ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Tascam DR-40XP, 4-Kanal Audiorecorder

Mehr Dynamik, weniger Rauschen

12. Juni 2026
tascam dr-40xp test recorder

Tascam DR-40XP, 4-Kanal Audiorecorder

Nach dem DR-40 (2016) und dem DR-40X (2019) schickt Tascam seine DR-40-Reihe mit dem Tascam DR-40XP nun in die dritte Runde, nachdem man schon im letzten Jahr den kleineren Modellen DR-05 und DR-07 ein XP spendiert hatte. Während das Gehäuse des DR-40XP bis auf ein paar kleinere, lediglich designtechnische Änderungen unverändert geblieben ist, gibt es auf technischer Seite einige größere, grundlegende Verbesserungen. Dazu gehören zum Beispiel Aufnahmen mit 32 Bit Float, neue Preamps oder der USB-C-Anschluss. Was es sonst noch alles an Neuigkeiten gibt und wie sich die auf den Klang auswirken, werde ich jetzt mal testen.

Kurz & knapp

Was ist es? Tascam DR-40XP, mobiler 4-Spur-Audiorecorder mit integrierten Stereo-Mikrofonen, 32-Bit-Float-Aufnahme und USB-C-Anschluss.

  • Update: Deutlich überarbeitete Technik mit neuen HDDA-Preamps, 32 Bit Float, USB-C und Unterstützung für microSD-Karten bis 512 GB.
  • Klang: Sehr rauscharm, hoher Dynamikbereich und überzeugende Audioqualität für Sprache, Musik und Atmosphärenaufnahmen.
  • Flexibilität: Geeignet für Interviews, Podcasts, Fieldrecording, Konzertmitschnitte und das Festhalten musikalischer Ideen.
  • Ausstattung: Lange Akkulaufzeiten, Audiointerface-Funktion, Overdub-Aufnahmen und umschaltbare Mikrofonanordnung.
  • Preis: Faire 255,- Euro, allerdings sollte der separat erhältliche Windschutz für 28,- Euro fest eingeplant werden.
Bewertung

Tascam DR-40XP

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors

ANZEIGE

Technische Daten: Das ist der Tascam DR-40XP

Der Tascam DR-40XP ist ein 4-Spur-Audiorecorder mit integrierten Stereo-Kondensatormikrofonen in AB- oder XY-Ausrichtung, die von Tascam HDDA-Preamps unterstützt werden. Aufgenommen wird in den Formaten WAV/BWF (bis 96 kHz und 32 Bit Float) und MP3 (bis 48 kHz und 320 kbit/s).

Der Eingangspegel der analogen Eingänge reicht bei Verwendung von Mikrofonen von -84 dBu bis +5 dBu, bei Line-Geräten bis +24 dBu. Das äquivalente Eigenrauschen der Mikrofoneingänge, also das interne Grundrauschen ohne externe Schallquelle, gibt Tascam mit ≤126 dBu an, die Verzerrung mit 0,008 % und den Dynamikbereich mit ≥112 dB.

Die Stromversorgung des Recorders erfolgt wahlweise über drei AA-Batterien (Alkaline, NiMH-Akkus oder Lithium-Batterien), per USB-Verbindung zum Computer (5 V, 0,5 A) oder über ein geeignetes Netzteil. Tascam bietet da z. B. das P52OU für 23,- Euro an, es funktioniert aber auch mit jedem anderen mit den notwendigen Leistungsdaten. Die Batterielaufzeit bei Maximalbelastung (Vierspuraufnahme in WAV mit 96 kHz / 32 Bit Float plus Phantomspeisung und Kopfhörer) liegt je nach Batterie/Akkutyp zwischen fünf bis zehn Stunden. Eine Stereoaufnahme mit den eingebauten Mikrofonen (44,1 /16 Bit) kommt mit Lithium-Batterien angeblich sogar auf knapp 30 Stunden – deutlich mehr als beim Vorgänger.

Tascam DR-40XP

Der Tascam DR-40XP lässt sich, wie sein Vorgänger, als zweikanaliges Audiointerface am Computer oder an iOS-Geräten einsetzen. Dann allerdings ohne 32 Bit Float mit maximal 48 kHz und 24 Bit. Das reicht aber aus, um mal eben am Rechner etwas aufzuzeichnen. Laut Datenblatt werden die Betriebssysteme Windows 11 (24H2 und 25H2), macOS (Tahoe v26 und Sequoia v15) sowie iOS 26 / iPadOS 26 und iOS 18 / iPadOS 18 unterstützt.

Ein Wort noch zur A/B-Konfiguration der eingebauten Mikrofone: Eigentlich bedeutet eine A/B-Mikrofonierung ja, dass die Mikrofone parallel zueinander ausgerichtet werden. Hier beim DR-40XP interpretiert Tascam die A/B-Konfiguration mit Ausgeklappt (A/B): Breite Stereobasis“. Die Mikrofone stehen hier also nicht parallel, sondern ausgeklappt im rechten Winkel. Also eher ein umgekehrtes XY, wobei die beiden stufenlos verstellbaren Mikrofone auch durchaus auf „echtes“ A/B eingestellt werden können, dann aber rasten sie nicht ein. Wenn hier im Text also von A/B die Rede ist, beziehe ich mich da auf die Interpretation von Tascam.

Tascam DR-40XP

A/B-Konfiguration nach Tascam-Lesart

Der Tascam DR-40XP: Vergleich zum Vorgänger

Bevor ich weiter ins Detail gehe, hier die wichtigsten Änderungen gegenüber dem sechs Jahre alten Vorgänger, dem Tascam DR-40X. Und da hat sich tatsächlich eine Menge getan.

Das beginnt bei den neuen Mikrofon-Preamps. Die bisherigen nennt Tascam einfach „Standard“, im DR-40XP dagegen kommen die HDDA-Preamps (High Definition Discrete Architecture) zum Einsatz, die auch um einiges rauschärmer sind als die Vorgänger. Diese setzt Tascam u. a. auch (zum Teil auch als Ultra-HDDA mit optimierter Schaltung) in den Audiointerfaces der US-Serie, den Hybrid-Pulten der Model-Reihe und den Portacapture-Geräten ein.

ANZEIGE

Die Mikrofone wurden mit einer verbesserten HF-Abschirmung versehen, um Störsignale draußen zu lassen, der Dynamikbereich wurde deutlich von vormals 94 auf jetzt 112 dB angehoben. Auch andere technische Werte stehen jetzt besser da, wie die Verzerrung (THD, zuvor 0,01 %, jetzt 0,008 %, oder die Genauigkeit des Audiotakts (zuvor 30 ppm, jetzt 10 ppm). Ganz wichtig ist auch das Update auf das 32 Bit Float – beim DR-40X war bei 24 Bit Ende der Wortbreit-Fahnenstange.

Zu begrüßen ist schließlich auch, dass sich Tascam beim DR-40XP dazu durchringen konnte, den veralteten USB-Micro-B durch einen zeitgemäßen USB-C-Anschluss zu ersetzen. Und zeitgemäß ist auch die Erweiterung der Aufnahmekapazität von zuvor 128 GB (auf SD-Karte) auf jetzt 512 GB (auf microSD). Viele gute Gründe also, um vom Vorgänger auf die neue Version upzudaten.

Tascam DR-40XP

Design und Verarbeitung des Recorders

Rein äußerlich hat Tascam kaum etwas am DR-40XP geändert. Die Abmessungen von 70 x 155 x 35 mm (Mikrofone eingeklappt) bzw. 90 x 155 x 35 mm (Mikrofone ausgeklappt) und das Gewicht von 213 g (ohne Batterien, 282 g mit Batterien) sind unverändert geblieben.

Das mattschwarze Kunststoffgehäuse des DR-40XP ist im Seitenbereich der Frontpartie dezent neu gestaltet und wirkt dadurch etwas schlanker. Die LEDs neben dem Display sind ein wenig nach unten gerutscht, die LED für die Dual-Recording-Funktion ist ganz weggefallen. Die ist ja mit 32 Bit Float auch überflüssig.

Der kompakte Recorder liegt, auch wegen der abgerundeten Kanten, gut in der Hand und wirkt trotz Kunststoffgehäuse recht stabil. Ich empfehle trotzdem die Anbringung einer Trageschlaufe an der dafür vorgesehenen Halterung, ein Sturz dürfte zumindest dem Gehäuse nicht gut tun. Einzig die Schutzbügel der Mikrofone und die Verriegelung der Kombi-Buchsen bestehen aus Metall. Tasten, Anschlüsse und die übrigen Regler sind sicher im Gehäuse verbaut, da wackelt nichts. Auch die Druckpunkte sind relativ klar, so dass man auch schon mal im Blindflug spürt, wann eine Taste gedrückt wurde.

Tascam DR-40XP

Die Kombi-Buchsen auf der Unterseite sind verriegelbar. Gut so!

Anschlüsse, Display und Schaltwerk

Hier hat sich – bis auf den neuen USB-C-Anschluss – gegenüber dem Vorgänger nichts geändert. Auf der Frontseite befindet sich das S/W-Display, das mit 128 x 64 Pixel ausreichend groß und dank Hintergrundbeleuchtung und einstellbarem Kontrast recht gut ablesbar ist. Solange man nicht versucht, von der Seite darauf zu schauen und die Lichtverhältnisse stimmen – dann nämlich stört die fehlende Entspiegelung.

Alle für den Betrieb wichtigen Tasten – wie Start/Stop/Record, Steuerkreuz, Mixer, Menü oder Quick – sind ebenfalls gut erreichbar auf der Front untergebracht. An der linken Seite dann die Schiebeschalter für den externen Eingang und für Hold und die Wippe für den Inputlevel. Rechts ist die Gummi-Klappe für die microSD-Karte, die recht leicht zu öffnen, aber etwas fummelig zu schließen ist. Der USB-C-Anschluss darunter ist weit genug oben angebracht, so dass ein eventuell eingestecktes Kabel auch im Handbetrieb nicht weiter im Weg ist. Gleiches gilt für die am Boden untergebrachten XLR/Klinke-Kombi-Buchsen (wie gesagt: verriegelbar und das ist gut so), auf die sich 24 bzw. 48 V Phantomspeisung zuschalten lässt.

Tascam DR-40XP

Jetzt mit USB-C-Buchse und 512 GB – microSD

Auf der Rückseite des Audiorecorders finden wir schließlich den kleinen Mono-Lautsprecher, der mit einer Leistung von 0,3 W ausreicht, um zu kontrollieren, ob überhaupt etwas aufgenommen wurde. Die Qualität einer Aufnahme sollte man aber besser am Computer überprüfen.

Das große Batteriefach ist leicht und schnell zu öffnen (nicht unwichtig, wenn man mitten in einer laufenden Pressekonferenz plötzlich feststellt, dass die Batterien am Ende sind). Für den Tischbetrieb gibt es ein paar Gummipunkte, die aber mehr den Tisch vor Kratzern schützen als den DR-40XP schalltechnisch zu entkoppeln. Da nutzt man dann besser das ¼ Zoll – Stativgewinde (maximale Schraubenlänge: 4,5 mm).

Aufnahme-Annehmlichkeiten

Der Tascam DR-40XP erlaubt sowohl Mono-, Stereo- als auch 4-Spur-Aufnahmen. Bei Letzteren werden aber nicht vier Spuren getrennt, sondern die Spuren 1/2 (eingebaute Mikrofone)  und 3/4 (externe Eingangssignale) gleichzeitig in zwei Stereodateien aufgezeichnet. Bei Overdub-Aufnahmen gibt es die Möglichkeit, das zuspielende Signal auf den Spuren 1 und 2 entweder nicht mit auf die aufnehmenden Spuren 3 und 4 aufzuzeichnen oder es zusammen mit dem Eingangssignal in der Aufnahme zu mischen.

Tascam DR-40XP

Der DR-40XP kann auch „echtes“ A/B

Will man 32 Bit Float nicht nutzen, ist man trotzdem nicht einer eventuellen Übersteuerung auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, gibt es doch trotzdem noch diverse Möglichkeiten der Pegelanpassung. So lässt sich der Eingangspegel manuell über die Wippe während der Aufnahme nachregeln, und das auch unter 32 Bit Float. Ein trotz allem nützliches Feature, dessen Fehlen ich bei anderen Recordern immer wieder mal bemängelt habe. Zwar können Pegelspitzen im 32-Bit-Float in der Nachbearbeitung zwar wieder eliminiert werden (allerdings auch nicht immer), doch ist es wesentlich angenehmer, die schon von vornherein möglichst zu vermeiden.

Weitere Möglichkeiten sind da ein zuschaltbares Hochpassfilter (40, 80, 120 und 220 Hz), Limiter, Spitzenabsenkung, und eine Auto-Pegel-Funktion, die recht zuverlässig funktionieren. Die letzten drei sind aber bei 32 Bit-Aufnahmen nicht möglich. Setzt man externe Mikrofone ein, so kann man hier schon vorab zwischen Low- und High-Gain vorauswählen, je nach verwendetem Mikrofon.

Zu den weiteren Annehmlichkeiten bei der Aufnahme zählen die Verzögerung des Ausgangssignals, um Laufzeitdifferenzen bei 4-Spur-Aufnahmen auszugleichen, der Einsatz von Mikrofonpaaren in MS-Konfiguration, Vorhörfunktion für Einzelkanäle, Auto- und verzögerte Aufnahmen, eine Dateiunterteilung während der Aufnahme und das Überschreiben bestehender Aufnahmen von einer beliebigen Stelle an – gut, wenn man etwas ausbessern möchte.

Tascam DR-40XP

Der Tascam DR-40XP für Musiker

Auch für Musiker hat der Tascam DR-40XP ein paar Features zu bieten, auch wenn die sicherlich nicht die erste Zielgruppe sind. Dazu gehört u. a. ein Stimmgerät für Gitarre, mit dem sich auch lustige Partyspielchen à la „Wer singt auf Anhieb ein A“ veranstalten lassen. Auch die sechs eingebauten, eher bescheidenen Preset-Halleffekte dürften wohl ausschließlich von Musikern genutzt werden. Mir fällt jedenfalls keine Situation ein, wo ich die bei Sprachaufnahmen benötigen würde. Sehr willkommen sind sicherlich auch die beiden oben beschriebenen Overdub-Aufnahme-Funktionen, entweder zum Üben oder zum stückweisen Aufnehmen einer Songidee.

Der Tascam DR-40XP für Videos

Da der DR-40XP ein ¼‘‘ Gewinde für Stative hat, kann man da beispielsweise einen Cold-Shoe-Adapter anbringen und den direkt am Blitzschuh einer Kamera befestigen. Oder man stellt den Recorder auf ein Stativ oder befestigt ihn am Tonangler, um noch einen besseren Sound zu bekommen.

Speziell für Filmer hat der DR-40XP eine Klappensignal-Funktion, um die (auch nachträgliche) Synchronisation mit dem Videomaterial zu vereinfachen. Pegel und Länge des Signals sind ebenso einstellbar wie die Position (nur Anfang, Anfang und Ende).

Tascam DR-40XP

Die Bedienbarkeit des Tascam DR-40XP

Für die Bedienung des Tascam DR-40XP benötigt man in der Praxis keinen Tauchschein, geht es doch in den Menüs nie allzu weit in die Tiefe. Besonders praktisch ist auch die kontextabhängige Quick-Taste für den Schnellzugriff auf häufig verwendete Funktionen. So tauchen im Play-Modus bspw. „Lautsprecher (aus/ein)“, „EQ“ und „Effekt“ auf, während ich darüber im Standby den Pegelmodus, das Tiefenfilter und die Funktion „Mikrofon tauschen“ erreiche oder im Dateimanager die „Information“, „zur Liste“ und „tauschen“. Da hat jemand mitgedacht.

Alle wichtigen Funktionen – wie Mic Mode, Track Input, Mixer, Marker oder Playback Control haben eigene, gut erreichbare Tasten. Während der Aufnahme ziert ein fetter roter LED-Ring die Rec-Taste, auch das ist hilfreich.

Etwas seltsam: Wechsle ich die Batterien aus, bleiben zwar sämtliche Einstellungen erhalten, nicht aber das Datum – das muss dann wieder neu eingestellt werden. Ein kleiner Bremsklotz im Workflow.

Tascam DR-40XP

Dank Gewinde passt der DR-40XP auf ein Tischstativ. Gut gegen Handgeräusche.

Wie klingt der Tascam DR-40XP?

Neue Preamps, verbesserte Abschirmung, größerer Dynamikbereich und weniger Rauschen – schlägt sich das alles auch im Klang nieder? Dringend angeraten ist der zusätzliche Erwerb einer „Deadcat“, eines Windschutzes. Tascam bietet einen solchen (WS-86) für 28,- Euro an. Leider gehört dieser nicht mit zum Lieferumfang, auch beim Test war keiner dabei, so dass ich mir irgendwie anders behelfen musste. Es ist mir auch unverständlich, warum so was nicht gleich mitgeliefert wird, weil – ohne geht es nicht und klingt dann so:

Fürchterlich, geht gar nicht. Und ein Standard-Windschutz passt hier nicht (bzw. nur bedingt) – hat man also nicht eh zu Hause irgendwo rumliegen. Warum also gehört der nicht mit zum Lieferumfang? Tascam müsste ja nun nicht gleich 28,- Euro dafür draufschlagen, das Argument „dann würde der Recorder ja teurer“ zieht nur bedingt. Ich verkaufe ja auch kein Auto ohne Lenkrad, nur damit es auf dem Papier etwas preiswerter aussieht.

Sicher, man könnte – um die Wind- und Ploppgeräusche zu vermeiden – die Distanz zu den Mikrofonen vergrößern. Aber zum einen geht dabei einiges an Klang und Volumen verloren, zum anderen würden Interviewpartner diese notwendige Distanz im Live-Betrieb ständig unterschreiten. Nein, da muss definitiv ein Windschutz her.

Selbst mit meinem nicht ganz passgerechtem Windschutz meines Rode-Mikros klingt das schon deutlich besser:

Aufgenommen wurde das in 32 Bit Float, das hier gut funktioniert. Der Pegel war bei der Aufnahme (absichtlich) am Anschlag, zu hören ist davon nichts. Hier das Ganze noch mal mit zuvor abgesenktem Pegel: kaum ein Unterschied.

Stellt man die Mikrofone auf A/B um (im Tascam’schen Sinne), erhält man auch bei Sprachaufnahmen ein etwas anderes, breiteres Bild. Ich habe hier absichtlich nicht frontal, sondern leicht von der Seite bei der Stereoaufnahme eingesprochen, was man auch hören kann.

Gedacht ist das aber natürlich mehr für atmosphärische Raum/Außenaufnahmen,  Field-Recording, Konzert- oder Proberaummitschnitte oder für die Aufnahme mit mehreren Sprechern in einem Raum. Aus etwas größerer Entfernung aufgenommen klingt das so:

Die internen Mikrofone sind schon ziemlich gut, aber noch besser klingt es unter Umständen, wenn ich ein externes Mikrofon anschließe. Hier mal mit einem Rode NT1-A.

Mit dem Tascam DR-40XP lässt sich auch eine E-Gitarre aufnehmen, auch wenn Tascam das Thema Hi-Z nicht erwähnt. Dabei muss man den Input-Schalter nicht auf „Line“ stellen, sondern auf „Mikrofon“ (ohne Phantomspeisung). Dann funktioniert auch das, wie ich nach etwas Herumprobieren herausgefunden habe.

Das klingt zwar ein klein wenig dumpf (der EQ ist nur für die Abspielfunktion vorgesehen, nicht zur Klangverbesserung von Aufnahmen), aber für ein Ideendiktat ist das völlig ausreichend.

Will ich anschließend dieser ersten Idee noch eine zweite Spur hinzufügen, kann ich das im Overdub-Verfahren machen. Praktisch zum Beispiel für Singer/Songwriter, die Gesang über der aufgenommenen Akkordfolge ausprobieren möchten. Dabei kann man dann Gesang und Gitarre zu einem File mischen oder beide separat lassen – praktisch. Gesang möchte ich euch hier ersparen, stattdessen habe ich als Beispiel ein paar Töne auf meinem microKorg XL dazu geklimpert.

Noch ein Hinweis: Wie alle Geräte mit ein/an-gebauten Mikrofonen ist auch der DR-40XP extrem empfindlich bei Handgeräuschen. Das ist jetzt kein spezieller DR-40XP-Nachteil, sondern einfach bauartbedingt.

Nimmt man also mit dem Recorder in der Hand auf, sollte man die möglichst wenig bewegen. Oder besser einen Griff nutzen. Im Kamerabereich gibt es da einiges an gutem und preiswertem Zubehör, oder – speziell für Tascam-Recorder – einen YH&YX Handgriff-Adapter (rund 25,- Euro).

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

ANZEIGE
Klangbeispiele
Fazit

Bei der neuesten Version seines DR40 hat Tascam nicht gekleckert, sondern mal so richtig geklotzt. Neue Preamps und damit verbunden sehr viel bessere technische Eckwerte, 32 Bit Float, mehr microSD-Speicher, längere Akkulaufzeiten und USB-C – wäre da nicht das fast unveränderte Gehäusedesign, könnte man den Tascam DR-40XP glatt für ein komplett neues Gerät halten.

Klanglich ist der DR-40XP über jeden Zweifel erhaben und zudem auch noch vielseitig einsetzbar. Ob Interview, Podcast mit zwei Gesprächspartnern, Fieldrecording, Konzertmitschnitt oder das Aufzeichnen musikalischer Ideen. Der Preis von aktuell 255,- Euro ist absolut in Ordnung. Mit dazu rechnen muss man aber in jedem Fall noch die 28,- Euro für den unverzichtbaren Windschutz, den Tascam nur separat verkauft.

Plus

  • 32 Bit Float Recording
  • A/B-, X/Y und M/S-Mikrofonierung
  • Overdubs mit und ohne Mix der Kanäle
  • lange Laufzeit
  • sehr guter Klang
  • einfaches Handling und übersichtliche Menüs
  • optionale manuelle Pegelanpassung auch im 32 Bit-Float-Modus

Minus

  • notwendiger Windschutz nur separat

Preis

  • 255,- Euro
  • (plus Windschutz 28,- Euro)
Affiliate Links
Tascam DR-40XP
Tascam DR-40XP
Kundenbewertung:
(6)
Tascam WS-86
Tascam WS-86
Kundenbewertung:
(13)
ANZEIGE
Affiliate Links
Tascam DR-40XP
Tascam DR-40XP
Kundenbewertung:
(6)
Tascam WS-86
Tascam WS-86
Kundenbewertung:
(13)
Über den Autor
Profilbild

m.steinwachs RED

In jungen Jahren noch Keyboarder in diversen Bands von Punk bis Funk, schwenkte ich Anfang der 1990er Jahre auf die Komposition und Produktion von Musik/FX für Videogames um (das war lukrativer) und war dabei zwischen 1990 und 2008 an über 50 Games beteiligt (Thalion, Psygnosis, Blue Byte u.a. - https://www.gamecheck.guru/musik). Augenblicklich arbeite ich in meinem Studio an einem Remake meiner alten Thalion-Tracks (https://soundcloud.com/audiotexturat/sets/work-in-progress). Nebenher damals ...

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    binary_idol

    Noch ein kleines Minus, die optionale Fernbedienung RC-10 des Vorgängers wird nicht unterstützt, bzw. es gibt gar keine Fernbedienung mehr. Siehe Tascam Produktseite mit dem Vergleich von DR-40XP und DR-40X.

    • Profilbild
      MPC-User AHU

      @binary_idol Ja ist schon seltsam auf der Vergleichsseite den Wegfall der Remote als Verbesserung darzustellen.
      Ein Windschutz gehört heutzutage mit dabei.

  2. Profilbild
    Vati

    Hallo, das mit der Mikrofonanordnung ist schon etwas verwirrend. Echtes XY ist es beim Tascam nicht, hier kommt es auch zu unerwünschten Laufzeitproblem und somit zu „Phasenschweinereien“. Das löst z.B. Zoom sehr viel besser!
    Die Anordnung mit den nach außen gerichteten Mikros soll wohl ORTF sein. Soll, auch hier wird es zu Phasenproblemen kommen weil die Kapseln bauartbedingt zu eng beieinander liegen.
    AB mit 5 cm Abstand 🤭
    Also, für Notfälle oder mal schnell mitschneiden reicht das, sonst ist die Mikroanordnung so überhaupt nicht gut.
    Grüße von Vati

    • Profilbild
      zm33

      @Vati Aha, interessant – woher kommen die Informationen, gelesen, eigene Anschauung oder ausschließlich interpoliert ? ;-)
      Irgendwie benötige ich eine Lösung für ein „handheld“, traue aber zoom und tascam nicht wirklich ….

    • Profilbild
      Ollie

      @Vati Stimmt, ganz korrekt ist die XY-Anordnung beim Tascam DR-40XP (wie bei einigen anderen Recordern) nicht. Trotzdem sind die Phasenprobleme wohl eher ein theoretischer Wert. Die Kapseln liegen so nah beieinander, dass es in der Praxis kaum eine Rolle spielen wird. Warum meinst du, dass es bei der (wirklich sehr falsch bezeichneten) „A-B“-Anordnung, die eben eher ein zu eng geratenes „ORTF“ darstellt, Phasenprobleme geben soll? Meiner Erfahrung nach ändert sich bei nach aussen gerichteten Nieren-Mikrofonen (ORTF, NOS usw.) einfach das Stereobild je nach Abstand. Da ist aber schon sehr genaues Hinhören gefragt. Als erstes wird man wohl bei grossen Abständen das „Loch“ in der Mitte feststellen. Übrigens: bei den Portacapture-Modellen beherrscht Tascam ja auch die korrekte XY-Anordnung ;-)

      • Profilbild
        Vati

        @Ollie Hallo Ollie,
        die Phasenprobleme hängen vom Aufnahmeabstand, Raum und Frequenz ab. Ob das immer zu hören ist ? Jein 🤭
        Ja da hast Du recht , bei ORTF oder NOS wird es kaum Phasenprobleme durch die enge Mikroanordnung geben aber der Aufnahmewinkel verändert sich und somit die Raumabbildung und wie du schreibst das Stereobild..
        Aber die wirklichen Probleme macht oft die nicht optimale Raumakustik.
        Beste Grüße

  3. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X