Test: Takamine, EF440SC GN, Westerngitarre

9. Juni 2010

Takamine EF440SC GN

Dass Takamine zweifellos zur ersten Garde der Hersteller akustischer Instrumente zählt, ist nichts Neues. Was 1962 in der japanischen Kleinstadt Sakashita aus einem Zusammenschluss einiger unabhängiger Gitarrenbauer begann, zeigt sich heute mit einer sehr umfangreichen Produktpalette von akustischen Gitarren und Bässen. Auch ganz vorn dabei ist die japanische Company, wenn es um die Verstärkung der akustischen Sounds geht: Mit dem röhrenbefeuerten CoolTube-PreAmp (CTP-2) hat man schon seit Jahren ein ganz heißes Eisen im Feuer, und das zurecht. Überzeugen konnten wir uns davon bei den limitierten Takamine-Modellen, von denen einige ja bereits auf Amazona getestet wurden.

Das Instrument, das uns heute beschäftigt, ist die brandneue Takamine EF440SC GN. Eine im japanischen Takamine-Stammwerk gefertigte Steelstring-Gitarre, die mit einer abgespeckten Version des CoolTube-PreAmp (CT-4B II) und einem weit ausladenden Cutaway in der (von Takamine in den frühen 90ern eingeführten) NEX-Bauform nun zum Tänzchen auf Amazona bittet. Und das ganz auf antik macht.

-- Die Takamine EF440SC GN --

— Die Takamine EF440SC GN —

Lieferumfang/Verarbeitung

Im Lieferumfang der EF440SC GN befindet sich ein robuster, abschließbarer Koffer mit dem üblichen Fach für alles nötige wie Tuner, Saiten, Plektren etc. Nach dem Öffnen des Case zeigt sich ein Instrument mit einer dunkel gebeizten Zederndecke in makelloser Qualität, ehrlich gesagt könnte man bei einem flüchtigen ersten Blick aufgrund der sehr dunklen Beizung der Decke aber auch auf eine Mahagoni-Konstruktion tippen. Für den Boden und die Zargen wurde aber das bewährte Mahagoni gewählt. Auch hier ist die Qualität als ausgesprochen gut zu bezeichnen, es finden sich keine Unreinheiten wie Astlöcher o.ä. in der Oberfläche.

Umrandet werden die Decke und der Boden von einem schwarzen Binding, welches auf der Vorderseite des Instrumentes zusätzlich eine cremefarbene Linierung enthält. Diese schlichte Linierung findet sich auch um das Schallloch, und zusammen mit dem dunklen Grund-Finish der Gitarre wirkt das Instrument so „real antique“. Unterstrichen wird dies noch durch das Satin-Finish, welches das Instrument lückenlos umschließt. Und zu guter Letzt schützt ein schwarzes Kunststoff-Pickguard die Oberfläche vor ungewollten Kratzern.

Der Hals der EF440SC GN besteht ebenso wie Decke und Boden aus Mahagoni. Er besitzt dank des weit ausgefrästen Cutaways zwanzig wirklich bespielbare Bünde, allerdings ist die Werkseinstellung nicht optimal gelungen: Die Saitenlage ist sehr unkomfortabel hoch justiert, so dass es keinen richtigen Spaß macht, mit dem Instrument in den höheren Lagen am Hals zu spielen/solieren. Für Virtuosen und Solisten bedarf es der dringenden Nachbesserung, für Leute mit weniger großen Ansprüchen dürfte das Werks-Setting vielleicht sogar genügen. Dennoch ist der Hals sehr sauber eingeleimt, und auch die Bundstäbchen sitzen ganz sauber nebeneinander in Reih und Glied perfekt abgerichtet auf dem Rosewood-Griffbrett. Das Halsprofil dürfte eine breite Masse ansprechen, verwöhnte E-Gitarristen werden sich auf jeden Fall schnell heimisch fühlen.

Klangbeispiele
Forum

Es sind momentan noch keine Kommentare für diesen Artikel vorhanden.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.