das überhaupt geht ist noch die andere Frage.
      Vermutlich wäre es einfacher Nuendo so umzugestalten das eine Cubase Lizenz die Cubase Features aktiviert, und eine Nuendo Lizenz alle Features.

      Denn nur weil die Oberfläche und sehr viele Funktionen gleich sind muss das ja nicht zwingend bedeuten das die Programme in ihren internen Strukturen und Code auch zum großen Teil gleich sind.

      Und warum glaubst du dass dies Geld spart?
      Das würde ja bedeuten das man erheblich weniger Entwickler benötigt.
      Aber gleichzeitig willst du öfter Updates, und neue Features, und bessere Stabilität sicher auch noch.
      Das muss halt irgendwer machen.

      Besserer Service mit weniger Personal ist i.d.R. eine Illusion.

      • Profilbild
        Everpure AHU

        @Der-K Wenn ich statt zwei nur eine Codebasis zu betreuen habe – und zwar sowohl Entwicklung, als auch Test und Support – kann ich mit der Hälfte der „Ressourcen“ (in Anführungsstrichen, weil es eben nicht nur um Mitarbeiter/innen geht) immer noch theoretisch den gleichen „Service“ bieten. Das ist natürlich kein Nullsummenspiel und der Teufel steckt wie immer im Detail. Aber zwei (möglicherweise) technisch komplett unterschiedliche Produkte anzubieten, die von der Kundschaft nur bedingt unterschieden werden können, ist ganz sicher kein nachhaltiges Geschäftsmodell…

        • Profilbild
          janschneider AHU

          @Everpure Ich bin ziemlich sicher, dass die Code-Basis für Cubase und Nuendo zu großen Teilen identisch ist und für Nuendo nur die entsprechenden Features mit eingebaut werden. Ganz doof sind die ja bei Steinberg auch nicht, im Normalfall wissen die schon ganz gut, was sie da wie machen, auch im Marketing und Produktmanagement, auch wenn das für Aussenstehende vielleicht nicht immer so aussieht, aber die haben ja halt auch nicht alle Informationen…
          Postpro ist ein komplett anderer Markt als Musikproduktion, das war damals sicher sinnvoll, das von der MIDI-Sequenzer Welt, aus der Cubase kommt, abzugrenzen. Ob man das heute noch so machen müsste, andere Frage, aber nun ist die Marke halt etabliert.

          • Profilbild
            Everpure AHU

            @janschneider Ich wollte auch nicht notwendigerweise unterstellen, dass man bei Steinberg total planlos unterwegs ist. Das war eher ein genereller Kommentar basierend auf „besserer Service mit weniger Personal ist in der Regel eine Illusion“, was ich ein bisschen zu sehr verkürzt fand. :)

            • Profilbild
              dAS hEIKO AHU

              @Everpure das war beim früheren Konkurrenten SEK`D mit Samplitude und Sequoia ja auch nicht anderst. Und auch hier war bei letzterem Der PReis erheblich höher und eben ganz „spezielle“ Funktionen für Broadcast mit drin. Das wird der geneigte Nutzer schon wissen, sonst würde sich das irgendwann auch gar nicht mehr verkaufen.

  2. Profilbild
    tubeheat

    Tippfehler? Meines Wissens ist 22H2 (nicht 23H2) die letzte Win10 Release.

    Gibt es einen technischen Grund, warum Win10 22H2 vorausgesetzt wird?

    Win 10 IoT Enterprise LTSC 2021 (21H2) erhält ext. Support bis Jan 2032 und ist daher ideal für Systeme mit langfristigem Einsatz. Ideal für Nutzer, die ihre leistungsfähige DAW wegen überzogener HW-Anforderungen von Win11 NICHT auf den Müll werfen wollen.

    Ich habe inzwischen drei Systeme produktiv auf LTSC 2021 umgestellt – per In-Place-Upgrade direkt von Win 10 Pro, mit vollständiger Übernahme aller (!) Programme und Einstellungen. Dauert ca 2h.

    Nur DxO PhotoLab verweigerte ein Upgrade von v8.5 auf 8.7, da 22H2 gefordert wurde. Ich habe daraufhin ein In-Place-Upgrade auf 22H2 durchgeführt, das Software-Update installiert und danach erneut per In-Place-Upgrade auf LTSC 2021 zurückgestellt – Ergebnis: PhotoLab 8.7.x läuft auch unter 21H2 absolut stabil.

    Es ist nicht nachvollziehbar, warum Softwareanbieter aktiv ein von Microsoft bis 2032 unterstütztes OS blockieren. Gerade in professionellen Umgebungen sollte Langzeitstabilität Vorrang vor nicht gerade kundenfreundlichen Versionsanforderungen haben. Ein noch leistungsfähiges System wegen Win11 entsorgen zu müssen, hat auch nichts mit Nachhaltigkeit zu tun.

    In-Place-Upgrade, siehe hier: https://extreme.pcgameshardware.de/threads/support-ende-fuer-windows-10-microsoft-moechte-den-umstieg-auf-windows-11-vereinfachen.663951/#post-11922362

    • Profilbild
      tubeheat

      @tubeheat Mit anderen Worten: Cubase 14 Pro und alle weiteren Anwendungen laufen hier unter Win10 IoT Enterprise LTSC 2021 absolut stabil.

      Ein Upgrade auf Win10 Pro 22H2 hätte für mich zur Folge, dass ich nur noch ein Jahr Extended Support bei Microsoft kostenpflichtig einkaufen könnte und danach auf Win11 23H2 wechseln müsste, dessen Support-Ende aber ebenfalls schon absehbar ist.
      Schlimmer noch: ein Upgrade auf Win11 würde bedeuten, mein weiterhin leistungsstarkes Silent-System auf Basis eines Intel Xeon E5-1680v4 (mit 64 GB ECC-RAM, 10 Gbit LAN, RTX 4070) entsorgen zu müssen.

      Hinzu kommen zahlreiche Kritikpunkte an Win11, sodass es sinnvoller ist, das Upgrade erst einmal möglichst lange hinauszuzögern. Man kann dann in Ruhe beobachten, wie sich Win12 hinsichtlich KI-Funktionen, Onlinezwang und Datenschutz entwickelt.

      Eine gute Zusammenfassung aktueller Kritikpunkte bietet dieses Posting:
      https://extreme.pcgameshardware.de/threads/windows-10-kostenloses-upgrade-angebot-auf-windows-11-trotz-tpm-deaktivierung.664113/#post-11925561

      Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachvollziehbar, wenn (sorry) schlecht durchdachte Mindestanforderungen an die OS-Release gezielt die Obsoleszenz von Hardware, Betriebssystem und Software forcieren.

      Ich wünschte mir, Steinberg würde die OS-Mindestanforderungen für Nuendo und alle anderen Produkte im Sinne vieler Kunden nochmal überdenken.

      Noch gute Systeme grundlos entsorgen zu müssen ist einfach ein Unding. Vor allem angesichts steigender Kosten.

  3. Profilbild
    Everpure AHU

    Hm, ich muss jetzt wirklich mal ganz doof fragen: Wie genau grenzt Steinberg die Produkte Cubase und Nuendo voneinander ab? Ich habe das ehrlich gesagt nie verstanden. 🤔

  4. Profilbild
    Jens Hecht RED

    Danke für den ausführlichen Test! Verhält sich das ADR-Bedienfeld denn immer noch so, dass der Loop beim drücken von Rehearse oder Record deaktiviert wird?

  5. Profilbild
    dAS hEIKO AHU

    a propos Grafikkarten: Wie verhält es sich hier im speziellen, aber auch im allgemeinen bei Audioprogrammen mit der Berechnung von Algorithmen über NVidias Cuda Schnittstelle? Ist das inzwischen ein Thema? Denn bei Bildbearbeitung oder Videoschnitt ist das ja bei den Meisten Programmen nichts exotisches mehr.

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