Test: Strymon, Flint, Effektgerät für Gitarre

11. September 2012

Strymon Flint

Der Name Strymon dürfte vermutlich nur den wenigsten bekannt sein. Etwas besser sieht es da wahrscheinlich mit der US-Firma Damage Control aus, die mit der Vorstellung ihrer röhrenbetriebenen Preamps „Womanizer“ und „Demonizer“ im Jahre 2004 für einiges Aufsehen in der Szene sorgten. Beide Geräte hatten wir damals im Test und auch beide schnitten mit einem hervorragenden Ergebnis ab. Was das nun mit Strymon zu tun hat? Ganz einfach, im Jahr 2009 schloss sich das Team von Damage Control der Firma Strymon an und seitdem entwickelt und produziert man gemeinsam Effektprozessoren in Handarbeit. Im Sortiment befinden sich überwiegend Modulationseffekte wie Chorus, Vibrato, Flanger, Tape-Echo, Hall oder auch ein Looper. Wir schauen uns aus dieser Palette mal den Strymon Flint genauer an. Ein Effektkistchen, das mit seinen zwei gleichzeitig nutzbaren Effekten Hall und Tremolo eindeutig die Vintage-Fetischisten unter uns anspricht.

-- Strymon Flint --

— Strymon Flint —

Aufbau/Features

Wie es sich für ein Gerät gehört, das sein Leben auf einem Pedalboard und von Fußtritten ausgesetzt verbringt, basiert das Gehäuse des Strymon Flint auf einer robusten Aluminiumkonstruktion, welche in Schwarz lackiert wurde. Mit zum Lieferumfang gehören auch vier Gummifüße, welche der User aber selbst an den Platz seiner Wahl leben darf. Empfohlen sei hier natürlich die Unterseite des Gerätes, welches im Übrigen keinerlei Öffnung für eine Batterie besitzt. Der Strymon funktioniert ausschließlich mit Netzspannung, das hierfür erforderliche Netzteil befindet sich natürlich im Lieferumfang. Es handelt sich hierbei um keinen speziellen Netzadapter, sodass sich der Strymon problemlos in eine bereits bestehende „Netzwerkumgebung“ auf dem Pedalboard integrieren lässt und somit den ohnehin latent vorhandenen Mangel an Steckdosen nicht noch zusätzlich unterstützt. Mit den Maßen von 11,4 x 10,1 x 4,4 cm ist diese „Tretmine“ zudem sehr schlank geraten und verspricht, dank seiner auf der Stirnseite angebrachten Anschlüsse, einen platzsparenden Betrieb in der Praxis. Und wenn wir schon mal dabei sind, betrachten wir uns mal diese Anschlüsse genauer.

-- Stirnseite mit Anschlussbuchsen --

— Stirnseite mit Anschlussbuchsen —

Da wäre zunächst natürlich die Input-Buchse für die Gitarre, welche aber auch Stereo-Signale aufnehmen kann. Allerdings geht das nicht so leicht mit einfach nur Stereo- statt Mono-Klinkenstecker einstecken, viel mehr muss hierfür, nach Abnahme der Bodenplatte durch das Lösen von vier Schrauben, ein Jumper umgesteckt werden. Direkt daneben sitzt die Expansion-Buchse, an welche ein zusätzliches Realtime-Pedal oder ein weiterer Fußschalter angeschlossen werden können. Mittels des Pedals lassen sich sämtliche regelbaren Parameter auf der Oberseite des Gerätes bedienen, die dafür notwendige Konfiguration lässt sich über die Schalter und Regler des Strymon Flint ganz einfach bewerkstelligen. Ein angeschlossener Schalter wiederum könnte als TAP-Funktion für die Geschwindigkeit des Tremolo-Effektes genutzt werden. Oder man schließt den erhältlichen Strymon Favorite Switch hier an. Dieser Schalter erweitert den Flint ganz entscheidend, denn mit diesem Schalter angeschlossen erweitert sich der Funktionsumfang des Gerätes um ein weiteres Preset, auf welches man dann mit einem Fußtritt zugreifen kann.

-- Favorite Switch --

— Favorite Switch —

Klangbeispiele
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