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Test: Tubbutec Drummertime, Eurorack-Trigger-Sequencer

It's Drummertime im Eurorack!

13. Februar 2026
tubbutec drummertime test

Test: Tubbutec Drummertime, Eurorack-Trigger-Sequencer

Mit dem Tubbutec Drummertime testen wir für euch einen Trigger-Sequencer für das beliebte Eurorack.

Kurz & knapp
Was ist es? Tubbutec Drummertime, ein 8-kanaliger Trigger-Step-Sequencer im 1U-Intellijel-Format für Eurorack.
  • Konzept: Von Roland TR-x0x inspirierter Sequencer mit Fokus auf schnelle Bedienung und Live-Performance.
  • Ausstattung: Acht Trigger-Spuren, 16 Steps pro Pattern, Song-Mode, Ratcheting, Swing, Shuffle und Step-Wahrscheinlichkeit.
  • Flexibilität: Kaskadierbar über Link-Schnittstelle für längere Patterns oder mehr Ausgänge, zusätzlich MIDI-fähig.
  • Praxis: Sehr zugängliche Bedienoberfläche mit großen Buttons, klaren Zustandsanzeigen und hohem Spaßfaktor.
  • Fazit: Hochwertiger, inspirierender Trigger-Sequencer mit überzeugendem Workflow und klarer Kaufempfehlung.

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Tubbutec Drummertime

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Was ist der Tubbutec Drummertime?

Der Tubbutec Drummertime ist ein sehr flexibel einsetzbarer, von den legendären Roland TR-x0x-Maschinen inspirierter Trigger-Step-Sequencer. Als großer Bruder des von uns bereits getesteten Tubbutec 6equencer, bietet er acht Trigger-Ausgänge und wurde mit seiner zugänglichen Bedienoberfläche besonders für Live-Auftritte optimiert.

Tubbutec Drummertime Herstellerbild Frontplatte

Die großen Buttons des Tubbutec Drummertime ermöglichen eine schnelle Programmierung und Bearbeitung von Drum-Patterns. Dazu verfügt er über viele leistungsstarke Funktionen, wie verschiedene Abspielrichtungen, eine schnelle Mute-Schaltung, eine einstellbare Step-Wahrscheinlichkeit, Shuffle, Swing und verschiedene Typen von Ratcheting-Effekten.

Tubbutec Drummertime Herstellerbild Versionen

Der Tubbutec Drummertime ist in zwei Versionen erhältlich. Es gibt eine 1-Modul-Version im Eurorack-Formfaktor 1U (Norm nach Intellijel) mit 74 Teileinheiten und eine 2-Modul-Version. Deren Bedienteil kommt auch im Intellijel-Formfaktor daher, enthält ebenfalls die 16 beleuchteten Buttons, benötigt aber nur 60 Teileinheiten Platz im Case. Dazu gibt es noch ein Modul im herkömmlichen Eurorack 3U-Format mit vier Teileinheiten Breite, das die FUNC-Taste sowie die Ein- und Ausgänge enthält.

Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es die zwei Versionen auch noch in zwei Varianten, die sich dann im Verhalten der Buttons unterscheiden. Die Variante Taktil ist mit taktilen Schaltern mit etwas haptischem Feedback und einem grob definierten Druckpunkt ausgestattet, während die Variante Klick mit einem klar definierten Druckpunkt und hörbarem Klicken daherkommt.

Erste Eindruck: Tubbutec Drummertime

In der hübsch gestalteten Verpackung finden wir gut eingepackt das 74 Teileinheiten breite 1U-Modul des Tubbutec Drummertime, das übliche Ribbon-Kabel für die Stromversorgung im Eurorack, ein weiteres Kabel für das Chaining weiterer Tubbutec Drummertime-Module sowie eine gedruckte Bedienungsanleitung.

Tubbutec Drummertime Userbild Verpackungsinhalt

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Das sehr ausführlich beschreibende, gut strukturierte Handbuch, ein Sheet für die Konfiguration und einen Clock Source Quick Start Guide gibt es auf der Herstellerseite zum Download. Ein Schraubenset habe ich nicht gefunden, aber das ist kein Beinbruch, denn Schrauben dürften in jedem guten Modular-Haushalt in ausreichender Menge vorhanden sein.

Tubbutec Drummertime Userbild Komplette Rückseite

Schauen wir auf die Rückseite des mit 12 mm Tiefe und 130 g Gewicht absolut Skiff-tauglichen Moduls, finden wir dort einen Link-Anschluss, an dem ein weiterer Tubbutec Drummertime angeschlossen werden kann.

Tubbutec Drummertime Userbild Link-Schnittstelle im Fokus

Hier kann man sich dann entscheiden, ob dieser parallel mitläuft, um weitere acht Spuren bereitzustellen, oder in der seriellen Verschaltung ein doppelt so langes Pattern, also 32 Steps bereitstellt.

An diesem Link-Anschluss kann aber auch das von mir getestete und hoch gelobte Tubbutec 6mOd6 Eurorack-Modul, die erweiterte Simulation einer Roland TR-606, direkt angeschlossen werden.

Tubbutec Drummertime Userbild Rückseite Stromversorgung

Den Stromanschluss findet der kundige Euroracker hier ebenfalls. Dazu gleich die Eckdaten: auf der +12 V-Leitung saugt der Tubbutec Drummertime moderate 100 mA, die anderen Leitungen werden von ihm nicht genutzt.

Der Tubbutec Drummertime kommt ins Eurorack

Schon beim Auspacken des Tubbutec Drummertime kam ich kurz ins Grübeln: „Verdammt! Ich habe doch überhaupt kein Case für 1U-Eurorack-Module!“

Userbild Material für Eurorack-Case

Aber keine Bange. In meinem gut sortierten Eurorack-Haushalt fanden sich tatsächlich noch zwei 84 Teileinheiten lange Rails samt M3-Threaded Strips und passendem Schraubensatz sowie ein Doepfer A-100 MNT-Netzteil.

Tubbutec Drummertime Userbild Drummertime im neuen Case

Aus diesen leckeren Zutaten und ein bisschen Sperrholz war ruck-zuck ein ganz passables Case gezimmert und nun konnte der Test des hübschen Trigger-Kloppers endlich beginnen.

Die Haptik des Tubbutec Drummertime

Die hübsch gestaltete Frontplatte des Tubbutec Drummertimes hat einen sauber ausgeführten Farbaufdruck, bei dem man die Beschriftungen sehr gut ablesen kann.

Tubbutec Drummertime Userbild Haptik linke Seite

Durch gleiche Farbgebung oder verbindende Klammern werden zusammengehörende Bereiche und Funktionen gekennzeichnet. Die Beschriftungen sind also nicht nur rein optischer Selbstzweck, sondern Teil der sehr gut strukturierten Bedienoberfläche.

Die großen taktilen Buttons lösen ihre Funktionen mit gut definiertem Druckpunkt und optischer Rückmeldung blitzsauber und schnell aus, was auf eine sehr gute Programmierung schließen lässt. Die Eurorack-Buchsen nehmen die Stecker der Kabel stramm auf und machen einen langlebigen Eindruck.

Tubbutec Drummertime Userbild Haptik 2 Lichtorgel

Die gesamte Optik des Moduls ist schon einzigartig. Mit Strom gespeist dürfte die hübsche Lichtorgel als Eyecatcher für einen hohen Wiedererkennungswert in den Cases dieser Welt sorgen. Der Tubbutec Drummertime setzt auf jeden Fall eine Tradition aus meinen früheren Tests konsequent fort: Die gesamte Verarbeitung des Trigger-Sequencers ist sehr wertig ausgeführt und im Eurorack auf Top-Niveau.

Bedienelemente und Funktionen des Drummertime

Wie immer in meinen Testberichten gibt es an dieser Stelle einen kleinen Rundgang über die Frontplatte, bei dem ich die Bedienelemente und deren grundlegende Funktionen kurz erkläre. Sollten hier Besonderheiten auftreten, werden diese auch gleich an Ort und Stelle mit abgefrühstückt.

Tubbutec Drummertime Userbild Ansicht von vorn

Los geht es ganz links mit dem Button FUNC. Dieser Button ist der Dreh- und Angelpunkt des Tubbutec Drummertime und deshalb gibt es an dieser Stelle ein paar einleitende Worte zum allgemeinen Verständnis der Bedienung.

Tubbutec Drummertime Userbild FUNC Button im Fokus

Mit dem Button FUNC und weiteren Tastern wählen wir Funktionen aus. Dazu benötigt es bei einigen Funktionen nur einen kurzen Druck auf die auszuwählende Funktion, bei anderen brauchen wir dagegen einen längeren Druck, im Handbuch „LONG PRESS“ genannt. Diese Funktionen sind in der Beschriftung mit einem Rahmen versehen und befinden sich über den taktilen Buttons.

Alle 16 taktilen Buttons sind mit einer Status-LED versehen, die den ausgewählten Zustand auch optisch anzeigt. Hier gilt: rote LED: Step gesetzt, blaue LED: Funktion aktiv und wenn beide Zustände gegeben sind, wird die entsprechende LED violett.

Spielen wir das kurz an einem anschaulichen Beispiel durch. Wir drücken Button FUNC und wählen mit einem gleichzeitigen kurzen Druck auf den dritten Button von links [BD] unsere Bassdrum-Spur an.

Tubbutec Drummertime Userbild Workshop Bild 1

Kleiner Hint: Alternativ kann man die Spur-Buttons ohne FUNC auch länger drücken, um Spuren direkt auszuwählen. Nun wird dieser Button blau und zeigt damit die gelungene Auswahl der Spur an.

Tubbutec Drummertime Userbild Workshop Bild 3

Jetzt können wir auf der Bassdrum-Spur unsere Steps setzen. Step 1 wird rot und ist gesetzt, Step 2 wird violett, da hier Funktion und Step zusammentreffen. Step 3, 4 und 5 sind dann wieder rot – nach ein paar Steps hat man das schnell verinnerlicht.

Wie im Beispiel gesehen, wählen wir mit den ersten acht Buttons rechts neben FUNC unsere Spuren ACcent, BaseDrum, Snare Drum, LowTom, HighTom, CYmbal, OpenHihat and ClosedHihat aus. Die Beschriftungen sind dabei natürlich nur Empfehlungen und korrespondieren in Beschriftung und Farbgebung mit den dazugehörigen Trigger-Ausgängen ganz rechts.

Tubbutec Drummertime Userbild Eurorackbuchsen im Fokus

Die erste Spur AC nimmt hier eine kleine Sonderstellung ein, denn mit ihr kann man auch die Pulslängen anderer Instrumente steuern. Die zweite Besonderheit bilden die Spuren LT und HT, denn sie können verwendet werden, um die Wahrscheinlichkeit der Step-Ausgabe anderer Instrumente zu steuern. Über den beiden HiHat-Spuren finden wir dann noch die Operatoren für Copy and Paste.

Rechts neben den Spur-Buttons gibt es zwei Buttons DIR für Direction, mit denen wir die Abspielrichtung des Tubbutec Drummertime wählen. Einfach FUNC und BACK drücken und der Drummertime rollt das Pattern von hinten auf, mit FWD läuft es wieder vorwärts.

Die beiden anderen Abspielrichtungen RAND und P/P erreicht man dann über FUNC + [LONG PRESS] RAND oder P/P. RAND steht für Zufall und P/P für PING PONG.

Tubbutec Drummertime Userbild Direction und Modes im Fokus

Mit den nächsten beiden Buttons SONG und PAT wählen wir den Bearbeitungs-MODE aus. PAT steht für PATTERN, in dem wir das gerade ausgewählte Pattern editieren und mit SONG befinden wir uns im SONG-Mode. Die 16 speicherbaren Patterns lassen sich im SONG-Mode zu einem Song mit maximal 32 Patterns verketten, wobei erstellte Patterns mehrmals genutzt werden können. Mit dem SONG-Mode kann man die Limitierung auf 16 Steps umgehen, da hier die gleichen Möglichkeiten wie in der Editierung von Patterns bestehen.

Der nächste Button bringt uns in den TAP-Mode des Tubbutec Drummertime, bei dem die acht Spur-Buttons zum direkten Einspielen von Events auf ihren Spuren genutzt werden können. Die Zweitfunktion des Buttons liefert uns die Operation SAVE zum Speichern unserer kreativen Ergüsse.

Tubbutec Drummertime Userbild Mute-Mode

Über den Button MUTE kommen wir in die MUTE-Schaltung, die sich besonders in der Live-Performance wohl fühlt. Per FUNC und MUTE werden die acht Spur-Buttons zu Schaltern, mit denen die jeweilige Spur stumm oder wieder zugeschaltet werden kann.

Die Zweitfunktion des Buttons bringt uns in das Konfigurationsmenü CONF. In der Regel wird man hier nicht allzu regelmäßig Zeit verbringen und falls doch, gibt es für den Schnellzugriff ein Sheet mit allen hier zu tätigenden Einstellungen.

Tubbutec Drummertime Herstellerbild Manual CONF Menue

Über CONF erreicht man auch den Parameter SWING, um dem Drummertime noch mehr grooven zu lassen.

Tubbutec Drummertime Herstellerbild Manual SWING

Der mit CLEAR beschriftete Button sollte selbsterklärend sein und bringt uns in die Löschfunktion. So kann man zum Beispiel bei laufender Wiedergabe mit gehaltenen FUNC- und CLEAR-Buttons alle Steps, die der virtuelle Abspielkopf gerade passiert löschen.

Tubbutec Drummertime Userbild LastStep und Flam im Fokus

Mit dem letzten Button L.STEP setzt man den LAST STEP des aktuellen Patterns und legt so die Länge fest. Die Zweitfunktion bringt uns in das Performance-Feature FLAM, übersetzt also das beliebte Ratcheting.

Das ist hier ein wenig anders gelöst, als man das sonst von Sequencern her kennt. Das Handbuch kann das besser erklären als ich, deshalb an dieser Stelle das Zitat:

„Eines der 8 Instrumente wird als Flam-Trigger ausgewählt, und ein oder mehrere Instrumente können als Flam-Ziele ausgewählt werden. Jedes Mal, wenn ein Flam-Trigger gespielt wird, löst er den Flam-Effekt auf den Zielinstrumenten aus, sofern hier auch ein Step eingestellt ist.“

Tubbutec Drummertime Herstellerbild Manual FLAM

Den Flam-Effekt gibt es dann auch in verschiedenen Varianten. Nun fehlen uns nur noch die beiden Eurorack-Buchsen CLK und RES/RS ganz rechts.

Tubbutec Drummertime Userbild Eurorackbuchsen

Der Eingang CLK wird genutzt, um den Tubbutec zu einer analogen Clock zu synchronisieren, im MIDI-Modus dient sie als MIDI-Eingang. Erwähnte ich, dass der Tubbutec Drummertime auch eine interne Clock besitzt? Er kann also auch Clock-Master in einem Systemverbund sein und dann wird die Buchse CLK zur Ausgangsbuchse für Clock-Signale.

Die Eingangsbuchse RES/RS kann im analogen Modus als Reset- (RES) oder RunStop-Eingang (RS) oder im MIDI-Mode als MIDI-Ausgang genutzt werden. Damit wird klar …

Der Tubbutec Drummertime kann auch MIDI

Der Tubbutec Drummertime öffnet sich damit auch für Equipment außerhalb des Eurorack-Kosmos. Da ich MIDI im Eurorack-Kontext in der Regel fast gar nicht nutze, gibt es in diesem Abschnitt nur einen allgemeinen Überblick. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, den verweise ich hiermit auf das sehr gut beschreibende Handbuch.

Tubbutec Drummertime Userbild MIDI mit MFB-501 pro

Man kann den Tubbutec Drummertime zum Beispiel auch als 8-Kanal-MIDI-Interface verwenden. Die Einstellungen hierfür finden wir im CONFig-Menü. Die Anschlüsse erfolgen, wie im vorigen Abschnitt beschrieben, über die CLK- und RES/RS-Buchsen. Hierfür nutzt man Kabel im MIDI-Standard TRS-Type A. Der Tubbutec Drummertime akzeptiert MIDI-CLOCK-, NOTE-ON, sowie CC-Nachrichten und reagiert auf Note-On-Nachrichten auf dem MIDI-Eingangskanal mit folgenden Noten:

Tubbutec Drummertime Herstellerbild Manual MIDI Noten

Dadurch kann man die Steps im TAP-Mode auch über ein MIDI-Keyboard einspielen. Für das einfache Anpassen der MIDI-Noten-Nummern gibt es bei Tubbutec auch einen Online-Configurator.

Die Bedienung des Tubbutec Drummertime

Das sehr gut strukturierte Handbuch zum Tubbutec Drummertime konnte ich schon nach kurzer Zeit zur Seite legen, da ich die grundlegende Bedienung schon vom hauseigenen 6equencer her kannte. Aber keine Angst, die Bedienoberfläche ist nahezu selbsterklärend. Hat man die Struktur verstanden und die Bedienelemente ein, vielleicht zwei oder drei Mal durchgespielt, sitzen die Funktionen und man kann sich voll der Pattern- und Song-Erstellung widmen.

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Mehr Informationen

Die Bedienung des Tubbutec Drummertime ist dabei voll auf den schnellen Zugriff im hektischen Live-Betrieb ausgelegt. Große Buttons, die man fast nicht verfehlen kann, dazu eine klare und ausreichend große Bedienoberfläche mit Zustandsanzeigen, die man schnell verinnerlicht hat und bei der man nicht mehr darüber nachdenkt, wo die Funktionen sitzen, sondern was man mit ihnen kreativ anstellen kann. Und das funktioniert natürlich nicht nur in der Live-Situation, sondern auch im Studio.

Tubbutec Drummertime Userbild im Setup mit Concussor Eurorackmodulen von AS

Was ich in meinen Testberichten zu Trigger-Sequencern auch gern immer betone: Gerade im Modularsystem sollte man über den offensichtlichen Gebrauch eines Moduls hinausdenken! Wer sagt denn, dass man einen Trigger-Sequencer immer nur zum Ansteuern von Drum-Modulen nutzen darf?

Die Speicherbarkeit und der Song-Mode des Tubbutec Drummertime laden doch gerade dazu ein, mit ihm Hüllkurven-Generatoren anzutriggern, LFOs zu resetten oder Schalter auszulösen, um ganze Systemzustände umzuschalten.

Oder schaltet mit ihm die Steps eines CV-Sequencers wie dem Doepfer A-155-2 für Melodien weiter. Hey! Das Ganze ist hier speicherbar und passiert dann auch genau in dem Moment, wo ihr es in dem Song wollt. Fliegt Melodien und Modulationen punktgenau ein, traut euch, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, denkt Trigger-Sequencer neu!

Tubbutec Drummertime Userbild Userbild Setup

Mich hat am Tubbutec Drummertime besonders die Zugänglichkeit beeindruckt. Ich konnte stundenlang nicht aufhören, ständig und immer wieder neue Patterns auszuprobieren. Der Tubbutec Drummertime will einfach gespielt werden und inspiriert dabei, ohne zu bremsen. So muss das sein und dann entfaltet sich bei der intuitiven Bedienung auch ein schneller kreativer Workflow mit enorm hohem Spaßfaktor. Ich denke, man liest es heraus: Ich bin völlig begeistert!

Der Drummertime 64 auf Facebook

Am 19. Januar 2026 zeigte uns Tubbutec auf ihrem Facebook-Kanal mit dem Drummertime 64 eine Monster-Version mit 3 Höheneinheiten, also im normalen Eurorack-Format. Es handelt sich hier um vier untereinander angeordnete und unter einer Frontplatte vereinte Tubbutec Drummertime, die intern miteinander verlinkt sind.

Tubbutec Drummertime 64Herstellerbild Facebook Bild 1a

Mit dem Drummertime 64 kann man nun laut Beschreibung im seriellen Link Pattern mit 64 Steps abspielen oder hat im parallelen Betrieb mehr Trigger-Ausgänge, wobei jeder der vier Drummertime über unterschiedliche Clock-Teiler verfügen kann.

Tubbutec Drummertime 64Herstellerbild Facebook Bild 2

Es handelt sich bei diesem Monster-Drummertime zwar um einen einmaligen Build zu Testzwecken, aber wenn da Interesse besteht, geht da sicher was. Anfragen kostet ja nichts.

Ein Blick auf die Konkurrenz

Im 1U-Intellijel-Format sehe ich hier den hauseigenen Tubbutec 6equencer und den auch von mir getesteten Intellijel 1U Steppy.

Bildmontage Konkurenz Drummertime Steppy und 6equencer

Der Tubbutec 6equencer kommt mit nahezu den gleichen Features und der identischen Bedienung bietet aber durch seine wesentlich kleinere Bedienoberfläche nicht diesen direkten haptischen Zugriff für eine Live-Performance. Der Preis für das hier Gebotene liegt für Eurorack-Verhältnisse unwesentlich unter dem des Tubbutec Drummertime.

Der Intellijel 1U Steppy bietet bei einem deutlich geringeren Platzverbrauch von 28 Teileinheiten im Case nur vier Spuren und auch nur 8 Speicherplätze für Patterns, kann dafür aber Pattern-Längen mit bis zu 64 Steps, mögliche Polyrhythmik und saugt weniger Strom. Der hierfür aufgerufene Preis ist in den gleichen Regionen wie beim Intellijel Steppy, also auch unwesentlich niedriger als der Tubbutec Drummertime.

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Fazit

Mit dem hübschen Tubbutec Drummertime erhält man einen sehr wertig hergestellten 8-Kanal-Trigger-Sequencer mit umfangreicher Feature-Liste für das beliebte Eurorack, allerdings im 1U-Intellijel-Format.

Einen Minuspunkt könnte man in der Limitierung von Patterns auf 16 Steps sehen, aber mit der Link-Schnittstelle lassen sich weitere Drummertimes seriell für längere Patterns oder parallel für mehr Ausgänge kaskadieren. Durch die MIDI-Schnittstelle öffnet sich die Berliner Trigger-Kanone zudem auch für Equipment außerhalb des Eurorack-Kosmos.

Die sehr gut strukturierte Bedienoberfläche mit klar erkennbaren Zustandsanzeigen wurde voll auf Live-Performances optimiert. Sie lässt sich sehr ergonomisch bedienen und benötigt zudem nur eine geringe Einarbeitungszeit. Die sehr gute Zugänglichkeit sorgt für hohe Motivation durch schnelle Erfolgserlebnisse, im weiteren Verlauf für sehr gezieltes Arbeiten und mündet in einem sehr hohen Spaßfaktor. Der aufgerufene Preis geht für das hier Gebotene absolut in Ordnung. Ich bin begeistert und vergebe deshalb eine Kaufempfehlung!

Plus

  • sehr wertige Verarbeitung
  • geringe Einarbeitungszeit
  • sehr gut strukturierte Bedienoberfläche
  • nutzbar als MIDI-Interface
  • Kaskadierbarkeit über Link-Anschluss
  • ergonomische Bedienung
  • optimiert für die Live-Performance
  • sehr hoher Spaßfaktor

Minus

  • nur 16 Steps per Pattern (mehr Hinweis als Minus)

Preis

  • 259,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Dirk E. aka Xsample RED

Dirk, Hobbymusiker mit Spaß, aber ohne Ambitionen. Seit 9 Jahren mit dem Modular-Virus infiziert. Depeche Mode-Fan und Hardcore-Sammler mit eigener Webseite.

Forum
  1. Profilbild
    [P]-HEAD AHU

    Sich 2 Geräte zuzulegen um dann 32 Steps zu haben ist nicht hinnehmbar, finde ich. Daher habe ich mir das Teil auch nicht gekauft, so toll der Sequencer und das Konzept auch ist. Ich finde es super super, aber mit 16 Step kann ich nicht leben. Sorry! Deswegen habe ich kurz vorm Kauf nochmal geschaut wieviele Steps er hat und dann doch nicht geklickt und davon Abstand genommen. Das geht heutzutage einfach nicht mehr, bei all der Technik die uns zur Verfügung steht. Für mich ein Auschlusskriterium.
    By the way: Schön das es hier getestet wurde! Danke Amazona!

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @[P]-HEAD Ich würde das mit dem Pattern-Mode nicht so starr sehen. Durch den Song-Mode, in welchem die gleichen Funktionen bereitstehen, kann man die Limitierung eines Einzelpatterns umgehen. Der Song wird im Song-Mode auch im Loop abgespielt und 4×16 Step-Pattern sind ja 64 Steps .. im Prinzip geht da ja eher noch mehr.

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