Von abstrusen Räumen
Mit der Strymon NightSky Plug-in bringt der Hersteller der bekannten und geschätzten Effektpedale das Software-Pendant zum gleichnamigen Bodentreter heraus. Damage Control Engineering, die Firma hinter der Strymon-Marke, setzt dabei seit 2004 Akzente in der Effektpedal-Szene, indem sie analoge Schaltkreise und DSP-basierte Systeme gleichermaßen einsetzen, um ihren unverkennbaren Grundsound zu formen. Das Strymon NightSky Plug-in soll uns nun in abstruse Gefilde führen und referenziert dabei Traumähnliches, Außerweltliches und Extraterrestrisches.
Was ist es? Strymon NightSky Plug-in, Software-Reverb, spezialisiert auf Pitch-Manipulation und experimentelle Klanggestaltung.
- Klangcharakter: Spaciges Reverb mit Fokus auf Tonhöhen-Modulation und ungewöhnlichen Effekten.
- Besonderheit: Core-Modul ermöglicht Skalen-gebundenes Pitch-Shifting innerhalb des Reverbs.
- Stärken: Umfangreiche Modulations- und Sidechain-Optionen für dynamische, rhythmische Effekte.
- Schwächen: Keine Preset-Verwaltung und kein zur DAW synchronisierbarer LFO.
- Einsatzgebiet: Ideal für Ambient, Sounddesign und experimentelle Elektronik.
Inhaltsverzeichnis
Installation des Strymon NightSky Plug-ins
Für die Installation des Plug-ins benötigt ihr einen iLok-Account und mindestens Windows 11 oder macOS 14, wobei selbstverständlich Apple-Silicon-Rechner unterstützt werden. Die installierten Plug-in-Formate erschöpfen sich in AAX, AU und VST3. Mit einer Lizenz könnt ihr das Strymon NightSky Plug-in auf zwei verschiedenen Rechnern installieren.
Nach dem Kauf erhaltet ihr einen Redeem-Code mit dem ihr eure Lizenz aktivieren könnt. Und obwohl die Software iLok-gebunden ist, benötigt ihr keinen USB-Dongle, denn euer Rechner ist hier der Dongle. Das Ganze geht schnell vonstatten und bereitete keinerlei Probleme oder Verzögerungen.
Oberfläche und Preset-Verwaltung
Die Oberfläche des Strymon NightSky Plug-ins präsentiert sich in einem dezentem Fotorealismus für die Bedienknöpfe, die optisch denen der Hardware nachempfunden sind. Strymon NightSky ist nämlich auch unter demselben Namen als Hardware-Pedal erhältlich und bietet beinahe die gleichen Funktionen wie die Hardware, jedoch in einer DAW-freundlichen Form.
Was der Software fehlt, ist der 8-Step-Sequencer, was schade ist. Der Gedanke dahinter war wohl, dass der Parameter, der von diesem Sequencer gesteuert werden kann, ja auch über der DAW-Automation erreichbar ist.
Die Oberfläche des Plug-ins kann in vier Größen dargestellt werden, wobei die Größte die Höhe eines Full-HD-Bildschirms vollständig einnimmt.
- Strymon NightSky Software – GUI Extra Large
- GUI Large
- GUI Medium
- GUI Small
Davon ausgenommen ist allerdings eine Preset-Verwaltung – diese existiert schlicht nicht bei der Strymon NightSky Software. Ihr müsst eure Presets über die Verwaltung der DAW eurer Wahl vornehmen und seid somit auch ein wenig eingeschränkt, was das Portieren der Presets auf andere DAWs angeht. Das mag für einige ausreichend sein, aber gerade bei einem so eigenständigen Reverb, bei dem feine Einstellungsänderungen eine große Auswirkung auf den Klang haben können, hätte ich mir hier deutlich mehr gewünscht … oder überhaupt irgendetwas.
Aufbau des Strymon NightSky Plug-ins
Die Strymon NightSky Software besteht aus den drei Hauptmodulen
- Decay,
- Core und
- Tone.
Decay ist dabei das eigentliche Reverb, Core ist die Pitch-Engine, mit der wir uns noch eingehend befassen werden und Tone bietet entweder einen einfachen High-/Low-Cut-EQ oder eine Kombination aus Low-Cut-EQ und einem resonanzfähigen Low-Pass-Filter.
Die folgenden Module können optional aktiviert werden:
- Mod,
- Shimmer,
- Glimmer und
- Drive.
Der Fokus des Strymon NightSky Plug-ins liegt dabei auf der Pitch-Manipulation des Reverb-Signals bzw. des eingehenden Signals. Die Module Core, Mod und Shimmer manipulieren alle in irgendeiner Weise direkt oder indirekt die Tonhöhe des Quell- oder Reverb-Signals. Könnte das Decay-Modul deaktiviert werden, könnte das Plug-in auch als veritabler Pitch-Shifter herhalten.
Decay-Modul
Dieses Modul ist die eigentliche Reverb-Einheit. Es stehen drei Texture-Grundtypen zur Verfügung, namentlich Sparse, Dense und Diffuse. Diese klingen sehr unterschiedlich und bestimmen den Grundcharakter des Reverbs.
Pre-Delay ist einfach, das – eine Verzögerung, bis das Reverb-Signal einsetzt. Mit diesem Modul in Kombination mit dem Tone-Modul könnt ihr also ganz herkömmliche Reverbs erzeugen.
Auch eine Hold-Funktion gibt es, die entweder das Reverb-Signal im Puffer nicht ausklingen lässt und neue Klänge hinzufügt (Infinite) oder das Reverb-Signal einfriert und neue Klänge nicht hinzufügt (Freeze).
Core-Modul
Interessant wird es dann beim Core-Modul, denn hier findet das Pitch-Shifting statt und es ist dieses Modul, was dem Strymon NightSky Plug-in von anderen Kandidaten wie Valhalla SuperMassive oder Eventide BlackHole abhebt. Entscheidend ist hier der Size/Pitch-Regler. Dieser stellt die Größe der Grains ein, die vom Reverb genutzt werden. Höhere Einstellungen machen das Reverb dadurch länger und dunkler, niedrigere kürzer und heller.
Die Auswirkung der Quantize Einstellungen
- Smooth,
- Half Step und
- Scale
werden allerdings erst hörbar, wenn ihr den Size/Pitch-Regler bewegt. Dann wird die Tonhöhe der Grains entweder kontinuierlich, in Halbtönen oder nach einer der vorgegeben Skalen geändert. Zur Verfügung stehen die Skalen
- minor pentatonic,
- major pentatonic,
- major,
- dorian,
- minor blues,
- harmonic minor,
- whole tone,
- diminished,
- phrygian,
- lydian,
- quartals.
Obwohl wir es hier mit einer schönen Auswahl aus nicht so üblichen Skalen haben, wäre mein Wunsch, mindestens eine eigene Skala pro Preset speichern zu können. So könnte ich das Strymon NightSky noch besser in ein tonales Gefüge einpassen.
Der Glide-Regler soll nun laut Handbuch, das als intern verlinktes PDF in englischer Sprache vorliegt, die Stufigkeit der Halb- oder Skalentöne durch einen Glide- oder Portameto-Effekt abmildern – das ist aber nicht das, was ich hier höre. Stattdessen wird lediglich die Ausgabe des nächsten Tones verzögert. Wenn ich also eine Moll-Pentatonik ohne Glide nutze, so kann ich die einzelnen Töne sofort hören, wenn ich den Size/Pitch-Regler manuell oder per LFO verstelle.
Stelle ich nur den Glide-Parameter hoch, so kommen die Töne eben nicht mit einem Portamento-Effekt zu Gehör, sondern werden einfach in ihrer Ausgabe verzögert. Ganz konkret bedeutet das, ich drehe am Size/Pitch-Regler und erst nach einer Weile gibt die Strymon NightSky Software die Töne der gewählten Skala aus.
Überspringen wir mal kurz das Tone-Modul und wenden uns dem Mod-Modul zu, da hier im Zusammenspiel mit dem Core-Modul die eigentliche Magie der Strymon NightSky Software entsteht.
Mod-Modul
Es handelt sich zunächst mal um einen LFO, der in Intensität und Frequenz von 0,06 Hz bis 12 Hz angepasst werden kann und die üblichen Schwingungsformen anbietet. Dieser LFO kann dann auf die Nachhalllänge, das Filter und eben auf den Size/Pitch-Regler gelegt werden. Leider finde ich hier auch das größte Manko des Plug-ins, denn der LFO ist nicht zur DAW synchronisierbar. Das ist beinahe unverzeihlich, denn die Tonabläufe können so nie ganz genau zum Song synchron laufen. Ich hoffe, dass das in einem Update nachgeliefert werden kann.

Strymon NightSky Software – mittels der Sidchain kann der Pitch über die Lautstärke gesteuert werden
Abhilfe schaffen immerhin die Sidechain-Optionen; denn anstatt des internen LFOs könnt ihr auch ein externes Signal nutzen. Ihr habt die Optionen, einen internen Hüllkurvenfolger zu nutzen, der sich natürlich bei rhythmischem Material anbietet. Weiterhin könnt ihr auch ein externes Signal nutzen, um die Hüllkurve auszulösen. So könnt ihr einer Fläche einen Rhythmus aufprägen.
Zu guter Letzt könnt ihr ein externes Signal als LFO nutzen. Hier bieten sich am besten einfache Schwingungsformen wie Sinus, Dreieck oder Sägezahn an. Über diesen Umweg könnt ihr also auch eine Synchronisation zur DAW erreichen. Komplexeres Material zeigt hier kaum Wirkung. Ob das Sidechain-Signal ankommt, könnt ihr an einer eigenen Pegelanzeige ablesen.
Tone-Modul
Das Tone-Modul dient als Cut-EQ innerhalb der Reverb-Schleife. Das High-Cut kann auch zu einem resonanzfähigen Low-Pass-Filter ohne Eigenschwingung umfunktioniert werden, das sich dann hinter den Reverb-Generator setzt.
Shimmer-Modul
Dieses Modul des Strymon NightSky Plug-ins setzt über den Amount-Regler eine tonhöhenverschobene Kopie des Eingangssignals hinzu. Ihr könnt dabei alle Halbtöne zwischen einer Oktave darüber und darunter einsetzen. Die Angabe der Tonhöhe sind wohl für Gitarristen gedacht, denn sie sind mit ihren Akkordfunktionen bezeichnet; also z. B. +minor 7 anstatt +10 HT. Eine Darstellungsoption wäre hier vielleicht vorteilhaft.
Legt ihr das Shimmer-Modul innerhalb der Reverb-Schleife, wird sein Effekt etwas verwaschener und vermischt sich besser, was sich für diffuse Räume besonders anbietet.
Glimmer-Modul
So weit ich das sehe, könnt ihr hier ein bewegtes Kammfilter über das Signal legen, gut zu hören in den Beispielen. Ihr habt jedoch keine Kontrolle über die Bewegung oder andere Parameter, außer der Lautstärke des Effekts über den Amount-Regler. Bei einfachen Signalen ist der Effekt sehr offensichtlich, komplexeres Material kann aber interessante Ergebnisse liefern.
Drive-Modul
Dieses Modul bietet einen einfachen Drive, der den ersten Oberton hinzufügt und entweder vor oder hinter das Reverb geschaltet werden kann. Der Effekt ist eher subtil, kann aber dennoch bei bestimmten Material eine gute Wirkung erzeugen.
- Strymon NightSky Software – Drive Off
- Strymon NightSky Software – Drive 100%
Bedienung des Strymon NightSky Plug-ins
Diese gestaltet sich wirklich einfach, denn hier gibt es keine versteckten Parameter oder Ebenen. Jeder Knopf, jeder Schalter hat einen direkten Einfluss auf das Klanggeschehen. Wobei man sich aber Zeit lassen sollte, ist beim Erkunden was die einzelnen Einstellungen und Module genau machen. Vor allem die Kombination des Mod- mit dem Core-Moduls sollte genau untersucht werden, damit zu kalkulierbare Ergebnisse kommt.
Was die Erkundung wesentlich erleichtert, ist die Aktivierung der Quick-Tips. Beim Bedienen jedes Parameters wird ein kleiner Text aus der Anleitung eingeblendet, der genau erklärt was dessen Funktion ist.
In puncto Fernbedienung gibt es zwar alle Parameter als Automationsziel, eine MIDI-Learn-Funktion muss allerdings über einen DAW-internen Mechanismus realisiert werden.
Wie klingt das Strymon NightSky Plug-in?
Der Grundklang ist schon eher auf der spacigen Seite, wenn ihr aber anfangt, gezielte Pitch-Modulationen einzusetzen, wird es beliebig wild. Shimmer und Glimmer sind dabei wirklich nicht die Hauptakteure, wie in einigen anderen Special-FX-Reverbs. Diese beiden Parameter dienen eher der Würze des Signals, genau wie der sehr dezente Drive. Die Musik spielt in den ersten vier Modulen.
In den Werbetexten wird auch von der Vereinigung eines Reverbs mit einem Synthesizer geschrieben – soweit würde ich aber nicht gehen, da es ja keine Möglichkeit gibt, den Size/Pitch-Parameter direkt über MIDI zu steuern. Auch das Tiefpassfilter macht das Plug-in nicht zu einem Synthesizer.
So gelingt der Strymon NightSky Software Außerweltliches tatsächlich sehr gut, solche unendlichen Reverb-Wolken sind aber nicht so sein Ding, dafür ist der Decay selbst bei maximaler Einstellung zu kurz. Ihr könnt euch aber hier mit der Hold-Funktion behelfen.










































Könnte man in DAW-eigenen Presetverwaltungen wie z.B. in meinem Beitrag
https://www.amazona.de/community/logic-drittanbieter-plugins-in-der-bibliothek-nutzen/
beschrieben, die fehlende Presetverwaltung nicht einfach ergänzen?
@Tai „Ihr müsst eure Presets über die Verwaltung der DAW eurer Wahl vornehmen“
Sorry, hattest du ja bereits geschrieben.
Danke für den Test. Ist ja Preislich mal – im Vergleich zur Hardware – mal „vertretbar“, obwohl man ja eh schon so viele Hall-Plugins hat..
Mit iLok bin ich immer ein wenig auf den Kriegsfuß. Zwar habe ich grundlegend nichts gegen eine Absicherung Seitens der Hersteller, aber iLok hat durchaus seine Tücken. Gerade auch, weil manche Plugins mit dem Dongle überhaupt nicht funktionieren. Man hat also im Prinzip ZWEI Kopierschutze, die man betreiben muß.
Zudem hatte ich schon mal Probleme, weil ich drei verschiedene Musiker-Rechner hatte und nie die iLok Registrierung gelöscht habe, beim vierten Mal wurde es dann verweigert, weil man es angeblich schon dreimal benutzt. Sowas nervt und war letztendlich auch nicht so einfach zu lösen.
Ebenso habe ich häufig Plugins, die erstmal nicht laufen, weil iLok nicht erkannt wurde. Diese „Fummelzeit“ bis alles läuft ist die Zeit, die ich eigentlich Musik machen wollte.
@Andreas Strymon-Hardware ist nunmal sowas wie der heilige Gral…die kriegt man niemals als Schnäppchen.
Also, ausgerechnet DAS als Plug-In rauszubringen, finde ich ausnahmsweise mal gut.
Jetzt noch das Volante als Plug-In, und ich schlage zu…
@mort76 ich kann Dir nur zustimmen. In der heutigen Zeit ist der iLok Kopierschutz und die Lebenszeit die dadurch verschwendet wird m.E. eine Zumutung. Da ich mit Zumutungen, die mir Instabilität und Zeitverluste bescheren nicht umgehen will sind diese Anbieter tatsächlich bei mir raus.
Wemm Softwareanbieter nicht einmal in der Lage sind einen Kopierschutz sauber zu implementieren, frag ich mich immer, welcher Sicherheitlücken in der jeweiligen SOftware schlummert.
@mort76 Das macht nicht nur Strymon, von der Seuche ist AFAIK auch Eventide befallen. Nobel geht die Welt zugrunde… Ich habe die Eventide Plug-ins (mit iLok) nur deshalb auf meinem Mac installiert, weil Eventide diese Software seinerzeit über eine kurze Dauer an registrierte H9 MAX-Anwender kostenlos abgab. Ansonsten würde ich den Ördög tun und für sowas Geld ausgeben – zumal iLok ja so restriktiv ist wie eine Raketenabwehrraketenabewehrraketenabwehrrakete, die am Ende sich selber abschießt.
@Andreas Bei mir haben sich im Laufe der Jahre 30+ iLok-Plugins angesammelt. Ich nutze sie kaum noch und kaufe auch keine neuen Plugins mit einem Kopierschutz, bei dem ich früher oder später im Regen stehen könnte mit meinen vier Audiorechnern. Einige Hersteller haben gezeigt, dass es auch anders geht, z. B. u-he, GForce, Fuseaudio, KUASSA, Plogue, mit Abstrichen Melda/United Plugins … .
@ukm ich hatte bislang ebenfalls keinerlei Probleme mit iLok. Vier Audiorechner sind für mich ehrlich gesagt nicht nötig. Das einizige was ich bei denen bemängele ist, das einige Hersteller 2 anstatt 3 Lizenzen vergeben, wobei Ableton auch nicht mehr besser ist, auch ohne iLok.
@Andreas Ich hatte noch nie Probleme mit iLok und deren Dongle. Klar ist es nervig, dass es sowas überhaupt geben muss aber bei iLok weiß ich zumindest, dass es klappt. Ist so eine Set & Forget Sache, einmal eingerichtet läuft’s einfach. Ich wechsel aber auch nicht zwischen verschiedenen Rechnern.
danke für dem Test! sehr schön🙂
so ich meine den sky am himmel fehlen ein paar funkelnde
sterne mehr🙂 klingt wirklich gut strymon like aber milchstrasse
sehe ich nicht. Bigsky mag ich mehr🧡 aber oft zu groß auf der leinwand.
für preis ist es aber anraten.
@Viertelnote Die Milchstraße (in Bunt) und dazu alle Messier-Objekte auf einmal siehst Du freilich bei dem Hardware-Original von Nightsky. Mit etwas Glück auch die Galileo-Monde von Jupiter mit bloßem Auge. Dieses verflixte Kasten hat 300 (dreihundert) Presets, die Du aber – bis auf die ersten 16 – ausschließlich per MIDI abrufen (oder eigene an deren statt speichern) kannst. Wer denkt sich so etwas Krankes aus?
Andererseits: bis Du mit dem blauen displaylosen Kasten soweit bist, kostet es Dich ähnliche Anstrengung wie in einer klaren, kalten Nacht mit einem Teleskop irgendwohin zwischen Parchim und Ludwigslust hinauszufahren, Teleskop aufbauen, einnorden, die Nachführung ausrichten… feststellen, dass man die Taukappe oder (immer) das zugehörige Strom-Kabel zur Beheizung zu Hause vergessen hat … und ausgerechnet dann kommen die Wolken… *&%$§!
All dies tun sich nur wirklich „spezielle“ Leute an – aber es lohnt sich… manchmal… da ja nicht viele von uns die Atacama mal eben in einer Stunde anfahren können oder wenigstens in Chiemgau mit Alpenblick zu hausen das Glück haben… Happy stargazing oder vielleicht: Kelly watch the stars, oder: Brüder (und Schwester), unterm Sternenzelt… :) Herzliche Grüße von einem Landsmann des Kopernikus (Letzterer verfügte ja nicht mal über ein Fernrohr …)
@Aljen habe nur augen geschloßen und das bild vor mir so gehabt🙂
nur emotions gespiegelt. aber speciell ja ich fahre auch mit telescope ca
50km bis optimum an sicht. und ohne lichtverschmutzung okay kalt ist es auch
nur ich celebriere das und februar hat wenig aber schöne tage für den klarem sternenhimmel.
wollte auch nur bigsky von nightsky abgrenzen. aber du -okay- hast ja nightsky
und den vergleich am instrument selber und hast auch schön beschrieben🙂
lg
Habe den Nightsky als Hardware schon seit Jahren – nun die Software-Beispiele… mal wieder etwas anders, kommen mir harscher vor, vielleicht ergänzend zu den Räumen des blauen Hardware-Kastens, zu dem ich ein durchaus gespaltenes Verhältnis gehe (und es dennoch nicht übers Herz bringe, es zu verkaufen).
Vielleicht beschreibt das Gedicht, das in etwa so alt ist wie ich, noch am besten, wie ich mich am Nightsky immer wieder noch vorkomme:
————————
[…] Ich klopfe an die Tür des Steins.
„Ich bin’s, mach auf.
Man sagt, es gibt große leere Säle in dir,
unbetrachtet, vergeblich schön,
taub, ohne ein Echo von irgendwessen Schritten.
Gib zu, dass du selbst nicht viel davon weißt.“
„Große und leere Säle“, sagt der Stein,
„aber ohne Raum.
Schön, möglich, aber jenseits des
Geschmacks deiner ärmlichen Sinne.
Du kannst mich kennenlernen,
du wirst mich aber niemals erkennen.
Meine ganze Oberfläche wende ich dir zu,
meine Innenseite wende ich von dir ab.“
[…]
„Du kommst nicht rein“, sagt der Stein.
„Dir fehlt der Sinn der Anteilnahme.
Kein Sinn ersetzt dir den Sinn der Anteilnahme.
[…]
hast kaum eine Ahnung von diesem Sinn,
kaum seinen Ansatz, eine Idee davon.“
————————-
—–> aus „Gespräch mit dem Stein“ (Rozmowa z kamieniem)
von Wisława Szymborska [1925 — 2012]
https://www.aljen.de/stone/szymborska.html
@Aljen 👍habe den sinn nicht verstanden aber du
hast gefühl transportiert in worte das ist wunderbar!
sicher hat strymon immer frosting zu verschenken und das hört man in jeder
potistellung. ich liebe das..aber ist nicht immer notwendig und da stört eigenklang dann
doch.ich rede von bigsky. auch timeline, same. 🤩aber wenn ohr müde wird er läst
es nicht zu das raum ihn weggenommen wird. decent sind beide nicht.