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Test: Studio Electronics Charcot Circles, MIDI/Analog-Sequencer


Der Hypnotiseur

Der MIDI/Analog-Sequencer Charcot Circles für das Eurorack ist eine weitere Koproduktion von Studio Electronics und Eowave. Im Test auf Amazona war ja bereits der Dual LFO STE.16. Der Name Studio Electronics Charcot Circles geht zurück auf den französischen „Nervenarzt“ Jean-Martin Charcot, der im späten 19. Jahrhundert als erster die Auswirkungen der Hypnose erforschte. Und genau so, so garantieren zumindest die Hersteller, soll einen der Sequencer auch schnell in seinen Bann zeihen. Ob das in hypnotische Zustände führt oder einfach nur nervt – mal sehen, was dran ist.

Studio Electronics/ Eowave: Charcot Circles - der Hypnotiseur

Studio Electronics / Eowave: Charcot Circles – der Hypnotiseur

Retro-futuristisch

Mit seiner Breite von 26 HP kommt der Studio Electronics Charcot Circles im quadratisch, praktischen Format daher und das auffälligste Merkmal ist natürlich die Anordnung der sechzehn Eingabeelemente in zwei konzentrischen Kreisen à acht Elementen. Die Eingabeelemente bestehen aus runden, zweigeteilten Metallflächen, in deren Mitte eine LED sitzt. Rot für den äußeren, weiß für den inneren Ring. Berührt man mit dem Finger beide Metallflächen, wird der Kontakt ausgelöst. Ein gerasterter Encoder zur Werteeingabe ziert den Mittelpunkt und hat zusätzlich eine Druckfunktion. Die beiden unscheinbaren schwarzen Taster in der unteren Hälfte dienen der Wiedergabe (Play) und der Wahl des Modus (Shift) – rein designtechnisch kann das voll überzeugen.

Anschluss an die Außenwelt

Der Studio Electronics Charcot Circles bietet nicht nur die üblichen Ausgänge CV/Gate/Velocity/Clock, sondern auch einen Reset-Ausgang, der bei jedem neuen Durchgang der Sequenz einen Gate-Impuls ausgibt. Zusätzlich dazu gibt es selbstverständlich einen Clock-Eingang (1 ppq) sowie einen Reset-Eingang.

Die analogen Aus- und Eingänge sind mit Breakout Boxen erweiterbar.

Die analogen Aus- und Eingänge sind mit Breakout Boxen erweiterbar

Der CV-Eingang wird genutzt, um durch eine externe Steuerspannung durch eine Sequenz zu scannen. Dabei wird der entsprechende Step gehalten. Das funktioniert im Ruhezustand ebenso wie im laufenden Betrieb, dann ertönt jedoch der Step stotternd. Interessant ist hier, dass sich ein LFO anschließen lässt, mit dem sich herrlich erratische Ergebnisse erzielen lassen. Der Charcot Circles wird damit vom Sequencer zum CV-Speicher. Bei langsamer LFO-Rate auch gut für Ambient und Drones einsetzbar.

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  1. Profilbild
    Son of MooG AHU

    An sich ein interessanter Ansatz, aber noch weit von der Ausreifung. Bei einem derart komplexen Modul sollte zumindest das Manual komplett sein, eben weil das User-Interface anscheinend nicht des Gelbe vom Ei ist.

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Studio Electronics Charcot Circles

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