Test: Strymon Volante Magnetic Echo, Effektgerät

19. Februar 2019

Strymon Volante - Vintage Delay Magie

Strymon Volante

Strymon Volante

Strymon ist, so könnte man argumentieren, eine der wichtigsten Firmen für Gitarrenpedale überhaupt und darüber hinaus einer der Innovatoren der Szene. Die Paarung des Big Sky und Timeline gehört immerhin zu den Populärsten überhaupt und ist so ziemlich auf jedem zweiten Pedalboard anzutreffen – a match made in Heaven, sozusagen. Ohne Frage ergänzen sich die zwei Effektstationen hervorragend und wer noch einen Schritt weiter geht und den Modulations-Tausendsassa Mobius aufs Board packt, dürfte, was die Vielfalt an Sounds zumindest angeht, ausgesorgt haben.

Dass diese Formel nach wie vor zeitlosen Charakter besitzt und Strymon sich und dem Rest der Pedalwelt in der Hinsicht nichts mehr beweisen müssen, sieht man daran, dass die Firma in den letzten Jahren keins der Modelle grundlegend überarbeitet und eine Version 2.0 auf den Markt geworfen hat (ein etwas unsäglicher Trend, dem vor allem Boutique-Firmen in den letzten Jahren nachgekommen sind). Strymon stand schon immer für ausgewogene Konzepte in Vollendung – insofern ist jede Neuerscheinung und Ankündigung stets ein klein bisschen sensationell.

Strymon Volante

Jetzt also das Strymon Volante. Wieder eine Multi-Effekt-Station? Ganz und gar nicht – eher ein Vintage-Delay-Wunderkind. Denn auch wenn Strymon Innovatoren sind, gehört sie auch zu den Firmen, die was von Equipment-Geschichte versteht – und sie ein Stück weit lebt. Nicht ohne Grund sind die vielen Engines des Timelines und Bigsky so beliebt – sie stehen den Modellen, nach denen sie modelliert sind, in kaum was nach. Wenn man einer Firma also zutraut, hochklassigen Vintage-Delay-Sound zu produzieren, dann ist es Strymon.

Und genau das ist das Strymon Volante auch: Eine Vintage-Echomaschine mit drei distinkten Magnet-Delays, die jeweils für ein Stück Musikgeschichte stehen und gemeinsam ein ungemein spannendes Gesamtbild ergeben. Für uns also oberste Pflicht, da mal genauer hinzusehen!

Strymon Volante – Facts und Features

Im Vorfeld wurde, um der Pedalgemeinde einzuheizen, ein recht verwegenes Bild verwendet, um zu beschreiben, was das Strymon Volante darstellt – der El Capistan auf Steroiden! Wem das kein Begriff ist: Der El Capistan ist ein weiterer Strymon-Klassiker, ein Tape-Echo-Delay mit einer Fülle an Features. Der Volante ist prinzipiell erst mal nicht weit davon entfernt und darf mit dem Capistan verglichen werden. Trotzdem ist die Neuerscheinung ihr völlig eigenes Ding: Eine Vintage-Wunderkiste, inspiriert vom Binson Echorec und Vibratosounds alter Oil-Can-Delays.

Strymon Volante

Strymon Volante

Das Herzstück, bei allen Knobs und Features, zu denen wir gleich kommen werden, befindet sich im Zentrum des Pedals: die Playback- und Feedback-Knöpfe. Jeder der vier Echoköpfe des Strymon Volante kann hierüber individuell aktiviert und ggf. mit Feedback versehen werden. Das alleine eröffnet ungemein viele Optionen hinsichtlich der Rhythmik, dem Sound- und Echodesign und vereinfacht genaue Akzentuierungen. Die Flexibilität der Feedbacks und Playbacks ist auf alle drei Delay-Engines anwendbar. Diese lauten wie folgt:

  • Drum Delay: Bekannt für ihren warmen, ungemein vollen Klang, lieferten die alten Magnetic-Drum-Delays die Inspiration für diese Engine. Ausgehend von den rotierenden Platten bekam der Sound der alten Units seine Wärme und Fülle vor allem durch die vielen Röhren. Die für die Drum-Delays typische maximale Verzögerungsdauer lag bei 300 ms, markiert beim Volante selbstredend nicht die Grenze. Vor allem im Zusammenspiel mit dem Wear-Knob kommen hier ungemein atmosphärische und warme Klänge zustande, nostalgische Vibe-Tones und harmonische Kaskaden, wenn man den Klangteppich oszillieren lässt.
  • Tape Delay: Ein um einiges „klarerer“ Signalweg. Andere Höhen und ein nicht ganz so warmer Lowcut, ausgehend von den klassischen Tape-Echo-Maschinen. Gemeinhin ein um einiges ätherischeres Klangbild, das sich prinzipiell Flanger- und Chorus-artigen Sounds annähern kann und dabei stets den authentischen Tape-Charakter beibehält.
  • Studio Delay: Wer es besonders sauber und ohne die charakteristischen Einfärbungen im Sound mag, wählt diese Engine. Unglaublich sauber, unglaublich klar – die Studio-Delay-Engine eignet sich vor allem dann, wenn man in verzerrten Bereichen „klare Echoverhältnisse“ schaffen will.

Soviel zu den Engines. Jetzt ist natürlich von großem Interesse, was sich Strymon beim Bedienpanel gedacht hat. Aber bevor wir dazu im nächsten Abschnitt kommen, ein kurzer Blick auf sämtlich Features, die das Volante mit sich bringt: Stereo-In und -Out, MIDI-In und MIDI-Out, ein USB-Port, eine Buchse für das Expression-Pedal und INST-LINE-Positionierung. Letzteres eignet sich vor allem dazu, wenn das Volante in einem Effektweg integriert ist oder mit Synthesizer harmonieren soll. Sprich: Hier fehlt absolut gar nichts, das Rundum-Paket, ganz genau so wie man es von Strymon erwarten darf!

Strymon Volante – Bedienpanel

Hier zeichnet sich recht schnell ab, wie genau es Strymon mit ihrer Inspiration durch die alten Multi-Head-Delays nimmt. Die Potis wurden ganz der Nomenklatur der alten Maschinen verschrieben und entsprechend benannt. Hier ein kurzer Überblick, wie sich diese auf die Engines auswirken.

Strymon Volante

  • REC LEVEL: Das Tweaken des Rec-Potis mischt spürbares Gain und Saturation in das Echosignal. Der analoge A JFET Input-Preamp sorgt hier für die nötige Wärme, die den aktivierten Heads zugeführt wird.
  • REPEATS: ein Poti mit mehr als einem Hauch Vintage-Magie. Prinzipiell zuständig für die Häufigkeit, mit der sich die aktivierten Heads wiederholen, entfaltet das Poti vor allem nach zwölf Uhr eine oszillierende und ungemeine warme Klangästhetik. Und im maximalen Anschlag offenbart sich eine kontrollierbare, musikalische und niemals hässlich verzerrt klingende Selbstoszillation, die vor allem bei der Tape-Engine einen tollen Eindruck hinterlässt.
  • MECHANICS: Überlappung und Saturation durch das aktivierte Feedback, Oszillation und Slices – je nachdem, was die Einstellung der Sounds hergibt an „Eigenleben“ – das Mechanics-Poti ermöglicht hier das Einpendeln. Im Grunde also der Modulationsregler des Volante.
  • LOW CUT: Simpel gesagt werden hier die tiefen Frequenzen der Echos eingestellt.
  • WEAR: Volle Bandbreite an Frequenzen oder ein beständiger, höhenlastiger Sound – das Wear-Poti ermöglicht es, zwischen beidem zu wählen. Ist er auf Minimum eingestellt, entfalten sich die Tiefen, Mitten und Höhen gleichmäßig in den Wiederholungen.
  • TIME: kein gewöhnliches Time-Poti: Im Grunde wird hier die Verzögerungsdauer für Head Nr. 4 eingestellt, der durch den kleinen Speed-Wahlschalter auf Half (400 ms), Normal (200 ms) oder Double (100 ms) justiert wird. Was jedoch in den Abständen zwischen den Heads 1 bis 3 passiert, ist gänzlich abhängig vom Spacing-Regler.
  • SPACING: Ausgehend von den alten Multihead-Delay-Maschinen wurde ein alter Makel quasi zum Feature ausgearbeitet. Die Abstände zwischen den Heads war nicht gleichmäßig, und genau das ermöglicht der SPACING-Knob: Dass man zwischen gleichmäßigen Abständen, zu Triplets, zur Golden- oder auch zur Silver-Ratio wechseln kann – selbstredend im fließenden Übergang. Die Folge: rhythmisch hochinteressante Muster!
  • ECHO LEVEL: Ermöglicht es, den Mix des Delay-Signals einzustellen.
  • SPRING: Das Volante besitzt eine integrierte Spring-Reverb-Engine, die ggf. den Delay-Signalen hinzugemischt werden kann – ein toller Bonus zu all den umfassenden Delay-Optionen.

Ein weiteres hochgradig simples, aber effektives Feature des Volante ist das Head-Panning. Die zentralen Buttons auf der Mitte des Panels können gedrückt gehalten werden – im alternativen Modus schalten sie dann auf ein gelbes Licht. Macht man das mit den Playback-Buttons, wird der jeweilige Head auf Halbzeit gestellt.

Doch in Kombination mit dem Time-Knob lässt sich das Stereo-Panning der einzelnen Heads hervorragend und einfach einstellen. Will heißen: Halte ich den Feedback-Button für den ersten Head gedrückt und drehe das Time-Poti nach links, verlagert sich für diesen Head das Stereo-Panning nach links. Das lässt sich mit jedem der Heads individuell einstellen. Jetzt dämmert einem vielleicht, was für eine immense Vielfalt das gute Gerät mit sich bringt: Nicht nur kann die rhythmische Charakteristik mit dem Feedback, Spacing und Playthrough auf jede erdenkliche Weise kalibriert werden – diese lässt sich auch beliebig auf das Panning verteilen. Ein einfaches und geniales Prinzip.

Was noch? Ach ja: Looping. Ähnlich dem Timeline wird der Looper aktiviert, indem man den TAP-Button gedrückt hält. Das Besondere hierbei: Je nachdem, wie das Volante eingestellt ist, „degeneriert“ der Loop mit jeder Wiederholung zunehmend und kann mit dem Reverse-Button auch rückwärts abgespielt werden.

Strymon Volante – in der Praxis

Strymon Volante DSP

Strymon Volante

Kommen wir zum Kern der Sache: dem Sound. Und als Delay-Fan, der sich vor allem für abgedrehte Stompboxen wie das Raster oder den Meris Polymoon begeistern konnte, ist das Volante eine andere Form der Offenbarung. Der Sound ist so warm, analog und authentisch, dass auch der El Capistan im unmittelbaren Vergleich nicht mitkommt – das ist zumindest der erste Höreindruck. Beginnen wir mit der Drum-Delay-Machine.

Beim ersten Hörbeispiel ist der Preamp ein Stück weit im Anschlag, um das nötige bisschen Gain rauszukitzeln. Raus kommt ein ungemein organisches, schönes Klangbild. Das ist beim zweiten Beispiel nicht anders, wobei wir da den Low-Cut ein bisschen rausgenommen und das SPACING-Poti auf Triplets gelegt haben. Im dritten Hörbeispiel ist das modulierende Mechanics-Poti auf drei Uhr gelegt und die Spring-Reverb-Engine fast auf vollem Anschlag. Raus kommem auch hier geschmackvolle Delay Sounds mit Vibe-Einschlag, die wir nach hinten mit endlosen Repeats oszillieren lassen. Wer genau hinhört, der kann die Plattenemulation im Rauschen hören – Strymon nehmen ihre Engines eben ernst!

Die Tape-Engine gefällt ebenfalls sofort. Insgesamt fällt wie eingangs erwähnt das Klangbild ein bisschen heller und „schöner“ aus, wobei wir hier nicht ausschließlich in ätherische Bereiche abdriften, sondern uns an glasklaren rhythmischen Variationen versuchen.

Am Ende des ersten Klangbeispiels halten wir mit den endlosen Repeats einen wunderschönen, leicht oszillierenden Ambient-Teppich am Leben, der sehr empfindlich auf das Mechanics-Poti reagiert und dabei nie zu sehr ausufert. Beispiel zwei und drei experimentieren mit verschiedenen rhythmischen Variationen und auch mit der Selbstoszillation.

Kommen wir zum Schluss zur Demonstration der glasklaren Studio-Delay-Engine und einer Einlage, in der wir das Volante mit den Korg Volca Beats paaren und schauen, was die Drum-Delay-Engine mit Beats so anzustellen vermag!

Fazit

Ein weiterer potentieller Klassiker – Strymon ist und bleibt Vorreiter im Pedalgeschäft. Das Volante ist ein weiterer Beweis dafür, dass die besten Tüftler der Szene u. a. in den Laboren und Büros von Strymon sitzen. Der Volante ist ein Vintage-Juwel, ist seinen Preis allemal wert und dürfte für Nostalgiker und Fans authentischer Delay-Magie das Steckenpferd schlechthin werden. Daumen uneingeschränkt hoch!

Plus

  • drei tolle Engines
  • warmer, erstklassiger Sound
  • Fülle an Features
  • viele Kontrollmöglichkeiten

Preis

  • Ladenpreis: 435,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    klausklaerwerk

    kann man mit dem looper auch verlustfrei loopen? wie ist die maximale loopdauer und kann man den per midi synchronisieren?

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    Son of MooG  AHU

    Das El Capistan Delay war mir den relativ hohen Preis wert, die Tape-Simulation ist wirklich gut. Das Volante ist grade mal 130,-€ teurer und übertrifft das Capistan an Features um Einiges. Schon die Binson Echorec-Simulation macht neugierig…

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    Guernica  

    Scheint ein wirklich interessantes Teil zu sein. Preis ist nicht so ohne, aber wenn ein Plugin schon gern mal 250 Euro kostet eigentlich ein Schnapper.
    Danke an den Author, dass hier nicht von einem analogen Effekt die Rede ist. Das Ding arbeitet digital und emuliert. Wenn es das gut macht ist´s ok.

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    iggy_pop  AHU

    Das Feature, daß man die Abstände zwischen den Köpfen einstellen kann, gab es schon beim Akai Headrush E2 — ich bin damit irgendwie nie zurechtgekommen und fand es meiner Kreativität eher abträglich.
    .
    Digitale Simulationen analoger (Band-)Echos können gut sein (siehe Line6 DL-4), aber sie können auch in die Hose gehen (z. B. Akai Headrush, oder Korgs DL-301 aus der Tone Works Serie). Wenn das Strymon anfängt, Feedback zu entwickeln, zerrt es hierz. B. bei der Wiedergabe empfindlich und auf unangenehme Weise — ist das dem Gerät geschuldet, oder liegt das an meinen Computerlautsprechern?
    .

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      Dimi Kasprzyk  RED

      Sowohl der interne Preamp des Volante als auch der Input Gain des Interface waren aktiv – das hat in den Oszillationsmomenten für eine etwas zu starke Zerrung gesorgt.

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    costello  RED

    Bei Emulationen der Binson-Geräte fällt einem natürlich sofort das Catalinbread Echorec ein, das einen sehr guten Ruf hat und sogar um einiges preiswerter als das Volante ist. Insofern wären hier ein, zwei vergleichende Sätze schön gewesen. Das Volante scheint breiter aufgestellt, aber wenn man schon Tapeemulationen wie Timeline oder El Capistan am Start hat, ist vielleicht ein Catalinbread als Ergänzung sinnvoller.

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      a.jungkunst  AHU

      Das Catalinbread ist natürlich in Sachen Binson-Emulation schon ein ernstzunehmender Konkurrent, nur hat es einen Nachteil, der die reinen Line-Signal-Produzenten wie mich zum Nachdenken und zum abschließenden Verkauf gebracht hat. Es zerrt sehr stark bei Orgel- oder Synthesizer-Input und bei entsprechender Absenkung des Eingangssignals und gleichzeitiger Anhebung des Ausgangssignals war ein unangenehmer Rauschanteil hörbar. Somit ist das Catalinbread den Gitarristen vorbehalten, ein Synthi- oder Orgelspezi ist damit auf Dauer nicht zufriedenzustellen. Ich vermisse bei diesem Test die Tastensparte, weil es mich schon interessiert, wie das Volante auf Line-Signale reagiert bzw. wie empfindlich die Einstellungen am Ein- und Ausgang sind. Im Moment würde ich aufgrund der Audiobeispiele eher Abstand nehmen. Aber vielleicht geht es auch anders, man weiß es nur noch nicht.

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        swellkoerper  AHU

        Die Probleme mit dem Catalinbread klingen nach Pegel-/Impedanzproblemen, die man i.d.R. mit einem Re-Amping Set in den Griff bekommt, z.B. Radial Engineering EXTC SA. Dimitrios hat weiter oben kommentiert, dass hier der Instrumenten-Preamp aktiviert war, in Line-Stellung sollte das Volante perfekt mit Synth-Pegeln zurechtkommen.

        Ich habe mich auch über das Moog-Audiobeispiel gefreut, immerhin ein kleiner Anfang. Die Tastenfraktion würde es sehr begrüssen, wenn es noch mehr Synth-Demos bei den Tretminen geben würde.

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          a.jungkunst  AHU

          Mit Gitarren funktioniert das Catalinbread wunderbar, ich habe es einen Freund in meinem Beisein ausprobieren lassen, das ist nicht der Kritikpunkt. Der Line-Pegel eines Keyboards ist das Problem, und dabei wird auch ein Reamping-Set kaum helfen. Selbst wenn ein solches Set weitgehend unterstützen könnte, müsste man gute 300 € investieren, um ein knapp 300 € teures Effektgerät zu einem wünschenswerten Arbeiten zu verhelfen. Das ist nicht Sinn der Sache. Da lobe ich mir eine Wahl zwischen Line- und Mic-Pegel, wie es auch das Volante anbietet. Damit wird man jedem Anwender zumindest pegelmäßig gerecht.

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            swellkoerper  AHU

            Wahre Worte. Aber andersrum: Haben wir denn eine Wahl? Wenn halt DAS eine Effektpedal, ohne das man nicht mehr leben kann, an den Synth oder die DAW soll, was dann? Ich finde auch, dass sich bei mehr als einem High End Pedal die Anschaffung einer DI/Aufholverstärker-Kombi lohnen würde.

            An dem Punkt frage ich mich auch immer, warum es eigentlich keine Switchboards mit richtig vielen Stereo-Patchpunkten gibt. Soviele Gitarreneffektgeräte mit Stereo-Signalführung und kein gescheiter Weg, sie anständig zu routen.

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        iggy_pop  AHU

        Ich vermisse generell bei Demos etwas mehr Spektrum — was an der Klampfe toll klingt, klingt an der Orgel/dem Synthesiser/dem E-Piano/dem Mellotron scheiße, und umgekehrt wird auch ein Schuh daraus.
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        Zumal für mich Amazona *nicht* in erster Linie die Klampfenfraktion und Wandergitarrenspieler anspricht, sondern eben diejenigen, die sich mit elektronischer Klangerzeugung im weitesten Sinne beschäftigen.
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        Boonar Prince bleibt für mich immer noch die Binson-Simulation #1, mit dem Gurus Echosex T7E an zweiter Stelle. Beide sind mir aber a) zu teuer und b) zu ungewiß, was Verarbeitungsqualität und Haltbarkeit angeht — ich möchte nicht erst viel Geld dafür bezahlen müssen, das herausfinden zu dürfen.
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          Son of MooG  AHU

          Das Foxgear Echosex Baby, der Ableger des Echosex Gurus, ist mit knapp 120,-€ noch im Rahmen des Bezahlbaren. Meine ersten Versuche mit meinem MicroBrute RED waren schon recht vielversprechend, zudem ist das Teil schön schmal. Die Verarbeitung finde ich ganz ok; im Synth-Studio, wo nicht dauernd drauf getreten wird, wird’s schon eine Weile halten…

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    Centurion

    Danke für die Vorstellung des Delays. Sind die Klangbeispiele nur so schlecht (mir gefällt keines), oder klingt das Gerät einfach so ? iggy_pop hat recht, zerrt sehr unschön.

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      iggy_pop  AHU

      Es sind vor allem hauptsächlich so kurze Shatter-Delays — ich will nicht Hank Marvin nachspielen, sondern Rick Wright.
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      Feedback sollte nicht zerren — das ist gerade das Geheimnis der originalen Binsons. Das fliegt so UFO-mäßig davon (ohne Michael Schenker allerdings).
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  7. Profilbild
    Basicnoise  

    Schöner Test, danke. Aber ist da bei den Demo Aufnahmen etwas schief gegangen, oder klingt die Kiste wirklich so… merkwürdig? Ich kanns mir kaum vorstellen. Andere Demos im Netz sind nicht so komisch verzerrt. Stereo Beispiele hätten mich auch interessiert, genauso wie mal ein paar Synth Chords. Bin jetzt gerade etwas gedämpft im Hype. Vielleicht ganz gut. Hab eh zu viele Delays :)

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    a.jungkunst  AHU

    Nach meinen mittlerweile persönlichen Erfahrungen wird das Volante dem hier verfassten Fazit gerecht. Mir steht zwar kein originales vergleichbares Binson zur Verfügung, aber der Drum Mode zeigt auch mit einem Keyboard/Synthesizer, dass Dinge, die ich von Tracks wie eben denen von Pink Floyd kenne, machbar sind. Bei Strymon selbst für Gitarristen und bei YT u.ä. Konsorten auch für Tasten- und Synthesizer-Frickler stehen nun genügend Audio- und Videobeispiele zur Verfügung, um die Qualität des vorgestellten Geräts zu belegen. Es ist speziell, es klingt seinem Zweck entsprechend wie 60er/70er-Technik, aber sowohl verzerrungsfreie wie z.B. auch panoramabezogene trickreiche Einstellungen sind leicht machbar. Aber niemand sollte deswegen sein Deco und/oder El Capistan weggeben, die haben auch ihre herausragenden Eigenschaften. Das von mir vorher kurzzeitig genutzte Catalinbread wird jedenfalls qualitativ um Längen abgehängt, was die Nutzung von Line-Signalen betrifft.

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