Test: the box Miniray, Line Array System

Konstruktion

Wie in fast allen aktuellen Beschallungssystemen haben auch bei der the box Miniray die Neodym Magnete die Arbeit übernommen, die höhere Wattzahlen bei deutlich geringerem Gewicht als konventionelle Lautsprecher an den Tag legen. Im Fall der the box Miniray heißt das 400 Watt RMS für den aktiven Subwoofer und je 200 Watt RMS für die beiden Satelliten, die ebenfalls vom Subwoofer mitbetrieben werden.

Dabei verrichten ein Mono-kompatibler 12 Zoll Basslautsprecher und je vier Stück 3,5 Zoll Breitbandlautsprecher ihre Arbeit in den dafür vorgesehenen Gehäusen. Mit den Abmessungen 345 x 470 x 490 mm und einem Gewicht von 19 Kilogramm lässt sich der Woofer vergleichsweise komfortabel transportieren, wenngleich der einzige Tragegriff auf der Oberseite des Gehäuses ein wenig unvorteilhaft ist. Zwei seitlich angebrachte Griffe würden den Tragekomfort deutlich erhöhen. Umso entspannter lassen sich die Satelliten von A nach B bewegen. Aufgrund des einfachen Kunststoffgehäuses mit den Abmessungen 115 x 150 x 485 mm und einem Gewicht von nur drei Kilogramm hat selbst die Sängerin nach der Show keine Ausrede mehr, nicht mit anpacken zu können.

The Box Miniray Rueckseite

the box Miniray Rückseite

 

Der Subwoofer sitzt in einer geschlossenen Konstruktion, die nach vorne mit einer durchgehenden Holzplatte abgeschlossen ist. Diese wiederum ist durch eine Kunststoffeinfassung nach außen hin abgedichtet. Unterhalb dieser Platte liegt die nach vorne abstrahlende 320 x 60 mm Bassreflexöffnung. Die vier Satelliten-Lautsprecher hingegen sind durch ein schwarzes Lochmetallgitter vor äußeren Einwirkungen geschützt. Auf der Unterseite des Gehäuses befindet sich ein 36 mm Flansch, der die handelsüblichen Distanzrohre aufnehmen kann.

Die Verbindung zwischen Subwoofer und Satelliten wird durch Speakon NL-4 Anschlüsse gewährleistet, wobei die Anschlüsse bei den Satelliten in einem 45 Grad Winkel nach unten abgeführt werden. Dies hat den Vorteil, dass die entsprechenden Kabel nicht so leicht abgeknickt werden können. Außer einem Netzkabel für den Subwoofer liegen der the box Miniray keinerlei Verkabelung bei. Sämtliche Eingangs- und Lautsprecherkabel müssen separat erworben werden.

Alle Anschlüsse und Regler, die zum Betrieb des Systems erforderlich sind, befinden sich auf der Rückseite des Subwoofers und wurden zur Vermeidung von Schäden während des Transports um circa zwei Zentimeter nach innen versetzt. Oben links befindet sich die Eingangssektion, die in Form von Cinch und verriegelten XLR-Kombibuchsen vorliegt. Über die darunterliegenden XLR-Outputs kann das anliegende Signal bei Bedarf durchgeschleift und zu anderen Klangquellen weitergeführt werden. In der Mitte befinden sich neben dem Master-Lautstärkenregler, der Anteilsregler für die Subwoofer Lautstärke, der Wahlregler für die Crossover Frequenz und ein 180 Grad Phasendreher für den Bass.

Vier kleine LEDs in Form von On, Signal (anliegendes Signal), Limit (zu hoher Eingangspegel) und Protect (thermisches oder elektrisches Problem) informieren über den Betriebszustand der the box Miniray. Um einen zusätzlichen Subwoofer für echten Stereobetrieb anschließen zu können, befindet sich oben rechts ein weiterer XLR-Ausgang. Abschließend findet man dort ebenfalls noch die beiden Speakon Outs für die Satelliten.

The Box Miniray Front

the box Miniray Front

Forum
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    Armin Bauer  RED

    Hallo Axel,

    natürlich suggeriert der Name „Miniarray“ dass es sich hier um ein Line Array handelt. Ohne es nun von innen gesehen zu haben würde ich doch eher darauf tippen, dass es sich hier um profane Stäbchenlautsprecher handelt.

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      Axel Ritt  RED

      das stimmt, erklärt sich aber meines Erachtens aufgrund des Erscheinungsbildes und des Preises nahezu von selbst. Letztendlich zählt der Klang und der befindet sich tatsächlich in einem guten Preis / Leistungsverhältnis.

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        Armin Bauer  RED

        Hi Axel,

        sollte auch keine Kritik an deiner Arbeit sein und klar erklärt sich das für uns Profis von selbst.
        Ich denke aber, dass es genug Leser gibt, die da nicht so den detaillierten Einblick haben und Werbeversprechen ungesehen übernehmen. Da sollten wir m.M. nach in der Begrifflichkeit wieder etwas genauer werden.

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          Markus Galla  RED

          Aktuell nennt jeder seine Säulen „Line Array“. Klingt halt besser als Säulenlautsprecher. Man kann ja mit einer einfachen Formel nachrechnen, wie weit das Nahfeld für die einzelnen Frequenzen überhaupt reicht, wenn man eine so kurze Säulenlänge hat. Das gilt aber auch für andere Hersteller. Als ich zum ersten Mal die Elements von HK gehört habe, war ich geschockt, wie viele Elemente man übereinander stacken musste, damit das Teil überhaupt klingt. Mittlerweile hat HK ja reagiert und bietet bereits Elemente mit 8 Speakern an. Ist halt alles Marketing. Dennoch muss ich sagen, dass viele Hersteller das schon gut hinbekommen. Begeistert hat mich zum Beispiel die RCF Evox 8. Schönes und leichtes System mit sehr gutem Sound.

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            Armin Bauer  RED

            Zitat: Aktuell nennt jeder seine Säulen „Line Array“.
            Da hast du recht, aber darf VW seinen „Up“ Ferrari nennen, nur weil er in rot erhältlich ist?
            Säulen sind die Dinger, die seit Jahrzehnten in Kirchen hängen, gute Sprachverständlichkeit, keinerlei Wirkung in die Tiefe, deshalb kommt da nach 10m die nächste Reihe (meist leider nicht delayed).
            Kann durchaus in der Kneipe, die ja auch selten tiefer ist, auch gute Ergebnisse erzielen.
            Ein LineArray ist aber a) per Definition und b) vom technischen Aufbau und der Wirkungsweise her was komplett anderes.

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              Markus Galla  RED

              Natürlich. Allein schon das fehlende Waveguide macht es physikalisch betrachtet schwierig. Aber Marketing ist Marketing. Man könnte es auch einfach Linienstrahler nennen, was kein Modewort der 90er ist und von L-Acoustics und zumindest teilweise richtig. Selbst eine 4×12″ Box folgt in Grenzen für die Midrange dem Linienstrahlerprinzip, welche auf Harry Olsens Theorien im Jahr 1957 zurückgeht und der für die Säulenlautsprecher verantwortlich war. Aber Linienstrahler klingt für das Marketing nun einmal blöd. Dass mit einem Line Array eigentlich etwas anderes gemeint ist, dürfte zumindest Technikern klar sein. Das einzige Säulensystem, welches nahe dran ist, ist die GL24 von Seeburg, weil hier die meisten Prinzipien korrekt umgesetzt sind. Aber ist ja auch egal. Der Kunde will ja sagen, dass er ein Line Array besitzt, auch wenn es nur eine Säule ist.

  2. Profilbild
    Mico

    Hallo

    Ich hoffe dass kann ich Kommentar in Englisch machen bitte?

    I need a small PA for DJ practice (no production/mastering work at all of course) at home (room 4×4 meters) + to be able to take it to small parties like 50 people max (small bars and so on).

    My friend told me to forget about ‚traditional PAs‘ at all as they are designed to sound good only at higher volumes and therefore it will make bad quality sound when used by me at home for DJ practice on my DJ controller.

    He told me that my only and best option would be to go for a portable line array system like this one – as that kind of system will probably sound quite ok at low levels of volume.
    Is he right saying that?

    Also, I am looking at this Miniray and quite like it (I have a budget of 1000 euro, maybe 1200 max) but someone told me that he heard Reloop’s Groove Set 12 and that supposedly sounds fantastic so…….which one should I go for?
    Miniray or Groove Set 12 please?
    (I guess they are my only ‚good‘ choices for small but strong PA with line array top speakers right?).

    Danke sehr
    Grusse

    ps. I can’t find any reviews of the Reloop Groove Set 12 online. Anyone can point me to direction where I can find one please? thanks

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