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Test: Strymon Riverside, Verzerrerpedal


Unterwegs auf ganz neuem Terrain

Bisher war der amerikanische Hersteller von Boutique Pedalen Strymon bekannt und hochgeschätzt für seine herausragenden Modulationseffekte. Das Timeline Delay, das Big Sky Reverb oder auch der Deco Multitracker sind außergewöhnlich gut klingende Geräte und nicht nur allein bei uns Gitarristen oft im Set-up zu finden. Tastenspieler garnieren ihren Sound ebenso gerne mit Strymon Algorithmen, auch wurden die Edeltretminen schon öfters mal in Studios gesichtet. Nun begibt sich der Hersteller auf ein für ihn völlig neues Terrain, weg von den „Weichspülersounds“ und  hin zur härteren Gangart – mit einem Verzerrerpedal, das den Namen Strymon Riverside trägt und nun bei uns zum Test eingetroffen ist.

— Strymon Riverside —

Facts & Features

Wie alle übrigen Einzeleffekte von Strymon besitzt auch der Riverside ein Gehäuse aus gebürstetem Aluminium, in diesem Fall goldfarbig eloxiert und mit einem schwarzen Aufdruck für die Schalter und Potis versehen. Mit im Karton befinden sich zudem ein passendes Netzteil, die vier Gummifüße zum Aufkleben auf die Unterseite sowie ein einfaches Handbuch, in dem die Grundfunktionen des Riverside erläutert und einige mögliche Klangeinstellungen abgebildet werden. Sämtliche Anschlüsse sitzen an der Stirnseite des 102 x 44 x 114 mm großen und mit nur rund 600 Gramm sehr leichten Pedals. Werfen wir darauf zuerst einen Blick.

Die Anschlussbuchsen

Ganz links sitzt zunächst einmal die Eingangsbuchse für das Instrument, direkt gefolgt von der Ausgangsbuchse, beides natürlich in mono. Oberhalb dieser beiden Anschlüsse befindet sich ein Dreifach-Minischalter mit der Bezeichnung PRESENCE, mit dem der Riverside an das Einsatzgebiet angepasst werden kann. Es handelt sich hierbei mehr oder weniger um eine Art Filter zur Absenkung des Höhenspektrums. Hier gilt es also auszuprobieren, welches Setting mit dem eigenen Amp am besten funktioniert bzw. klingt.

Etwas fummelig ist die Bedienung dieses Schalters allerdings schon, denn er sitzt sehr tief im Gehäuse und besitzt zudem einen recht kräftigen Schaltwiderstand. Auf der anderen Seite aber stellt man so etwas ja in der Regel nicht alle paar Minuten um, sondern passt es einmal auf den eigenen Verstärker an. Und dann vermutlich nie wieder bzw. dann doch eher selten.

 

— Etwas zu tief in das Gehäuse gerutscht – der dreistufige PRESENCE Schalter —

Die Anschlussbuchse für das Netzteil befindet sich natürlich auch hier an der Stirnseite, ein entsprechender 9-Volt-Adapter befindet sich im Lieferumfang.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    psv-ddv ••••

    Da läuft bestimmt auch n Hall oder Delay drauf. Wär doch lustig: Früher oder später findet jemand raus wie man die Firmware überschreibt bzw. kopiert und dann kann das Teil jedes andere Strymon Pedal sein, indem man einfach die Software austauscht. Ich bleib bei meinem 90ger Jahre Rat. Kost nüscht, rauscht schön und stürzt nicht ab ;)

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    mhagen1 ••

    Vielen Dank für den sehr guten Test, Stephan!
    Diese Pedal ist für mich mit Abstand das innovativste Zerrpedal, das in den letzten Jahren erschienen ist. Der Sound ist umwerfend, die Ausstattung umfangreich und sinnvoll und die Bedienung ist einfach und praxisnah.
    Es sollte vielleicht noch ergänzt werden, dass man im EXPRESSION MODE mit einem Pedal zwischen zwei komplett unterschiedlichen Reglereinstellungen stufenlos „morphen“ kann. Nimmt man alle Extras zusammen (Noise Gate, Buffer, Booster, Speicher, Morphing) muss man das Riverside eigentlich als preiswert bezeichnen.
    Einen Seitenhieb auf die völlig überteuerten analogen Boutique-Zerrer mit esoterischer Handverdrahtung und verstaubten „New Old Stock“-Teilen aus Armeebeständen spare ich mir hier. :-)

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      Chick Sangria ••••

      Danke für den Hinweis. Schade, dass das nicht in den Audiobeispielen demonstriert wird. Insgesamt kann mich der Test nicht überzeugen, das Ding zu kaufen.
      Ich kann auch nicht aufhören zu wiederholen, dass ein Absatz zur Marktsituation und zu Konkurrenzprodukten (Elektron?) wichtig wäre.

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    Chick Sangria ••••

    Bzw. was rechtfertigt die Kategorie „Gitarre/Bass“ bei Bodentretern überhaupt? Wäre es nicht interessant für die Community, solche Pedale auch mit Synths zu testen? Zumal die Strymon-Pedale für die Modulation mit CV ausgelegt sind – zumindest beim Timeline wird davon ja auch oft Gebrauch gemacht.

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      Stephan Güte RED

      Hahaha, wollt ihr uns etwa unsere schönen Bodentreter wegnehmen? :D Tretminen gehören nun mal seit eh und je zu Gitarre & Bass und werden dafür auch zum überwiegenden Teil entwickelt. Aber klar, ich kann die Kistchen nach dem Test mit den Saiten auch gerne zu unserer Studio Redaktion rüberreichen. Scheint ja wirklich wichtig zu sein ;)

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        lugosi

        Die Kategorie ist schon OK ;)
        Ich würde Audiobeispiele von Synths auch begrüßen, da ich leider keine Gitarre spiele aber die kleinen Kisten trotzdem Spaß machen. Ein wenig Zweckentfremdung schadet nie :)
        Die klassischen Audiobeispiele finde ich super aber die Beurteilung ob das Testgerät auch für meine Synthies passt, fällt mir recht schwer…

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Strymon Riverside

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