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Test: Synclavier Regen, Desktop-Synthesizer

Werkzeug für Klangarchitekten statt Retro

18. Februar 2026
Synclavier Regen Desktop Synthesizer Test

Test: Synclavier Regen, Desktop-Synthesizer

Der Name Synclavier steht seit vielen Jahrzehnten für digitale Klangerzeugung auf höchstem Niveau. Mit dem Synclavier Regen wird dieses Konzept nun erstmals in eine moderne und vor allem kompakte Hardware übertragen, wobei es dabei weniger um Nostalgie als vielmehr um eine solide Klangerzeugung mit viel direktem Zugriff geht. Wie sich dieses besondere Instrument im praktischen Einsatz schlägt, klärt der folgende Testbericht.

Kurz & knapp
Was ist es? Synclavier Regen ist ein kompakter Desktop-Synthesizer mit tiefgehender digitaler Klangerzeugung, der sich an erfahrene Sounddesigner richtet.
  • Moderne Umsetzung: Das legendäre Synclavier II wurde zeitgemäß als Desktop-Gerät neu gedacht.
  • Präzise Klanggestaltung: Additive Synthese, FM und Sampling ermöglichen komplexe Klangstrukturen.
  • Hochwertige Verarbeitung: Robustes Gehäuse, durchdachte Bedienung und optionaler Drehregler.
  • Nicht für Einsteiger: Die Lernkurve ist steil, belohnt aber mit einzigartiger klanglicher Tiefe.


Bewertung

Synclavier Regen Synclavier Music

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Synclavier Regen Desktop-Synthesizer

Das Vorbild des Synclavier Regen: Synclavier II

Das Synclavier II wurde Ende der 1970er-Jahre von New England Digital entwickelt und zählt zu den prägendsten digitalen Synthesizern seiner Zeit. Er vereint additive Synthese, FM, Sampling und Resynthese in einem einzigen Instrument und eröffnete damit völlig neue klangliche Möglichkeiten. Ein zentrales Merkmal war hierbei die Arbeit mit Partials und den sogenannten Timbre-Frames, mit denen sich Klangverläufe sehr detailliert und über die Zeit formbar gestalten ließen.

Das Vorbild: Synclavier II

Das Synclavier II war wegen seines hohen Preises eher in professionellen Studios und bei Filmproduktionen zu finden. Sein guter Ruf als High-End-Instrument hat sich jedoch bis heute gehalten, weshalb Arturia das Instrument beispielsweise auch als Plug-in-Variante Synclavier V herausbrachte.

Auf ein Feature des Synclavier II muss man beim Synclavier Regen verzichten: den Sequencer.

Von außen betrachtet

Der Synclavier Regen wurde als eigenständiger Desktop-Synthesizer gebaut und ist mehr als nur eine Nachbildung eines Retro-Instruments, vielmehr handelt es sich um eine zeitgemäße Weiterentwicklung. Die Bedienoberfläche ist klar auf einen soliden Direktzugriff ausgelegt, damit vor allem Sounddesigner, Produzenten und generell alle Musiker, die tief in die Klanggestaltung eingreifen möchten, ohne Menüs schnell zum gewünschten klanglichen Ziel kommen. Zunächst schauen wir uns jedoch einmal den Aufbau, die Anschlüsse und das Gesamtkonzept des Synclavier Regen an.

Der Synclavier Regen in der Ansicht.

Synclavier Regen in der Ansicht

Gehäuse und Anschlüsse

Der solide verbaute Synclavier Regen lässt sich dank integrierter VESA-Aufnahme an Monitorarmen oder Halterungen montieren. Auf der Rückseite befinden sich zwei symmetrische XLR-Ausgänge und zwei unsymmetrische Klinkenausgänge, die gleichzeitig genutzt werden können, allerdings nicht als Einzelausgänge. Laut Bedienungsanleitung liefern sie dank 24 Bit und 50 Hz Sample-Rate eine herausragende Dynamik von 130 dB. Das originale Synclavier II arbeitete mit 16 Bit und 50 Hz.

Für die Audioausgabe steht zusätzlich ein Kopfhörerausgang mit eigener Lautstärkeregelung zur Verfügung. MIDI wird über TRS-Buchsen für MIDI In und MIDI Thru umgesetzt.

Für die Einbindung in moderne Setups ist der Synclavier Regen mit einem USB-Host-Port für den Betrieb im DAW-Modus sowie vier USB-A-Anschlüssen für Controller, Tastaturen und Zubehör ausgestattet. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes USB-C-Netzteil, das im Lieferumfang enthalten ist. Am Rand des Instruments befindet sich außerdem ein SD-Karten-Slot, um erstellte Presets extern sichern zu können und Samples zu laden. Der interne Sample-Speicher ist mit 300 MB recht knapp bemessen, er reicht für bis zu 100 min. Monosamples bei 48 kHz / 24 Bit.

Der Synclavier Regen lässt sich außerdem direkt mit USB-Audiointerfaces betreiben, um weitere Ausgänge hinzuzufügen. Im Audio-Setup können die Ausgänge des Audiointerfaces dann konfiguriert werden.

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Seitliche Ansicht des solide gebauten Synclavier Regen.

Seitliche Ansicht des solide gebauten Synclavier Regen

Bedienoberfläche

Das Zentrum der Bedienung des Synclavier Regen ist das Display unten links, das je nach Kontext Parameter, Listen oder grafische Darstellungen anzeigt. Schon beim Einschalten wird die Wertigkeit des Synthesizers deutlich, denn das Display überzeugt in puncto Helligkeit und Kontrast. Darunter befinden sich drei kontextabhängige Soft-Buttons, ergänzt durch zwei Pfeiltasten und eine Bestätigungstaste.

Ein wesentliches Bedienelement ist der Swiper, ein berührungsempfindlicher Streifen links neben dem Display, mit dem Parameterwerte intuitiv verändert oder Listen durchscrollt werden können. Ein wichtiger Bestandteil des Synclavier Regen sind die zwölf Touch-Tasten am rechten Rand, die je nach Modus der Auswahl von Tracks oder Partials dienen. Weitere Bedienelemente sind farblich umrahmt und übersichtlich auf der Oberfläche angeordnet, wie beispielsweise die Oszillator- oder die Envelope-Sektion.

Das Zentrum des Synclavier Regen ist das Display mit dem danebenliegenden Swiper.

Das Zentrum des Synclavier Regen ist das Display mit dem danebenliegenden Swiper

Klangerzeugung

Multitimbralität und Organisation in Sessions

Der Synclavier Regen arbeitet multitimbral, was bedeutet, dass es bis zu zwölf Timbres – komplette Klänge mit jeweils eigenen Einstellungen für Lautstärke, Panorama und Effekte – verwalten kann, die innerhalb einer Session organisiert werden. Dabei kann jede Session als Mix, Stack oder Split genutzt werden, je nachdem, wie die MIDI-Kanäle und Tastaturbereiche den einzelnen Timbres zugewiesen sind. Sessions speichern nicht nur die maximal zwölf geladenen Timbres, sondern auch globale Einstellungen wie beispielsweise Master-Effekte und das Routing.

Touch-Tasten am Rand, die je nach Modus der Auswahl von Tracks oder Partials dienen.

Touch-Tasten am Rand, die je nach Modus der Auswahl von Tracks oder Partials dienen

Partials innerhalb eines Timbres

Die Klangerzeugung der einzelnen Timbres basiert auf dem Prinzip der Partials: Jedes Timbre besteht aus bis zu zwölf Partials, also einzelnen Bestandteilen eines Klangs, wobei ein Partial eine vollständige Klangeinheit mit Oszillator, Hüllkurven, Modulationen und Effekten darstellt. Durch das Layern mehrerer Partials entstehen komplexe und dynamische Klangstrukturen.

Syntheseformen

Der Synclavier Regen bietet mehrere Wege zur Klangerzeugung, die sich flexibel miteinander kombinieren lassen. Wie beim Vintage-Vorbild stehen die additive Synthese zur Verfügung, bei der ein Klang aus bis zu 24 Obertönen aufgebaut wird, sowie FM (jeder Partial kann eine 2-Operatoren-FM-Stimme sein). Bei der subtraktiven Synthese wird vorhandenes Klangmaterial mit Filtern weiterbearbeitet. Außerdem kann der Synclavier Regen Samples polyphon abspielen und diese über die angeschlossene Tastatur verteilen (bis zu 128 Samples). Zusätzlich lassen sich Samples per Resynthese in ihre einzelnen klanglichen Bestandteile zerlegen, um daraus neue, veränderliche Sounds zu erzeugen. Im Hybrid Mode werden Attack-Samples mit resynthetisierten additiven Frames kombiniert, die dann die Sustain- und Release-Phase abbilden. Das Prinzip ähnelt also der LA-Synthese von Roland Synthesizern wie zum Beispiel dem Roland D50.

Die Anschlüsse auf der Rückseite des Synclavier Regen.

Die Anschlüsse auf der Rückseite des Synclavier Regen

Arpeggiator

Das Instrument verfügt über einen integrierten Arpeggiator, der pro Timbre aktiviert werden kann und fest mit dem internen Timing des Geräts arbeitet. Über verschiedene Modi und Parameter lässt sich festlegen, wie die gespielten Töne rhythmisch und in welcher Reihenfolge abgespielt werden. Besonders musikalisch ist dabei die Performance-Variante, die meiner Meinung nach optimal zu einem Klavier-Sound passt.

 

Modulation

Für jeden Partial lassen sich Lautstärke und FM-Verlauf separat über jeweils eigene Hüllkurven steuern. Zusätzlich stehen in der LFO-Sektion Vibrato und Tremolo zur Verfügung. Über die Expression Modulators lassen sich nahezu alle Parameter auch per Velocity, Aftertouch oder Modwheel modulieren.

Effekte

Auf der Partial-Ebene können Modulationen, FM und klangformende Parameter eingesetzt werden, während auf der Timbre-Ebene Effekte wie Filter, Chorus und Detune zur Verfügung stehen. Der Chorus lässt sich so umfassend einstellen, dass sogar eine Oktavierung nach oben und unten möglich ist. Hier ein kleiner Eindruck vom Einstellen des Chorus:

Zusätzlich kann jedes Timbre entweder eine eigene Reverb-Instanz nutzen oder dem Master-Reverb zugewiesen werden, für den insgesamt 19 Hall-Presets zur Verfügung stehen. In den nachfolgenden Klangbeispielen liegen Mixanteil und Raum-Echo jeweils bei 50 %, und die Raumgröße ist auf 75 m³ eingestellt.

Der Synclavier Regen Knob

Als optionales Zubehör bietet Synclavier mit dem Regen Knob einen externen Drehregler an, der die Bedienung des Synthesizers ergänzt, indem er die Steuerung des jeweils im Display ausgewählten Parameters übernimmt, eine Aufgabe, die sonst über den Swiper erfolgt. Gerade bei feinen Einstellungen, wie etwa den Hüllkurvenzeiten oder verschiedenen Lautstärkeeinstellungen, lässt sich mit dem Synclavier Regen Knob sehr intuitiv arbeiten. Dem Lieferumfang liegt auch eine Befestigung bei, mit der sich der Knob direkt am Synthesizer montieren lässt.

Der Synclavier Regen Knob kann der USB mit dem Synclavier Regen verbunden werden.

Der Synclavier Regen Knob kann der USB mit dem Synclavier Regen verbunden werden

Beispielhafte Klangerstellung mit dem Synclavier Regen

Die Klanggestaltung auf dem Synclavier Regen funktioniert zwar strukturiert, für mich jedoch eher ungewöhnlich, denn statt eines einzelnen Signalwegs arbeitet man mit Partials, die sich zu einem Timbre zusammensetzen. Beispielhaft soll nun ein breites Ambient-Pad entstehen. Alle hier erklärten Schritte lassen sich auch gut im Video nachverfolgen:

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Ausgangszustand herstellen

Für einen sauberen Start empfiehlt es sich, den aktuellen klanglichen Zustand des Geräts über die Cut-Funktion (Scheren-Taste unten rechts) zurückzusetzen. Dadurch werden alle geladenen Timbres entfernt und es ist nichts mehr zu hören.

Ein Timbre als Arbeitsgrundlage wählen

Obwohl der Synclavier Regen bis zu zwölf Timbres gleichzeitig verwalten kann, ist es für die beispielhafte Klangerstellung deutlich übersichtlicher, wenn wir uns auf nur ein Timbre konzentrieren. Ich wähle also auf der rechten Seite die oberste Taste 1 an und drehe die Lautstärke im Levels-Menü der Envelope-Kategorie nach oben.

Klangschichtung

Über die Edit-Taste in der Oscillator-Sektion kann ich nun zunächst zwischen fünf Schwingungsformen wählen und entscheide mich für die Sinusschwingung. Bei „Edit Harmon“ werden mir im Display die acht verschiedenen Obertonbereiche meines Sounds als eine Art Layer angezeigt: Standardmäßig ist hier nur der erste Partial aktiv, was meinem bereits hörbaren Sinuston entspricht. Füge ich nun durch das Anwählen der Partial-Taste 2 einen weiteren hinzu, verändert sich der Klang und wird zunehmend komplexer. Je mehr Partials hinzukommen, desto voller wird der bisher erstellte Gesamtklang. Zusätzlich lassen sich auch die Phasen der einzelnen Partials verändern, was den Charakter des Sounds subtil beeinflusst.

Hüllkurve

Um sich dem gewünschten Pad-Sound zu nähern, wechseln wir in den ADSR-Bereich der Envelope-Sektion. Über Attack, Decay und Release lässt sich hier festlegen, wie schnell der Ton einsetzt, wie er sich entwickelt und wie er ausklingt. Die Parameter werden im oberen Bereich des Displays als gewohnte Kurve dargestellt und im unteren Bereich in Form von Balken zur Steuerung angezeigt. Außerdem wird der jeweils eingestellte Wert im kleineren Display in Millisekunden angezeigt. Die Attack-Zeit stelle ich nun auf etwa 95 ms und die Release-Zeit auf etwa 360 ms.

Synclavier Regen mit Knob und dem AKAI Professional MPK Mini IV.

Synclavier Regen mit Knob und dem AKAI Professional MPK Mini IV

Filter

In der Note-FX-Sektion wähle ich über das Filter-Menü den „Low Pass 24“, setze den Cutoff-Wert auf etwa 2 kHz und stelle Pitch Track auf drei Oktaven ein. Dadurch bekommt mein Sound trotz Lowpass-Filter etwas Durchsetzungskraft im oberen Frequenzbereich.

Timbre-Effekte

Auf der Timbre-Ebene stehen mehrere Parameter zur Verfügung, beispielsweise eine Bit-Auswahl, ein Grunge-Parameter für zusätzliche klangliche Rauheit sowie ein Alias-Filter zur Kontrolle digitaler Artefakte. Ich entscheide mich hier lediglich für einen Smart Chorus als Effekt, wodurch mein bisher gebauter Sound etwas an Breite gewinnt.

LFO-Bereich

Die LFO-Sektion kommt mit nur zwei Reglern aus: Vibrato und Tremolo. Um den Sound etwas analoger klingen zu lassen, wähle ich ein langsames Vibrato mit sehr geringer Tiefe und zusätzlich ein langsames Stereo-Tremolo, das das Pad klanglich breiter und interessanter macht.

Master-Effekt und finales Ergebnis

Der abschließende Schritt soll den erstellten Sound zu einem vollwertigen Pad machen. Unter „Reverb“ wähle ich in der Library-Sektion das Preset „Blade Runner“ aus, das an den Sound von Vangelis angelehnt sein soll. In der eigentlichen Effekt-Sektion stelle ich den Effektanteil auf 75 % und die Hallgröße fast auf das Maximum – nämlich auf 90 Kubikmeter –, was ich bisher tatsächlich noch nie als Einheit für Hall im musikalischen Kontext gesehen habe. Es entsteht ein dunkler, breiter Pad-Sound, der sich sowohl in den unteren als auch gut in den oberen Lagen spielen oder als statisches Drone-Pad einsetzen lässt.

Preset-Sounds des Synclavier Regen

Hier eine Auswahl an Sounds vom Synclavier Regen und den vorinstallierten Sound-Packs:

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Klangbeispiele
Fazit

Der Synclavier Regen richtet sich an Musiker und Sounddesigner, die bereit sind, sich intensiv mit Klangstrukturen auseinanderzusetzen und dafür ein sehr tiefgehendes Instrument suchen. Die Stärke liegt hier weniger in einer schnellen Preset-Produktion, sondern vielmehr in den detaillierten Möglichkeiten der Klangformung. Verarbeitung, Bedienkonzept und klangliche Qualität bewegen sich meiner Meinung nach auf einem hohen Niveau. Mit einem Preis von 2.589,- Euro ist der Synclavier Regen jedoch ohne Frage kein günstiger Synthesizer. Wer aber genau diese Art der Klanggestaltung sucht und bereit ist, Zeit zu investieren, erhält hier ein Instrument mit sehr eigenständigem Charakter und großer klanglicher Tiefe.

Wer die rund 2.600,- Euro nicht ausgeben möchte, findet im Arturia Synclavier V eine deutlich günstigere Alternative. Weil das Synclavier V sogar offiziell von den Synclavier-Entwicklern unterstützt wird, drängt sich ein Vergleich geradezu auf. Diesen findet ihr in Kürze auf AMAZONA.de.

Plus

  • moderne Umsetzung des Klassikers
  • präzise Klanggestaltung
  • 
hochwertige Verarbeitung

  • optionaler Regen Knob sinnvoll für detailliertes Arbeiten
  • Einzelausgänge über Anschluss eines USB-Audiointerface möglich
  • DAW-Mode

Minus

  • steile Lernkurve für Einsteiger
  • nur 300 MB interner Sample-Speicher

Preis

  • 2.589,- Euro
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Über den Autor
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Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Dayflight

    Das Synclavier von Regen für satte € 2.589 plus Knob hört sich eher nach Kirchenorgel an.
    Die oberen Soundbeispiele ähneln sich alle fast zu 100%.

    Für ein Gerät mit 1 Platine und Software ist das Gerät aus meiner Sicht viel zu teuer. Auch wenn das Original Kultstatus hat und unerschwinglich ist, heißt das noch lange nicht, dass die 2026-Variante der Größe eines Protein so teuer sein muss. Für mich uninteressant.

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Dayflight hat auch wenig mit dem original zu tun.
      wie mein Akai TV Made in Turkey mit meiner mpc..
      na gut, etwas mehr…

    • Profilbild
      plumperquatsch AHU

      @Dayflight mit ein bissl Geschmack kann man auch modernere sounds mit machen …
      daß hat man sich aber anscheinend gespart und dachte unsere ollen Kamellen sind so toll 😂
      und mit dem interface vergeht einem sofort die lust neue sounds zu schrauben 😂

  2. Profilbild
    plumperquatsch AHU

    bedieninterface aus der hölle
    ein touchstrip und ein knopf zum extra kaufen
    der name wird’s schon verkaufen

    was halt man sich dabei gedacht?
    diese 80er jahre interfaces, x buttons und ein 1 slider/knob
    schrecklich, das macht keinen spaß

    • Profilbild
      toneup RED

      @plumperquatsch Ich nehme an, Sie haben ein Synclavier Regen schon unter den Händen gehabt und damit gearbeitet. Sonst könnte man den Kommentar ja eventuell als Vorurteil betrachten. Tatsächlich ist das Bedienkonzept – wie auch jenes des Schmidt Synthesizers – erstaunlich direkt, schnell und intuitiv. Eine Hand wählt die Funktionsgruppe, immer drei Parameter sind am Screen zur Auswahl bereit, über den Strip werden die Werte eingestellt. Den Knob werden sich die wenigsten kaufen, der Preis ist absolut grenzwertig, auch wenn die Komponenten hochwertig sind. Ein bekannter Produzent der ein Synclavier der ersten Generation sein Eigen nennt hat mir vorgewschwärmt, wie großartig die Druckknöpfe in Synclavier – Military Grade – waren und sind. Dieses Niveau wird beim Regen leider nicht erreicht, ist aber heutzutage wohl auch nicht mehr umsetzbar. Was im Test leider zu kurz kommt ist die additive Synthese und vor allem die Resynthesemöglichkeiten in Kombination mit Sampling, FM usw.

  3. Profilbild
    Filterpad AHU

    Definitiv ein interessantes und auch innovatives Gerät. Es gibt aber eines in Planung, bestehend aus einem Regen und noch einem anderen Synthesizer, als Tastaturversion. Leider wollte mir partout der Name nicht mehr einfallen und auch die spontane Suche im Netz half erst mal nichts. Der würde mir nämlich sehr gut gefallen. Generell zieht der Regen in der Synthesizergemeinde nicht so! – Dieser ist schließlich nicht neu auf dem Markt. Ist es der Preis, Retrosound oder das etwas altbackene Design? Ich weiß es nicht! Auch ich bin diesem gegenüber eher verhalten anstatt Luftsprünge seinesgleichen suchen, obwohl wie bereits erwähnt der Name seit einem halben Jahrhundert für Innovation und Fortschritt im Synthesizersegment stehen. Im Vergleich dazu gehen zum Beispiel die ASM Synthesizer weg wie warme Semmel, trotz purer Digitalsynthese und optisch einem Entertainment Keyboard ähnlich. Bei der wie oben bereits erwähnten Tastenversion wäre ich allerdings sofort dabei. Dieser hat auch einen oder mehrere Ribbon-Controller. Vielleicht sollte es vom Regen mehrere Versionen geben. ASM macht es vor: in Farbe, Größe und Geldbeutel. Für jeden ist etwas dabei. Im aktuellen Retrohype, der immer noch anhält, wäre auch eine Neuauflage des Synclavier II interessant. Ich bin davon felsenfest überzeugt, dieser würde Abnehmer finden. Beispielsweise die Neuauflagen der Korgs wie ARP 2600 FS und MS-20 FS waren sofort ausverkauft! Vielleicht ist das der Grund, warum ein Regen im Regen stehen bleibt! Behringer hat bestimmt schon daran gerochen!

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Filterpad Synclavier ORK II nennt sich der von mir gesuchte Synthesizer. Das ist mal ein geiles Ding! Ein Mix aus Synclavier II und Regen, ausgestattetes mit Holz, Touchscreen und 4 Ribbons. Erinnert optisch grob an ein Mix aus Synclavier und Nonlinear Labs C15 – einmal durch den Fleischwolf gedreht. Da er 2025 vorgestellt wurde, könnte er dieses Jahr erscheinen. Je nach Preis ein heißer Kaufkandidat und ein sehr schönes Gerät. – Der Gerät! :D

  4. Profilbild
    EleKKtro

    Zitat: „Das Prinzip ähnelt also der LA-Synthese von Roland Synthesizern wie zum Beispiel dem Roland D50.“

    Nach dem Anhören der Klangbeispiele würde ich sagen, genau wie ein D50 klingt er dann auch – zeitweise mit einem kleinen DX7-Hauch gepaart.

    Sehr schöne Klänge der 1990er, die allerdings so weit weg von der musikalischen Aktualität sind, dass ich mich wundere, wer wohl in dieses Instrument begeistert investieren wird 🤔

  5. Profilbild
    furanku

    Ich bin mir beim Synclavier nicht sicher ob das nicht mehr Mythos als Wirklichkeit war. Welche legendären Sounds kennt man denn von ihm? Mir würde da das Intro von „Slave to the Rhythm“ einfallen, ein paar Sounds auf „Thriller“ (u.a. ein Layer des Bass von „Billy Jean“), der „Ghost“-Sound von Genesis „Mama“, aber da hört es bei mir auch zumindest auf. Das HD-Recording war damals allerdings tatsächlich revolutionär. Aber ansonsten?

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @furanku Ja, Jacko the PopKing war ein eifriger Nutzer, oder vielleicht sollte man dies besser Quincy Jones zuschreiben. Ich kenne nur das Beat it! – Intro. Wobei hier die Gleichgesynthen unschlüssig sind, ob das ein Synclavier war. Egal: Der ORK II wäre ein sehr schönes Gerät. Vereint Synclavier und den Regen. So muss ein Synthi aussehen!

    • Profilbild
      plumperquatsch AHU

      @furanku frank Zappa hat auf dem ding gesampelt/harddisk recording gemacht
      deswegen der Kult ;)

      ausserdem waren die dinger so teuer das sie kaum jemand je zu Gesicht bekommen hat. (daher der mythos)

    • Profilbild
      plumperquatsch AHU

      @furanku fürs iPad gibts ne synclaviar app
      (ich hab mich totgelacht als ich gemerkt hab wie primitiv das ding heute wirkt)

      ach ja diese Roboterstimmen bei Wall-E
      „woooleyyy – eeeeewwwwaaaa “
      sind mit dem synclaviar sampler zerpflügte vocoder stimmen ;)

      pet shop boys haben das ding auch benutzt (ich nehme an um drum samples zu sequenzieren)

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        Numitron AHU

        @plumperquatsch kann sein, Wall e hat die sounddesignlegende Ben burtt gemacht (Star wars, Indiana Jones soweit ich weiss)

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          plumperquatsch AHU

          @Numitron ich hab irgendwo ne demo gesehen wo ein alter Vorführer von dem ding ein bissl mit Sprachsamples rumgespielt hat, das war exakt der klang (ohne vocoder sample). EEEEEWWWWAAAA (war irgendein anderes wort)
          da ist mir ein Christbaum aufgegangen, ich kenne diesen klang …

          selbstverständlich könnte man ähnliches auch mit Kyma machen, glaub ich aber nicht, die alten Sounddesigner haben ihre alten tools nicht weggeworfen und benutzten die noch ;)

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          plumperquatsch AHU

          @Numitron @Llisa
          ich brauch dafür weder kyma noch ein synclavier, das geht ganz locker auch in Ableton live.
          eigentlich ganz simple: irgendeinen scheiß in den vocoder labern, und dann einzelne buchstaben loopen & pitchen

          allerdings muss man erst mal auf die Idee kommen 🙂

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @furanku ich denke ähnlich. damals waren es neue Sounds und dann analoge kaum gefragt. dann zuviele digitale und heute sind analoge mehr gefragt.
      Kraftwerk haben es auch auf electric Cafe benutzt.
      die spätere Version hat die Gewichtete holztastatur mit poly aftertouch vom sequential Circuits t8.

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      exitLaub

      @furanku Depeche Mode von Construction Time Again, Some Great Reward bis Black Celebration war zum allergrößten Teil Synclavier.

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      8 Bit Fighter

      @furanku TD – Exit 1981, G. Moroder – Cat People OST 1982, Dire Stairs – Money For Nothing 1985, George Michel – I want your Sex 1987, H. Faltermeyer ab 1986, Akte X TV Serie, Drei einige Herrscher TV Serie 1986, Videodrome OST 1982, M. Jackson – Bad. Depeche Mode wurde schon genannt. Es gibt noch viele andere Beispiele für Synclavier- Einsätze.

      • Profilbild
        furanku

        @8 Bit Fighter Danke, auch an alle anderen, für die Beispiele von Produktionen bei denen ein Synclavier zum Einsatz kam. Vermutlich habe ich mich falsch ausgedrückt, aber mir ging es eher darum, dass ich wenig Signature-Sounds vom Synclavier kenne. Würde ich vor einem Fairlight stehen, würde ich vor Freude auf und ab hüpfen und wüsste gar nicht welches Sample aus der (Factory-)Library ich zuerst im Original hören wollte. Orch5? Das Cello von Running Up That Hill? Die Drums von Art of Noise? Das „Dohh“? Beim Synclavier wäre ich eher ein wenig ratlos: Das ist es also, das legendäre Synclavier. Und was macht man jetzt damit?

    • Profilbild
      zm33

      @furanku Jazz from hell – Frank Zappa, sind natürlich auch einige Samples dabei und live Recordings von den Konzerten. Für mich eine sehr gelungene Mixtur. Konnte ich eine Zeit lang nicht die Ohren von lassen. :-)

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    mdesign AHU

    wie sich die zeiten ändern – die digitalen klänge, die den namen synclavier vor jahrzehnten groß gemacht haben, locken heute niemanden mehr hinterm ofen hervor. wer spaß am schrauben hat, wird mit dem regen bestimmt glücklich. wer innovative sounds sucht, wohl eher nicht.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @mdesign Stimmt! Liegt aber meiner Ansicht nach auch am Image durch Vermarktung, sprich: Tolle neue Geräte mit coolen Videos und Klangbeispielen. Bestes Beispiel: Chiptune durch SID-Chips – Immer noch ein riesen Hype! FM wurde erst mit dem FM8 Plugin, dann OpSix und Reface DX wieder populär. Wavetable des Microwave 1 durch den M1 oder dem sehr hochwertigen 3rd Wave. Moogbass (den vermutlich jeder hat, selbst durch Stock-Plugins) durch sie (Moog) selber. Aktuell sehr angesagt: Supersaw/Hypersaw!….Man könnte diese Liste endlos fortsetzen! Synclavier hingt deutlich, sehr deutlich hinterher. Könnte sich schlagartig ändern durch den ORK II.- Wenn Sie den möchten! Je nach Preis würde ich ihn kaufen. Er hat alles was ich von einem Synthesizer erwarte. Je nach Preis bedeutet für mich keine 10k und auch keine 5k dafür. xD

      • Profilbild
        mdesign AHU

        @Filterpad der ORK II sieht gut aus. wenn ich mir allerdings den preis der tupperdose regen angucke, sehe ich den ORK mit holz, wertiger tastatur und touch display eher deutlich jenseits der 5k €.

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          Filterpad AHU

          @mdesign Ja, durchaus denkbar. Ich vergleiche den ORK preislich grob mit dem Nonlinear Labs C15. Aber im direkten Vergleich zum Regen und der Marke Synclavier sind über 5k keinesfalls realitätsfern. Mich wundert das B. den Synclavier II noch nicht im Visier hat. – Das wäre doch der Überraschungshit schlechthin! „Kuriositäten“ alias Yamaha DX1, OSC OSCar oder eventuell den EMS (der mit den Stiften) sind anscheinend auch möglich. So richtig schon groß und mit Holz etc.

          • Profilbild
            plumperquatsch AHU

            @Filterpad onkel Uli darf sich gerne mal um nen emulator 2 kümmern … 🙏🏻
            bitte mit pitch über die ganze Klaviatur …
            das synclavier lockt doch keinen mehr hinterm Ofen hervor 🤷🏻‍♂️

            • Profilbild
              Filterpad AHU

              @plumperquatsch Das wäre auch eine gute Idee! Natürlich mit den original Klängen, Orchestra Hit und so. Optisch natürlich auch.

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              Markus Galla RED

              @plumperquatsch Warum sollte man das tun wollen? Mir erschließt sich der Sinn nicht…

              Die Samples sind so oft kopiert worden, dass man sie einfach in den Software Sampler seiner Wahl laden kann und fertig. Plug-ins gibt es auch. Oder man schießt irgendwo ein EMU Soundmodul oder einen der Sampler, wenn es denn unbedingt Hardware sein soll. Den 12 Bit/8 Bit Sound der Wandler müsste ein Klon auch künstlich erzeugen (durch Downsampling), da kannst du auch ein Plug-in nutzen.

              Das wäre genauso sinnlos wie einen DX7 1:1 nachzubauen oder andere digitale Synthesizer oder Sampler.

              Am Ende wären solche Instrumente wie eine Wersi Orgel heutzutage: Computer mit Windows, VSTs und einem überteuerten Controller drum herum, um so zu tun als ob – für das Feeling sozusagen.

              Kein Musiker, der einen Emulator II damals eingesetzt hat, würde das heute noch freiwillig tun. Man hat den genutzt, weil es nichts anderes gab. Dann haben alle zu den AKAIs gewechselt oder den modernen EMU 19“ Samplern, später zu den ROMplern. Sampling findet heute am Computer statt…

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                plumperquatsch AHU

                @Markus Galla Wenn man 2026 ne linndrum und ein dmx verkaufen kann,
                kann man auch einen aufgebohrten mutant Emulator verkaufen.
                analog haben se bald alles durch und lofi is wieder schick.
                die mpc mit keys macht mich nicht so richtig an
                my 2 cents

                • Profilbild
                  Numitron AHU

                  @plumperquatsch die mpc Key 37 hat übrigens einen mpc 60 und mpc 3000 Modus. aber mit einem 8 Bit Casio Sampler hab ich es viel mehr Lofi hinbekommen natürlich 😉

              • Profilbild
                plumperquatsch AHU

                @Markus Galla 12 bit, schräge samplerate mit analogen multimode filtern und Klaviatur
                wär das nix ? 😜
                die Technik und das know how haben sie schon.
                damit ließe sich doch was ansprechendes veranstalten … wenn man wollte ging da was.

                • Profilbild
                  Markus Galla RED

                  @plumperquatsch Sorry, aber ich sehe den Sinn darin einfach nicht. Bei analogen Geräten kann ich das Klonen noch nachvollziehen, aber bei einem Sampler?

                  Ein 8 Bit oder 12 Bit Sample klingt auch mit einer Software mit 16, 24 oder 32 Bit abgespielt immer noch nach 8 Bit oder 16 Bit. Und wenn man die schrägen Sample Rates konvertiert, klingt es immer noch nach LoFi. LoFi kann man heute mit modernem Equipment im Handumdrehen erzeugen, wenn man das will. Dafür muss man doch nicht extra so einen ollen Sampler klonen, von dem sich die Musiker damals gewünscht hätten, dass er das kann, was heute jedes iPhone mit App kann. Bei einem ASR 10 kann ich den Reiz zumindest noch etwas verstehen, wobei ich den vor Jahren nach einem Vergleich mit dem Logic Sampler und nach dem Verkauf meiner TS10 (die konnte die Samples lesen) auch wieder verkauft habe. Da würde ich mir heute lieber so eine AKAI MPC Live Kiste kaufen, wenn es unbedingt Hardware sein müsste. Kein Mensch hört, ob der Sound aus einem Emulator II oder einer Software oder modernen Hardware kommt. Und selber mit einem Emulator II samplen ist aus heutiger Sicht schon Folter und verstößt gegen dle Genfer Konvention. 😂

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                      Markus Galla RED

                      @plumperquatsch Da nimmt man dann am besten Sample
                      Robot oder einen anderen Auto-Sampler und trinkt Kaffee, während die Maschine arbeitet.

                      Man darf nur nicht vergessen, dass ein gutes Sample nicht allein vom Sampling-Prozess, sondern vor allem von der Nachbearbeitung im Sampler lebt. Und genau die Arbeit möchte ich nicht mit einem Steinzeit-Sampler machen wollen, wenn ich das bequemer am Rechner machen kann.

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              Numitron AHU

              @plumperquatsch ja, Uli bitte kommen!
              wann kommt der bupiter und der bs 80? bin gespannt.
              vielleicht wenn mein 11 jähriger Neffe im Ruhestand ist 😅

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    Heiner Kruse (TGM) RED

    Schöner Test und ein interessantes Gerät. Ich habe gerade fürs Synthesizer Magazin ein Interview mit Wally Badarou gemacht, der das Synclavier sehr intensiv genutzt hat (kommt in Heft 114 im April). Die FM Möglichkeiten sind schon toll, aber er hat sich auch überraschend positv über das Arturia Synclavier geäußert, das mich ebenfalls schon im positiven Sinne erstaunt hat.

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      Numitron AHU

      @Heiner Kruse (TGM) eben. bei so altem digitalem Sound macht es als Software mehr synth. 😀 OK, abgesehen vom Protein. 330€ ist ein no brainer alias quengelware 😜

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      Flowwater AHU

      @Heiner Kruse (TGM) Ich war mehrfach drauf und dran das Arturia »Synclavier V« separat zu kaufen, als Arturia das vorgestellt hat. Ich weiß leider nicht, wie viel man davon auf das normale Synclavier übertragen kann … aber die Möglichkeiten von der Arturia-Version sind … also … echt überwältigend.

      Ich hab’s dann erst mal nicht gekauft … und dann kam das Angebot für die V-Collection … und es gab kein Halten mehr. Ich habe aber auch gemerkt, dass man sich mit der Software aber so RICHTIG beschäftigen und verinnerlichen muss. Mal eben schnell ist da nix zu wollen (oder man bekommt eher langweiligen Kram heraus). Es gibt eine hervorragende Tutorial-Video-Serie dazu auf YouTube – noch mit Glen Darcey, als er noch bei Arturia war – die man sich echt ansehen muss, wenn man mit der Software arbeiten will. Phantastische Software und absolut und völlig unterschätzt. Aber eben auch sehr komplex.

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      Markus Galla RED

      @Heiner Kruse (TGM) Es kommt noch ein weiterer Artikel, in dem Gereon den Workflow von Regen und Arturia Synclavier V vergleicht, da geht es dann nicht mehr um den Klang (der ist ohnehin identisch), sondern tatsächlich um die Art und Weise, wie man mit beiden Instrumenten arbeitet.

      Das Arturia Plug-in ist übrigens von Synclavier lizenziert. Interessant wäre das geworden, wenn man einen Anschluss für Computer-Monitor und Maus gehabt hätte oder noch besser für einen Touchscreen. Selbst die alten Roland Sampler kannten so etwas schon.

      Mich holt die Kiste auch nicht ab.

      Und mal ehrlich: Heute hat jeder ein „Synclavier“ oder „Fairlight“ bei sich stehen: Computer, Software, Masterkeyboard, mehr war das damals auch nicht. Es waren eben nur sehr leistungsfähige (und teure) Computer in der Zeit der Homecomputer, die bereits das konnten, was PCs erst viele Jahre später drauf hatten. Allerdings war selbst ein Commodore Amiga kurze zeit später zu ähnlichen Dingen in der Lage und hätte, wenn er nicht als Spielecomputer betrachtet worden wäre, durchaus zu einer solchen Produktionsmaschine werden können, wenn man mal schaut, zu was schon die simplen Tracker in der Lage waren. Ich habe Miami Vice Tracks mit Trackern am Amiga nachproduziert gehört, da hätte man vermutlich im Blindtest nicht gedacht, dass das kein Fairlight war.

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        plumperquatsch AHU

        @Markus Galla das ding hier ist eine verpasste chance das interface zu modernisieren
        ein Trauerspiel
        leben die hinterm Mond?
        da lässt es sich doch angenehmer durch beliebige software klicken …
        da die software schon da ist, was zum teufel will ich dann noch mit der hardware und dem einen slider?
        als Spruch zum anmachen taugt „wanna come to my apartment and see my one knob?“ auch nicht 😆

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        Kazimoto AHU

        @Markus Galla Ich bin auf diesen Teil gespannt. Meiner Meinung nach ist der Toni Hinterholzinger der einzige der diesem Typ Synthesizer gerecht werden kann. Viele können damit eher wenig anfangen, was zu einem verzerrten Bild führt. Zur Entschuldigung könnte man sagen, das war schon immer so. 40 Jahre später sollte man es besser wissen. Ob man das Arturia Plugin oder die iPad Version nimmt, mir egal. Für mich persönlich ist das Synclavier ironischerweise das beste Beispiel dafür, daß Hardware seine Berechtigung hat. Weg vom Bildschirm, der heute einen ganz anderen Subtext hat als damals und bei Null anfangen, dann wird ein Schuh daraus.
        Über den Umweg Resynthese und Frames haben wir einen quasi Wavetable-Synth. FM ist etwas anders und geht extremer, auch daß eine beliebige Quelle (Samples) als Carrier genutzt werden kann. Das ist kein banaler 2OP-FM Synth! Die Subtraktive Synthese mit den analogen Wellenformen, die variable Supersaw mit bis zu 9 Stimmen, PWM ist nicht modulierbar aber über Unison emulierbar, der „Chorus“ funktioniert etwas anders, die DACs, es wird sogar im Handbuch darauf eingegangen, ich hätte gerne mehr darüber gelesen. Den Vergleich mit dem D50 fand ich lustig, kein schlechter Synth, underrated, aber eben kein Synclavier, nicht mal in der Nähe. 2650€ sind viel Geld, es gibt aber zig andere Synths die wesentlich mehr kosten. Den hier würde ich mit auf eine Insel nehmen, habe auch schon öfter darauf geschielt.

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          toneup RED

          @Kazimoto Nimm ihn mit auf die Insel. Du bist im übrigen der erste hier im Forum der auf die Besonderheiten der Resynthese und der FM aufmerksam machen, genau dort liegen die Stärken. Mit der Hardware macht es eindeutig mehr Spass als mit dem Arturia Plug in. Aber da kommt ja noch ein Artikel, bin schon gespannt wie das der Tester sieht.

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        k.rausch AHU

        @Markus Galla So auf Anhieb kann einen die Kiste gar nicht abholen. Warum? Beim Synclavier kommt es auf die Besonderheiten an, und die muss man kennen, um sie gezielt auf Tauglichkeit abzuklopfen. Und das betrifft insbesondere die FM Synthese, die hier per Envelopes realisiert wird. Vielleicht sind entsprechende Presets nicht dabei, aber sie gab es bereits im Original. Der Klangcharakter unterscheidet sich massiv von allen anderen FM Kandidaten, speziell DX7 und Co. Sie klingt beim Synclavier eher analog sanft und warm. Es ist nicht dem Autor anzulasten, dass das in den Audio Beispielen nicht rüberkommt, dazu reicht so ein Testlaluf gar nicht. Die eigenartige Charaktersitik ähnlet tatsächlich dem Fairlight, desen Nebengeräusche Peter Vogel mal detailliert aufgedröselt und als „Birdy Noise“ bezeichnet hat. Das kann sich jeder Clavia Nord Besitzer selber antun, indem die Fairlight Collection durchforstet wird. Ich habe die komplett erstellt und nur über exzessives Multisampling war das möglich, einigermaßen in die Nähe zu den Originalen zu kommen. Was auch der Unterschied zu den meisten normalen Fairlight Sample Libraries ist. Das Synclavier damals das Rennen gegen Yamaha bei FM verloren hat, ist eine ganz eigene Geschichte. Klanglich hätte Synclavier das Rennen machen können.

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          plumperquatsch AHU

          @k.rausch „Birdy Noise“ ist im englischen Umgangston gerne mal ein Synonym für schlichtes Aliasing …
          du spielst die Klaviatur rauf und die „Vögel“ kommen runter …

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            k.rausch AHU

            @plumperquatsch In diesem Kontext hat das eine andere Beduetung und ist obendrein ein Wortspiel > Nachname: Vogel > Bird. Das Interview mit Peter Vogel kannst du ergoogeln, er zählte die Geräuschquellen auf, deren mehrere Ursachen und Folgen davon, darunter obligatorisch Aliasing sowie Artefakte und weitere. Zusammenfassend nannte er das eben Birdy Noise. Aliasing ist beim Fairlight überraschend gering, verglichen mit anderen Samplern. Deshalb genügen dort für die Werksbibliothek sage und schreibe nur zwei Samples über die komplette Tastatur für ein aktzeptable Multisample.

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          Kazimoto AHU

          @k.rausch Zu FM sagt das Handbuch:

          „another thing that characterizes the Synclavier synthesizer (and some would
          say its users) is its ability to go to extremes: the maximum FM% setting
          produces outrageous distorting fold-over artifacts; FM Ratio can go to 16 for
          screaming intensity, a large filter resonance can induce wild self-oscillation“

          Ich mag dieses FM und oft reicht es alle Partials eines Patches auszuschalten und FM reinzudrehen. Dazu etwas langsames FM und Panning mit Reverb, fertig. Das Prinzip einen beliebigen additiven Carrier, mit oder ohne Frames/Wavetable, oder ein Sample ist schon klasse. Was nicht geht sind quasi Algos und Feedback wie bei Yamaha oder Partials beliebig untereinander zu FMen. So ist es aber einfacher, finde ich.

          Thema Aliasing, wer es sauber braucht, die Engine hat einen Aliasing-Filter, ansonsten liefert der Regen wohl alles an schönen/unschönen Zutaten die man braucht um authentisch zu sein, da wurde anscheinend dran gedacht.

          Was mir bei Arturia abgeht sind Filter für subtraktive Synthese. Kann man mit Bitwig natürlich nachbasteln. Insgesamt bietet der Regen doch einiges mehr und schlecht von der Bedienung finde ich den auch nicht. Für einige wird die Supersaw superwichtig sein. 😅

  8. Profilbild
    masterBlasterFX AHU

    @Gereon Gwosdek

    Super gespielte Klangbeispiele. Danke Gereon Gwosdek.
    So präsentiert man einen Synth.

    Einzig der Punkt : Einzelausgänge über Anschluss eines USB-Audiointerface möglich

    Lässt mich irgend wie im Regen stehen – obwohl es bei mir schneit …

    Könntest du, Gereon Gwosdek mir diesbezüglich auf die Sprünge helfen ?

    Danke im Voraus.

    • Profilbild
      swellkoerper AHU

      @masterBlasterFX Bin zwar nicht der Gereon, aber ich klinke mich mal ein. Der Synth kann als USB-Host fungieren und ohne PC ein Audiointerface ansprechen, genau wie bei der MIDI-Tastatur. Aber viel hinzuzufügen gibt es nicht, was nicht schon im Test beschrieben ist.

      • Profilbild
        Gereon Gwosdek RED

        @swellkoerper Danke dir fürs Mitdenken!
        Genau so ist es. Das Gerät kann als USB-Host ein Audiointerface direkt ansprechen, also auch ohne Rechner. Darüber lassen sich dann die Parts getrennt ausgeben.

      • Profilbild
        masterBlasterFX AHU

        @swellkoerper Ah okay, vielen Dank swellkörper 👍
        Jetzt verstehe ich.

        Die MPC2 ist das einzige Gerät in meinem Fundus mit dieser Funktion, denke ich.
        Da hätte ich doch selber drauf kommen können, USB-Host heisst das Zauberwort.

  9. Profilbild
    luap

    Danke für den schönen Test und den Einblick in das Instrument.
    Leider habe ich während dem Lesen überhaupt kein Interesse an der Kiste geweckt.
    Multitimbral ist mega… Das Feature finde ich super.. Leider sagt mir der Sound überhaupt nicht zu. Preislich bin ich da auch raus.
    Ist was für professionelle Studios oder Musiker, welche da noch wahrscheinlich was absetzen können.
    Und die Idee mit dem Knob… Wozu? Hätte man für den Preis nicht ein all in one Gerät machen können?
    Ich danke für die Infos zu dem Gerät. Wäre wahrscheinlich an mir vorbei..

  10. Profilbild
    MatthiasH

    Also mir wären 50Hz Samplerate für meine Musik nicht genug, andererseits könnte man die Samples von Hand abschreiben, was natürlich auch nicht ohne Reiz ist.

  11. Profilbild
    shadowspectre

    Guter Test,nette Soundbeispiele.
    Aber neben all den technischen Daten gehört
    meiner Meinung nach bei einem Synthi-Test
    immer auch die Stimmenzahl erwähnt.
    Das ist der Wert,den zumindest ich immer
    als erstes wissen will.

    • Profilbild
      Gereon Gwosdek RED

      @shadowspectre Danke für den Hinweis. Beim Synclavier Regen ist die Stimmenzahl nicht fest definiert, da sie am Ende immer von der DSP-Auslastung und der Komplexität des jeweiligen Sounds abhängt. Der Hersteller gibt hier eine maximale Polyphonie von 96 Stimmen an, die in der Praxis je nach Patch aber variieren kann.

  12. Profilbild
    ronv AHU

    Damals hat wohl die vergleichsweise hohe Klangqualität zur Bewunderung und Wertschätzung für das Synclavier beigetragen. In einem Interview auf Amazona sagte Ton-yb dazu (https://www.amazona.de/vintage-digital-ned-synclavier-ii-synclavier-9600-teil-1/):

    „Für die eigentliche Klangqualität des Gesamtsystems sind vor allem zwei Dinge maßgeblich: Die sehr aufwändigen A/D- und D/A-Wandler und die Tatsache, dass es sich sozusagen um ein Cluster von analog summierten Einzelsamplern und Einzelsynthesizern handelt.“

    Das ist beim Regen vermutlich nicht so?

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      furanku

      @ronv Zur damaligen „Wertschätzung“: Sowohl Trevor Horn als auch Tony Banks haben sich sehr kritisch zur Qualität des Synclaviers geäußert. Trevor Horn sagt z.B. bei Sound On Sound „If there was one piece of gear that cost the most and was the least useful it would definitely be the Synclavier. It cost well over a quarter of a million dollars and it’s still there in a cupboard. We used it on a few records in the late ’80s, but then it became too cumbersome.“
      Im wesentlichen war die Software buggy und das Timing des Sequencer dermaßen schlecht, dass er unbenutzbar war und NED brauchte mehr als ein Jahr um die Probleme zu lösen. Bei Tony Banks führte es dazu, dass das Synclavier oft nur als eine Art seht teures „Hammond-Hardware-VST“ eingesetzt wurde.

      Zumindest die ersten Versionen müssen wohl ziemlich schlimm gewesen sein … und das bei dem Preis.

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        ach herrjemine

        @furanku Du machst es Dir da zu einfach. …und weshalb so negativ?
        Die Systeme stellten damals die Grenze des technisch Machbaren dar. Natürlich gab es Geburtswehen die wurden aber zügig behoben.

        Ich zitiere mal aus Trevor Horns Buch „Adventures in modern Recording“ (S.185):
        „I bought us a Synclavier wich was a Synthesizer and Sampler that represented basically a step up from the Fairlight… …and it sounded great. The best sounding digital audio I have ever heard in my life, even to this day.“!!!

        Zum SOS Interview: Trevor Horn erzählt gerne wie er NED (dem Hersteller des Synclaviers) erklären musste dass 10ms Genauigkeit nicht genug sind und das Synclavier dank seines Inputs am Ende den genausten Sequencer überhaupt hatte.

        Die berühmten Samples aus Yes, „Owner of a lonely Heart“ sind übrigens Fairlight und Synclavier gestackt. Auch im Buch nachzulesen.

        He used it on a few records in the 80s… said the man who invented the 80s.
        Das nennt man britisches Understatement.

        Tony Banks hat das Synclavier II über einen Zeitraum von fast 10 Jahren auf 5 Alben und zwei gigantischen Welttourneen gut hörbar als eines seiner Hauptinstrumente eingesetzt.
        Zum Beispiel die Keyboard-Klänge auf „Home by the Sea 1&2“ sind alle vom Synclavier. Das Teil hat ja anscheinend dann doch irgendwie funktioniert und sein Geld eingespielt.
        Soviel zum Hammond VST…

        Die ersten Versionen waren nicht „schlimm“, sondern laufen bis heute wie ein Uhrwerk wenn sie vernünftig behandelt wurden.

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          furanku

          @ach herrjemine Und trotzdem habe beide sich sehr kritisch zur Qualität der ersten Versionen des Synclaviers genutzt. Trevor Horn sagt auch, dass die +/- 10 ms Timingsstabilität NEDs Versuch einer Reparatur waren *nachdem* man in der ersten Version +/-200 ms für akzeptabel hielt.
          Ebenso erwähnt er, dass man einen „Wettbewerb“ im seinem Studio abhielt: Steve Lipson programmierte eine einfache Chordsequenz an einem anderen Sequencer, ein NED Techniker dieselbe Sequenz am Synclavier. Lipson war nach 15-20 Sekunden fertig, der NED Techniker meinte, dass er ungefähr 20 Minuten bräuchte.
          Ich finde nicht, dass ich besonders negativ bin, wenn ich das als „schlimm“ zusammenfasse. Ich liebe Slave to the Rhythm und Owner of a Lonely Heart, aber das Synclavier war offensichtlich „Bananaware“: Reift beim Kunden. Und auch Banks war offensichtlich davon schwer genervt.

          Manchmal leben legendäre Keyboards, insbesondere wenn sie kaum jemand wirklich selber benutzt hat, auch vom Mythos, der sich um sie aufbaut. Und auch daran darf man mal erinnern, oder?

          PS.: Würdest Du es auch für negativ halten, wenn man darauf hinweist, dass viele Fairlight während der meisten Zeit ihres Einsatzes zumindest teilweise kaputt waren? Die Voice Cards hatten auch den Ruf technische Sensiblchen zu sein.

          • Profilbild
            ach herrjemine

            @furanku Ja, ich finde Deine Kommentare in der Tat auffällig negativ.
            Dich scheint vor allem zu interessieren was nicht funktioniert hat.

            Die Medaille hat zwei Seiten. Aus dem SOS Interview mit Trevor Horn:
            „We wanted it to be perfect. If you listen to a Synclavier sequencer, it’s absolutely perfect now. They got it perfect but it took a few months.“

            Du solltest den zeitlichen Kontext sehen. Das war der Beginn des Computerzeitalters in der Musikproduktion.
            Horn hat erst ein Synclavier gekauft nachdem es vorher mehrfach gemietet hatte. Nicht weil es so schlecht war.

            Fairlight und Synclavier wurden von kleinen „boutique“ Herstellern gebaut die damals absolutes Neuland erschlossen haben. Natürlich gab es Bugs. Aber die wurde dann auch zügig behoben.
            Was mich immer beeindruckt hat ist wie stabil das Synclavier trotz uhralt Computertechnik läuft. Man merkt einfach dass da über 15 Jahre die Wünsche der Profi-Nutzer umgesetzt wurden für die es existentiell war das alles täglich perfekt funktioniert.

            Teils waren die Erwartungen aufgrund der hohen Preise sicher auch überhöht. Technik ist die kleine dreckige Schwester der Magie und so gut wie nie perfekt.
            Ich kenne aber z.B. keine aktuelle DAW die so tight am SMPTE Signal hängt wie ein Synclavier.

            Es gab auch die berühmte Story vom abgebrannten „Firelight“. Aber deshalb sind Fairlights noch lange nicht permanent in Flammen aufgegangen.

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      ach herrjemine

      @ronv Genau. Das Regen hat einen Wandler pro Ausgang und nicht pro Stimme.
      Es klingt allerdings dennoch ziemlich druckvoll und angenehm.

      Ich finde die Klangbeispiele hier allerdings auch etwas uninspiriert und kann die negativen Kommentare daher nachvollziehen.

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        ronv AHU

        @ach herrjemine Vielen Dank für deine Einschätzung und Einordnung, sowohl des alten als auch des hier besprochenen Gerätes!

        Dann lohnt sich vielleicht doch das Anhören weiterer/anderer Beispiele und Tests des Regen.

        Ja, stimmt, ein heutiger hochwertiger Wandler muss ja nicht schlecht gegenüber der alten Technik sein, als man versucht hat, mit den damaligen Mitteln und hohem Materialeinsatz ein optimales Ergebnis zu erzielen.

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    Tai AHU

    Was hier in dieser Diskussion irgendwie zu kurz kommt: das Synclavier war eine Produktionsmaschine. Als das Ding erschien, haben alle noch auf Tape aufgezeichnet. Die ersten Harddiskrecorder kamen ein Dutzend Jahre später. Man konnte während der Produktion Dinge mit dem bereits aufgenommenen Material machen, die waren mit einem Band einfach nur entsetzlich umständlich realisierbar.

    Klar, die waren auch soundtechnisch weit vorne. Vor einem halben Jahrhundert!! Heute sind die Manipulationsmöglichkeiten bei den Aufnahmen in der DAW so einer Maschine grenzenlos überlegen. Mit Sounds haben wir auch schon fast gehört. Sowas ist meiner Meinung nach einfach völlig überholt. Dazu zu teuer. Und das UI ist völlig gaga.

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      Kazimoto AHU

      @Tai Stimme dir voll zu. Heutige Maßstäbe an damalige Geräte zu setzen, sowas geht nicht. Es wird oft der Mythos verbreitet, daß damals alles so solide war und wie ein Uhrwerk lief, das stimmt natürlich nicht. Die Prozessoren waren langsam und ohne Optimierung lief überhaupt nichts. Das betraf nicht nur das Synclavier, sondern viele Geräte dieser Zeit. Fairlight und PPG mit Waveterm gehören natürlich auch dazu. Und wenn es „tight“ gelaufen ist, dann kamen Syncprobleme und fanden ihren Weg in die Produktionen. Das sind nicht selten die so oft zitierten „Happy Accidents“. Breaks, schiefe Töne, das waren keine Bugs sondern Features. Der Atari ST mit Akai Sampler war nicht umsonst eine Offenbarung und selbst dort war nicht alles rosarot. Volle 16 Midikanäle mit Modulation, vielleicht keine so gute Idee. Besser nur 8 und dann samplen, je nach Klangerzeuger, Auslastung und Kombination ging da mehr oder weniger. Der Regen bringt diesen „Vibe“ in etwas anderer Form in die heutige Zeit und ist ganz bestimmt besser als alles was damals auf dem Markt war. Ich glaube auch nicht daß er mit iPad und Maus mithalten soll, man muss sich darauf einlassen, klarkommen und kreativ nutzen. Ein Mensch will gefordert werden und wird dadurch motiviert, kommt weiter und schafft Sachen, die sonst niemals entstanden wären. Das ist der Wert der Dinge und definiert uns.

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        Markus Galla RED

        @Kazimoto Aber viele, die hier mitdiskutieren, legen diese Maßstäbe gar nicht bei der Vintage-Hardware an, sondern beim Regen. Und der ist eben nicht sehr zeitgemäß. Ganz im Gegenteil.

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          Kazimoto AHU

          @Markus Galla Das meinst du ernst, oder? Ich bin mir immer noch nicht sicher ob das Synthesepotential richtig erfasst wurde. Tatsächlich könnte man einen ASM Leviasynth mit dem Synclavier vergleichen. Ähnlich nicht gleich. Der Levia hat keine Resynthese, dafür aber verschiedene FM-Modi. Der Regen kann insgesamt aber mehr.

          Zuerst das Synclavier. Dieses kann den additiven Carrier und Modulator beliebig gestalten, „nur“ eingeschränkt durch die 24 Harmonischen. Das kann für authentische Resynthese zu wenig sein, ist so aber überschaubarer. Das alleine ist schon sehr mächtig. Das merkt man wenn man mit FM-Ratio, Depth und Modulation spielt, wobei FM in den attraktiven Noise-Bereich reingeht, was auch mit der DAC-Konstruktion zusammenhängt. Den Entwicklern war es wichtig daß die Hardware bis 50Khz geht, damit Herr Nyquist nicht zu früh die Tür reinkommt. Gern hätte man noch mehr genommen aber das wäre bei einer Zeit und Frequenzkohärenten, algorithmischen Synthese von der Rechenpower her zu aufwändig gewesen. Nun kannst du 100(!) dieser Settings aka Frames beliebig(!) gestalten. Jeder der 100 Frames kann unterschiedliche Carrier/Modulatoren, FM-Amount, Level und Pitch haben. Zwischen diesen kannst du nun loopen, uni oder bidirektional, faden (hätte ich besser morphen genannt) und über ein delay bestimmen, wann denn der Fade zwischen den Frames einsetzt.

          Hier sind wir bei einem Partial(!), du hast 12 Partials in einem Timbre und im Track/Multimode 12 Timbres! Ok? 😄

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            Markus Galla RED

            @Kazimoto Schön und gut. Aber ändert das was an der Tatsache, dass das GUI vom Regen ein Rückschritt gegenüber dem Vintage-Gerät ist und Umsetzungen für iPad und Windows/Mac deshalb eher am Konzept der 40 Jahre alten Hardware sind als Regen?

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              Kazimoto AHU

              @Markus Galla Sollte der ORK II kommen ändert sich vielleicht auch das zum noch besseren. Der Regen hat eine absolut kohärente Bedienung, ein Meisterstück in Anbetracht der Möglichkeiten, erst Recht auf so wenig Raum. Es ist einfach eine andere Liga an Synthese und soll kein schrauben an einem Minimoog ersetzen, der auf einem Rhodes steht, was auch seinen Reiz haben kann. 😉

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          Kazimoto AHU

          @Markus Galla Keine Ahnung ob es lohnt hier weiterzuschreiben, der Levia z.B. ist nur Bi-Timbral, hat 8 Operatoren die mit 144 Algos kombinierbar sind. Es gibt eine Algo-Morph Funktion, die beinhaltet aber keine komplette Umgestaltung der Partials/Operatoren (aka Modulator oder Carrier) wie beim additiven Synclavier, sondern nur einen Übergang von verschiedenen Operator-Verknüpfungen. Von Resynthese, Sample-Mapping und Sample-FM haben wir dann noch nicht gesprochen. Dabei ist das Synclavier/Regen noch bedienbar.

          Sind wir nun beim Preis. Levia=modern(?)=3300€
          Regen=nicht zeitgemäß(?)=2600€

          Wenn ich das so betrachte, dann bekommst du mit dem Regen eine Maschine voll Wahnsinn, während der Levia ein überteuerter FM+X Synth ist, der vielleicht oder nur vorgibt besser bedienbar zu sein. Im Verhältnis von „können“ zu „Bedienbarkeit“ liegt der Regen dann vielleicht sogar vorne, möchte mich da nicht zu weit rauslehnen. 😄

          Beim anschauen des Videos wo an den harmonischen geregelt wurde hatte es mir schon gedämmert, daß das Synclavier/Regen auf eine Hammond mit etwas FM reduziert wird.

          Deswegen muss Toni an den Start, nur der kann Licht ins Dunkel bringen. Wer den Serge beherrscht, für den ist das hier eine Fingerübung.

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    kometh

    Ich bin wahrscheinlich zu jung, um die Magie des Synclaviers zu verstehen, aber:

    2600 Euro für einen Kasten, der aussieht wie das Steckspiel meiner zweijährigen Tochter? Mit Speicher, den ein Gen 1 Ipod von 2001 um den Faktor 15 überbietet? Und wenn ich nochmal 380 Euro berappe, bekomme ich einen einzigen Knopf, um das Ding zu bedienen?

    Na, da kann ich mich gerade so beherrschen…

          • Profilbild
            Kazimoto AHU

            @Numitron Weißt du, ein kreativer Prozeß in den du Energie investierst hört und fühlt man. Ich frage mich wie ein Sound wie der „Gong“ am Anfang von Billie Jean entstanden ist? Oft können Programmierer und Entwickler das selbst nicht nachvollziehen und sind froh wenn was gespeichert ist, Interpreten wie Michael Jackson erst Recht nicht, die finden es einfach nur „geil“! War es nicht so daß diskutiert wurde das Demo-Vinyl zu samplen, bzw. wurde sogar gemacht?
            https://www.synclavier.com/webclavier/
            „Webclavier Prototype“, 2 und Play drücken.
            Wie sollen solche Sachen entstehen, wenn wir immer nur Presets zocken aber nie in Synthese eintauchen? Darin besteht die Faszination. 2560€ oder Plugin? Wer es ernst meint und es für ihn passt, der zahlt m.M.n. auch die Kohle.

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              Markus Galla RED

              @Kazimoto Für Beat it wurde allerdings tatsächlich nur ein Preset mit einem Timbale Sound gedoppelt. Bruce Swedien wollte den Sound nicht und ihn ersetzen, aber MJ hat es ihm verboten 😂

              Wenn du wissen willst, wie das Preset aufgebaut ist, schau hier:

              https://youtu.be/wrqnDFCUzBo

              Ich finde es so was von egal, ob ein Hit aus Presets besteht oder nicht. Die Frage ist, wie man die Presets einsetzt. Vor Michael hat keiner diese aus drei Tönen bestehende Linie mit einem Gong-Preset als Intro für seinen Song genutzt. Das gilt auch für die vielen anderen Hits, die Preset Sounds nutzen….von Money for Nothing über Sledge Hammer bis hin zu diversen Queen Hits. Die typischen Hammond Orgel Drawbar Settings nutzt auch jeder, aber bei den meisten klingt es eben nicht so geil wie bei A Whiter Shade Of Pale.

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      Mac Abre AHU

      @kometh „2600 Euro für einen Kasten, der aussieht wie das Steckspiel meiner zweijährigen Tochter?“
      Bei einem Synth geht es doch nicht um das Aussehen. Mindestens neunzig Prozent werden vom Sound ausgemacht, dann kommen die Features, dann die Bedienbarkeit, dann der Preis, die Langlebigkeit und irgendwo dahinter, wenn man die Wahl zwischen zwei Geräten hat, bei denen alles genannte une wirklich relevante übereinstimmt, dann kann das Aussehen entscheiden.

      Übrigens, mir gefällt er so wie er ist, was aber meine Kaufentscheidung nicht beeinflussen wird.

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    Mac Abre AHU

    Wäre schön, wenn man den Knob am Synclavier Regen befestigen könnte. Wer jetzt irgendwelche Klebemittel oder Schrauben vorschlägt, wird mit selbigem überschüttet.

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      Gereon Gwosdek RED

      @Mac Abre Guter Hinweis, tatsächlich liegt dem Knob eine Montageplatte bei, mit dem man ihn an den Synclavier Regen schrauben kann. Während du mich jetzt mit Schrauben überschüttest, füge ich die Info noch schnell dem Artikel hinzu ;)

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        Mac Abre AHU

        @Gereon Gwosdek Fühle Dich mir Schrauben überschüttet.

        Schön, dass das geht, so hat man am Ende doch EIN Gerät.

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            Mac Abre AHU

            @Numitron Da wir jetzt wissen, dass eine Montageplatte beiliegt, ist mein Wunsch eh erfüllt. Eine Kaufentscheidung ist das aber noch lange nicht. 3000 € (mit Knob) ist für einen Synth schon viel Geld. Mal sehen, ob er mir das wert ist.

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              Klaus Trofob

              @Mac Abre Wieso 3000,- Euro? Weiter oben ist doch ein Link zu Thomann, wenn man dort beides zusammen im Bundle kauft, dann kostet es 2649,- Euro, das macht dann nur 60,- Euro Aufpreis für den Knob.

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                Mac Abre AHU

                @Klaus Trofob Stimmt natürlich, danke, ich bin von den Einzelpreisen ausgegangen.

                2649 € ist aber auch eine Stange Geld, die die meisten Menschen nicht einfach mal so aus der Tasche ziehen.

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                  Kazimoto AHU

                  @Mac Abre Den kauft man bestimmt nicht spontan, stimmt. Aber, es gibt bei Thomann noch 30+ Synths die noch teurer sind. Hast du mit dem Arturia mal etwas gebastelt, empfehle ich absolut. Habe gerade mit einem Partial so eine Art Mega-Wavetable gebastelt, die von einem Drone in eine Art Dubstep-Wobble morpht, schon krass was geht. Und der Arturia ist jetzt nur ein Regen-Light.

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                    Mac Abre AHU

                    @Kazimoto Klar gibt es teurere und auch billigere. Ich sage ja nicht, dass der SR zu teuer ist. Ich finde ihn auch durchaus interessant. Eine Entscheidung für oder gegen den SR habe ich noch nicht gefällt.

                    Welchen Arturia meinst Du? Die haben ja zurzeit ein paar Modelle von Microfreak über Astrolab bis Polybrute. Der Polybrute (6) reizt mich schon sehr.

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                      Klaus Trofob

                      @Mac Abre Er meint wohl das Synclavier V Plugin.

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                      Kazimoto AHU

                      @Mac Abre Genau, das Arturia-Plugin, das ist eine ordentliche Plugin-Umsetzung.

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    dAS hEIKO AHU

    Na das liest sich ja mal angenehm. Hat das Große Vorbild ja doch gern mal das 80fache gekostet.
    Ich muß bei Synclavier immer an das Plattenvcover von Eurythics Touch Album denken.

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        Mac Abre AHU

        @Numitron Ist Euch die Anordnung der USB-Ports aufgefallen? Sieht stark nach RasPi aus, was für mich aber keine Rolle spielt, wenn das Teil so außergewöhnlich sein sollte wie man sagt.

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          Kazimoto AHU

          @Mac Abre Zeig bitte einen Link woran du das festmachst. Das Synclavier hatte ein Custom-Design mit DSP, die Entwickler haben die DSP-Engine laut Handbuch portiert und halten den Code weiter unter Verschluss. Das Ding ist 12fach Multitimbral und hat konservativ geschätzt 98 Stimmen. Einige ARM haben einen eingebauten DSP, bzw. ist es eher so, daß der DSP einen oder zwei eingebaute ARM-Cores hat. Ich lade mir heute die iPad Version runter und schau mal was die auf meinem alten Air2 so kann. Bin jetzt angefixt.

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            Mac Abre AHU

            @Kazimoto Ich mache das überhaupt nicht fest. Ich sage nur, dass es so aussieht, auf dem Foto der Rückseite des SR im obigen Artikel. Ob es wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen. Ist mir, wie gesagt, sowieso egal.

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              Kazimoto AHU

              @Mac Abre Wenn es egal ist?
              Laut Handbuch ist übrigens ein 4-Kerner drin, vielleicht ein ARM-Cortex, der kann auch DSP-Befehle verarbeiten was hier anscheinend wichtig ist.

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                Mac Abre AHU

                @Kazimoto Die Anordnung der USB-Ports ist mir eben aufgefallen. Eine Wertung beabsichtige ich damit ganz und gar nicht. Ich besitze selbst zwei oder drei Synths, in denen ein RasPi steckt.

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            TobyB RED

            @Kazimoto , das sehe ich auch so. Im Synclavier II nannte NED die DSP Plattform ABLE-Minicomputer-Architektur, ich glaub die CPU hiess sogar ABLE. Die Synthese wurde durch die Karten SS1 bis SS5 erledigt. Später wurde dann in anderen NED Systemen ein Motorola 56001 verbaut, der hat aber mW nur Timestretching gemacht. Eins ist im Jahre 2026 auch klar, ein Teensy 4.0 wird da drin nicht werkeln. Ich hab hier ein Raspi Board und Pro DAC von HiFi Berry, da ist bei 50 (Pi3) und ca 100 (Pi4) Schluss, das sind aber nur theoretische Werte und hängen von der Synthese ab. ;-) Realistisch sind es weniger.

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              Kazimoto AHU

              @TobyB Ich finde es toll wie die Entwickler damals Synthese und Hardware zusammendenken mussten, auch bei der Bestimmung der Samplefrequenz. 50Khz war damals ein Overkill aber nötig, wenn man hochfrequente FM machen wollte, dazu in diesem Umfang. Schön daß auch dieses Feature in anscheinend hoher Qualität beim Regen umgesetzt wurde, ein Grund warum wir analoge und symmetrische Outs haben, DC-Coupled dazu. Ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Synclavier noch nie so im Detail auseinandergesetzt, ich habe den immer in die „Ubersynth“ Kategorie eingestuft, die man kaum verstehen kann, wie auch den DK-Synergy oder Kyma Capybara 320. Was die Rechenpower angeht, das Arturia-Plugin erzeugt nur ein Timbre, der Regen hingegen 12. 😄

              Kann es ein daß der Regen ziemlich underrated ist, wenn nicht sogar „most underrated synth since 1978“? Der kommt gerade erst in der Zukunft an und war der Zeit weit voraus. Oder wie die Pixies bei ihren Konzerten in den 80ern sagten, „wir spielen jetzt die Musik, die eure Kinder erst verstehen werden“, oder so ähnlich. Wenn ich mir den Chatverlauf so anschaue, dann habe ich Zweifel, daß wir 40 Jahre nach Release des Synclavier wirklich reif dafür sind. Ein bischen Pathos schadet doch nicht, wir sind doch Synthetisisten? 😉

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                TobyB RED

                @Kazimoto , nachdem die Prozessor Entwicklung mE fälschlicherweise über 20 Jahre um Intel irrlichterte, haben wir mit ARM, Teensy und RasPi wieder Plattformen am Start, wo sich der Entwickler auf DSP konzentrieren kann. Das find ich gut. Klar ist das wir da am Neuanfang sind. Aber Wenn Korg, Akai mit der Plattform was anfangen können und dann sowas wie Regen, find ich das gut. Stand heute haben wir noch viel Luft nach oben.

          • Profilbild
            TobyB RED

            @Numitron , aus Entwickler Sicht machen RasPi (Compute Module) viel Sinn, der Entwickler kann sich auf das Wesentliche, DSP und Firmware, konzentrieren. AKAI hat in der MPC Live Rockchip SOC (ARM) und ein Linux Derivat. Mittlerweile gibts für RasPi auch DANTE zum selber basteln. Uvm. Und mit RasPi 5 kriegst noch mehr Power in die Hand.

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      Tai AHU

      @dAS hEIKO Du siehst das obere Viertel einer nackten Annie Lennox und denkst an ein Synclavier?

      • Profilbild
        dAS hEIKO AHU

        @Tai Nicht wirklich. Das Cover war zum Aufklappen und innen waren klassische Synfonische instrumente und eben das Synclavier abgebildet.

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          Tai AHU

          @dAS hEIKO Späßle gmacht. Ich glaube, ich habe die Vinylplatte noch. Irgendwo unter ein paar 100 Platten hier in der Hütte, schon ewig nicht mehr gesehen.

  17. Profilbild
    ObeeGypse

    Sehr interessanter Artikel. Aber was für Klangbeispiele! Absichtliche Unterschätzung des Geräts? Kann einfach nicht sein, dass man mit so einem Monster Sine- oder Sawtooth-Sounds als Beispiele wählt.

  18. Profilbild
    Jujo123

    Die Firma Synclavier ist ein Boutique-Hersteller, ähnlich wie zig Hersteller im Euro-Modularbereich, die können nicht mit dem Preis eines Grossherstellers konkurrieren. Das Besondere ist, dass mit Cameron Jones jemand der Chef ist, der das Synclavier bestens kennt, weil er es von Anfang an mitentwickelt hat. Damals übrigens auf einer selbstentwickelten Hardwareplattform (einschliesslich CPU). Die Bedienung soll sich an das alte Synclavier anlehnen mit den Tastern zur Auswahl und einem Regler für die Werteeingabe und ist einigermassen intuitiv. Der Knopf ist mehr Gimmick und nicht notwendig.

  19. Profilbild
    BigT

    Wurde nicht auch Grace Jones‘ Slave to the Rhythm mit dem Synclavier gemacht?

    Ansonsten haben mich die Klangbeispiele gerade sehr erheitert. Sie erinnern mich ein wenig an die MIDI Sounds meiner ersten Soundblaster Karte.
    Das allein wird es wohl kaum gewesen sein.

    • Profilbild
      TobyB RED

      @BigT , mit 100% Sicherheit, nein. Der Basis Pad Sound sind die Fat Fith vom JX8P. Voices und Soundtrack ebenso. Die Hits, Claves und den Ping findest du in der Fairlight iOS App. So hat es Trevor mir während einer Videokonferenz erzählt. Anschliessend habe ich den Sound und das Intro nachgebaut. Wenn man keinen JX-8P, reicht ein Fantom EX. Da ist Zencore das Modell der JX-8P mit den Sounds. Denen muss man mit geeigneten FX, wie Chorus, 80er Jahre Reverb leben einhauchen. Das Interview kannst du hier auf amazona finden.

      • Profilbild
        BigT

        @TobyB Ah Danke, sehr interessant! Muss dann mal schauen, ob dieser JP Sound auch auf meinem Jupiter X verfügbar ist.
        Bin ja glücklicher Besitzer der Original LP, das war/ist schon ein zeitloses Meisterwerk.

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