Test: TAL J-8 Jupiter-8 Software Klon vs. Arturia & Roland

3. März 2021

Das Jupiter-8 Software-Trio

Zum Glück für die Plug-in-Gemeinde sind die großen Synthesizer-Klassiker nun inzwischen mehrfach am Markt. Nur hat kaum einer die Möglichkeit, einen echten Vergleich zu den Originalen anzustellen. Welchen nimmt man dann am besten? Den Günstigsten oder den mit dem schönsten GUI oder den mit den umfangreichsten Möglichkeiten?

TAL J-8, Roland Jupiter-8 Cloud oder Arturia JUP 8 V4?

Im Falle des Roland Jupiter-8 hat sich zu den etablierten Plug-in-Versionen von Roland (ausführlicher Test HIER) und Arturia (zum Test gehts HIER lang) nun auch der Software-Profi Patrick Kunz zu Wort gemeldet und mit dem TAL J-8 seine eigene Interpretation des Synthesizer-Schwergewichts auf den Markt gebracht.

Im folgenden Vergleichstest werde ich daher weniger auf die Synthese des Jupiter-8 eingehen, denn die ist auf AMAZONA.de oft genug vorgestellt und besprochen worden, sondern einzig und alleine auf das Klangverhalten und die Bedienung des TAL J-8 im Vergleich zu seinen Mitbewerbern von Roland und Arturia JUP 8 V4.

Die GUI des TAL J-8

Der TAL J-8 ist wirklich ein düsterer Zeitgenosse. Oben könnt ihr die drei GUIs nebeneinander auf einem Screenshot sehen und feststellen, dass der TAL J-8 deutlich schlechter abzulesen ist – zumindest was die Farben und Kontraste anbelangt. Tatsächlich sind die Beschriftungen und Reglerwege deutlich bedienungsfreundlicher als die Miniaturknöpfe des Roland Jupiter-8 Cloud. Der Arturia JUP-8V schafft da einen ganz guten Mittelweg.

Auch hat der TAL J-8 auf eine 3D-Optik verzichtet, die den Jupiter-8 bei Arturia und Roland quasi plastisch auf die Mattscheibe holt. Das wiederum stört mich gar nicht. Ganz im Gegenteil, die Anordnung der Elemente ist beim TAL-1 durch die Stauchung auf zwei untereinander liegende Ebenen sehr gut gelungen und ermöglicht eine ergonomischere Platzverteilung auf dem Bildschirm, wenn man mehrere Plug-ins geöffnet hat.

Effektsektion des TAL J-8

Beim Original-Keyboard hat man auf jegliche Effekte verzichtet. Der Jupiter-8 hatte noch nicht einmal einen Chorus. Wahrscheinlich dachten die Hersteller, dieser Synthesizer klingt auch ohne Effekte bereits so „breit“, da braucht es einfach keinen zusätzlichen Chorus oder dergleichen.

Während Roland und Arturia geradezu umfangreiche Effektbatterien aufbieten, um die rohe Kraft des Jupiter-8 in weiche Wattebäuschchen einzuhüllen, liefert TAL lediglich den vom TAL-U-NO (Juno-60 Klon) bekannten Chorus mit. Ich persönlich halte das für vollkommen ausreichend, denn in der Regel werden Software-Synthesizer in eine DAW geladen, in der eine große Anzahl an Effekten zur Verfügung steht.

Vor allem aber ist die Beurteilung von analogen Synth-Sounds nur schwer möglich, wenn sie zugekleistert sind mit Hall, Flanger und Delays. Gerade in der mitgelieferten ARTURIA Jup-8V Soundlibrary ist kaum ein Klang zu finden, der nicht umfangreich durch Effekte nachbearbeitet wurde. Warum wohl?

Kommen wir zum wichtigsten Kriterium, dem Sound

Zum Glück sind bei alle drei Probanden in den mitgelieferten Librarys die Werkspresets des Klassikers abrufbar. Mehrere davon habe ich daher für meinen Soundvergleich verwendet. Bevor ich die Aufnahmen startete, versuchte ich noch durch Feinjustierung die Schwächen des jeweiligen Sounds auszubügeln – nur leider brachte das nicht den gewünschten Erfolg. Die Unterschiede, die ihr nun gleich hören werdet, sind wirklich dem jeweiligen Plug-in geschuldet und nicht den Parametereinstellungen.

Arturias JUP-8V

Bei meiner Bewertung fehlte zunächst der direkte Vergleich zum Original, allerdings habe ich genügend Einspielungen mit dem Jupiter-8 gemacht, um eine gute von einer schlechten Kopie unterscheiden zu können. In erster Linie darf im Vergleich aber auch der persönliche Geschmack bemüht werden. Welche der drei Einspielungen klingt in euren Ohren am besten bzw. kommt einem vollen, warmen klang eines echten Analogen am nächsten?

Erst nach meinen Einspielungen konnte ich einen Freund zu Rate ziehen, der selbst Besitzer eines Jupiter-8 ist, Rüdiger Gaenslen. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt die MIDI-Files nicht mehr. So haben wir die entsprechenden Werksounds bei ihm angespielt und sie mit meinen Aufnahmen verglichen und dabei ein Urteil gefällt, die nun in die Bewertungen eingeflossen sind. Allerdings habe ich Rüdiger beim Hörvergleich nicht verraten, welches Audiobeispiel von welchem Plug-in kam. Hier für euch aber die Auflösung:

Ihr hört immer dieselbe Reihenfolge:

  1. TAL J-8
  2. Roland Jupiter-8 Cloud
  3. Arturia JU-8V

Rolands Jupiter-8 Cloud

Jupiter-8 Werksound Cary-Sync

Den Klang setzen als drei Probanden sehr gut um, wenn auch mit leichten klanglichen Unterschieden. Trotzdem ähnelt der TAL J-8 dem Original ein Tick mehr als die anderen beiden.

Jupiter-8 Werksound Xylo

Während TAL und ROLAND hier noch recht ähnlich klingen, weicht der Arturia deutlich ab. Da ließ sich auch nichts mehr durch Parameteranpassung retten. Und wer hier beim Roland einen leichten Hall hört, hat wahrscheinlich Recht. Ich hatte zwar darauf geachtet, alle Effekte auszuschalten, aber da beim Roland kein Schalter für die Effekte existiert, sondern nur ein Poti, scheint hier wohl immer noch ein wenig Signal in den Hallweg geschickt worden zu sein. Und auch hier ist der Sieger nach Gehör der TAL J-8

Jupiter-8 Werksound Neg-Plug

Das Arturia-Filter greift kräftiger zu, während TAL und JUPITER ein offenes Klangbild zum Besten geben. Es war auch der erste Sound, der mir persönlich beim Arturia besser gefallen hat. Und tatsächlich war es hier auch der Arturia JUP 8V, der einen Tick näher am Original war. Auf Platz 2 lag zweifelsfrei der TAL J-8

Jupiter-8 Werksound Hammer-Lead

Sowohl Roland als auch Arturia versagten hier im Vergleich zum Original gänzlich. Da half auch keine Nachjustierung. Der TAL J-8 hingegen ist vom Original nicht zu unterscheiden gewesen.

Erstaunlich ist, dass die Schwingungsform des Arturia komprimiert zu sein scheint. Dieser Effekt trat aber nur in Ausnahmefällen beim Arturia Plug-in auf. Hier der Screenshot dazu:

Jupiter-8 Werksound Lo Brass

Und auch in dieser Disziplin konnte man den TAL J-8 kaum vom Original unterscheiden, während Roland und Arturia nur „ähnlich“ wie das Original klangen.

Jupiter-8 Werksound Clav

Roland und TAL sind hier auf Augenhöhe. Das Original klingt trotzdem ein wenig bissiger. Arturia JUP 8V ist wirklich weit vom Original entfernt.

Eindeutiger Testsieger, TALs J-8 Jupiter-Version

Unsere persönliche Zusammenfassung

Rüdiger Gaenslen schrieb mir später:

„Also ich fand jeweils das erste Beispiel mit Abstand am besten und deckte sich fast immer mit den Original-Werksounds. Das jeweils zweite Bespiel war zwar oft nah am Original dran, aber eben nicht so nahe wie Beispiel 2.  Sound 3 fand ich richtig schlecht und vom Original am weitesten entfernt.“

Das deckt sich auch mit meiner Meinung. ich habe inzwischen Dutzende von Klängen miteinander verglichen, weit mehr als hier zu hören sind – und immer wieder deckt sich hier das Ergebnis. Der TAL J-8 ist verdammt nah dran am Original. Roland hingegen hat einen guten Job gemacht, aber nicht so gut wie eben TAL. Und Arturia ist am Ende mehr ein Lookalike. Das war wirklich eine Enttäuschung. Als Besitzer eines Prophet VS konnte mich vor Jahren auch die Arturia-Version des VS nicht überzeugen, aber ich hatte gehofft, dass sich hier einiges geändert hat. Im Fall des Jupiter-8 war das aber leider nicht so.

Patrick Kunz von TAL neben seinem Jupiter-8

Fazit

Hätte ich die Wahl, und selbst wenn ich das Original nicht kennen würde, ich würde mich für den TAL J-8 entscheiden. Zum einen klingt er wahrlich analog, zum anderen ist er auch der günstigste Testkandidat gewesen. Aber selbst Vintage-Liebhaber, die den Jupiter-8 kennen, werden mir sicher zustimmen, dass Patrick Kunz mit dem TAL J-8 eine hervorragende Umsetzung gelungen ist. Einzig das GUI könnte ein wenig heller und kontrastreicher sein. Aber damit kann man glaube ich leben.

Abschließend sei noch zu sagen, dass sich in neben U-HE aus Deutschland und mit TAL aus der Schweiz, eine zweite Software-Schmiede etabliert hat, die anspruchsvolle Emulationen auf höchstem Niveau umsetzt. Und da Patrick das sicher lesen wird, kommt gleich ein persönlicher Wunsch hinterher: Wie wäre es denn mit der Emulation eines Alesis Andromeda? Der würde nämlich bei mir ganz oben auf der virtuellen Wunschliste stehen :)

Plus

  • Bezogen auf TAL J-8:
  • sehr gute Analog-Sound-Emulation
  • ziemlich nahe am Original
  • günstiger Preis

Minus

  • Bezogen auf TAL J-8:
  • GUI etwas düster

Preis

  • TAL J-8, 79,- Euro
  • Arturia JUP-8V, 199,- Euro
  • Roland Jupiter-8 Cloud, 149,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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      Tyrell  RED 112

      OMG… Ich hatte wirklich kein blassen Schimmer dass Patrick aus der Schweiz kommt. Asche auf mein Haupt… werde ich sofort verbessern wenn ich wieder an einem Rechner sitze. Und vielen Dank für den Hinweis!

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      index  AHU

      naja, wenigstens ist, laut Imprint auf ihrer Seite, Synapse-Audio aus Deutschland und die haben mit „The Legend“ und „Obsession“ emulationsmässig ja auch was drauf ;)…

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    TobyB  RED

    Sehr gut gemacht. Zwei Anmerkung. Punkt 1 man muss in Roland Version mit Condition und Pitch Drift arbeiten. Da gibt es allerdings keine Einstellung die für alle Sounds passt. Punkt 2 Prozessierung und weitere Verarbeitung des Signals. Und dann muss man immer noch im Kopf haben, das es verschiedene Revisionen des Jupiter 8 gibt, die eben auch nicht alle „gleich“ klingen.

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    Henrik Fisch  AHU

    Würde ich eine Jupiter-8-Emulation benötigen, dann würde ich mir die TAL-Version kaufen. Allerdings weniger, weil die Versionen von Arturia und Roland schlecht wären – sie sind halt anders – sondern eher, weil ich Fan von TAL bin. Und zwar ein Ultra-Mega-Hyper-Fan des »TAL-Mods«, der bei mir im Moment nahezu überall erklingt. Den »TAL-J-8« würde ich mir vermutlich sogar kaufen, obwohl ich die »Arturia V Collection« besitze und den »Jup-8 V3« bereits habe. Aber, wie gesagt, ich brauche die Sounds nicht (wobei »brauchen« ja auch immer relativ ist).

    Beim Sampler von TAL, dem »TAL-Sampler«, bin ich die ganze Zeit am Überlegen, ob ich mir den zulege. Weniger, weil ich hier dringend einen Sampler benötige, als eher, weil die TAL-Version verschiedene Emulationen der DACs alter Sampler mit einprogrammiert hat. Das hört sich spannend an. Außerdem: 4 Sample-Layer, 4 Filter mit unterschiedlichen Charakteristika, 3 Hüllkurven, 3 LFOs … mir läuft das Wasser im Munde zusammen. TAL ist schon echt ’ne richtig coole Firma.

    😃👍

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      Everpure  AHU

      Tja, und das zeigt hier ja auch sehr schön, dass gut nicht immer teuer sein muss. :) Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass TAL Software ein vergleichsweise kleiner Laden ist, der auch deutlicher weniger laufende Kosten (administration overhead) hat, als Roland oder auch Arturia.

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    Everpure  AHU

    Zwei Korrekturen:

    1. Im Abschnitt „Jupiter-8 Werksound Hamer-Lead“ fehlt wohl ein „m“? Und im Text dazu ist aus dem J-8 ein J-9 geworden. ;)

    2. Der genannte Preis für den J-8 (65€) ist vor MwSt. Da müssen dann noch 19% (oder für mich in Dänemark 25%) addiert werden. Das macht dann ungefähr 79€. Das ist immer noch deutlich günstiger als die beiden anderen, macht aber trotzdem einen Unterschied.

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    pestomusic

    Ich oute mich auch gleich mal als absoluten TAL-Fan, den Jupiter-Clone habe ich nicht, aber dafür den Juno und – auch ganz tief in meinem Herzen – den Sampler, ich liebe dieses Aliasing-Geröchel einfach.

    Was der Test ganz gut zeigt, ist mein Grundproblem mit Arturia (habe den Prophet-Nachbau): sind bestimmt keine schlechten Softsynths aber mit „analog“ hat das alles wenig zu tun. Die Synths klingen leblos, flach und erinnern mich immer ein bisschen an diese Koblo-Softsynths aus den späten 90ern. Dafür wurde den UI-Designern mehr Budget zugebilligt, damit die Oberfläche möglichst nah am Original ist und so ein bisschen den Schmerz lindert. Das ganze dann noch vollgepflastert mit Effekten. Ich habe das auch noch nie verstanden, dass jemand einen Synthsound mit Hall und/oder Delay hat und danach sitzt dann EQ und Kompressor? Ist als „Effekt“ bestimmt mal spannend, aber meistens habe ich die Onboard-FX meiner Synths auf Bypass stehen.

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    gaffer  AHU

    Heisst jemand Urs, ist er mit 95%er Wahrscheinlichkeit Schweizer. Ich glaube aber, bei Heckmann stimmt das ausnahmsweise nicht. Und bezüglich TAL: sagen wir doch einfach im deutschsprachigen Raum ;)

    Schon die Entscheidung zu 2D Darstellung liesse mich persönlich fast automatisch zu TAL greifen. Nichts ist lächerlicher, als die inzwischen über 20 Jahre andauernde fotografische Nachbildung mit Schrauben und Plaketten, Anschlussfeldern ohne Funktion etc. Nicht mal der unsägliche schwarze Klavierlack kann auf so eine lange Geschichte zurücksehen.

    Obwohl genau das Arturia bis zum Erbrechen durchgezogen hat, würde ich deren Jupiter doch besser wegkommen lassen. Denn mich persönlich interessiert eigentlich nur: Kann ich das Instrument einsetzen oder nicht. Und da ist der Arturia Jupiter nicht der Schlechteste. Allerdings auch nicht der Einzige mit diesem Konzept. Und da sprechen dann die 200 € dagegen. Dafür bekomme ich eine komplette DAW MIT!! PlugIns, die sich (vor allen dreien) nicht ducken müssten. Aber die bieten ja zwei mal im Jahr das ganze Paket für wenig mehr als das Doppelte an.

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    Gackoo

    Und wenn man bedenkt, das es bald auch einen coolen Controller dafür gibt…
    Ebenso wie für den TAL-Uno für den ich auch den Controller habe, macht das schrauben auch Spass

    https://sound-force.nl

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    Michael Schill  RED

    Sehr schöner und interessanter Testbericht!
    Aber: Mit welcher Version von Arturia wurde hier verglichen? Soweit ich weiß wurde gerade der JUP-8V in der letzten Version der V-Collection upgedatet. Und das soll angeblich einen deutlichen Qualitätsunterschied machen.
    Die alten Emulationen in der V-Collection (CS-80 oder Prophet) finde ich auch furchtbar, die neueren (wie z.B. der SEM-V) aber brauchbar bis ziemlich gut.

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      Tyrell  RED 112

      Halo Michael, die Audios wurden vorgestern aufgezeichnet. Zuvor wurde die akuellste Version auf den Rechner geladen. Also keine Bange – das Ding klingt in der jetzigen version exakt so wie in den Soundbeispielen. Da die Demoversion ja kostenlos erhältlich ist und du die Sounds auch in der Presetliste des JUP 8V findest, kannst du das ganz schnell auch selbst nachvollziehen und ausprobieren.

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    MichBeck  

    Schon witzig. Da kommt so eine „kleine“ Softwareschmiede um die Ecke und zeigt den Großen bzw. Originalhersteller wie man es richtig macht. Vielleicht verderben, in diesem Fall, auch wieder einmal weniger Köche keinen Brei. Sympathisch ist TAL auf jeden Fall und ihr Sampler immer wieder gerne ein geöffnetes Plug-In Fenster bei mir.

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    4damind  

    Ich habe das vielleicht überlesen aber beim Arturia ist die aktuellste Version gemeint, also die neu überarbeitete V4 die eigentlich von vielen als Verbesserung gefeiert wurde?

    Ja der TAL ist wirklich gut und wurde ja auch schon von vielen hoch gelobt. Erstaunlich das so ein großes Unternehmen wie Arturia es nicht hin bekommt eine richtige gute Emulation zu machen die mal wirklich allen die Rücklichter zeigt. Wer eine gute Jupiter 8 Emulation will, nimmt halt die Roland Cloud und jetzt auch TAL. Ähnlich wie beim Prophet wo eigentlich alle nur zum U-He greifen, weil der Arturia zwar wenig Ressourcen verbraucht aber auch so klingt.

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    defrigge  AHU

    Das ist für meine Ohren nicht nur die mit Abstand beste Jupiter-8 Emulation, sondern auch einer der am besten klingenden VA-Synths überhaupt. Die TAL-Software-Emulationen sind schon ziemlich beeindruckend, und auch der Roland-Chorus ist erstaunlich gut getroffen und öffnet wie das Original Modulations-Weite, ohne dabei zu wabern ode zu verkleistern.
    Prima Testbericht! Das Seufzen über die völlig überdrehte Effektkleisterei in vielen VAs (nicht nur von Arturia), die meist nur die wirkliche Soundqualität vernebelt (und oft Grund dazu hat), kann ich nur teilen.

  11. Profilbild
    Maycus  

    Ich habe selber noch vor 2-3 Jahren einen Jupiter 8 besessen. Und muss sagen beim TAL habe ich sofort den Jupiter 8 rausgehört. Für mich klingt das 1:1 wie mein alter Jupiter. Respekt.
    Im Blindvergleich gibt es da einfach keinen Unterschied mehr.

  12. Profilbild
    krawallo  

    Danke für den Test.

    Arturia enttäuscht auf ganzer Linie. (selber User)
    Mein Matrixbrute tröstet mich drüber hinweg ,)

    Bravo Patrick. Sehr guter Job. Kuul und dark. Klanglich top. Hopp Schwiiz.

    Allerdings habt ihr noch eine andere und aus meiner Sicht bessere Software Schmiede aus Frankreich vergessen: UVI !!!

  13. Profilbild
    Noname

    Der TAL J-8 klingt einfach nur Großartig.
    Da werde ich meine Arturia Jup-8 V Lizenz sofort verkaufe, die klingt gegen den TAL J-8 einfach nur schwach .
    Vielen Dank für den Großartigen Test !

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        alexpen

        Ich verstehe nicht ganz, welchen Sinn bzw. welche Aussage hat ein Vergleich der drei Emulationen, wenn die eigentliche „Referenz“ dabei fehlt?

        Oder sind Originalbespiele irgendwo referenziert und ich habe das übersehen? Das war meine Frage.

          • Profilbild
            alexpen

            Gut!
            Aus dem Artikel entnehme ich somit zwei Punkte:
            – einen Vergleich mit Referenz kann man nicht hören bzw. *selbst* beurteilen.
            – vom Hörensagen bzw. nach Meinung eines Originalbesitzers ist TAL die bessere Emulation.

            • Profilbild
              extrajazz

              Das ist genau das, was mir bei diesem Test etwas sauer aufstößt. Da ist die ganze Zeit vom Vergleich mit dem Original zu lesen, Aber zu hören bekommt man das nicht. Selbst wenn die Test- MIDI Dateien verloren gingen ist das ja so einfach, dass es kein Problem sein kann das schnell noch mal einzuspielen.

  14. Profilbild
    fanatic  

    Bitte ARTURIA!,
    ab jetzt die Entwicklung von Hardware-synths und Audiointerfaces vorantreiben!
    Die Abteilungen für Emulationen und Drumcomputer können dicht.
    Merci
    Gruss

    • Profilbild
      llIIllIlIIIlllIIllI  

      Ich würde da differenzieren. Die Emulationen digitaler Synths (DX7 oder Prophet VS) sind sehr gut gelungen. „Was eigenes“ wie Pigments ist auch Bombe. Die Analog Emulationen haben mir noch nie zugesagt, da gab es schon immer besseres.

      • Profilbild
        fanatic  

        Das war natürlich reiner Populismus.
        Im Kern nur folgendes: Hier hat ARTURIA einfach erschreckend schlecht gearbeitet.
        Im Gegensatz stimmen die Brutes und die Interfaces!

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        MichBeck  

        @ LLIILLILIIILLLIILLI

        Oach, die Arturia-Emulation des BUCHLA EASEL ist, meiner Meinung nach, sehr gut geworden (ohne das Original jemals angespielt zu haben). Der kann schon Druck und analoges Flair raushauen.

        Die können also schon, wenn sie wollen.

        Vielleicht hätten sie den Jupiter noch einmal von Grund auf neu programmieren sollen, anstatt eine 14 Jahre alte Version zu pimpen.

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          fanatic  

          „Die können also schon, wenn sie wollen….“

          Genau!

          Der Kern des Problems!
          Was soll sowas? Sie können es doch besser. Da muss man sich doch ver@xxxxt vorkommen!!!

          • Profilbild
            MichBeck  

            Hallo fanatic,

            siehe meinen letzten Satz im vorangegangenen Kommentar!

            Ihre Jupiterversion gibt es jetzt seit einer gefühlten Ewigkeit. Arturia waren sogar, meines Erachtens, die Ersten damit am Markt. Er wird sich also inzwischen, als SoloPlug-In oder im Bundle enthalten, zur Genüge verkauft haben, so dass zumindest kein Anreiz mehr besteht, nochmal den Käufern das selbe Produkt schmackhaft zu machen. Schon gar nicht zum Voll- anstatt zum UpdatePreis. Da lohnen sich die Entwicklungskosten wahrscheinlich nicht so richtig und es reicht auch ein kleines Aufmotz-Gutsle um bei den Käufern wieder up-to-date zu wirken.

            Aber das ist nur meine subjektive Meinung.

            • Profilbild
              fanatic  

              Hey MichBeck,
              JA genau und absolut.
              Bin da komplett bei dir.
              Ich hatte 2008 eine Arturia Version vom Pro 5 auf dem Rechner der sich von der letzten Version GEFÜHLT nur marginal unterscheidet. Dabei geht es natürlich nicht um Meßwerte, sondern ein Gefühl nach Gehör. Soll ja auch ein Thema sein in der Musik…………. hab ich mal gehört…………

              Dabei wurden UND werden ja zeitweise richtig überzeugende Emulationen programmiert!!!!

              Wäre ARTURIA irgendein Popelverein würd ich nicht so schimpfen, aber in Anbetracht der Lage ist es ein unwürdiges bzw. peinliches Auftreten.

  15. Profilbild
    Benny  

    Wenn das Original dabei gewesen wäre, hätte man sich wirklich noch selbst überzeugen können, jedoch hört man auch schon so so die überzeugende Qualität des Skripts. Die Plugins von TAL gefallen mir schon vom Design ausgesprochen gut und der Klang ist spitzenmäßig. Wenn jetzt noch der passende Controller auf dem Mark kommt , hätte ich einen guten Grund das Teil zu kaufen.

  16. Profilbild
    krawallo  

    anscheinend kennt auch herr tomeso die marke uvi nicht, oder doch ? …….für mich führende französische Schmiede auch für Jupiter Klänge und viel Vintage sounds.

    Hier im Thread scheint diese Marke ignoriert zu werden.

    I am out.

    Kauft TAL und seid happy. Peace.

  17. Profilbild
    drummer23

    ich habe kürzlich die Juno 60 Emulation von TAL und Arturia miteinander verglichen und bin zum gleichen Ergebnis gekommen.

    Bei einzelnen Grundwellenformen noch sehr ähnlich, sobald man dann aber Wellenformen mischt und noch Filter ins Spiel bringt kommen deutliche Unterschiede zugunsten von TAL ans Licht.

    Artuaria scheint einfach zu viele Emulation rauszuhauen. Weniger wäre mehr. Auch Ihr Minimoog Klon klingt zwar als Synthesizer nicht schlecht, hat aber mit einer Emulation abgesehen von der Optik wenig zu tun. Schade eigentlich, ihre Hardware finde ich teils ganz gut.

    Bei TAL wiederum überzeugen mit 101, Juno und Jupiter, dass zu günstigen Preisen und einer kleinen Sympathischen Firma – grosses LOB – same same as UHE

    Roland meide ich mittlerweile aus Prinzip den abgesehen vom Sound ist da einfach vieles ziemlich inakzeptabel für mich.

    TAL und Amazona Review überzeugen – danke an beide ;)

    • Profilbild
      The-Sarge  

      ich werde für meine Liebe zu UVI in einem Forum ja immer von mehreren HWlern gebashed, aber ich liebe die von dir verlinkte JP-Legacy sehr
      und ehrlich: wenn Peter hier das Original weglässt (bei, sorry, ganz einfachen MiDi-Mustern als Begründung) dann fehlt die Sample-Variante von UVI erst recht hier im Test

      also @Tyrell
      ich liebe deine Tests, schreib gern mit dir, aber hier hast dir durch das weglassen in einem VERGLEICHS-Test keinen Gefallen getan. Und die „Begründung“ ist doch wirklich *hüstel*

  18. Profilbild
    GiorgioMaserati  

    Ich habe mir vor ein paar Jahren mal die Juno 60 Emulation von Tal gekauft. U-NO LX 60 oder wie das heißt. Da war ich leider doch ziemlich enttäuscht, das Plugin klingt super dünn und billig. Da war der alte Sylenth1 den ich vor zehn Jahren mal hatte wesentlich „wärmer“. Seitdem bin ich bei Softwareemulationen der Klassiker eher vorsichtig.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 112

      Hallo Giorgio,
      na da war die Erwartungshaltung sicher falsch, denn auch eine Juno-60 Emulation arbeitet mit nur einem Oszillator, während der Sylenth 1 zwei Oszillatoren besitzt und auch sonst deutlich umfangreicher Möglichkeiten bietet.
      Der grundlegende Unterschied ist aber, dass der Sylenth 1 deshalb noch lange nicht analog klingt (sondern eben nur so ähnlich), während der U-NO von TAL den Juno-60 hervorragend nachahmt und kaum mehr vom Vorbild zu unterscheiden ist.
      Attribute wie „dünn und billig“ bzw, „wärmer“ sagen wenig aus, wenn die Referenz aus eigener Erfahrung fehlt. Aber wenn Du für Dein Geschmacksempfinden mit dem Sylenth1 Dein Glück gefunden hast, ist das doch wunderbar :)

      • Profilbild
        GiorgioMaserati  

        Hallo Peter. Dass der Sylenth umfangreicher ist ist mir klar, so ein Idiot wie du anscheinend denkst bin ich dann auch nicht. Ich habe den Sylenth als Beispiel angeführt, weil mir auch der Klang eines einzelnen Oszillators schon „analoger“ (ja das ist ein blödes Wort, aber du weißt was ich meine) vorkam. Das ist meine eigene subjektive Empfindung. Genauso wie bei dir wenn du sagst die Tal Emulation ist kaum mehr vom Vorbild zu unterscheiden.

  19. Profilbild
    alexpen

    Ich kann Begeisterung über den Test nicht komplett nachvollziehen.

    Ich greife mal exemplarisch das letzte Beispiel „Jupiter-8 Werksound Clav“ auf.

    Ganz neutral gesagt weisen alle drei Audiofragmente für mich doch einige Unterschiede auf. Eine Schlußfolgerung, dass Roland und TAL „auf der Augenhöhe“ sein sollten, kann ich zunächst nicht nachvollziehen. Roland Emulation klingt fuzzier mit mehr Attack. Ist das das erwähnte „Bissige“? Dann wäre doch Roland und nicht TAL hier etwas näher am Original, oder? Arturia klingt deutlich dunkler, dazu mit klicks (Release zu kurz?). Da in diesem Test keine Referenz vorkommt, kann man eigene Eindrücke nicht einordnen, geschweige denn ein Urteil fällen, welche Emulation die bessere sein sollte.

    Allgemein erscheint mir nicht wirklich ziehlführend ausschließlich diese relativ starre Patches zu vergleichen. Zumindest ergänzend dazu sollte ein Filter „in der Dynamik“ auf die Probe gestellt wird. Eine kurze Sequenz, Resonanz zu, Filter geht auf, Rezonanz geht auf, Filter geht zu… Spätestens hier zeigen die meisten Emulationen ihre Defizite.

    Ich hatte mal einen Filtertest für OB-6 gemacht, in etwa die Richtung.
    https://youtu.be/3dySS0x7h4o

    In diesem Sinne freue ich mich auf einen kommenden Test der Juno Emulationen, wo hoffentlich dann auch ein Original dabei ist ;-)

  20. Profilbild
    Thomas Klemp

    Sehr gutes Fazit, hätte auch gerne einen Tal – Andromeda :)
    Ich hab alle 3 Jupiter, bzw die Roland Version im Abo u hatte das Abo vor paar Monaten abgeschlossen um den Jupiter zu behalten.
    Ich finde persönlich sogar den Arturia am besten, aufgrund der Effekte klingt er für mich sehr interessant- allerdings bin ich richtig angepisst, dass alte V3 presets nicht mehr gelesen oder konvertiert werden können. Ich hatte sehr viele presets erstellt u möchte die nicht alle nachbauen. Vor allem haben sich die Effekte auch sehr krass geändert.

  21. Profilbild
    wintegralle  

    Hmm schwer..hab’s Grad mit Ben jupi 14 Bit verglichen…ja ist ok ..aber..das Spiel in den Farben und Resonanz ist kein Jupiter…obertöne im Frequenzengang .Anders gesagt das Original öffnet Farben davor dahinter….noch anders gesagt…lässt bleiben das ist nie und nimmer ein Jupiter…nie…never. ders weiss weißes..nichts desto trotz also Hut ab vor der Emulation..aber nie ein jp8…thx…deshalb nix für mi..

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