Test: Studiologic Sledge 2 & Black Edition, VA-Synthesizer

21. September 2016

Black Magic

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Hinter dem Studiologic Sledge 2 steht die italienische Firma Fatar, bekannt als Lieferant und Hersteller von hochqualitativen Masterkeyboards. Bereits 2012 präsentierte man den DSP-Synthesizer Studiologic Sledge erstmals auf der Musikmesse. Für die Klangerzeugung zeichnet die bekannte Firma Waldorf verantwortlich. In den Folgejahren entwickelte sich der Budget-Synthesizer immer mehr zum „hidden Champion“ und wurde durch ein Update auf die Version 2.0 und nun durch eine Special-Edition in Schwarz (bei der sich nicht nur die Farbe geändert hat) deutlich aufgewertet.

Nicht ohne Grund hat sich auch Axel Hartmann in seinem Design-Synthesizer „20“ für die Synth-Engine des Sledge entschieden. Allerdings muss man für diese Variante 20.000 Euro bezahlen, während die Studiologic-Varianten unter 1.000 Euro angesiedelt sind.

An dieser Stelle sei ein Hinweis erlaubt auf unser Interview mit Axel Hartmann zum „20“.

Hartmann "20" mit Sledge Soundengine

Hartmann „20“ mit Sledge Soundengine

Synthesizer SLEDGE – First Look

Der erste Blick auf den Sledge vermittelt den Eindruck eines ausgewachsenen analogen Synthesizers, denn die Bedienoberfläche ist mit zahlreichen Drehreglern und Knöpfen bestückt. Unten thront ein 61-Tasten Keyboard, das gelungene Design stammt wieder einmal von Axel Hartmann.
Der Sledge verkörpert im weitesten Sinne eine Urversion eines polyphonen Synthesizers. Abgesehen davon, dass die Klangerzeugung rein digital von einem DSP berechnet wird und nicht etwa analog aufgebaut ist, erinnert er konzeptionell stark an altehrwürdige Synthesizer der 80er Jahre. Was ihn von aktuellen anderen Hardware-Synthesizern abhebt ist, wie auch beim Nord Lead, die Eine-Funktion-Pro-Knopf Bedienoberfläche.

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Diese Vorgabe wird auch weitgehend eingehalten, so dass man sich nicht mit verschiedenen Layern und Matrizen aus Parametern beschäftigen muss. Für fortgeschrittene Soundschrauber ist es somit sofort möglich, intuitiv einen bestimmten Klang zurechtzudrehen. Aber auch Einsteiger werden mit dem Sledge die subtraktive Synthese schnell verstehen und schätzen lernen. Manche mögen den Sledge langweilig finden, andere erfreuen sich an den limitierten Möglichkeiten. Limitiert ist der Sledge natürlich nur im Vergleich zu den Funktionen aktueller High-End Synthesizer oder Plug-ins. Der Sledge reduziert somit die Möglichkeiten auf das Wesentliche. Man kann sich nicht in Synthese-Details verlieren und ist schnell am Ziel. Hier und da muss man sogar wieder die „alten Tricks“ anwenden, um bestimmte Klänge zu erzeugen.

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Die Oszillatoren des Sledge

Eigentlich genügt ein erfahrener Blick auf die Oberfläche des Sledge, um zu wissen, was die maximal 24-stimmige Klangerzeugung zu generieren vermag. Überraschungen bietet der Sledge nicht. Vielmehr konzentriert er sich auf das Wesentliche.
Oszillator 1 verfügt über die herkömmlichen Schwingungsformen Rechteck, Sägezahn, modulierbarer Puls, Dreieck und Sinus. Alternativ schöpft er Spektren aus 66 Wavetables und kann diese per LFO durchfahren. Leider ist die Wavetable Funktionalität auf Oszillator 1 beschränkt, Oszillator 2+3 können also nur die normalen Schwingungsformen erzeugen.
Oszillator 2+3 verfügen über eine Sync-Funktion, die auch recht gut klingt. Zudem ist eine Frequenzmodulation von Osc1 auf Osc2 und Osc2 auf Osc3 möglich.
Eine versteckte Unisono-Funktion gibt es auch: Je nachdem wieviele Stimmen gerade gehalten sind und der Mono-Mode aktiviert wird, spielt der Sledge entsprechend viele Stimmen gleichzeitig im Mono-Mode. Einen Unisono-Detune- und Spread-Parameter für breite Sounds suche ich allerdings leider vergeblich.
Beim zumischbaren Rauschgenerator kann zwischen weißem und rosa Rauschen gewählt werden.

Das VA-Filter des Sledge Synthesizers

Das Filter ist eine Version des bekannten Waldorf Digitalfilters mit LP/BP/HP und ist zwischen 12 dB und 24 dB Flankensteilheit umschaltbar. Dem Filter nachgeschaltet ist ein regulierbarer Verzerrer. Bei hohen Cutoff-Werten und Resonanz offenbart das Filter dann aber seinen digitalen Ursprung, während hingegen bei niedrigeren Werten das Filter wiederum durchaus authentisch klingt.

Als Filter-Hüllkurve kommt eine normale ADSR zum Einsatz.

Modulationen

Es gibt gleich drei LFOs mit den verschiedenen Schwingungsformen und einer Ramp-Schwingungsform, die als einstufige Hüllkurve fungiert. Die Ziele sind Oszillatorenfrequenz, PWM/Wave/FM, Volume und Cutoff. Eine echte freie Modulationsmatrix ist nicht vorhanden. Schade ist hier, dass Oszillator 2 nicht alleine als Ziel angewählt werden kann. Dies lässt Oszillator bei Sync-Modulationen fast obsolet werden, da er zwangsweise mitmoduliert wird.
Eine echte Einschränkung ist für mich aber, dass Velocity nur auf die Lautstärke und Filter gleichzeitig wirken kann, nicht aber getrennt auf Cutoff/Env-Amount, Wavetable, Tonhöhe oder FM. Ein Velocity-System wie beim Nord Lead wäre hier wirklich nötig, um Klänge kontrolliert dynamisch spielen zu können.

Effekte

Es gibt zwei Effektblöcke, die je einen Effekt erzeugen können. Effekt 1 kann Modulationseffekte wie Flanger/Phaser/Chorus erzeugen, während Effekt 2 Delay oder Hall hervorbringt. Die Qualität ist für einen so günstigen Synthesizer okay, aber klanglich nicht mehr zeitgemäß und mit den Effekten der teureren Mitbewerber nicht zu vergleichen. Gegenüber dem Nord Lead 2x hat der Sledge allerdings in diesem Bereich klar die Nase vorn.

Arpeggiator

Der eingebaute klassische Arpeggiator ist monophon und kann in Richtung, Notenlänge, Notenwert und Sortierung eingestellt werden.

Verarbeitung

Nun, ich habe nicht versucht, mit dem Sledge einen Nagel in die Wand zu schlagen, aber die Verarbeitung und Stabilität des Gehäuses würde es vielleicht sogar zulassen. Sowohl die Oberschale als auch die Grundplatte des Sledge bestehen aus hochwertig anmutendem dicken Kunststoff, was den Sledge zum einen mit nur 8,3 kg sehr leicht, zum anderen aber auch anfällig gegen Kratzer macht.

Die Potentiometer sind durchaus unterschiedlich, was das initiale Drehmoment und die Stabilität angeht und spiegeln daher letztendlich qualitativ den günstigen Preis von unter 1000 Euro wider.
Die Studiologic TP-9 Tastatur lässt sich recht gut spielen und ist von guter Qualität. Von den meisten Fernost Billigkeyboards hebt sie sich positiv ab, kann aber nicht mit einer guten und auch weitaus teureren Roland oder Yamaha Tastatur mithalten. Lediglich die Mechanik des Aftertouchs macht auf mich einen weniger guten Eindruck.

Der Studiologic Sledge in der Praxis

Der Sledge macht wirklich Spaß. Er bietet traditionelle Synthesizerklänge, gepaart mit direkten Zugriff auf alle Synthese-Parameter. Damit macht das Soundschrauben natürlich so richtig Laune.
Die 999 internen Speicherplätze sind im Auslieferungszustand zu einem Zehntel befüllt und recht gut programmiert, wobei die richtig guten Sounds nicht vorne liegen, sondern verstreut in den ersten 100 Presets sind. Fängt man dann allerdings an, selber Hand anzulegen, wird schnell klar, was sonst noch im Sledge steckt und auch was nicht in ihm steckt. Einerseits finde ich die Beschränkung der Möglichkeiten gut, andererseits bin ich von Plug-ins so verwöhnt, dass ich mich an „weniger ist mehr“ erst wieder gewöhnen muss. Verglichen mit vielen 80er Jahre Synthesizern ist der Sledge nämlich eigentlich ein Synthesemonster.
Eine Software-Erweiterung in puncto Modulationen, Wave-Playback und Velocity würde dem Sledge gut zu Gesicht stehen und die klanglichen Welten weiterhin erheblich erweitern. Zumindest die Nachrüstung mit Sample-Playback für den ersten Oszillator ist bereits beschlossene Sache. Der Liefertermin und der Preis steht allerdings noch nicht fest. Wirklich schade ist, dass die Wavetables nur auf Oszillator 1 verfügbar sind. So können außer mit Hilfe des Chorus keine Schwebungen erzeugt werden.
Es ist sicherlich nicht die Intention des Herstellers, aber ich habe die Oberfläche des Sledge am Ende der Testphase auch eingesetzt, um verschiedene Software-Synthesizer zu steuern! Im Local-Off Modus sind die Bedienelemente nämlich von der Tonerzeugung abgekoppelt.

Die Anschlüsse des Sledge Synthesizers

Der Sledge-Klang

Der Sledge klingt ganz klar nach Waldorf und punktet mit einem sehr direkten, voluminösen, durchsetzungsfähigen und teilweise brachialen Klang.

Wie bei allen VA-Synthesizern aus der Waldorf-Schmiede, kann er aber seine digitale Herkunft nicht verleugnen. Filterfahrten in den Resonanzbereich offenbaren deutlich Schwächen gegenüber echten Analogen.

Hinter einem Accelerator oder einem Virus muss er sich rein klanglich nicht verstecken, erreicht aber für meinen Geschmack im Detail nicht ganz deren Finesse. Vor allem im digitalen Bereich punktet er dann aber gehörig und macht als Wavetable-Synthesizer eine gute Figur. Aber hören Sie selber! Die Klangbeispiele basieren nicht auf Presets, sondern aus komplett neu erstellten Sounds.

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STUDIOLOGIC SLEDGE 2 Update

Mit dem Update 2.0 erhielt der Sledge einige interessant Zusatzfunktionen, die ihn nochmals enorm aufwerteten.

Make-Up

Über Split und Layer können seit der Version 2.0 zwei Sounds auf der Tastatur nebeneinander oder auch übereinander gelegt werden. Gerade durch die Layer lassen sich dadurch enorm breite Flächen oder abgefahrene Leadsounds erzeugen, ohne all zu viel programmieren zu müssen. Der Empfang von Sustain Pedal und Pitch Bend lassen sich dabei für beide Sounds getrennt verwalten und zuweisen. 999 Kombiprogramme finden nun in der aktuellen Version Platz im Speicher.

Eine weiterer Neuzugang ermöglicht es, die beiden Effekte Reverb + Delay zu mischen. Der Hall-Effekt (Reverb) behält die zuvor gewählten Einstellungen, während die Echtzeit-Bedienelemente für Verzögerung und Pegel („ time“ und „level“) das Delay entsprechend ändern, während dieses mit dem Hallsignal gemischt wird.

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Highlight 2.0

Das eigentliche Highlight versteckt sich aber im Oszillator 1 Modul. Über diesen Oszillator lassen sich nun Multisamples abspielen, die man zuvor in den 60 MB „kleinen“ Speicher laden muss. Dabei gibt es zwei Einschränkungen zu beachten. Zum einen müssen aktuell die Samples im WAV-Format vorliegen, zum anderen werden die Samples nur mono wiedergegeben, auch wenn man Stereo-WAV-Files in den Sledge übertragen hat. Loops, die man bereits im WAV-File hinterlegt hat, werden aber erkannt und einwandfrei abgespielt.

Auf der STUDILOGIC Produktseite des Sledge findet man die kostenlose Software SPECTRE, mit der Samples per USB/MIDI-Schnittstelle problemlos übertragen werden können. SPECTRE gibt es sowohl für Windows als auch für MAC OS und lief bei mir auf einem iMac tadellos.

Die Bedienung ist kinderleicht. In der linken Spalte erstellt man ein neues Programm, z.B. wie oben gezeigt KORG M1 DRUMS, zieht in die rechte Spalte seine WAV-Files, verteilt diese im Edit-Fenster auf der Tastatur und legt die Root-Keys fest. Dann ab damit in den Sledge, Programm auswählen am Sledge, spielen und die Samples kräftig mit der internen Klangerzeugung verbiegen.

Für meinen Geschmack funktionierte das sogar noch einfacher als am Clave Nord Wave, allerdings besitzt der Nord Wave dreimal so viel Speicherplatz – ist aber längst nicht mehr im Handel erhältlich.

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STUDIOLOGIC SLEDGE BLACK

Im Prinzip ist die STUDIOLOGIC SLEDGE BLACK Edition eine Version 2, bei der außer des Anstrichs (wir stehen auf den Look!!) noch einige Kleinigkeiten an Features hinzukamen.

Die wohl wichtigste Neuerung: Der Output-Pegel wurde um 6 dB angehoben. Keine Ahnung, warum das erst in einem Update passiert ist. Ich bin kein Ingenieur und kann nicht beurteilen, ob dabei zusätzliche Kosten in der Produktion entstehen, aber es gibt einige Soundmodule von Waldorf, z.B. Waldorf Blofeld, bei denen ich im Studio am geringen Output schier verzweifelt bin. Übrigens auch einer der Gründe, warum Axel Hartmann seinem „20“ einen speziellen Verstärker von SPL spendiert hat. Na jedenfalls tönt nun auch der SLEDGE BLACK druckvoll und mächtig, so wie man das von einem hochwertigen Synthesizer heute gewohnt ist.

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Ein weiteres Feature: LFO2 läuft synchron und moduliert alle Noten mit derselben Modulationsphase. Warum es dieses Feature nur in der BLACK EDITION gibt, ist mir ein Rätsel.

Und zu guter Letzt wurden alle Werks-Presets neu zusammengestellt und stammen von Top-Programmierern (was immer das heißen mag ;-).

Der Studiologic SLEDGE 2 on YouTube

Wie üblich hier noch eine empfehlenswerte Video-Reihe auf YT zum SLEDGE BLACK EDITION, die die Stärken des Synthesizers gut beleuchten:

Fazit

Warum baut Studiologic (FATAR) jetzt auf einmal einen Synthesizer? Ganz einfach: Weil sie es können! Das Zusammenspiel der Waldorf Klangerzeugung mit den Fertigungstechniken Studiologics ergibt einen kostengünstigen und gut klingenden Synthesizer der Ein-Knopf-Eine-Funktion Liga. Letzteres ist im Zeitgeist der höchstmöglichen Effektivität meiner Meinung nach ein überfälliges Zugeständnis an den Workflow und die Kreativität. Der Sledge ist zum Straßenpreis von unter 1000 Euro ein sehr spannendes Gerät, das für Ein- und Aufsteiger, Studio- und Livemusiker interessant ist. Vor allem die WYSIWYG-Oberfläche und die fünfoktavige Tastatur sind für viele Anwender der ausschlaggebende Punkt, der ein Synthesizer-Modul oder Plug-in von einem echten Musikinstrument unterscheidet! Synthese-Enthusiasten werden sicherlich einige Funktionen vermissen, aber dieses Klientel kann ja bereits auf vorhandene und vielleicht kommende Waldorf Produkte zurückgreifen.

Mit der Version 2 wurde der SLEDGE sinnvoll ergänzt und mit der BLACK EDITION erscheint er nun nochmals deutlich professioneller.

Plus

  • ein Knopf - eine Funktion
  • einfach zu bedienen
  • großzügig angelegt Oberfläche
  • klangliche Vielfalt durch Wavetables, Sync, FM
  • Einbindung von Samples
  • USB-Schnittstelle
  • 61 Tasten, aftertouchfähig
  • leicht
  • per Software erweiterbar

Minus

  • eingeschränkte Velocity Modulationen
  • kein Midi-Multimode, auch nicht im Layermodus

Preis

  • Sledge 2: 890,- Euro
  • Sledge 2 Black Edition: 967,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Oh, dieses „Forever-young-Pad“ ab Sekunde 29 klingt einfach nur geil. Wie macht man denn das? Das müsste doch auch auf einem Blofeld oder Virus hinzubekommen sein? Ich habe schon mindestens 10 so ähnliche Sounds, aber hier ist es so sauber und klar getroffen.

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      t.walter  AHU

      Das Original FY-Pad stammt aus dem Roland JX8-P, Preset Soundtrack. Das sind im Grunde nur zwei gegeneinander verstimmte Sägezähne mit 24 dB Tiefpassfilter und Amp-Hüllkurve. Das wichtigste ist aber der nachgeschaltete Chorus. Der Sledge-Sound im MP3 ist aber nicht ganz 1:1. Wirklich einer der einfachsten Sounds :-)

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        AMAZONA Archiv

        Also dieses saubere, sahnige habe ich nicht hinbekommen. Bei mir ist immer so ein hässliches „Brizzeln“ auf dem Sound. Und wenn ich den Cutoff vom Filter so weit herunterregele, dass das Brizzeln weg ist, ist der ganze Sound schon zu dumpf.

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        El Plauzo

        Ist hier das Original von Alphaville gemeint? Dann ist es ausgeschlossen, dass bei den Aufnahmen ein JX-8P verwendet wurde, da dieser erst ein Jahr nach den Aufnahmen auf den Markt kam. Wahrscheinlicher ist, dass man den Jupiter-8 vom damaligen Keyboarder Frank Mertens verwendet hat (einem Interview zufolge ein Abigeschenk – so viel Glück muss man haben…), zumal man auch deutlich hört, dass der Bender zur Modulation der Cutoff-Frequenz herangezogen wird – eine Funktion, die man mit dem JX-Aftertoch niemals so feinfühlig hinbekommen würde… :-)

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          t.walter  AHU

          Kann sein, ich hab da keine direkten Einblicke. Aber das Soundtrack Preset ist nahezu identisch programmiert und da liegt die Vermutung nahe, zumal auch mehr Presets verwendet wurden als man meinen möchte. Jupiter 8 als Abigeschenk … hätte ich auch gerne gehabt. :-)

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    AMAZONA Archiv

    Danke für den Tipp. Das werde ich jetzt gleich ausprobieren.

  3. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Hallo Herr Walter,

    vielen Dank für den wirklich guten Test. Ich habe erst kürzlich einen Testbericht in einem Fachmagazin gelesen und muss als Autor sagen, dass Amazona.de wirklich den Print-Magazinen bald den Rang abläuft. Ich bin immer öfter hier und allein die Geschwindigkeit, mit der mittlerweile neue Tests veröffentlicht werden, beeindruckt. Weiter so!

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe das Teil mal eine halbe Stunde ausprobiert, und war das erste mal seit langem wieder von einem Synthesizer fasziniert.

    Es gibt sicherlich Gerät mit mehr Features und vielleicht auch welche mit einem Quentchen besseren Klang, aber das ist am Ende egal, wenn man erst mal vor dem Teil steht. Es macht schlicht wieder Spaß mit einem Synthesizer zu „spielen“. Der Klang ist erstaunlich gut. Eine Bereicherung der Synthesizer-Landschaft …

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    microbug  

    Schöner Test, danke dafür, und das FY-Pad ist wirklich geil. Wenn Waldorf die Multimode-Einschränkung noch rausnimmt, sodaß man wenigstens Split/Dual fahren kann, wäre das genial.

    Muß trotzdem mal meckern:

    „Die Studiologic TP-9 Tastatur lässt sich recht gut spielen und ist von guter Qualität. Von den meisten Fernost Billigkeyboards hebt sie sich positiv ab, kann aber nicht mit einer guten und auch weitaus teureren Roland oder Yamaha Tastatur mithalten.“

    Studiologic ist ja die Endkunden-Marke von Fatar, von denen auch die Tastatur stammt. Es handelt sich dabei genau genommen und die ungewichtete TP/9S (Synth), also exakt die gleiche Tastatur, wie sie auch im Waldorf Blofeld zum Einsatz kommt. Die gewichtete Version davon steckt in den kleineren Viren und den Kurzweils PC361, PC3K6 und K2661.

    Ich weiß ja nicht, mit was Du die verglichen hast, aber bei Roland sind nur die 76er Tastaturen besser (Juno Stage oder JP-80) und bei Yamaha vielleicht die der Motif 7, das wars aber auch schon. Yamaha verbaut schon lange keine Tastaturen mehr wie beim DX7II, selbst beim SY99 war sie nicht so schön schwer.

    Die aktuellen 61er von Yamaha sind jedenfalls allesamt schlechter als eine TP/9S. Von den Tastaturen in den Nordleads rede ich erst garnicht ….

    Das mit dem „weil sie es können“ würde ich auch etwas relativieren. Studiologic/Fatar ist ein großer OEM-Hersteller und kann Masterkeyboards bauen, hat aber keine Kompetenzen bei Klangezeugungen. Daher suchte man sich dafür einen entsprechenden Partner, in diesem Fall Waldorf. Kunden aus diesem Bereich haben die ja genug, die sie fragen konnten :)

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      t.walter  AHU

      Danke für den Beitrag. Ich finde diese leicht gewichteten Tasten eben viel besser, ist halt alles eines Preis- und Geschmacksfrage.

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    AMAZONA Archiv

    Warum hat man nicht die Architektur des Largo genommen. Zwei Oscillatoren die die Wavetables können ( und natürlich die Standartwellenformen) und noch einen dritten oder Subosci.
    Zwei hätte auch genügt. Der Microwave z.B. hatte ja auch nur zwei. Wenn dann noch eine Option für eigene Wavetables implementiert wäre wäre das Ding perfekt. Einen Editor noch dazu und gut. Total Integration wie beim Virus wäre der Himmel auf Erden ein Wavetableeditor unbeschreiblich.

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    SINUS

    mal ehrlich, an alle leute die den ausprobiert haben:
    laut waldorf ist die klangerzeugung und die dsp sc hwächer als die des blofeld. Nun wird der gelbe im test mit dem virus und anderen teuereren synth, von der klangquali auf eine ähnliche stufe gestellt.
    Dem blofeld wurde damals ja eine schlechtere klangqualität (was analog simulation und druck angeht) bescheinigt.
    Klingt der sledge wirklich „besser“ als der blofi?

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    iltis30  

    Hmm, hab den Sledge hier in Hamburg im Musikgeschäft mal ausgiebig probegespielt. Die Knöpfe fassen sich grossartig an, das Ding sieht cool aus. Aber unterm Strich würde ich mein Nord Lead 2x dafür nicht hergeben. Da helfen auch die internen Durchschnittseffekte des Sledge nichts. Aber er hat mich inspiriert: ich hab gleich mal wieder ein paar Folgen von Sledge Hammer geschut … ((-;

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    Phill-Dodge

    Ich nutze seit jeweiliger Veröffendlichung den Largo und den Blofeld. Der Sledge ist eine sehr gute Ergänzung zu meinen Setup und macht einfach riesig Spaß zum schrauben. Alles ist groß und angenehm griffig gestaltet. Auch grobes anfassen steckt der locker weg. Einfach ein super Synthie.

  10. Profilbild
    joegedicke  

    Der Sledge macht erst einmal riesigen Spaß. Gerade bei der Erstellung von bissigen und analog klingenden Leadsounds bekommt man sehr schnell etwas gut Klingendes und Inspirierendes hin. Der Klang ist über jeden Zweifel erhaben. Das Gerät steht bei mir im Studio mit einem Motif XF6 und einem Tyros 4 und reiht sich klanglich sehr gut darin ein. Was gerade positiv auffällt ist die absolute Rauschfreiheit der Ausgangsstufe. Das habe ich schon viel schlechter hier gehabt (Kronos, oh ja, da rauscht es, zwar dezent, aber dennoch). Die Effekte sind von sehr guter Qualität, allerdings nicht sehr variabel. Dem kann man übrigens mit einem Zoom Gitarreneffektgerät hervorragend nachhelfen, wenn man das nicht innerhalb der DAW erledigen möchte. Die Tastatur spielt sich absolut perfekt, auch im Vergleich zur Motif-Tastatur. Sehr griffig und ansprechend. Das Gerät ist nicht billig, klingt aber verdammt gut und ist genial einfach bedienbar. Alle Drehpotis sind einwandfrei und vermitteln ein sehr wertiges Anfassgefühl. Das gab es schon viel schlechter bei viel teureren Geräten! Für Studiomusiker gibt es nur ein Fazit: Kaufen! Für Klangtüftler und Soundsucher bzw. Sammler gibt es andere Geräte und vor Allem PlugIns…

  11. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Am Sledge sieht man sehr gut, wie Synthesizer gewinnen können, wenn sie über mehrere Versionen konsequent weiterentwickelt werden, bis ein wirklich brauchbares Gerät herauskommt. Das hat auch nichts mit dem Bananenprinzip zu tun (Produkt reift beim Kunden), sondern ich denke, derart komplexe Entwicklungen brauchen einfach Zeit und Feedback, um ein wirklich hohes Entwicklungsniveau zu erreichen. Der Virus ist dafür auch ein gutes Beispiel. Meines Erachtens eine schlechte Angewohnheit vieler Hersteller, Geräte in einer ersten Version auf den Markt zu werfen und dann zum nächsten zu springen. Da wird viel Potential nicht ausgeschöpft. Beispiele, wo ich das wirklich bedauert habe, sind Blofeld und Accelerator.

  12. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Kann ich im Split/Dual-Modus über einen Midikanal zwei Sounds separat ansteuern? Es muss ja kein Multimedia sein aber wenigstens das wäre cool. Ich nutze seit Ewigkeiten den PPG-Vst für Plucksounds und wünsche mir endlich mal einen einfachen und bedienbaren WT-Synth. Das DIY-Maddox Rack ist mein Traum aber wer baut es, hat es oder will es bezahlen? :)

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      Tyrell  RED 12

      Die Antwortet lautet leider nein. Habs soeben auch noch im Minus-Kasten beim Test ergänzt. Der SLEDGE versteht keinen Multimodus, auch nicht wen es sich nur um zwei anspielbare Kanäle handeln würde im Layer-Mode. Man kann sich wirklich nur damit behelfen die Sounds auf der Tastatur im Split-Modus zu verteilen um dann auch über Midi zwei Sounds getrennt anspielen zu können. Echt ein Versäumnis :-(

  13. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Als Blofeld-User hat mich der Sledge abgesehen vom Bedienpanel nicht besonders gereizt. Ich stimme zwar grundsätzlich zu, dass Beschränktheit die Kreativität erhöhen kann, aber die Modulations-Matrix meines Blofeld möchte ich nicht mehr missen. Der ist übrigens auch schwarz und klingt für meine Ohren einen Tick besser (und ist als Modul zum MicroKorg-Preis zu haben).

  14. Profilbild
    OscSync  

    Ich hatte mal das Blofeld Keyboard und fand den Sound und die Synthesemöglichkeiten super, die Waldorftypische Matrixbedienung aber nur mittelmäßig inspirierend. Den Sledge habe ich mal im Laden länger angetestet und konnte mich gar nicht losreissen, so viel Spass macht das intuitive Bedienpanel; mit einer implementierten Modulationsmatrix wäre er perfekt. Aber auch so wäre wäre der Sledge ganz vorne auf meiner Liste, wenn ich gerade einen Hardwaresynth suchte!

  15. Profilbild
    OscSync  

    Nachtrag: bei meinem Blofeld war die MIDI-Synchronisation des Arpeggiators etwas wackelig. Gibt es Erfahrungen, ob das beim Sledge ähnlich ist?

  16. Profilbild
    superikone

    Hey, die beiden klingen ganz anders. Mit dem NL4 hast du viel mehr Möglichkeiten. Wenn es dein Haus- und Hof-Synth werden soll, dann spare lieber noch. LG

  17. Profilbild
    superikone

    Heyho. Ich habe immer noch nicht verstanden, ob ich meinen Sledge 1 (OS 1.5) auf das OS des Black upgraden kann… Help :-)

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