Gemeinsamkeiten
Die sechs Pocket Operator-Modelle sind mehr oder weniger Variationen eines Themas, besser gesagt zweier Themen. Es gibt Synthesizer und Drummaschinen. Bei den ersteren handelt es sich um Synthesizer mit verschiedenen Formen der Klangerzeugung, die mit dem internen Sequencer gespielt und von einer simplen Mini-Drumspur begleitet werden. Die Beatboxen hingegen haben jeweils 16 Drums/Sounds auf Sample-Basis. Die Sounds können mit zwei Funktionen verändert werden, jedoch lassen sich diese Parameter nicht im Play-Mode bedienen, was für Performances eigentlich sehr hilfreich wäre.
Der Sequencer bietet jeweils 16 eintaktige Pattern, die in Echtzeit eingespielt oder im Step-Verfahren programmiert werden können. Außerdem lassen sich Parameter der Sounds und Effekte automatisieren und per Chain mehrere Pattern zusammenfügen. Das Tempo wird entweder per Tastendruck in den drei großen Schritten zwischen 80, 120 und 140 BPM gewechselt oder per Regler auf ein beliebiges Tempo von 60 bis 240 BPM eingestellt.
Das Display ist zwar verhältnismäßig groß, jedoch hält sich der Informationsgehalt in Grenzen. Der meiste Platz wird von einer animierten Grafik eingenommen, die je nach gespieltem Klang einen Teil davon bewegt, ähnlich wie bei den alten LCD-Handheld-Games aus den 80ern. Das sieht zwar im ersten Moment witzig aus, der Spaß hält aber nur eine Minute an. Relevante Parameter werden eher am Rande angezeigt, eine sinnvolle optische Unterstützung des Sequencers findet jedoch leider nicht statt.
Die Audioanbindung erfolgt über einen Miniklinkenausgang. Diese Buchse ist, wie auch der Audioeingang, in Stereo ausgeführt, jedoch nicht für den Sound, der ist stets Mono. Der zweite Kanal ist für ein Sync-Signal reserviert, mit dem sich mehrere Pocket Operator zusammen betreiben lassen. Dafür sind also 3,5 mm Stereokabel notwendig oder, wenn man die Sound einzeln abgreifen will, 3,5 mm Y-Kabel. Auch noch mal Extrakosten.





























Der Rythm klingt ganz gut. Vielleicht ist der Office als Percussion-Ergänzung für den Rythm gedacht, ähnlich dem 707-727-Gespann. Insgesamt kann ich aber mit dem Konzept nichts anfangen, dazu gibt es zu viele Einschränkungen beim Loslegen. Ein praktischere Kopplung mehrerer Geräte sowie Soundänderungen während des Spielens wären ein Schritt nach vorne. Es wird aber garantiert überall auf der Welt Menschen geben, die damit erstaunliche Musik machen werden.
Mein alter c64 klingt besser….
Ich habe den PO-12 und der Knallt schon ordentlich. Leider hat das Teil keine Mute oder Solo Optionen. Alle Steps löschen ist jetzt nicht so cool um ein Instrument zu muten. Daher nutze ich ihn leider wenig.