Test: Steinberg, Nuendo Live, Recordingsoftware

3. Dezember 2012

Mobilitätsgarantie

Seit fast 15 Jahren hat Steinberg mit Nuendo eine professionelle DAW-Lösung im Programm. Mit der hier vorliegenden „Live“-Version bietet Steinberg eine Fassung, die zum Livemitschnitt von Konzerten und ähnlichen Ereignissen optimiert ist.

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Totale Kontrolle

Totale Kontrolle

Technisches

Das Nuendo-Derivat für das mobile Recording läuft offiziell erst ab Mountain Lion (10.7) bzw. Windows 7. Selbstverständlich ist auch mit „kleineren“ Windows-Versionen ein Betrieb möglich, dieser wird aber nicht offiziell von Steinberg unterstützt – auf meiner Vista-Workstation war aber kein Problem auszumachen. Die Hardwareanforderungen sind nicht gewaltig.  Freunde des „angebissenen Obstes“ sind ab einer Intel Core 2 Duo-CPU dabei, Windows-User haben zusätzlich noch die Option, zu einem AMD-Prozessor zu greifen. ASIO ist unter Windows zwar nicht zwingend, aber für sinnvollen Betrieb einfach Pflicht, unter MacOS wird CoreAudio zum Einsatz gebracht. 2GB RAM und Festplattenspeicher sollten für aktuelle Win7-Rechner und 10.7 Macs das geringste Problem sein. Der Kopierschutz wird über das hauseigene  eLicenser-System abgewickelt.

Start-Center

Start-Center

Der direkte Draht

Wie ja allseits bekannt sein sollte, gehört Steinberg zur Yamaha-Familie. Es liegt also auf der Hand, dass die Yamaha-Hardware sich sehr gut mit der Steinberg-Software versteht. So haben die Yamaha-Entwickler mit den Steinbergern zusammen gearbeitet und eine komplette Integration der wichtigsten Nuendo-Live-Funktionen in der CL-Serie der Japaner realisiert. So lassen sich die Transport-Funktionen (Play, Stop, Aufnahme) und die Track-Namen beispielsweise von der Konsole aus steuern, so sollte es sein. Leider stand zum Test kein CL-Mischpult zur Verfügung, um diese Features ausgiebig testen zu können.

32 oder 64? Nuendo Live kann beides

32 oder 64? Nuendo Live kann beides

leer

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Mit Sicherheit

Wie die große Version von Nuendo oder auch Cubase, ist Nuendo Live recht sicher gegen Stromausfall: Die bis dahin auf Platte gebannten Aufnahmen gehen – trotz Spannungsverlust – nicht verloren. Die obligatorische Auto-Save-Funktion tut ihr übriges. Auch Bedienfehler lassen sich relativ simpel vermeiden, indem die Oberfläche gesperrt werden kann, ähnlich wie man das vom Smartphone her kennt.
Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist die Pre-Record-Funktion. In einem Audio-Buffer lagern immer die letzten sechzig Sekunden, bevor der Aufnahmeknopf gedrückt wurde. Diese Funktion ist leider noch kein unbedingter Standard und daher ein echter Pluspunkt in Nuendo Live, so entgeht einem kein Einsatz mehr.

Funktionen

Wie es bei einigen DAWs schon üblich ist, unterstützt auch Nuendo Live Dateiformate, die große Dateigrößen ermöglichen. Damit ist sogar ein 24/7-Recording möglich, vorausgesetzt, die Festplatte(n) machen mit. Die verwendeten Broadcast Wavs  umgehen das 4 GB-Limit der „normalen“ WAV-Files. Auf FAT32-Dateisystemen werden die Files automatisch gesplittet, bevor die 4 GB Grenze erreicht ist.

Das Projektfenster, fast wie Cubase oder Nuendo

Das Projektfenster, fast wie Cubase oder Nuendo

Schnittstelle

Selbstverständlich sind die Aufnahmen aus Nuendo-Live sofort in Nuendo ladtbar und weiterzubearbeiten, nicht überraschend.  Nuendo Live liefert die Aufnahmen in allen möglichen Formaten aus. So kann  WAV, MP3 und AAF exportiert werden. Somit steht auch einer Postpro, beispielsweise ProTools, nichts im Wege.

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