Test: Steinberg Virtual Bassist

Das Timing des virtuellen Bassisten kann mit den drei Reglern Swing, Variance und Early/Late angepasst werden. Swing verschiebt dabei den kompletten Part vorwärts oder rückwärts, Variance stellt die körperliche und geistige Verfassung des Bassisten ein – also die Genauigkeit, mit der die Styles gespielt werden und Early/Late steuert das Timing im Verhältnis zu anderen Instrumenten (z.B. Groove Agent/Virtual Guitarist) innerhalb eines Projektes.

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Der Grundklang einer Bassgitarre kann mit einem Kreis-Regler im Steinberg-Logo-Design stufenlos zwischen einem modernen Bass mit aktiver Klangregelung, einem klassischen Modell aus den Siebzigern und einem alten Bass mit geschliffenen Saiten eingestellt werden – man entscheidet sich also nicht für ein bestimmtes Bass-Modell, sondern kann den Grundsound auch irgendwo dazwischen, je nach Geschmack, auswählen. Zur Natürlichkeit des Basses tragen die Funktionen Fret Buzz und Fret Noise bei. Fret Buzz erzeugt das typische Geräusch von schwingenden Gitarrensaiten, wenn sie die Bünde berühren und Fret Noise erzeugt das charakteristische Geräusch, das entsteht, wenn der Bassist seine Finger über die Saiten und Bünde des Basses bewegt.

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Eigentlich typische Effektregler, aber wegen ihrer Wichtigkeit auch auf der Play-Seite zu finden: ein Amount-Regler für den Compression-Effekt, ein Drive-Regler zur Steuerung des Gain-Parameters des Vorverstärkers sowie ein Regler für die Master-Lautstärker des Verstärkerausgangs.

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Groove Match
Eine Neuerung in der Virtual-Serie ist die Groove Match-Seite. Hier können die vorhandenen Grooves und Rhythmen angepasst, Parts und Fills bearbeitet und das Timing eingestellt werden. Außerdem kann in einem speziellen Parts-Browser die Tastenbelegung des Keyboards beliebig geändert werden. Die Macro-Anzeige stellt den gerade ausgewählten Part oder Fill im zeitlichen Kontext dar. Die einzelnen Noten können stummgeschaltet oder im Timing bis zu einer Achtelnote verändert werden. Wer jetzt glaubt, man könnte die Tonhöhe der Noten auch noch anpassen, wird eines besseren belehrt. Laut Handbuch kann nämlich in der VB Version 1.0 die Tonhöhe nicht geändert werden. Die vertikale Darstellung der einzelnen Steps im Macroeditor dient also nur der besseren Übersichtlichkeit – ein Schelm, der dabei Böses denkt!

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Für schnelle Anpassungen gibt es die sogenannten Modifiers – eine Sammlung von 14 vorgefertigten Presets, die schnell und einfach die vorhandenen Grooves verändern. Zur Auswahl stehen z.B. zufallsgenerierte Variationen, Offbeats, Backbeats oder Downbeats.

Feel und Timing von VB kann im sogenannten Micro-Bereich mit Hilfe des Swing-Reglers verändert werden. Diese Funktion ermöglicht die perfekte Anpassung von Parts an vorhandenes Musikmaterial. Interessant ist auch die ‚From MIDI’-Funktion: ist diese aktiviert, analysiert VB die eingehenden MIDI-Daten und passt die Micro-Anzeige entsprechend an. Diese Funktion ist insbesondere für Besitzer von Steinbergs anderen virtuellen Bandmitgliedern sehr interessant.

Wem die Tastenzuordnungen auf dem Keyboard nicht gefallen, kann jede Taste mit nur einem Mausklick einer neuen Funktion zuordnen. Praktisch: die gespielten Keyboard-Tasten werden farblich hervorgehoben. Die VB-Programmierer haben wirklich an alles gedacht!

Klangbeispiele
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