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Test: Sugar Bytes Round-Up

Beim Kompressor gibt’s zwei Knöpfe: einen für den Grad der Kompression, den anderen für das Regeln der Reaktionszeit. Der Wirkung nach zu urteilen, dem Regeln der Ausklingphase. Klanglich habe ich nichts auszusetzen. Es handelt sich um ein solides Arbeitstier. Das Verdichten komplexer Drumsubgruppen ist seine Sache nicht. Aber Stimme, Bass, Gitarre, E-Piano und Syntielinien werden sauber und kraftvoll bearbeitet. Im Signalweg folgt der dreibandige dynamische EQ. Das ist an dieser Stelle durchdacht und klingt anständig. Wer in einem Kanalzug einen vierbandigen voll parametrischen EQ braucht, sollte neu aufnehmen oder sein Arrangement überarbeiten. Neben der Overdriveschaltung ist der dynamische EQ das Highlight im Vogue.

Die abschließende Effektabteilung hätte nicht sein müssen, wenngleich Delay und Hall so schlecht nicht klingen. Leicht beigemischt geben sie grade Stimmen das letzte Quentchen Gewicht. Als Haupthall und Delay sind sie dagegen nicht gedacht.

Alles in allem ist Vogue für die aufgerufenen 79  EUR ein Knüller. Wer seine Leadspuren mit analogesquem Sound nach vorne bringen will, findet in Vogue alles, was er braucht.

Artillery

Über dieses Tool bin ich auf Sugar Bytes aufmerksam geworden. Eine Effektmaschine, die sich über die Klaviatur eines MIDI-Keyboards steuern lässt. Was da wie die ideale Begleitung für Livemusiker mit Laptop klingt, kann auch für Studiomenschen das entscheidende Etwas an Spontanität in die Mischung bringen. Prinzipiell sind alle nur erdenklichen Effektarten am Start. Ob Delay, Hall oder diverse Filter (natürlich auch Vokalfilter), über klassische Modulationseffekte hinzu Spezialisten wie Ringmodulatoren oder einer ausgefuchsten Vinylstop-Simulation. Die Zuordnung zum MIDI-Keyboard geschieht denkbar einfach: oberhalb der Bildschirmklaviatur klicken, durch Ziehen mit der Maus die Größe der Tastaturzone bestimmen und einen Effekt auswählen. Der so gewählte Effekt kann über die Klaviatur aktiviert und durch Modulatoren in jedem seiner Parameter synchron zum Sequenzer bearbeitet werden. Wer ein 88-tastiges Manual hat, kann auf jede Taste ein anderen Effekt legen!

Artillery

Artillery

Die Spielwiese die sich einem da auftut, will erstmal beackert sein. Um zu verstehen, was Artillery leistet, sollte man unbedingt die Demoversion herunterladen. Ich finde das Teil einfach nur großartig.

Klangbeispiele
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    An dieser Stelle muss ich mal eine Lanze für den Service der Sugar Bytes Jungs brechen: 2 mal hab ich den über die Kontaktmöglichkeit ihrer Website in Anspruch nehmen müssen, zweimal bin ich rasch und erstklassig bedient worden.

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    Robotronic klingt einfach nur kratzig-digital. Gute Ideen und Features stecken ja drin, aber vom Sound her ist das eines der schlechteren Vocoder-Plug-ins. Der kostenlose TAL Vocoder (auch PC und Mac) klingt um Längen besser.

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    Harr, da hat sich jemand meine Vorschläge zu neuen Plug-In Rezensionen mal zu Herzen genommen und mal die anderen Sugar Bytes Plugs unter die Lupe genommen (nur consequence ist nicht dabei -.-)(jetzt bitte noch die Vemberaudio- und die FabFilter- Sachen und evtl. die Sachen von Soundhack unter die Lupe nehmen dann bin ich wunschlos glücklich)Weiter so!

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