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Test: Synthogy Ivory Piano American Concert D, Italian Grand, Soundlibrary

Player

Die Ivory II Engine bietet viele Möglichkeiten, in den Klang der Pianos einzugreifen. Vier verschiedene Reiter und Fenster stehen zur Verfügung, auf denen man die unterschiedlichsten Klangcharakteristika und Einstellungen vornehmen kann. Dazu gehören neben den Einstellungen für die aktuelle Session auch Programm- und Effekteinstellungen sowie die globalen Präferenzen.

Um den gerade zu hörenden Sounds zu gestalten, starten wir direkt beim Programm-Fenster. Hier kann man ganz gezielt Einfluss auf Tasten- und Pedalgeräusche, den Dynamikumfang oder aber die Position des Deckels nehmen. Je nachdem wie realistisch es sein soll bzw. wie groß der CPU- und RAM-Hunger sein darf, kann man hier auch Release- oder Soft Pedal-Samples hinzu schalten. Weiterhin lässt sich hier ein Synth Pad als Layer zum Piano hinzufügen. Zur Auswahl stehen acht verschiedene Sounds, die sich dazu oktavieren lassen bzw. Modifikationen bei Decay, Release und Synth Gain erlauben.

Das Programmfenster des Ivory Players

Das Programmfenster des Ivory Players

Innerhalb des Session-Fensters lassen sich verschiedene Velocity Map Presets laden, editieren und abspeichern.  Je nach den persönlichen Vorstellungen und Spielweisen kann man die Anschlagsdynamik ganz auf sich selbst einstellen. Der virtuelle Flügel lässt sich innerhalb des Session-Fensters stimmen, transponieren, oktavieren und das Tuning kann von Stretch auf Equal umgestellt werden. Darüber hinaus kann man den Zugriff auf den Arbeitsspeicher und die maximale Stimmenanzahl beschränken. Denn so toll die Ivory Pianos auch klingen, an CPU-Power und Arbeitsspeicher braucht man bei vollem Soundumfang schon einiges.

In der Effekt-Abteilung stehen neben einem durchstimmbaren 3-Band-Equalizer auch ein Chorus und natürlich ein Reverb zur Verfügung. Wer etwas Ressourcen schonen muss, dem sei zu empfehlen, anstatt der internen Effekte lieber auf die der DAW zurückzugreifen. Oftmals kann man hier ja mehrere Instrumente durch den gleichen Effekt laufen lassen bzw. sind die der DAWs oft etwas sparsamer hinsichtlich des CPU-Hungers.

Effektabteilung

Effektabteilung

Im Prinzip kann man bei den Ivory Pianos alles einstellen und modifizieren, um seinem eigenen persönlichen Klangideal so nahe wie möglich zu kommen. Verbessern kann man hier meiner Meinung nach eigentlich nichts. Evtl. könnte man in Zukunft noch verschiedene Mikrofonpositionen mit hinzunehmen, aber das würde den Rahmen und den Speicherbedarf wahrscheinlich ins Unendliche treiben. Für die meisten Nutzer werden die aktuell gebotenen Funktionen aber allemal ausreichen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    chris23086

    Guter Test. Was ich allerdings nicht verstehe ist, daß einerseits die Klangtreue und Vielseitigkeit dieses Software Instruments gelobt wird, der Autor andererseits die Größe der Library und den Leistungshunger kritisiert. Das ist nicht schlüssig. Ich gehe davon aus, dass ein Musiker, der Ivory benutzt, entsprechend ausgestattet ist. Zudem ist die aktuelle Prozessorgeneration durchaus in der Lage, den Leistungsbedarf der Software zu bewältigen. Auch innerhalb einer DAW und hier sogar im Verbund mit anderen SW Instrumenten. Wer den genannten Preis für Ivory bezahlen kann und will, sollte eben auch über die entsprechende Hardware verfügen.
    Zur Kritik in Bezug auf die Installations Größe. Wer mit hochauflösenden Samples gearbeitet hat, den „Beipackzettel“ von Ivory aufmerksam liest, dem sollte klar sein, dass es hier um eine absolut umfangreiche Soundbibliothek geht! Wem also die Installation zu lange dauert, respektive wer zuwenig HD Speicherplatz hat, der kann ja auf die landläufig bekannten Billiglösungen zurückgreifen. Die sind dann eben entsprechend kleiner und im Sauseschritt installiert. Für die Zukunft wäre die Lieferung auf einem alternativen Speichermedium (SD Karte z.B.) klasse. Da aber der Preis für so große Medien momentan noch viel zu hoch ist, würde das den Kaufpreis der Software extrem in die Höhe treiben.

  2. Profilbild
    tompisa

    Zur Zeit die absolute Krone. Da kommt auch der sehr gute Blüthner von Pianoteq 4 und auch nicht der Galaxy Steinway hin. Zeitgemäßer Computer (bei mir MacMini7 Quad mit 16 gig RAM) SSD und entsprechend hochwertige Monitore wie Edel- Interface vorausgesetzt hört man den Unterschied nicht nur ein wenig , sondern sehr krass heraus. Genial mit einer guten Tastatur. Absolute Referenz und Ivory ist wieder ganz oben.

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