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Test: Studiologic SL88 Grand, SL88 Studio, Masterkeyboard

Praxis

Wie bereits erwähnt lässt sich die Tastatur des Studiologic SL88 Grand in maximal vier Zonen unterteilen. Jede Zone kann frei einem der beiden MIDI-Ausgänge oder dem USB-Port zugewiesen werden. Die Zonen können frei auf der Tastatur verteilt werden und dürfen sich auch überlappen. Pro Zone können alle klassischen Parameter wie Lautstärke, Velocity-Range, MIDI-Program Change oder MSB/LSB-Parameter unabhängig von den anderen Zonen bearbeitet werden. Auch die drei Joysticks und die Pedaleingänge lassen sich mit unterschiedlichen Funktionen belegen.

Die gesamte Bedienung erfolgt über das rund 5,8 x 4,6 cm große und extrem scharfe TFT-Display. Obwohl es nicht sonderlich groß ist, geht die Bedienung sehr leicht von der Hand. Mit Hilfe der drei Buttons rechts des Displays und des 6-Wege-Joysticks inklusive Push-Funktion kommt man schnell voran. Das Menü ist in Ebenen unterteilt, zwischen denen man über die Buttons wechseln kann, Parameter verändert man durch Drehen am Poti.

Die vier Zonen werden farblich gekennzeichnet, direkt ablesbar sind Zonenname, Lautstärke und Tastaturbereich

Die vier Zonen werden farblich gekennzeichnet, direkt ablesbar sind Zonenname, Lautstärke und Tastaturbereich

Hat man das SL88 Grand soweit programmiert, lässt sich die aktuelle Einstellung in einem von 12x 250 Setups abspeichern. Organisiert sind die Setups in 12 Gruppen, die sich ebenso benennen lassen wie jedes einzelne Setup auch.

Während des Tests arbeitete das SL88 Grand tadellos. Externe Hard- und Software konnte ich ohne Probleme ansteuern, auch die Verbindung über USB gab keinen Anlass zur Kritik. Dass das SL88 Grand hinsichtlich der Steuerung von MIDI-Parametern mit seinen drei Joysticks nur mit dem Nötigsten ausgestattet ist, weiß man als Käufer natürlich schon vor dem Kauf. Allerdings sollte man beachten, dass Joystick 1 und 2 gewisse Limitierungen aufweisen. Joystick 1 ist nämlich für die Pitch Bend-Funktion vorgesehen, was bedeutet dass er wie ein Pitch Bend-Rad stets auf die Null-Position zurückspringt. Für Pitch Bend gut, für einige anderen Funktionen unter Umständen nicht geeignet. Für Joystick 2 gilt ähnliches, nur dass der Joystick lediglich in horizontaler Richtung auf Null zurückspringt. Joystick 3 springt nicht zurück, verharrt also auf der Position, an der man ihn loslässt.

Studiologic-SL88-Grand-6

Forum
  1. Profilbild
    MartinW

    Verwendet die aktuelle Version der TP40 Wood eigentlich immer noch zusätzliche Rückholfedern oder erfolgt die Tastenrückstellung ausschließlich mittels Schwerkraft ?

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo MartinW,
      entschuldige die späte Antwort. Bei der TP40WOOD kommt weiterhin eine kleine Rückholfeder zum Einsatz.

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    AMAZONA Archiv

    Nun ehrlich gesagt, ob es eine Holzkern im Plastik gibt das aussieht als sei es Elfenbeins Elefanten Stoßstange und unregelmäßig geformt ist etwas was lediglich Emotionen wecken soll. Jaaaaaa wer es cool findet kann damit glücklich sein. Nur als Pianist ist das Spielgefühl nur schwer zu beschreiben, man muss schon selbst mal dran gesessen sein. Das Holz das innen drin finde ich eher unnötig, aber wer sich für kein echtes Klavier oder einen Flügel Entscheiden kann, muss eben mit der Fälschung leben. Und das geht erfahrungsgemäß ja ganz gut. Und die Klangerzeuger sind ja auch schon vom feinsten Dank kostengünstiger Hightech. Sicherlich ein feines Masterkeyboard.

    • Profilbild
      AQ  AHU

      Was hat denn ein gutes Piano für eine Tastatur? Auch die teuersten Konzertflügel haben seit vielen Jahren eine Holztastatur welche mit Kunststoff überzogen ist. Mit Elfenbein kommst Du heute nicht weit, allenfalls ins Gefängnis. Ob jetzt die ganze Taste oder nur die Oberfläche aus Plastik ist sagt grundsätzlich noch nichts über die Qualität aus. Zumindest sieht es halt schon gut aus, wenn da beim Tasten drücken von der Seite her etwas Holz sichtbar wird ;-)

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Genau das sagte ich ja bereits dass das Holz eigentlich wurst ist, aber sehr sehr schick an zu schauen. Schade dass man von der Elfenbeinfälschung kein Bild sehen kann. Den Preis finde ich sehr gut, fürs das Holz schon ein super Angebot. Ja und früher hatten die alle Elefanten Stoßstange belegt, selbst bei mir steht noch ein solches Modell und ich laufe immer noch frei rum. Aber neu gibt’s das zum glück nicht mehr. Bin ja Tierlieb.

  3. Profilbild
    Jaguar

    Zum Thema Elfenbein:
    Es GIBT legales EB! auch heute noch (zB von verendeten Elefanten). Sehr teuer, eher für die Schmuckindustrie. Mein Yamaha C5 hat aber auch eine Imitation, trotzdem sehr hautfreundlich.
    Zum Studiologic: Es kommt aufs Ergebnis an, egal ob Holz, Elfenbein, Rückholfeder… Das “ chemische“ Spielgefühl rührt mMn. daher, dass der Klang irgendwo aus Boxen kommt, es fehlen die Vibrationen, Mididelay…
    Darum haben Heimpianos auch ein etwas authentischeres Spielgefühl.
    Schade finde ich, dass man Joysticks statt Wheels verbaut hat.

  4. Profilbild
    ukm  

    wenn man unterstellt, dass die Tastatur des SL88 Studio sowohl für Piano als auch Orgel/Synth gut funktioniert, so disqualifizieren sich die aktuellen studiologic-Geräte durch diese kurzen Knubbel, die als Mod- bzw. PitchWheel dienen sollen. Es ist praktisch unmöglich, damit intuitiv umzugehen, ohne daran zu verzweifeln.

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