Lautsprechersimulation im Hosentaschenformat!
Mit dem TC Electronic Impulse IR Loader bringt der dänische Hersteller eine kompakte und erstaunlich flexible Lösung für alle, die hochwertige Boxensimulationen und IRs direkt auf dem Pedalboard nutzen möchten. Klein, robust und mit cleveren Features ausgestattet, soll der Mini-IR-Loader sowohl Gitarristen als auch Akustikspielern mehr Soundqualität und Flexibilität bieten. Zeit für einen Praxistest!
- Kompakt & robust: Mini-Pedal-Format, stabiles Metallgehäuse, Silent-Footswitch und übersichtliche Bedienung.
- Vielseitige Nutzung: Ideal als Cab-Sim am Ende der Signalkette oder zur Klangveredelung von Akustikgitarren.
- Einfache Verwaltung: IRs per USB laden, Drag & Drop oder App – inklusive guter Display-Ablesbarkeit.
- Guter Sound: Celestion-IRs, Acoustic-IRs und Pedal-Platform-Sounds liefern überzeugende Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
Der erste Eindruck
Für meinen heutigen Test habe ich den TC Electronic Impulse IR Loader zu Gast, der die Nutzung von IRs einfach und flexibel möglich machen soll. Den ersten Pluspunkt im Test gibt es von mir für das äußerst kompakte Mini-Pedal-Format, das ich bereits von anderen Pedalen des Herstellers wie dem Polytune Mini gewohnt bin. So findet die Boxensimulation garantiert auf jedem Pedalboard ihren Platz!
Das Layout des Pedals ist bewusst sehr schlicht gehalten. Es gibt einen Drehregler für die Ausgangslautstärke, zwei Softtaster zum Schalten durch die verschiedenen Speicherplätze und natürlich einen Fußschalter. Für die Ausführung als Silent-Footswitch, der ein lästiges Knacksen verhindert, gibt es einen kleinen Extrapunkt.
Die Bedienelemente sitzen alle bombenfest und auch der Drehregler läuft absolut smooth. Durch das stabile Metallgehäuse macht das Pedal zudem einen nahezu unkaputtbaren Eindruck. In puncto Verarbeitung liefert das Pedal damit schon einmal ein rundum gutes Gesamtbild ab. Im Lieferumfang sind neben dem Pedal außerdem ein USB-Kabel und zwei Gummifüße enthalten.
Die Kern-Features
Der TC Electronic Impulse IR Loader lädt unkomprimierte Impulse Responses bis zu einer Länge von 200 ms und einer Sample-Rate von 96 kHz und ist damit mit allen IRs der gängigen Anbieter voll kompatibel.
Die hohe Output-Range ermöglicht außerdem einen flexiblen Einsatz in verschiedensten Setups. Zum einen lässt sich das Pedal in der üblichen Verwendung am Ende der Signalkette als Boxensimulation nutzen, um das Pedalboard oder den Preamp ohne Verstärker live einsetzen zu können.
Andererseits lässt sich mit dem Pedal direkt nach einer Akustikgitarre, aber auch der oft etwas matt klingende Piezo-Tonabnehmer-Sound etwas aufhübschen, indem man eine IR eines gut klingenden mikrofonierten Instruments lädt.
Alle Specs im Überblick
- Cab-Sim und IR-Loader mit 25 eingebauten IR und 74 leeren Speicherplätzen zum Laden eigener IRs
- enthalten sind: 12 Celestion Speaker Cab IRs, 8 TC Electronic Pedal Platform IRs und 5 Akustikgitarren IRs
- Wechsel zwischen 2 verschiedenen IRs über den Fußschalter
- Regler: Output-Volume
- Drucktasten: Previous & Next IR
- LED-Display
- True-Bypass
- Fußschalter: Effekt-Bypass oder A/B
- Eingang: 6,3 mm Klinke
- Ausgang: 6,3 mm Klinke
- Netzadapteranschluss: Hohlsteckerbuchse 5,5 x 2,1 mm, Minuspol innen
- Stromversorgung über 9 V DC Netzteil
Der TC Electronic Impulse-IR-Loader im Praxistest
Im Praxistest punktet der Impulse IR Loader mit seiner wirklich kinderleichten Bedienung: anschließen, anschalten und einfach durch die Speicherplätze scrollen. Das Display liefert durch die weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund einen sehr guten Kontrast, sodass die Navigation auch in heller Umgebung problemlos möglich ist.
Auch das Übertragen eigener IRs auf den kleinen Bodentreter ist mit einem PC oder Mac per USB-Verbindung möglich und funktioniert per Drag & Drop oder mit der Impulse-App, die eine detaillierte Organisation der Speicherplätze ermöglicht. Einen kleinen Punktabzug gibt es allerdings für den etwas veralteten Mini-USB-Anschluss. Mit dem mitgelieferten Kabel ist das allerdings kein großes Problem.
Der Fußschalter des Impulse IR Loaders verfügt über zwei wählbare Funktionen. In erster Funktion regelt der Fußschalter das Ein- und Ausschalten des Pedals inklusive True-Bypass, der eine Färbung des Sounds verhindert. Die zweite Konfiguration ermöglicht ein Umschalten zwischen zwei verschiedenen Impulse-Responses – besonders praktisch für alle, die live mehr als eine Boxensimulation nutzen wollen!
Klangbeispiele
Zum Ende des Tests hören wir uns einmal einige der mitgelieferten IRs an. Insgesamt teilen sich die 25 mitgelieferten IRs in drei Kategorien auf: Die Boxensimulationen, die in Zusammenarbeit mit Celestion die 12 beliebtesten Cabinets des Herstellers enthalten, fünf Akustikgitarren-IRs und acht sogenannte Pedal-Platform-IRs, die beliebte Amp- und Pedal-Kombinationen simulieren.
Wir beginnen mit der klassischen Verwendung des Pedals am Ende der Signalkette als Boxensimulation. Hierfür habe ich meinen Kemper Profiler Player (ohne Cab-Sim) mit dem Impulse-IR-Loader verbunden und die Celestion G12T‑75 2×12 IR gewählt. Die Boxensimulation klingt hier wirklich gut und sorgt für einen Rocksound mit schönem Biss und viel Druck. Auch das knackige Spielgefühl kann definitiv überzeugen!
Als nächstes packe ich meine Akustikgitarre aus und nutze das Pedal, um einem matten Piezo-Sound mit einer Acoustic-IR etwas Brillanz einzuhauchen. Auch in diesem Anwendungsfall macht das Pedal einen ziemlich guten Job. Besonders praktisch ist hier der eingebaute EQ mit Hi- und Low-Cut im Pedal, um die Feinjustierung vorzunehmen.
Den Abschluss macht eine der mitgelieferten Pedal-Platform-IRs. Hier geht es mit der E-Gitarre direkt in den Impulse IR Loader und ohne weitere Umwege ins Interface. Simuliert wird hier eine Signalkette mit Drive-Pedal, Amp und Cabinet, die einen recht ansehnlichen und sehr direkten Grundsound liefert. In Verbindung mit einigen Effekten könnte man das Pedal hier sicherlich als eine platzsparende Backup-Lösung für den Live-Betrieb nutzen.































ngt dieser Test? Eigentlich nicht viel. Die wichtigen Angaben fehlen komplett: Abtastfrequenz, Samples, Störabstand, IR´s welche kompatibel, oder nur eigene von TC……….. . Naja Mini-USB ist Mager. 3 kleine Tondemos sagen wenig aus! Bitte richtige Tests und wichtigen Daten nicht vergessen!
@suwannee Mir fehlen ebenso einige der relevanten technischen Daten, daher eine kleine Ergänzung aus https://www.tcelectronic.com/product.html?modelCode=0709-AKA:
– 24-bit uncompressed audio for ultimate sound quality
– Loads IR’s up to 200ms in length
– Supports 44.1, 48 and 96Khz sample rates
– Supports PCM 16 / 24 / 32-bit and 32-bit float format
200 ms ist für einige Anwendungen (Reverbs) leider etwas kurz, aber das ist vermutlich auch nicht das Ziel dieses Pedals ☺️
@suwannee Ich finde auch, dass die Klangbeispiele wenig aussagekräftig sind.
Insbesondere fehlt der Vergleich zum Bypass – wie veränndert sich „dry“ zu „wet“?
Wenn schon ein Kemper Teil der Testkette ist, wäre auch ein Vergleich zu dessen Cabs spannend gewesen.
:-) Etwas kurios auch das Aufmacherbild – die Simulation von linearen Studio-/Hifi-Boxen sind doch wohl eher eine seltenere Spezial-Anwendung für ein Mono-Bodenpedal?
@Metaphistopheles naja, Klangbeispiele kann man sich schenken
klingt halt so wie das sample das zur Faltung benutzt wird. ;)
macht was es soll.
@Metaphistopheles och ich hab da auch IRs von gettoblastern, telephonen, hifi boxen ect. drin.
und jede menge vintage microphone
sehr geil 😁
@plumperquatsch Ich sag mal so: Es geht mir weniger um den „Klang“ der Faltung – damit hast Du natürlich völlig recht, daß ein fehlerfreier Faltungs-Algo das Eingangssignal einwandfrei durch die geladene Impulse Response schieben sollte. Die Mathematik dahinter ist ja eigentlich eindeutig.
Worum es mir aus Erfahrung geht ist das dynamische Verhalten – klingt der aufgeprägte IR Klang immer gleich intensiv, oder kommt da auch noch Druck aus der simulierten Lautsprecherpappe, wenn man die Saiten heftiger quält?
Die ganz billigen Multieffekte können ja auch seit >20 Jahren IRs falten, aber zumeist geht dort das Dynamikverhalten verloren – während wertigere Multis eher eine muntere Dynamik liefern.
Ich bin Helix-Spieler und fand damals die Cab Sims ganz ok – als dann aber mit Firmware 3.5 der Cab Sim Algo komplett ersetzt wurde, ging dann wirklich die Sonne auf – nicht weil der Klang an sich großartig anders war, sondern das Dynamik-Verhalten war plötzlich schlicht großartig.
Daher mein Interesse, sowas in der Sound-Beispielen zu hören ;-)
@Metaphistopheles an der Dynamik sollte sich bei Faltung nichts ändern. 🤷🏻♂️
Stell Dir mal die kurzen IR Samples als „Polaroid photo Stempel“ eines Frequenzgangs vor …
dem du allem was du reinsteckst aufdrückst …
@Metaphistopheles man muss das pedal auch gar nicht am ende der Effektkette benutzen … sondern vorher irgendwo.
im fx loop vom memory man z.b.
deswegen ist es schön Faltung als einzelnes pedal zu haben 🙂
neuer wein aus alten Schläuchen, sehr schön.🤩
@Metaphistopheles Die wahrgenommene „Qualität der Echtheit“ von Lautsprecher und / oder Mikrofon sind schlicht gute IR samples. ;)
Damit kann man man einen Wahnsinnssound zaubern wenn man ein bisschen kreativ ist und rumprobiert und die kiste mit den „interessanten“ samples füttert 🙂
@plumperquatsch Das Schlüsselwort ist ja „sollte“, und es wäre begrüßenswert wenn es beim TC auch „ist“.
Nachdem ich im ET-Studium die Berechnung des Faltungsintegrals noch als sehr theoretisch empfunden hatte, kam Ende 1994 einer der ersten kommerziellen Faltungsalgorithmen auf den Markt. Das „Studio Elektronische Klangerzeugung Dresden“ erweiterte seinen damaligen Sample-Editor / HDD Recorder „Samplitude“ (damals war von „DAW“ noch keine Rede) um die Faltungsfunktion. Damals noch offline zu berechnen, da Algo und 486-CPU viel zu lahm waren. Seitdem nutze ich dort wo es paßt Faltung, aber seitdem kenne ich auch Implementierungen, die insbesondere in der Dynamik nicht optimal waren. Erst kürzlich gab mir ein Freund einen Mooer GE100 zum Testen, wo das Wort „Dynamik“ ein echtes Fremdwort war und man die Cab Sim lieber abgeschaltet hätte (wobei „undynamisch“ dann durch „kratzig“ ersetzt worden wäre).
Wenn Du die Erfahrung gemacht hast, daß das TC Pedal auch in dieser Low-Budget-Preisklasse keine Dynamikprobleme hat, ist das ja die Antwort auf meine Frage.
Wobei ich weiterhin nicht ganz nachvollziehen kann, warum manche Testberichte das „Dry“ Signal nicht mitliefern und man raten soll, wie der eigentliche Unterschied war….
@Metaphistopheles an der Dynamik ändert sich nix, weil der Effekt ausschließlich auf frequenzebene statt findet, (frequency nicht time domain).
Irgendwelche Dynamikeffekte müssen andere Ursachen haben.
Es ist nicht falsch sich die kurzen non reverb IRs als 2000 band luxus eq vorzustellen …
@plumperquatsch @Metaphistopheles
dein IR Sample ist so und so viele Samples lang …
ein sample = 1 Filterband …
du verstehst worauf ich hinaus will? 🙂
@Metaphistopheles ich hab das ding auch mal hinterm analogem drumcomputer
kann keine negativen Dynamik-Geschichten berichten 🤟
Mikrofon IRs auf synthetischen claps find ich super, das hört sich gleich mehr nach „echter Welt“ an. :)
Das ist doch eindeutig ein elektronisches Kleingerät. Wie kann da ein Mini-USB verbaut sein? Ich dachte es gibt für neue Geräte dieser Gattung eine USB-C Pflicht in der EU.
@Basicnoise Ich finde ja, ein VÖ-Datum darf bei Tests gerne immer dabei sein.
@Basicnoise Die USB-C-Port-Pflicht gilt nur für Geräte die über USB aufgeladen werden können.
https://commission.europa.eu/news-and-media/news/eu-common-charger-rules-power-all-your-devices-single-charger-2024-12-28_en?prefLang=de
@Basicnoise schon interessant! 😁
mein Motorola V3 und der Controller der ps3 hatten mini USB.
etwa 2007/2008.
finde ich aber deutlich besser als Micro USB. 🤣
Uli der alte pfennigfuchser. 😎
Im Feb. 2022 hab‘ ich noch €119,- dafür bezahlt. Seid dem fester Bestandteil in meiner Signalkette. Für jetzt 30% weniger ein absolutes Schnäppchen.
@Ragutini Damit klärt sich meine Frage. Ich dachte, das sei ein neues Gerät. Liest sich auch so. „Mit dem TC Electronic Impulse IR Loader bringt der dänische Hersteller eine kompakte…“
@Basicnoise Der dänische Hersteller gehört seit 2015 zu Behringer. Auf der Unternehmenswebseite finde ich keinen aktuellen Bezug zu Dänemark mehr.
@Kosh66 Das war ja bloß ein Zitat aus dem Test ;)
@Basicnoise Schon klar, war ja eindeutig als Zitat zu erkennen, ging nicht gegen Dich 😇
@Ragutini ja, ich hab den dual Phase zum halben Preis bekommen.
oft Aktionen und gute Preise der alten Behringer/TC Ware
am besten ein Jahr oder später nach dem Release kaufen.
am Anfang wartet man eh Monate. 🤣
@Ragutini Pflichte den vorangegangenen Kommentaren bei. Zudem, soweit ich es sehe keine schaltbare Endstufen Sim dabei – sehr schade, weil das grad in Hybrid Situationen durchaus sinnvoll sein kann, eine solche zu haben. Dann lieber 120 Euro mehr und einen Engl Cabloader.
Ich find das Ding ganz toll. Es lassen sich um die 70 User-IR laden.
Ich hab alles reingeknallt was die Festplatte an Lautsprechern und Mikrophonen zu bieten hat.
Hansa Studio B in a Box. :)
Auch sehr hübsch auf Synths und Drumcomputern.
Meist verstauben die ir samples ja im hintersten Winkel der Festplatte, in so ner kleiner box sind die viel besser aufgehoben. :)
das usb Kabel brauch man genau 1x um seine eigenen samples reinzuladen und dann nie wieder.
hat 2ms Latenz.
Bin sehr zufrieden damit.
Schnell mal durch die Samples hüpfen ist nur einen knopfdruck weiter, sehr schön. So muss das sein.
IR von Roland jc 120 (Jazz chorus) geladen,
chorus draufgelegt 🙂
wie geil ist das denn? 😎
die Roland cloud kann mich mal gern haben. ;) 🤭
Die Werkssamples lassen sich auch mit der Software nicht löschen.
Die Dinger die für Akustikgitarre gedacht sind wollte ich rauswerfen, das geht nicht.
(naja, einfacher ist man kann nichts löschen, dann weint nachher keiner rum, Hilfe, ich hab das ding gelöscht. )
Wiso taucht das nicht unter „deals“ auf? @die Redaktion
für 84€ ist das ein Schnäppchen
ein ganz großer spaß für soundbastler aller art :)