Test: the box MA 5, the box pro CX 5, Kleinlautsprecher

18. Mai 2018

Zweiklassengesellschaft?

Ein kleiner aktiver Monitor kann in vielen Fällen eine gute Hilfe sein. Das Musikhaus Thomann hat mit der the box MA 5 und der the box pro CX 5 gleich zwei Speaker mit ähnlichen Leistungsdaten im Eigensortiment. Wir vergleichen die beiden Angebote miteinander.

the box MA 5

the box MA 5

Die MA 5 ist mit einem 5“ Fullrange-Speaker bestückt. Der Neodym-Treiber hilft Gewicht zu sparen. Eine Class-D Endstufe schickt 125 Watt RMS an den Lautsprecher. 

Über ein integriertes 3-Kanal-Pult werden die Signale zugeführt. Kanal 1 und 2 bieten Kombibuchsen für Mic und Line. Kanal 1 kann zudem noch Hi-Z für Instrumente umgeschaltet werden. Ungewöhnlich für so eine kleine und günstige Box ist die Phantomspeisung, an die MA 5 können also Kondensermikrofone angeschlossen werden.

Auch ein Echoeffekt ist für die beiden Kanäle vorhanden. Schaltbar ist, ob der Effekt auf beide Kanäle oder nur auf Kanal 2 wirkt. Die Intensität kann nur gemeinsam geregelt werden.

Das Mischpult auf der rechten Frontseite

Mit dem Aux-Input ist ein dritter Kanal vorhanden. Hier wird das Signal über Miniklinke oder 2 Cinch-Buchsen angeschlossen.

Jeder der drei Kanäle besitzt ein Level-Poti, auch ein Main-Level ist vorhanden. Die 3-Band-Klangregelung wirkt auf den Gesamtsound. +/-15 dB werden hier bei 100 Hz, 2,5 kHz und 12 kHz geregelt.

Die Rückseite bietet neben dem Netzschalter und der Kaltgerätebuchse mit Sicherungseinsatz einen Main-In als Kombibuchse. Hier kann ein zusätzliches Signal, z.B. ein Monitorweg, eingespeist werden. Auch den umgekehrten Weg gibt es, über die Thru-XLR-Buchse wird der Mix an eine weitere Box durchgereicht. Eine Pegelanpassung ist mit dem Line/Mic-Schalter möglich.

Die Rückseite

Das 290 x 210 x 175 mm große Gehäuse der MA 5 besteht aus Kunststoff, die Lautsprecherabdeckung aus Lochblech. Der Amp-Block kommt ohne Kühlrippen aus. Mit 2,8 kg ist die Box recht leicht. Zum Transport ist an der Oberseite ein Tragegriff vorhanden. Hier sitzt auch eine 3/8“ Gewindebuchse. Auf der Unterseite sitzt ein Flansch, für den ein Verbindungsstück mitgeliefert wird. 

Der MA 5 Stativflansch

Ebenfalls mit dabei ist ein ca. 20 cm langes Verlängerungsstück mit zwei 3/8“ Gewinden und 3/8“ auf 5/8“ Adapter. Die Box ist also dafür gerüstet, auf ein Mikrofonstativ aufgeschraubt zu werden.

Mit 139,- Euro ist die MA 5 die Günstigere der beiden Kandidaten.

the box pro CX 5

the box pro CX 5

Die CX 5 verfügt über einen 5,25“ Coax-Lautsprecher. Der Class-D Amp liefert dafür 120 Watt RMS. Die Abstrahlung des Hochtöners ist mit 60° x 60° angegeben.

Die beiden Line/Mic-Kanäle verfügen über Kombibuchsen, die Pegelsteller dazu sind mittengerastert und besitzen eine Clip-LED. 

Eingang 3 ist für Zuspieler gedacht, die hier mit Miniklinke oder Cinch-Paar Zugang finden. Das Volume-Poti dazu ist gerastert, ebenso wie der Main-Level-Drehregler. 

Die Klangregelung besteht aus Treble, Mid und Bass und erlaubt eine Pegelanpassung von +/-8 dB. Die Regler haben eine Mittenrasterung.

Vier LEDs informieren über den Betriebszustand. In Grün sind das „On“ und „Signal“, Rot zeigt den Einsatz des Limiters an, wenn die rote „Protect“-LED leuchtet, hat sich der Speaker abgeschaltet und sollte eine kurze Zeit ausgeschaltet werden.

Mixer mit Signalanzeigen und Schutzschaltung

Rückseitig sitzt auch hier Kaltgerätebuchse und Netzschalter. Auch eine Auto-Power-Regelung kann aktiviert werden, dann schaltet sich der Lautsprecher nach ca. 30 Minuten ohne Signal ab und wird durch Aus- und wieder Anschalten zum Weiterbetrieb überredet.

Über eine XLR/Klinke-Kombibuchse kann ein weiteres Line-Signal eingespeist werden, ein Direct-Out gibt das Line-Signal weiter.

Die Rückseite

Das Gehäuse sieht auf den ersten Blick wie aus Alu gefertigt aus, besteht aber aus Kunststoff. Die Größe beträgt 323 x 180 x 205 mm, das Gewicht liegt bei 3,5 kg. Das metallene Schutzgitter ist sehr stabil und mit Stoff hinterlegt.

Der Tragegriff sitzt rechts neben dem Mixer, ergonomisch nicht ganz praktisch, aber bei dem geringen Gewicht vertretbar. Die Unterseite ist durch 4 Gummifüße rutschfest, ein mitgelieferter Stativzapfen erlaubt die Montage auf einem Mikrofonstativ in 3 verschiedenen Winkeln. 

Die verschiedenen Kippwinkel bei Stativmontage

Auf der Oberseite soll ein 3/8“ Gewinde das Befestigen eines Mikrofons erlauben.

Für die CX 5 ruft das Musikhaus Thomann einen Preis von 169,- Euro auf.

Forum
  1. Profilbild
    Generic User

    Ich „befürchte“ der hohe Rauschpegel der CX5 ist der besseren Frequenzabbildung geschuldet. Die MA 5 kann das Rauschen einfach nicht abbilden. Zweischneidiges Schwert:-)

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Nee, so klanglich eingeschränkt ist die MA 5 dann doch nicht. Da wurde bei der CX 5 einfach nicht so sauber entwickelt. Hinzu kommt, dass hier ja auch noch eine Frequenzweiche mit verbaut sein muss.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.