ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Steinberg WaveLab Pro 9, Audio Editor

(ID: 134539)
Dank der großen Regler ist das Handling einfach

Dank der großen Regler ist das Handling einfach

Ein Multiband Expander und ein Multiband Envelope Shaper sowie ein SoX-basierter Resampler komplettieren das Feld der neuen Plug-ins. Letzterer bietet unter anderem direkten Zugriff auf die Änderung der Sample-Rate bei der Wiedergabe.

Direkter Datei-Austausch mit Cubase und Nuendo

ANZEIGE

Der Austausch von Daten zwischen zwei Programmen ist nun keine bahnbrechend neue Erfindung – das gab es (in abgespeckterer Form) auch schon vor längerer Zeit mal und findet sich auch bei anderen Herstellern. Etwa bei Sony, wo sich Audiodateien aus Vegas bequem ins SoundForge schießen lassen. Bei WaveLab Pro 9 allerdings funktioniert das erstmals perfekt – und auch in beiden Richtungen. So lässt sich WaveLab direkt aus Cubase (ab Version 8.5.10) oder aus zukünftigen Nuendo-Versionen öffnen, um dort dann das Audiomaterial zu bearbeiten. Das funktioniert nicht nur mit einzelnen Clips, sondern auch mit den Spuren eines Projekts. Anschließend wird die modifizierte Datei automatisch mit einem Mausklick in Cubase oder Nuendo aktualisiert. Mangels einer aktuellen Cubase-Version konnte ich dieses Feature allerdings leider nicht testen.

WaveLab Pro 9 in der Praxis

Das liest sich ja alles schon mal bestens, aber wie bewährt sich das neue WaveLab in der Praxis? Teste ich an einem praktischen Anwendungsfall, indem ich einen mehrspurigenTake für den MDR produziere, mit Musikbett, O-Tönen, Teasern und Selbstgesprochenem.

ANZEIGE

Obwohl ich eine Version ausgelassen habe, bin ich sofort drin – die grundlegenden Handgriffe funktionieren auch hier. Der neue Dateibrowser erleichtert mir mit anschaulichen Vorgaben das Anlegen neuer Projekte, der Import meiner alten WaveLab 7 Vorlage funktioniert problemlos. Dank der neuen Übersicht dürfen es auch ruhig mal mehrere Projekte gleichzeitig sein, ohne dass es unaufgeräumt wirkt. Dank Projektmanager und Kartenreiter über dem Arbeitsfenster navigiere ich schnell und sicher durch die verschiedenen Projekte, im Menüband über dem Arbeitsfenster sehe ich immer nur die Icons, die ich gerade brauche.

Auch bei größeren Clip-Mengen verliert man nie die Übersicht

Auch bei größeren Clip-Mengen verliert man nie die Übersicht

Selbiges zeigt sich auch schön sortiert und aufgeräumt: So findet sich in der „Ansicht“ zum Beispiel alles zu den Themen Zoomen, Bildlauf oder Positionszeiger, während ich in „Bearbeiten“ dann ausrichte, gruppiere und Clips schneide, teile und kopiere – ohne dass mich andere Icons, die nichts damit zu tun haben, von der Arbeit ablenken. Wobei die Reiter dann auch kontextbezogen sind: Im Audio-Editor geht’s beim „Verarbeiten“ um Fades, Normalisierung oder Pegel, in der Audio-Montage bietet mir derselbe Reiter dann aber den Meta-Normalizer zur Angleichung der Lautheit der Clips, eine Tonhöhenkorrektur oder die Erzeugung des aus WaveLab 8 bekannten Super-Clips an. Das befeuert den Workflow.

Die Record-Funktion lässt keine Wünsche offen

Die Record-Funktion lässt keine Wünsche offen

Die Aufnahmefunktion ist komfortabel und bietet mannigfaltige Möglichkeiten, das Recording zu starten, auch den automatischen Start bei Signal oder sogar zu einer bestimmten Uhrzeit. Besonders praktisch für mich: Die automatische Pause bei Stille, wobei Schwellwert und erforderliche Pausenlänge einstellbar sind. Warum? Weil ich öfter mal beim Einsprechen der Skripte vor dem Mikro dann noch mal an einer Formulierung feile – und bisher später diese „Denkpausen“ umständlich wieder rausschneiden musste. Schön auch, dass sich im Aufnahmefall das komplette Recordingfenster (das ich auch auf den Zweitmonitor schieben kann), rot einfärbt. Das ist dann nicht zu übersehen. Alles nur kleine Details, aber davon gibt’s im neuen WaveLab jede Menge. Und in der Summe überzeugt es so richtig.

ANZEIGE
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    wow endlich hat es Steinberg geschafft ein einigermassen anständiges Userinterface für Wavelab zu designen. Bis anhin musste ich stets auf Adobe Audition ausweichen weil man mit dem Wavelab ja fast Augenkrebs bekam, so hässlich war das. Da mir aber die Adobe Abo-Politik überhaupt nicht gefällt, werd ich wohl bald wieder zu Wavelab wechseln. Gute Arbeit !

  2. Profilbild
    arnte

    Puh…199,- € für das Update von Wavelab 7. Ganz schön happig…
    Wavelab 8 habe ich schon ausgelassen, da der Gegenwert für das Geld imo nicht gegeben war. Hier sieht es erstmal besser aus. Aber 199,- € sind schon ne Stange Geld. Da bekomme ich anderswo eine vollständige DAW mit allem drum und drann als Vollversion.
    Achso, ich hab irgendwo was gelesen, dass nur noch 64 bit Plug Ins unterstützt werden. Stimmt das?

  3. Profilbild
    elexred

    Übersichticher ist es schon (wenn man mal alles halbwegs überblickt hat), ABER musste das sein, alle Tastaturbefehle zu ändern!?!?

    Seit Jahren konnte man ganz schnell mal ein Wave bearbeiten, STRG-F für Fade In, Shift-F für Fade Out…N für normalisieren….geht alles nicht mehr, wtf werte Steinberger?? geht’s noch?!?

    @arnte, yep, der Full Installer von Pro 9 installiert nur mehr 64 Bit, bei den Vorgängern konnte man noch auswählen. vom J-Bridge Adapter 32bit auf 64Bit würde ich übrigens abraten. der ging noch nie gescheit.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Politische Inhalte und Statements werden durch die Redaktion gelöscht.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

X
ANZEIGE X