Test: Tascam DP-24 SD, DP-32 SD, Portastudios

Tascam DP-32 SD Hauptseite

Die Hauptseite im Display zeigt auf einen Blick die Laufzeit, verfügbare Restkapazität, die Markerposition, zugewiesene Eingänge und den Pegel der einzelnen Spuren an. Etwas größer hätte es vielleicht sein können, trotzdem ist eine übersichtliche Darstellung gelungen. Das Menü ist sehr reduziert, links neben dem Display gibt es Direktzugriffe auf die Kanalzuweisung, EQ, Kompressor und Effektabteilung. Vier Display-Tasten unterhalb aktivieren verschiedene Funktionen, im Menü bewegt man sich mit den Cursor-Tasten und verändert mit dem Drehrad die Werte, intuitiver geht es nicht. Mit den fein gerasterten Endlosdrehreglern rechts neben dem Display verändert man ebenso effizient die Werte von EQ und Effekten, deren Resultate kurzzeitig im Display eingeblendet werden. Mit dem großen Drehrad lässt sich auch wahlweise durch die Frames der Audiodaten gehen, die Tasten unterhalb sind ebenfalls klar gegliedert und rufen zum Teil zugehörige Display-Seiten auf. Positiv ist, dass man hier nicht zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen muss, denn was es im Direktzugriff gibt, fehlt entsprechend im Menü.

Tascam DP-32 SD EQ-Einstellung

Jeder Spur lassen sich acht virtuelle Tracks zuweisen, so dass man auch mehrere Takes aufzeichnen und zwischen ihnen wechseln kann. Erstellt man einen neuen Song, sind die Eingänge A bis H den Spuren 1 bis 8 zugeordnet und man kann diese direkt aufzeichnen. Die Eingänge lassen sich zu den Spuren frei kombinieren, die Stereo-Spuren können auch als Mono genutzt werden. Die Zuweisung geschieht ebenfalls sehr einfach, Assign-Taste drücken, zugehörige Spur aktivieren und eine oder zwei Eingänge auswählen. Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass alle Taster großzügig und viele auch beleuchtet sind, so dass man auf Anhieb in den meisten Fällen deren Status erkennt. Die zwölf Drehregler liegen etwas dicht zusammen, so dass man sie am besten mit zwei Fingern dreht.

Tascam DP-24 SD Tuner

Zum Test haben wir zunächst eine Gitarre auf drei Spuren aufgenommen und im Panorama verschoben und anschließend eine Stereospur mit dem Roland JD-Xi bespielt, auch das geht ohne Menü. Der Gitarrentuner und das Metronom haben uns dabei gute Dienste erwiesen und sind ebenfalls sehr einfach nutzbar. Beim Metronom kann man zudem wählen, ob man es nur während der Aufnahme oder auch bei der Wiedergabe hören will. Beim ersten Aufnahmeversuch trat jedoch beim Spulen ein Kartenfehler auf, das Gerät ließ sich nur noch durch Ziehen des Netzkabels reaktivieren. Nach einem Firmware-Update auf Version 1.06 trat das Problem allerdings nicht mehr auf. Die Effektbibliothek ist reichhaltig und bietet verschiedene Amp-Simulationen an, die sich ebenfalls sehr einfach auswählen und anpassen lassen.

Spuren können einzeln oder in Kombination scharf, stumm oder solo geschaltet werden. Für die letzten beiden Funktionen gibt es keine Tastenreihe, sondern man aktiviert die Spur und bedient die zugehörigen, globalen Tasten. Bei Bedarf lassen sich aus dem Audiodepot auf der SD-Karte Dateien laden, die auf die jeweilige Spur eingebunden werden. Hier gibt es allerdings die Einschränkung, dass das Dateiformat zum Songformat passen muss, ansonsten gibt es einen Fehler. Notfalls muss man die Dateien zuvor im Computer entsprechend umwandeln. Leider gibt es keine Automationskurven, so dass man beim Bouncing in Echtzeit die Lautstärkeverhältnisse händisch anpassen muss. Entsprechend werden diese auch nicht im Song gespeichert. Geht etwas schief, muss man das Bouncing wiederholen. Das klingt auf der einen Seite zwar höchst umständlich, auf der anderen Seite darf man an dieser Stelle nicht vernachlässigen, dass das Gerät bewusst in der Handhabung einfach gehalten wurde. Diese Methode ist für Anwender aus der Analog-Welt der bessere Kompromiss, alternativ stünde schließlich auch der finalen Bearbeitung in einer DAW nichts im Wege. Als Weiteres helfen Markierungen bei der Auswahl, Teile können entfernt, überschrieben, ersetzt und Zwischenmischungen erstellt werden. Schön ist, dass bei allen Bearbeitungsschritten nicht die Originaldateien verändert werden, es bleibt also immer noch der Griff zur DAW möglich, wenn man das denn will. Zum Einsparen von Platz lassen sich überflüssige Aufnahmen jedoch bereinigen.

Tascam RC-3F

Der optionale Fußschalter RC-3F verfügt über drei Tasten und arbeitet aktiv, zwei AA-Batterien sind zum Betrieb notwendig. Die Funktionen lassen sich im Einstellungsmenü zuweisen, so dass man die Aufnahme beispielsweise damit starten kann. Das ist bei Mikrofonaufnahmen sinnvoll, zumal die Transporttasten hörbar knacken.

Der Klang des Tascam DP-24 SD und DP-32 SD

Tascam DP-24 SD links

Das Tascam DP-24 SD und DP-32 SD verfügt je über acht Eingänge und entsprechend acht Mikrofon-Preamps. Diese sind im Prinzip relativ rauscharm und können sich durchaus mit Mittelklasse-Pulten messen lassen. Der Hi-Z-Eingang macht auch einen guten Job und klingt entsprechend sauber und ruhig. Die Wandler lösen zwar nicht sehr hoch auf, 24 Bit Wortbreite erhöhen allerdings den Dynamikumfang. Die Ergebnisse klingen auf Anhieb gut und können sich hören lassen. Zugegeben ist eine Beurteilung gemessen am Machbaren nicht einfach, weil mir diesbezüglich auch der Vergleich fehlt. Subjektiv allerdings klingt die Qualität des Tascam DP-24 SD und DP-32 SD amtlich, die Effekte wirken keinesfalls billig und die EQ-Filter arbeiten auf einem sehr guten Level. Dennoch würde ich die Qualität als solide beschreiben und genügt sicherlich für die Produktion eines Demos, technisch ist wie erwähnt die DAW natürlich überlegen.

Ganz unabhängig davon bin ich zwar der Ansicht, dass man über Effekte, Mixing und Mastering in Qualität und Güte sicher diskutieren kann, schlussendlich aber das Ergebnis entscheidet. Dabei ist es wichtig, dass man sein Handwerk versteht und die Musik gefällt, egal ob diese mit einer DAW oder dem Portastudio erstellt wurde. Hier bieten sich mit den Tascam DP-24 SD und DP-32 SD all-in-one Lösungen mit Onboard-Werkzeugen an, die ganz ohne Computer zu einem vernünftigen Preis professionell anmuten. Gegen den Kauf spricht allerhöchstens die fehlende Flexibilität. Kleine Bands oder Akustikmusiker, die ein Ensemble gelegentlich aufzeichnen müssen und dazu mehrere Eingänge benötigen, fahren mit den Portastudios sehr gut, wenn ihnen vor allem das audiotechnische Hintergrundwissen fehlt. Ich selbst habe mich für das DP-32 SD entschieden und bin gespannt, ob und wie lange es für meine Zwecke ausreichen wird. Prinzipiell ersetzt es einige Geräte und reduziert den Workflow auf das Wesentliche. Damit ist Raum für die eigene Kreativität geschaffen und dies ganz ohne Ablenkung.

Fazit

Die Portastudios Tascam DP-24 SD und DP-32 SD verzichten im Gegensatz zu den Vorgängern auf CD-Brenner und MIDI, bleiben dem Grundkonzept jedoch treu. Sie bieten acht Analogeingänge und 24 respektive 32 interne Spuren, viele Effekte und eine Mastering-Sektion. Wer frei vom Computer an einem Gerät aufzeichnen, bearbeiten und abmischen will, findet zu diesem Preis kaum Alternativen mit dieser Ausstattung. Die Qualität und Verarbeitung überzeugt, allerdings erkauft man sich auch Einschränkungen, die man akzeptieren muss. In Zeiten von günstigen Plugins und der verwöhnten Vielfalt am Computer kann aber genau das eine kreativitätsfördernde Maßnahme sein.

Plus

  • alles in einem zum günstigen Preis
  • solide Verarbeitung und gutes Display
  • einfacher und übersichtlicher Workflow
  • Effekte, Ausspielwege und Mastering-Sektion

Minus

  • keine Automationskurven und Speicherung von Lautstärkeverhältnissen
  • Lautstärke kann nur händisch beim Bouncing gespeichert werden
  • keine MIDI-Anschlüsse
  • Tascam DP-24 SD nicht viel günstiger, dafür weniger Stereo-Spuren

Preis

  • Ladenpreise:
  • Tascam DP-24 SD: 419,- Euro
  • Tascam DP-32 SD: 477,- Euro
  • Tascam RC-3F: 48,- Euro
Forum
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    Eibensang  

    Zwar nutze ich keine der Tascams (deren Datenaustausch mit dem Compy eher umständlich vonstatten gehen soll, wie ich mehrfach las), sondern eine Zoom R24 – ziehe diese und andere Konsolen aber jederzeit der DAW vor: Beim Aufnehmen zumindest bietet eine gute Konsole besten Workflow und entspannte Konzentration aufs Wesentliche.

    In der DAW arrangiere ich und mische (unter zusätzlichem Einsatz einiger Hardware-Peripherie) ab. Bei allem, was dazwischen geschieht – jede Aufnahme, inklusive manchen musikalischen Ausprobierens – ist ein autarkes Mehrspur-Aufnahmegerät (sofern einem das Bedienkonzept liegt: mir mehr als alles andere) unschlagbar – und für mich unverzichtbar geworden.

    Nach jahrelangem Gerangel mit Upgrades, plötzlichen Inkompatibilitäten, mitten in die Aufnahme knacksenden Interfaces, endlosem Soundscrollen, fragwürdigen Plug-In-vasionen ;-) und abenteuerlichen Freischalt-Odysseen – sowie erstaunlich vielen Gründen, warum ein Rechner plötzlich einfriert – brachte mich das Aufnehmen mit kleinen, gutbestückten Multitrackern auf wunderbare Weise zur Musik zurück. Möchte es nicht mehr missen.

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      Stephan Merk  RED

      Perspektivisch hast Du natürlich Recht, mir geht es aber genau darum, eben nicht den Computer dazwischen zu nutzen. Ich möchte das Endprodukt aus dem Tascam holen und die Mastering-Sektion bietet mir der R24 nicht. Kompliziert wird es in der Tat, wenn man anfängt, die Spuren im Gerät nachzubearbeiten. Wenn man nur aufzeichnet, erhält man eine WAV-Datei je Spur und kann diese ohne Probleme irgendwo importieren. Wenn man allerdings Zwischenmischungen erstellt und andere gerätespezifische Funktionen nutzt, geht es leider auch nicht ohne Kompromisse. In meinem Fall will ich in Teilen auch das Umgekehrte, also fertige Dateien im Tascam nachbearbeiten. Daher bin ich froh, dass es so ein Gerät noch gibt. Diese MEinung ist Stand Januar 2019, kann sein, dass ich das in fünf Jahren anders sehe. Mich überfordert eine DAV und ihre tausenden Tastenkombis und Features, von denen ich nur 50 brauche.

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    costello  RED

    Hallo Stephan, danke für dieses liebevoll geschriebene Plädoyer für die Portastudios. Ich bin auch kein Fan von DAWs und habe gerne mit einem Zoom HD 16 gearbeitet. Was mich nur nervte, dass ich bisher immer zwei Geräte brauchte: einen klassischen Mixer, um mit meinen zahlreichen Synthesizern zu jammen und einen Recorder für die Aufnahme. Das neue Tascam Model 24 hat dieses Dilemma für mich ideal gelöst: Ein echter Mixer mit EQ, Kompressor und allem was dazugehört und integriert ein SD-Card-Recorder. Ich kann die Einzel-Spuren in den Computer schicken, muss es aber nicht, sondern kann den Mixdown im Model 24 machen. Für den finalen Stereomix geht das Ganze dann in Ableton, wobei dann nochmal Outboard-Komponenten wie Kompressoren oder ein SPL Tube Vitalizer den letzten Finish geben. Mit diesem Workflow bin ich derzeit sehr happy!

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      Stephan Merk  RED

      Danke für Deinen Kommentar. Was für Synthesizer echt schade ist, sind die fehlenden MIDI-Ports, so muss man die Aufnahme und Geräte separat starten und hat man in einem weiteren Durchgang andere Geräte dran, wird es mit dem Sync schwierig. Den Model 24 hatte ich mir auch angeschaut, der wäre aber für meine Zwecke leider deshalb ungeeignet, weil ihm die Mastering-Sektion fehlt. Achtung Halbwissen, so wie ich das gelesen habe, kann er leider auch keine Audiodateien in die Spuren laden. Für den DP-32 SD spricht, dass ich in meinem Fall derzeit auch vorgefertigte Audiospuren nachbearbeiten muss, was mir in der DAW nicht gelingen will. Das heißt, die Aufnahmefunktion ist für meinen Podcast nützlich, zumal ich zurückspulen und überspielen kann, was den Arbeitsablauf im Gegensatz zu einem Audiorekorder deutlich vereinfacht, ansonsten aber soll das Teil für mich eben genau ohne weiteres Zutun alles machen. Ich hatte mich in die anderen Teile alle eingelesen, aber so, nenne ich es mal vollkommen, ist leider keines.

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    Atarkid  AHU

    Ich hab den Vorgänger, der Funktionsumfang hatte es mir damals angetan. Allerdings hat sich recht schnell gezeigt, dass mir die 8 Eingangskanäle hinten und vorne nicht reichen. Einen normalen Mixer spart man sich praktisch nur bei Minimalsetup. Hat man etwas mehr Equipment am Start, brauchts ein Mischpult das am besten noch Subgruppen oder eine entsprechende Anzahl Aux-Outputs oder Direct-Outs mitbringt.
    Wenn man mit der Einschränkung der Eingangskanäle leben kann, sind die Tascams klasse. Warum bei der aktuellen Variante auf Midi verzichtet wurde, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, weil fehlende Sync-Möglichkeiten die genannten Einschränkungen richtig zum Problem machen.

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      Stephan Merk  RED

      Da hast Du Recht und die Befürchtung hatte ich damals auch, nutze ihn aktuell aber eben genau nicht dafür, von daher sind acht Eingänge kein Problem. Was MIDI betrifft, liest man an allen Ecken und Enden ja Probleme, die es gegeben haben soll, womöglich hat Teac daeshalb schlussendlich drauf verzichtet. Für Instrumentalisten dürfte das auch weniger wichtig sein, wenn man nicht mit zeitbasierten Effekten arbeitet. Schon lustig ist, dass der Demo-Track mit fast nur synthetischen Sounds erstellt und vermutlich auch auf dem Vorgänger produziert wurde.

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    Aljen  

    Moin! Ein wirklich lesenswerter, kurzweiliger Bericht, danke dafür! Selber bin ich auch so eine Art Multitracker-Freund, seit Tascam PortaTwo eigentlich. :-) Mit DAW kann ich nur was anfangen, wenn der ganze Prozess im Rechner abläuft. Sitze ich aber in meinem kleinen Synthesizer-Raumschiff und schraube an den Tönen, Rhythmen und Arpeggien herum, will ich nur auf REC drücken müssen, um den gegenwärtigen Geistesblitz aufzunehmen. Ohne erst den Computer anschließen, hochfahren… zu müssen, DAW starten… da wäre die Idee längst weg.

    Bis vor kurzem reichte mir mein fast 20 Jahre junger Fostex VF16 für meine Zwecke. Mit einer Ausnahme: Kontakt mit der Außenwelt. Der VF16 hatte einen SCSI-Anschluss, das ist heute ansonsten irgendwie nicht mehr so der Standard. D.h. das Höchste der Gefühle war es, die Tracks als wav auf eine CD zu brennen – ein scsi-Laufwerk hatte ich noch. Nur passte das Zeug meist nicht auf eine CD, die Macs haben ja auch längst keine Laufwerke zum einlesen mehr… umständlich.

    Da schaute ich mich vor Weihnachten um, entdeckte den Tascam 24SD, bestellt. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Das Ding ist für mich mehr ein Mischpult mit Aufnahmemöglichkeit. Ein großes, leistungsfähiges Skizzenbuch. Die Nachbearbeitung mache ich dann doch am Mac…

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      Stephan Merk  RED

      SCSI sollte es sogar in Serverfarmen noch geben, aber in der Tat, ein für damalige Verhältnisse unschlagbarer Standard. Danke für diesen Bericht, das ist total spannend, aber sprengt mein Budget. Das hatte ich mir mal immer vorgestellt, aber aus verschiedenen Gründen die Motivation verloren. Ich habe noch den JD-Xi, microKORG, Ultranova und die microSTATION und finde irgendwie nicht mehr so ganz zu den Geräten.

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        Aljen  

        Ich betreibe nun mal keine Serverfarm :—) es gibt in der Tat eine Art SCSI-Emulation, auch auf so mancher NAS, etwa Synology. Frag mich bloß bitte nicht, wozu das gut sei. – wie auch immer, mit dem Weggang von SCSI wurden so manche Peripherien Geschichte, da meine ich nicht nur meinen Nikon-Fiilmscanner, damals 3.000 DM Neupreis… da wir grad beim Thema Budget sind, in der 1990er lag ein Tascam PortaTwo bei (wimre) ca. 400 DM, passt schon. Wobei bei dem PortaTwo preislich noch Kassetten dazu kamen. Also in diesem Zusammenhang brauchen wir uns jedenfalls nicht zu beschweren. Schade, dass ich den fostex kürzlich verschenkte. viele Grüße

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          Stephan Merk  RED

          Das ist wirklich schade, da hätte ich mich schon aus Neugier gerne angeboten. ;) Was aber noch erwähnt werden muss, dass Du ja heute im Gegensatz zur Analogtechnik und auch der MD-Version quasi ohne Verschlechterung bouncen kannst. Im Prinzip kannst Du ja ein fertiges Werk noch erweitern bzw. auf diese Weise die Spurenanzahl erhöhen, auch wenn man dann beim Vorherigen nichts mehr ändern kann. Mit MIDI, wenigstens für eine Clock und zum synchronen Start, wäre das Ganze wie erwähnt noch sinnvoller.

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        Aljen  

        P.S. dass Du es zu den Geräten zwischenzeitlich nicht findest, ist eigentlich ganz normal. Es sind ja nun mal Werk-Zeuge. Ob das ein Synth ist, ein Dremel, eine Fotokamera, ein Sportgerät… ja hey, sofern Du damit nicht zwingend die Lebensgrundlage für Dich und ggf. Deine Familie bestreiten musst: alles gut. Lass die Dinger ruhig verstauben. Ich komme alle ca. 10 Jahre immer mal wieder dazu, die Instrumente von der Staubschicht zu befreien, ggf. ein-zwei neue dazu zu kaufen… da stratifizieren sich die Epochen ganz von alleine. Sofern es nicht unbedingt direkt Not tut, behalte ich die alten Geräte auch. Wozu ich Dir auch herzlich rate. Die fressen keinen Hafer…

        viele Grüße

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    Marcus_Kiel  

    Hey Stephan,

    danke für deinen Bericht! Ich dachte ich wäre der Einzige, der noch so ein Gerät nutzt. Du hast recht, diese Geräte sind reduziert in ihrem Funktionsumfang, für mich ein Vorteil, denn man arbeitet mit dem was man hat. In den 80ern wäre man vor so einer Maschine in die Knie gegangen und hätte vor Freude geweint über diese unglaublichen Möglichkeiten. Heute gibt es jedoch keine Limits mehr.

    Aber Limitierung ist wichtig, jedenfalls bei mir, denn die unendlichen Möglichkeiten einer DAW haben mich erschlagen. Durch die endlosen Möglichkeiten wurde ich eher zum Producer, der alle Produktionsschritte durchoptimiert. Das hat bei mir alles gekillt, bis zur endgültigen Aufgabe meiner größten Leidenschaft.

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      Marcus_Kiel  

      Früher habe ich mit dem Atari und Cubase einfach losgelegt und dann in einem Rutsch auf Tape aufgenommen, schön verrauscht und unperfekt. Kreativer war ich nie wieder. Dann kamen PC, DAW, VST und schließlich das kreative Aus.

      Seit fast 10 Jahren bin ich wieder dabei, aber strictly hardware! Bei mir arbeiten ein Roland MV8800 als Midizentrale und ein Roland VS2000 für Audio, mittlerweile auch mit Maus und Bildschirm.

      Ich denke, es zählt immer der Workflow, der für einen persönlich passt, denn dann kann sich die Kreativität frei entfalten. Für mich ist die Musik ein sehr persönliches Hobby, ich versuche nicht mehr „das“ perfekte Stück zu machen, sondern bleibe lieber auf der Demo-Ebene.

      Für professionelle Musiker/Produzenten sieht das alles natürlich ganz anders aus. Dennoch würde ich wetten, daß ein talentierter Typ mit einem Portastudio Dinge veranstalten könnte, die unsere Ohren zum vibrieren bringen würden.

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        Stephan Merk  RED

        Herzlichen Dank für Deine Eindrücke, da erkenne ich mich in Teilen wieder, auch wenn bei mir die Gründe etwas anders liegen. Ich hätte auch nicht wirklich gedacht, dass es offenbar doch noch Zuspruch für solche Geräte gibt. Mal sehen, ob ich irgendwann mal wirkliche Lust finde, damit mal wieder was zu machen. Mit voll analoger Technik wäre das für mich bestimmt am Einfachsten, aber ganz ehrlich, da reicht das Budget und der Platz nicht. Vielleicht klappt’s ja mal wieder, wobei der JD-Xi als Ideenlieferant für mich schon ein guter Kompromiss ist.

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        HX  

        ging mir ähnlich, da ich nicht vom Atari lassen wollte habe ich mir obwohl nicht so der typische Portastudiotyp damals ein VS1680 gekauft, irgedwann bin ich dann doch auf PC umgestiegen mit den auch von dir beschriebenen Konsequenzen.
        Das Model 24 gefällt mir auch ziemlich gut, das fehlende Midi müsste man doch wie damals mit einer Timecodespur ersetzen können?
        Was mir missfällt ist der abgespeckte EQ in den Stereokanälen, glaube aber kaum das es hier von Tascam noch einmal ein wesentlich anderes Model gibt in naher Zukunft, evtl, was kleineres

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          Theo Möbus  

          Genau, mit einer Timecodespur zwecks Synchronisation. Aber schau Dir mal an, was solche Clockgeneratoren kosten… Damals für C64 und Atari ST gab es recht preiswert Synchronizer-Interfaces, die lieferten ein MIDI-Sync-Signal für die Bandmaschine. Vielleicht kann man damit tricksen.

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            Stephan Merk  RED

            Also Jungs, ich habe ja nie mit Timecodes gearbeitet, ich wüsste gar nicht, wie man die mit den Geräten abgleicht. Aber wäre es nicht eine Möglichkeit, wenn man ein Audiofile mit SMPTE-Code in einer bestimmten Länge einfach auf eine Spur lädt und dann das Signal über den Effektweg ausspielt? WAV-Dateien laden geht und soweit ich weiß, generiert der Tongenerator ja auch nur ein akustisches Signal. Wenn man das sauber als Audiofile bekommt, wäre das doch eine mögliche Lösung. Nur wie kriegt man den dann in die Instrumente?

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              Theo Möbus  

              Neben den bereits genannten Tools könnte es auch hiermit funktionieren: Doepfer MSY2 Midi-DINSync converter für etwa 80,-EUR. Clock-Ausgang ist vorhanden.

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            lightman  AHU

            Ich habe mir dafür vor vielen Jahren das YMC10-Interface von Yamaha gekauft, das Teil wird heute noch für um die 30.- Euro gebraucht angeboten und hat immer einwandfrei funktioniert.

            Hier kann man sich das Manual runterladen, vielleicht wär das ja was: https://bit.ly/2RYRBAP .

            Ich denke, daß damit ein MIDI-Sync machbar sein sollte, zumindest hat man heutzutage dank Digitaltechnik nicht mehr mit schwachen Sync-Signalen auf abgedudelten Tonbändern zu kämpfen. :)

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              HX  

              Ich hab den Unitor II, damals habe ich mal aus Jux mit meinem normalen Kasettendeck synchronisiert, ging problemlos aber aufnehmen könnte man dann natürlich nix mehr.

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    Ted Raven  AHU

    So ein Portastudio wäre schon etwas für mich, zumal der Preis nun wirklich ein Witz ist. Schade nur, dass maximal mit 24/48 aufgenommen werden kann und mein Studio seit geraumer Zeit auf 24/96 ausgerichtet ist. Die höhere Auflösung würde ich mir auch etwas kosten lassen.

    Die fehlenden MIDI-Ports sind ebenfalls sehr schade aber für mich kein K.O.-Kriterium.

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    Fredi  

    Hallo Stephan,

    ein sehr inspirierender Bericht, vielen Dank dafür! Ich habe vor vielen Jahren mit einem Tascam 688 Midistudio gearbeitet, also noch mit einer 8-Spur-Compact-Cassette; das war Klasse.
    Das DP32SD ist mittlerweile auch wirklich günstig, und ich habe – durch Deinen Bericht angeregt – in den letzten Tagen ernsthaft danach recherchiert. Aber einige Sachen würden mir mittlerweile – als Computerverwöhnter – abgehen: Motorfader, Aufnahmemöglichkeit für mehr als 8 Spuren, mehrere Audioausgänge (z.B. für differenziertes Monitoring) und integrierte Sync-Funktion. Und auch die Effekte sind beim Tascam sehr reduziert.
    Wenn man heute ein solches „Portastudio“ haben wollte, dann fiele mir ein Behringer X32 (in irgendeiner Ausprägung) plus die X-Live-Karte ein. Ein Rack kostet 700€ (dann braucht man aber ein Tablet oder einen Controller) oder man nimmt ein Compact für 1100€, jeweils noch plus 200€ für die X-Live.
    Das ist natürlich schon viel teurer, aber dafür eben auch erheblich flexibler. Und die X-Live-Karte hat einen Batteriepuffer für die SD-Karte; das wäre mir schon sympathischer als beim Tascam…

    Gruß Fredi

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      Stephan Merk  RED

      Hallo Fredi, das ist alles richtig, aber wie Du schon schreibst, deutlich teurer und dann sind wir in Regionen, dass man im Prinzip auch gleich den Rechner nutzen könnte. Einen wesentlichen Punkt hast Du verständlicherweise nicht berücksichtigt, Barrierefreiheit. Das Ganze würde ich nicht mal geschenkt nehmen, weil ich es überhaupt nicht bedienen könnte. Ab dem Punkt erreichen wir dann wieder Logic und mein spezielles Problem ist genau das, Virtualisierung und nicht eine Funktion pro Knopf. Ich habe keinen großen Hardwarepark, weil ich das gar nicht stellen könnte. Für reines Audio reichen acht Eingänge aus. Motorfader ist richtig, aber das ist ja das Problem, der DP-32 SD speichert Lautstärkeänderungen nur beim Bouncing. Ich denke, es ist zunächst mal eine Frage, was man für sich priorisiert, bei mir ist es die Bedienung und möglichst alles in einem haptischen Workflow. Da komme ich nicht am Portastudio vorbei.

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        Fredi  

        Hallo Stephan,
        Deine Anforderung bezüglich Barrierefreiheit war mir schon bewußt, weil Du das ja auch in Deinem Profil erwähnst. Dann ist natürlich ein Tablet für die Rackversion des X32 nix; das war eher allgemein gemeint.
        Aber klär mich auf: warum könntest Du mit einem X32 Compact mit Fadern und Encodern nicht arbeiten? Gibt es dort Funktionen, die nur per Touchscreen erreicht werden können?
        Ich besitze keines dieser Geräte (nur ein Behringer X-Touch One als PC-Controller), hätte aber erwartet, dass man auch dort alles prinzipiell über Taster und Steller erledigen kann. Und ’ne visuelle Rückmeldung brauchst Du auch beim DP32, weil die Encoder ja auch Endlos-Encoder sind, oder?
        Und bezüglich der Ein-/Ausgänge: da haben wir einfach andere Anforderungen. Ich würde das Ding dann auch für ’ne Live-Band verwenden wollen, da braucht man die Anschlüsse einfach.
        Gruß Fredi

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          Stephan Merk  RED

          Hallo Fredi, ich glaube, da reicht das Textfeld nicht, auf alle Punkte ausführlich einzugehen. ;) Das X32 kenne ich nicht, die Frage ist immer, ob die App zugänglich ist. Mir geht es primär darum, von A bis Z alles mit einem Gerät ohne Computer zu machen, dabei nicht nur Recording. Ich muss beispielsweise auch die Spuren von HOFA-Projekten einladen und bearbeiten, das mir weder mit Reaper, noch Logic gelingt. Ganz einfach erklärt, wenn ich bei einer Idee nach zwei Stunden Suchen und 100mal Schließen und Öffnen des Projekts, weil der Faden weg ist, nicht weiter komme, gebe ich auf und mache lieber Dinge, die mir Spaß machen. Wenn Du wie ich schon bestimmt 5.000 Euro in Zeug investiert hast, dass man nur zu vielleicht 25% brauchen kann, verliert man auch etwas die Motivation. Klar, ginge alles mit ProTools und FaderPort, aber ich verdiene damit ja nicht mein hauptsächliches Geld. Das ist zusammengefasst der Grund, warum die knapp 500 Euro für ein eigenständiges Gerät und der Möglichkeit von externen Dateien der letzte Versuch ist. Mit Lupe geht das auch mit den Endlos-encodern, aber ich mache zu 95% alles nach Gehör. Klar muss man Lautstärkeanpassungen beim Downmix machen, gibt keine Automatioonen. Aber dann brauche ich keine Motorfader, weil jede Position wie bei einem Analog-Mixer exakt passt.

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            Fredi  

            Hallo Stephan,
            das leuchtet ein. Ich finde auch Deinen Anspruch gut, ein robustes All-In-One-Gerät _ohne Computer_ zu haben. Das von Dir vorgestellte Tascam DP32SD hat mir dahingehend auch sehr gut gefallen; deswegen hatte ich auch überlegt, ob ich mir eins gebraucht anschaffe.
            Aber dann will ich das auch als mein Standardgerät in diversen Anwendungssituationen einsetzen können. Und da vermute ich, dass ein X32 Compact mit einer X-Live-Karte (die dann wie das Tascam lokale Speicherung und Wiedergabe von Audiotracks mittels SD-Karten erlaubt) da einfach viel weiter geht (Motorfader, viele gleichzeitige Aufnahme-/Wiedergabekanäle, Effektnutzung, SD-Kartenpufferung, usw.).
            Ergonomie könnte ein Problem des X32 sein; die Anleitung von Tascam sieht auch viel besser aus, und es gibt auch tolle Video-Tutorials dazu im Internet.
            Auf jeden Fall vielen Dank für die Inspiration, Du hast mich zum Nachdenken gebracht! (Wahrscheinlich suche ich nur einen Grund, mir ein neues Spielzeug zu kaufen…)
            Gruß Fredi

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              Stephan Merk  RED

              Du mich aber auch, somit eine Gegenfrage: Der DP-32 SD kann ja von Vorne bis Hinten alles verarbeiten. Automationen gibt es nicht, man müsste also beim Bouncing bzw händisch mit den Fadern spielen. Finde ich auch gut, so ändern sich die Lautstärkeverhältnisse nicht und ich selbst bin der Automator. Geht das denn bei den anderen auch so, Model 24, X32? Wie ich das sehe, sind das Mixer mit Multitracker. Die mögen Overdubbing können und alles, aber das wäre ja ein vollkommen anderer Workflow. Bei Overdub wäre alles, wie es ist, ich kann also nachträglich allerhöchstens den Downmix bearbeiten. Das ist beim DP-32 SD nicht anders, aber zuvor habe ich eben meine 24 Stereospuren. Vielleicht um das nochmal deutlich zu machen, mir ist nicht wichtig, aufzunehmen, ich will viele Audiospuren onboard, quasi computerfrei, nachbearbeiten. Oder irgendeine Indoktrinationspille schlucken, dass ich innerhalb von 24 Stunden Logic und Reaper beherrschen kann. ;)

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                Fredi  

                Hallo Stephan,
                da bin ich leider ein ganz schlechter Ansprechpartner, weil ich ja selbst kein X32 besitze.
                Aus dem, was ich im Internet recherchieren konnte, entnehme ich folgendes: Inputrouting scheint wohl analog zu gehen wie beim DP32SD, aber es gibt kein „Stereorouting“ auf einen Master, sondern ein „Trackrouting“ in Achterblöcken. Die X-Live-Karte (für die SD-Karte) stellt deren Audiospuren als virtuelle Tracks zur Verfügung, die man dann abmischen und beispielsweise auf (zwei) andere Spuren zusammenfassen kann. Das Ganze geht über frei definierbare Szenen; ich könnte mir vorstellen, dass man vorab eine (oder mehrere) Szenen für die Aufnahme und eine weitere für’s Mastering definieren würde.
                Es gibt einen Artikel zur X-Live-Karte von Markus Galla vom Januar 2018 hier auf Amazona; ich vermute, dass er hier der beste Experte zu dem Thema ist; vielleicht kann er uns aufschlauen, sofern er mitliest…
                Gruß Fredi

                • Profilbild
                  Markus Galla  RED

                  Hi,

                  also: X32 und X-Live Kombination können ein Portastudio nicht ersetzen, wenn es um die Nachbearbeitung, sprich den Audioschnitt geht.

                  X-Live ist als Ergänzung zum X32 für das Live-Recording ohne Computer gedacht. 32 Spuren lassen sich bei langer Laufzeit aufnehmen, mit Markern versehen und später entweder ohne Schnitt direkt über das X32 mischen oder in den Computer zur Weiterverarbeitung überspielen. Das kann die Karte auch ganz hervorragend und m. E. gibt es derzeit für das Live-Recording kaum eine so gute und einfach zu handhabende Alternative. Für das Studio eignet sich X-Live dann, wenn man sie als digitalen „Bandmaschinen“-Ersatz sieht und ohnehin eine Workflow hat, der „Pre-ProTools“ ist, also eher so arbeitet wie früher mit einer Bandmaschine oder ADATs etc. Wer viel schneiden und eine DAW zur Nachbearbeitung nutzen will, muss überspielen. Das geht anders als in den meisten Portastudios nicht direkt im X32.

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                    Stephan Merk  RED

                    Danke Markus, so hätte ich mir das jetzt auch vorgestellt, auch wenn ja dann das Schneiden im Vergleich zur Bandmaschine wegfällt. Ich hatte gestern mal näher auf das Model 24 von Tascam geschaut, das scheint ja auch nur Multitracker ohne weitere Bearbeitung und Effekte zu sein. Eben Analog-Mixer mit Features im Channel Strip und einem siebenbändigen EQ in der Summe. Da hätten wir auch dann den wesentlichen Unterschied zum Portastudio rausgearbeitet.

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                      Fredi  

                      Danke an Markus und Stephan für Eure Mühe! Ich hatte die Kombination von X32 und X-Live schon als mögliches „Super-Portastudio“ gesehen.
                      Dann muss ich eben noch auf die eierlegende Wollmilchsau warten…
                      Vielleicht sieht ja Behringer da ein mögliches Anwendungsszenario. Aber der Uli und seine Softwareleute sind vermutlich zu beschäftigt, weil sie ja noch einen weiteren Syntieklon herausbringen müssen ;-)
                      Gruß Fredi

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    Stephan Merk  RED

    Wenn ich so darüber nachdenke, erinnere ich mich doch gerne an meine MPC Renaissance zurück. Die müsste doch in Verbindung mit einem Mehrkanal-Interface gerade für die Synth-User die bessere Alternative sein. Sequenzer, alles am Gerät machbar, flexible Software und rein digital. Für mich war nur das Problem, dass die reduzierte Hardware in Verbindung zu immer mehr Funktionen der Software gegeneinander lief und man irgendwann nicht mehr wusste, welchen Knopf man drücken muss. Das will der Massenmarkt wohl auch nicht, dass man durch reine Hardware eingeschränkt wird, kann ich gut verstehen und stimmt ja auch. Eigentlich wäre ein DP-32-Controller mit einem Software-Teil sogar eine tolle Lösung, weil bezahlbare Controller nur selten wirklich gut mit einer DAW harmonieren. Im vollprofessionellen Bereich ja, unter 1.000 Euro kommt man aber dann nicht raus. MackieControl hatte ich mal überlegt, aber für eine Art Joystick für Musiker war mir der Preis immer zu hoch. So ein Teil mit 10 Eingängen könnte es sein, gab es ja auch von Behringer meine ich.

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      wolfgang

      hallo, für recording spricht es mich an. Kann man das DP-24 auch bei kleineren Gigs vom handling her vernünftig einsetzen? Meist spiele ich allein und brauche 3 Spuren ( Voice und Stereo Gitarrensignal). Kann man die Ausgänge PA und Monotoring gut regeln. leider kein main xlr Ausgang. Wär fein ein Gerät für 2 zu haben ( gelegentliches recorden und live mixen)

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        Stephan Merk  RED

        Hallo Wolfgang, warte mal einen Moment ab. Ich habe aktuell den Zoom LiveTrak L-8 in der Mache, der könnte zu Deinem Profil etwas besser passen, hat auch Main-Outs als XLR. Was er nicht kann sind Multi-Effekte, hier ist er etwas reduziert und bietet nur acht Effekttypen, die nur global, aber immerhin zeitsynchron genutzt werden können. Ansonsten den LiveTrak L-12, der ist kaum teurer: https://www.amazona.de/test-zoom-l-12-mischpult-und-mehrspur-recorder/

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          wolfgang

          hallo stephan, danke für den tip live trak, feines Ding für live recording, leider keine virtuale tracks, echt schade, find die sehr nützlich wie bei meinem boss.br 800, 6 bis 7 Versionen aufzunehmen und dann die beste verwenden. Da ich ohne DAW arbeiten möcht hätt mich eben das DP 24 sehr interessiert. Inwiefern das DP 24 für live Betrieb tauglich ist ( PA, Monitor,FX zuordnung usw.) wär gut zu wissen. Gäbe es einen Livetrak der auch beim recorden die Effekte mitaufnimmt, virtuelle tracks hat, Spuren kopieren zulässt, und eventuell auf die Schnelle wie beim Boss br800 mastering programme beinhaltet, das wärs,…., vermutlich muss ich 2 kasterln kaufen oder noch warten,
          wie kommst du mit dem livetrak l8 zurecht? lg wolfgang

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            Stephan Merk  RED

            Moin Wolfgang, um mal eben ein paar Boutique-Synthesizer anzuschließen, ist der L-8 in Ordnung. Mit dem Effektweg ist so eine Sache, das geht quasi auch mit Nachbearbeitung, dann aber nur beim realen Playback. Du kannst nicht je Kanal den Effekt mit aufzeichnen und anschließend mischen. Du nimmst den Stereo-Mix und/oder die Kanäle clean auf, ist aber für diesen Zweck ausreichend. Willst Du eine DAW ersetzen, führt wohl kaum was am DP-24 SD vorbei, ich würde aber immer zum DP-32 SD greifen. Der ist nicht viel teurer und Du hast mehr virtuelle Spuren.

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              wolfgang

              hallo stephan, hab erfahren mit einer passiven DI Box kann ich aus den unbalanced Stereo cinch ausgang in meine aktiven PA-Boxen fahren, die monitor wie gehabt aus den balanced monitorausgang klinke in meine aktiven monitorboxen, jetzt meine Frage: Geht Monitor out und Stereo out eh gleichzeitig? Bin verunsichert da diese Ausgänge eine Select taste beim fader haben. ansonsten glaub ich dass das dp32d mein ding wär lg wolfgang

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                Stephan Merk  RED

                Hallo Wolfgang, standardmäßig laufen die Ausgänge mit dem Unterschied parallel, dass die RCA-Buchsen einen Festpegel haben. Man kann aber wohl die Ausgänge optional unterschiedlich beschicken, das habe ich aber nicht probiert, weil ich das bislang nicht gebraucht habe.

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