Dumble Style Overdrive und Boost in einem Pedal
Das Tone City Big Rumble ist ein kompaktes Overdrive/Boost-Pedal, das sich klanglich an den begehrten Dumble-Verstärkern orientiert. Mit Clean-Blend-Funktion, siebenstufigem Attack-Regler und integriertem Booster verspricht es hohe Klangflexibilität zum attraktiven Preis.
Was ist es? Tone City Big Rumble, Overdrive/Boost-Pedal mit Dumble-inspirierter Klangcharakteristik und integriertem Clean Booster.
- Klang: Überzeugender Overdrive mit hörbarer Nähe zum legendären Dumble-Sound.
- Flexibilität: Clean-Regler, siebenstufiger Attack-Regler und Jazz-/Rock-Schalter bieten viele Klangvarianten.
- Boost: Integrierter Clean Booster mit bis zu 20 dB Pegelanhebung.
- Ausstattung: Overdrive- und Boost-Sektion einzeln oder kombiniert nutzbar, True Bypass inklusive.
- Preis-Leistung: Sehr guter Klang und hohe Praxistauglichkeit zu einem attraktiven Preis.
Inhaltsverzeichnis
Tone City Big Rumble – Facts & Features
Nach nun mittlerweile mehreren Tests der Tone City Produkte auf dieser Plattform darf man festhalten, dass wir es hier mit extrem durchdachten, praxistauglichen und klanglich sehr guten Pedalen zu tun haben, die dabei zu einem kleinen Preis zu erstehen sind. Das wird die Konkurrenz aufhorchen lassen. Um es vorwegzunehmen: Auch heute werden wir nicht enttäuscht.
Wie der Name Big Rumble bereits vermuten lässt, lassen sich damit Klänge erzeugen, die dem Sound der legendären (in der Regel unbezahlbaren) Dumble-Overdrive-Verstärker recht nahekommen.
Zielgruppe: Wer meist mit relativ moderatem Overdrive arbeitet und eine „Dumble-ähnliche Klangcharakteristik“ mag, dem könnte das heutige Testobjekt sehr gut liegen, da es einerseits sehr gut klingt und dabei auch erfreulich günstig ist. Das Tone City Big Rumble kombiniert eine Overdrive-Sektion mit einem Clean-Booster. Beide Sektionen (Boost, Overdrive) können sowohl einzeln als auch kombiniert genutzt werden. Zwei verschiedene Soundcharakteristiken (Jazz/Rock), mittels Kippschalter wählbar, sorgen für zusätzliche Flexibilität im Sound.
Hier bereits ein kleiner Vorgeschmack mit recht moderater Gain-Einstellung. Der Clean-Regler steht auf 9 Uhr und mischt somit dem Ausgangssignal einen Anteil des cleanen Eingangssignals hinzu. Erst nach fünf Sekunden wird der Effekt aktiviert, um die Veränderungen besser beurteilen zu können:
Das geschmackvoll lackierte Metallgehäuse (Abmessungen: L × B × H: 100 × 120 × 52 mm) macht einen robusten Eindruck, wobei die Qualität der Fußschalter besser sein könnte. Mein Testobjekt „hakte“ bei etwa einem von fünf Umschaltvorgängen. Die Funktion erfolgte zwar einwandfrei, der Schalter hätte jedoch etwas „smoother“ laufen können.
Die Buchsen für Ein- und Ausgang (6,3-mm-Klinke) sowie die Stromversorgung (2,1 × 5,5 mm Hohlstecker, Polarität minus innen) wurden stirnseitig angebracht. Ein Batteriebetrieb wird nicht unterstützt. Die Stromaufnahme gestaltet sich mit gerade einmal 18 mA extrem anspruchslos.
Das Pedal besitzt einen True-Bypass, der Klangverluste im inaktiven Zustand (Bypass) eliminiert, da das Eingangssignal dann direkt auf die Ausgangsbuchse geschaltet wird.
Außergewöhnlich: Mittels Clean-Regler lässt sich der Overdrive-Sound stufenlos mit dem Eingangssignal (clean) mischen. Dies ist ein extrem sinnvolles und praxistaugliches Feature, das andere Zerrpedale meist nicht bieten. In der Vergangenheit gab es vereinzelt Verzerrerpedale, die dies ebenfalls gestatteten. Hierzu zählen beispielsweise die Kandidaten Voodoo Lab Sparkle Drive oder auch das Wampler ReWired Brent-Mason-Signature-Pedal. Diese sind aber eher die Ausnahme.
Der Clean Booster, der der Verzerrer-Sektion vorgeschaltet ist, liefert bis zu 20 dB Lautstärkezuwachs.
Die Regler
Clean
Dieser Regler erfüllt eine interessante Aufgabe, denn er ist gewissermaßen ein Balanceregler zwischen dem cleanen und verzerrten Ton. Ganz nach links gedreht, erklingt ausschließlich das verzerrte Signal. Bewegt man ihn von dort im Uhrzeigersinn, wird das klare Eingangssignal hinzugemischt. Somit lassen sich eine Vielzahl klanglicher Nuancen aus dem Pedal holen und man behält stets eine gewisse Portion Transparenz im Sound. Ich wünschte mir, dass mehr Hersteller dieses Feature in ihre Overdrive-Pedale implementieren würden. Technisch ist dies einfach und kostengünstig umzusetzen.
Der Attack-Regler
… ist quasi eine Art Mittenregler, der auch geringfügig in den Bassbereich eingreift. Dieser Stufenschalter bietet sieben Stellungen. Je nach Stellung wird das Signal dünner bzw. satter. Damit lässt sich der Sound des verzerrten Signals im Handumdrehen an die eigenen Klangvorstellungen anpassen.
Drive-Regler
Justiert die Heftigkeit der Verzerrung (Gain).
Tone
Ist erwartungsgemäß der Höhenregler für den verzerrten Sound.
Kippschalter Jazz/Rock
Gestattet die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Klangcharakteristiken. Auf Stellung Jazz klingt es etwas weicher bzw. minimal gedämpfter in den Höhen.
Der Boost-Regler
Bestimmt den Lautstärkezuwachs der Boost-Sektion. Bei Linksanschlag haben wir „Unity Gain“. Das bedeutet, die Lautstärke entspricht der des Bypass-Signals. Drehen wir den Boost-Regler weiter auf, lassen sich signifikant höhere Lautstärken (bis zu +20 dB) erreichen.
Beide Sektionen besitzen ihren korrespondierenden Fußschalter. Die Status-LEDs informieren auch optisch über den aktuellen Zustand.
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Der Sound
Beginnen wir mit der Clean-Boost-Sektion. Wir hören das Bypass-Signal. Nach sechs Sekunden wird der Boost aktiviert. So kann man besser ausmachen, wie dieser klingt. Der Boost frischt das Signal etwas auf, macht es kräftiger und fügt etwas mehr Höhen hinzu:
Nun testen wir die klanglichen Auswirkungen des siebenstufigen Attack-Drehschalters. Hier ist zunächst eine moderate Verzerrung (Drive auf 9 Uhr) am Start. Die sieben Stufen des Drehschalters werden nacheinander von links nach rechts durchgeschaltet, wobei man die Umschaltvorgänge bewusst hören kann, um wahrzunehmen, wann zur nächsten Stellung umgeschaltet wird:
Jetzt die sieben Stellungen des Attack-Drehschalters bei satter Verzerrung (Drive auf 3 Uhr). Man hört, wie sich die verschiedenen Einstellungen auf den Klang auswirken:
Schließlich hören wir die linke Seite (Overdrive) mit vorgeschaltetem Boost. Hiermit lässt sich die Verzerrer-Sektion bei Bedarf noch ordentlich „anblasen“ und es lassen sich noch heftigere Verzerrungsgrade erreichen:
Signalweg: Suhr Classic Strat → Tone City Big Rumble → Peavey Classic 20 Minihead → Mesa/Boogie 1×12″ Thiele-Box mit Creamback-Celestion-Lautsprecher → Sennheiser e906 → MOTU M4 → Mac Studio mit Logic




































