Test: Thomann, DP-85, Digitalpiano

Thomann DP-85

Thomann DP-85

Die weiteren Funktionen des DP-85 fallen alle in die Rubrik Standard, da die meisten Digitalpianos (egal welche Preisklasse) darüber verfügen. Dazu gehören u.a. Dual Mode, das gleichzeitige Spielen zweier Klänge auf der Tastatur (auch Layer genannt), der Split Mode, mit dem man zwei unterschiedliche Klänge über die Tastatur verteilen kann, d.h. beispielsweise Bass in der linken Hand, Piano in der rechten oder aber sonstige hilfreiche Funktionen wie Transpose oder ein Metronom.

Fazit

Das Thomann DP-85 hinterlässt ein zweischneidiges Bild. Nimmt man alleine die Anzahl der Klänge, Styles und vor allem den Preis als Bewertungsgrundlage, ist das Digitalpiano einsame spitze. Schaut man jedoch etwas genauer hin, muss man für die vielfältigen und zahlreichen Funktionen mit nur durchschnittlicher Qualität leben. Grade bei den wichtigen Punkten eines Digitalpianos wie Tastatur, Klangerzeugung und Lautsprecher kann das DP-85 qualitativ nicht mit den Einstiegsgeräten der Markenhersteller mithalten. Hier merkt man einen sehr deutlichen Qualitätsunterschied. Dennoch hat das DP-85 meiner Meinung nach seinen berechtigten Platz in der Digitalpianowelt. Grade für Einsteiger, die vor allem Spaß und Lust aufs Spielen und Jammen haben, ist das Thomann DP-85 ein guter und vor allem günstiger Einstieg. Wer aber schon etwas mehr Erfahrung hat und auch spielerisch höhere Ansprüche an sich selbst und sein Equipment hat, kommt an den Digitalpianos der größeren Hersteller nicht vorbei.

Plus

  • günstiger Preis
  • viele Sounds und Styles

Minus

  • Tasten haben zu viel Spiel nach links und rechts
  • Pro Song nur eine Spur (interner Recorder)

Preis

  • 479,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Monoteur  

    Das Piano klingt in den Soundbeispielen wie ein Korg M1 aus den Anfang der 1990er. In der Klangerzeugung hat sich da wohl nichts geändert…

  2. Profilbild
    vssmnn  AHU

    Eine 0815 onBoard Soundkarte mit GM klingt ungefähr genauso so schlecht.

    Ich würde mich als Produktmanager für so was schämen, sowohl als Hersteller, als auch als Einkäufer.

    Mit einer Hartnäckigkeit werden dem Klavierkunden völlig sinnfreie Orgel und Bläsersounds sowie Streicherklänge zum Fremdschämen angeboten.
    Das FM Piano ist ebenfalls sowas von out, aber anscheinend interessiert es ja keinen.

    • Profilbild
      Nostradamus

      GM klingt schon noch schlechter. Allerdings nicht wesentlich. Das Urteil „Gut“ des Testers ist daher schwer nachvollziehbar, selbst wenn man den günstigen Preis berücksichtigt. Das Preis-Leistungsverhältnis mit einbezogen ist, mit viel gutem Willen, allenfalls ein Befriedigend drin.

      • Profilbild
        Felix Thoma  RED

        Das Testurteil Gut kommt tatsächlich maßgeblich aufgrund des extrem günstigen Preises und der Anzahl von Sounds und Styles zu Stande. Hier steht klar die Quantität im Vordergrund aber verglichen mit anderen Digitalpianos hat das DP-85 einfach eine Vielzahl an Sounds zu bieten. Auch wenn die Qualität darunter klar leidet.

  3. Profilbild
    vssmnn  AHU

    Es ist auch völlig vermessen, so ein Gerät mit einem Dreifach-Pedal auszustatten.

    Mal abgesehen davon:
    Geschätzte 99,9% der Klavierspieler dieser Welt benutzen meist nur das rechte Forte-Pedal und wissen mit den anderen 2 nichts gescheites anzufangen.

    • Profilbild
      Tarause

      Das glaube ich nicht. Jeder gut ausgebildete Pianist wird das Una-Corda Pedal musikalisch einsetzen. Es wurde sogar schon von Beethoven an exponierten Stellen vorgegeben…

  4. Profilbild
    GeorgK

    Man fragt sich hier: wer braucht so was, wo ist die „Zielgruppe“? Wahrscheinlich die Schnittmenge aus „billig“ und „ahnungslos“.
    Gerade ein Anfänger braucht ein Gerät, das als lebendiges „Instrument“ funktioniert. Die Kombination aus „so-la-la“-Tastatur und wenigen Velocity-Layers ist da eine Katastrophe und sicher nicht dazu geeignet, einen Schüler an das Musizieren heranzuführen. Ich würde mir daher wünschen, dass man „billiger Alleskönner“ nicht immer mit „Einsteigergerät“ gleichsetzt. Das Gerät hat sicher ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis, aber es ist eher ein Spielzeug für den Dauerdilettanten, als für den ernsthaften Anfänger.

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Die Perspektive eines Klaviereinsteigers, Sängerin, Gitarrist mit Wunsch Piano als Nebeninstrument usw. ist eine andere. Und darauf kommt es an, nicht darauf, was ein Lehrer oder erfahrener Keyboarder für richtig hält. Es ist daher für diese konkreten Fälle völlig in Ordnung, geringere Ansprüche an Klang und Tastatur zu erfüllen, wenn sich dadurch der Verkaufspreis im unteren Bereich ansiedeln lässt. Falls im Laufe der Zeit das Gehör geschult ist, die Fingerpower entwickelt, dann ruft der Besitzer eines solchen Instrumentes dann schon von selber nach der nächsten Qualitätsstufe. Das ist ein ganz gewöhnlicher Entwicklungsprozesse, der noch nicht mal jeden betreffen muss. Mancher scheitert und freut sich dann, weniger als 500 Euro in den Sand gesetzt zu haben. Übrigens sind die vorgestellten Sounds gar nicht so übel gerade in Anbetracht der Preiskategorie.

      • Profilbild
        Tarause

        „Falls im Laufe der Zeit das Gehör geschult ist, die Fingerpower entwickelt, dann ruft der Besitzer eines solchen Instrumentes dann schon von selber nach der nächsten Qualitätsstufe“

        Wie soll denn bitte schön die „Fingerpower“ bei so einer leichten und klapprigen Tastatur entwickelt werden?
        Da wird höchstens „Sehnenscheidenentzündungspower“ entwickelt.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.