Drum-Software für macOS und Windows
Bei UJAM Beatmaker 3 handelt es sich um eine Drum-Software für macOS und Windows, die mit allerhand vorgefertigten Drum-Grooves und Patterns ausgeliefert und stilistisch breit aufgestellt ist. Wir haben uns die Software einmal näher für euch angeschaut.
Kurz & knapp
-
- Vielseitigkeit: Breite Auswahl an Genres und 16 Erweiterungen mit fertigen Drum-Grooves erhältlich.
- Bedienung: Intuitives, einheitliches Plug-in mit schneller Song-Erstellung per Drag’n’Drop.
- Klangqualität: Druckvolle, sofort einsetzbare Sounds, die sich gut im Mix durchsetzen.
- Effekte: Praktische Makro-Regler und Mixer mit individuellen Sound-Anpassungen.
- Fazit: Gelungene Drum-Software, ideal für schnelle Ergebnisse und einfache Handhabung.
Inhaltsverzeichnis
UJAM Beatmaker 3: Übersicht
Mit dem Update auf Version 3 haben die UJAM-Entwickler ihre Drum-Software geradliniger gestaltet, so dass es ab sofort nur noch ein einzelnes Beatmaker 3 Plug-in gibt, das man in die DAW seiner Wahl lädt und mit seinen gekauften Style-Packages bestückt. Nach Genre bzw. Musikstil unterteilt, bietet UJAM mittlerweile eine große Auswahl an Sound- und Beats-Paketen an. Je nachdem in welchen Genres man sich bewegt, sei es LoFi-Pop, Dubstep, EDM, Trap, Hip Hop usw., kann man sich entsprechende Erweiterungen für die Beatmaker-Software kaufen.
Insgesamt 16 Erweiterungen bietet UJAM für seinen Beatmaker 3 an. Als Einzelpreis gibt UJAM 49,- Euro an, wobei sich der Kauf eines einzelnen Packs nicht lohnt. Denn wer ein paar Mausklicks weitergeht, bekommt auf der UJAM-Website die Bundles angezeigt – und hier erhält man u. a. fünf frei wählbare Erweiterungen (inkl. der Haupt-Software) zusammen für ebenfalls 49,- Euro!
Alternativ bietet UJAM zehn frei wählbare Sound-Pakete (inkl. der Haupt-Software) für 89,- Euro an. Oder man greift gleich zum allumfassenden Beatmaker-Bundle mit allen 16 Erweiterungen – das schlägt dann mit 199,- Euro zu Buche.
Installation
Für die Installation und den Download von UJAM Beatmaker 3 wird die UJAM App benötigt, eine eigene UJAM-Verwaltungs-Software, über die alle gekauften Produkte und der gesamte Content des Herstellers registriert und heruntergeladen werden kann. Solche Apps nennt mittlerweile fast jeder Hersteller sein Eigen.
Auf der einen Seite ist das praktisch, denn so haben Nutzer eine komfortable Möglichkeit an der Hand, um Software herunterzuladen, zu registrieren und zu verwalten. Auf der anderen Seite stopft man sich die Festplatte natürlich nach und nach mit allerhand Software- und Verwaltungs-Manager voll, die man nur äußerst selten benötigt und die (vermutlich) auch regelmäßig Kontakt zum Hersteller aufnehmen und Daten austauschen.
Hat man sich die UJAM App heruntergeladen und das gewünschte Produkt über die UJAM-Website erworben, taucht die jeweilige Software in der App auf und kann installiert werden.
Als Systemvoraussetzungen gibt UJAM für Beatmaker 3 macOS 10.14 (oder neuer, läuft nativ auf M-Rechnern) bzw. Windows 10 (oder neuer) an. Das Beatmaker 3 Plug-in benötigt eine Host-Software, läuft also nicht standalone und kann darin als VST2/VST3-, AU2- oder AAX-Plug-in eingesetzt werden.
Aufbau von UAJM Beatmaker 3
Gab es bei den früheren Beatmaker-Tools noch jeweils ein eigenes Instrument für jedes Genre-Pack, hat UJAM das Ganze nun vereinheitlicht, d. h. in der Instrumentenliste eurer DAW findet ihr das Beatmaker 3 Plug-in und in diesem sind alle erworbenen Erweiterungen/Sounds enthalten.
Das skalierbare GUI ist übersichtlich aufgebaut und die einzelnen Erweiterungen sind jeweils mit einem eigenen Hintergrundbild versehen, der Name des aktiven Sound-Pakets wird oben links angezeigt.
Jede Erweiterung von Beatmaker 3 ist mit 10 unterschiedlichen Kits, 20 Styles und ca. 460 MIDI-Loops ausgestattet. Je nach Art der Erweiterung kommen unterschiedliche Genre-typische Effekte hinzu.
Die Bedienung ist nahezu intuitiv. Mit Hilfe der Drop-Down-Menüs KIT (im GUI links) und Style (mittig) lassen sich zunächst die enthaltenen Drumkits und Patterns auswählen, wobei für jeden Style auch die (idealen) BPM angegeben werden.
Der untere Teil des GUI wird von den Steuerungstasten eingenommen. Hierüber lassen sich sowohl alle 16 einzelnen Kit-Sounds (Kick, Snare, HiHat, Clap, Cymbals usw.) als auch die zugehörigen Patterns triggern, wobei die weißen Tasten eines angeschlossenen MIDI-Keyboards (von C1 bis d3) für die Einzelsounds, die schwarzen Tasten (von C#1 bis a#2) für die Patterns zuständig sind.
Jedes Kit bietet die folgenden Patterns:
- Intro
- 2x Verse
- 2x Chorus
- 2x Fills
- Break
- Special
- Ending
Auf Wunsch lassen sich die Patterns, die auch über einen Preset-, Title- und Loop-Browser sortiert und ausgewählt werden können, noch hinsichtlich ihrer Dynamik anpassen, mit Hilfe eines zweiten Reglers hinsichtlich Swing- oder Humanize-Faktor timing-technisch angepasst (je nach Erweiterung) und mit einem Schieberegler in die Richtungen Kick/Snare verändern, d. h. mit Hilfe des Schiebereglers lässt sich stufenlos die Kick oder die Snare ausblenden, was beispielsweise für Breakdown-Parts genutzt werden kann. Per Drag’n’Drop lassen sich alle Patterns aus dem Beatmaker in die DAW ziehen und dort bearbeiten und arrangieren.
Optisch ist das GUI von UJAM Beatmaker 3 zwar übersichtlich aufgebaut, doch hier und da leidet die Lesbarkeit unter der Wahl des Hintergrundbildes. Im obigen Beispiel LoFi Hip Hop Beats lässt sich alles gut erkennen, aber es gibt bei den 16 Erweiterungen auch einige, bei denen das Hintergrundbild recht dunkel und mit etlichen Verzierungen versehen ist, durch die die Lesbarkeit etwas schwieriger ist.
Wie klingt UJAM Beatmaker 3?
Wie so oft bei solchen Software-Instrumenten mit fertigen Phrasen klingt UJAM Beatmaker 3 einfach fix und fertig produziert. Die einzelnen Sounds als auch die Patterns klingen durch die Bank weg druckvoll und setzen sich in der Regel ohne weitere Bearbeitung in jedem Arrangement und Mix durch. Für Nutzer, die ohne größeren Aufwand fertige Drum-Patterns benötigen, ist Beatmaker 3 daher auf alle Fälle einen genaueren Blick wert.
Auf Wunsch lassen sich mit Beatmaker 3 aber auch komplett eigene Grooves erstellen. Die einzelnen Samples lassen sich zwar nur rudimentär mit Attack, Decay, Dynamic und Pitch bearbeiten, dafür kann man sich eigene Kits zusammenstellen und aufgrund der MIDI-Funktionalität lassen sich eigene Patterns ohne Weiteres über die DAW selbst programmieren.
Wer mehrere Beatmaker-Erweiterungen besitzt, hat klanglich eine große Palette an Sounds an der Hand, so dass man Genre-mäßig viel abdecken kann. Die Suche und die Auswahl der Erweiterungen ist gut gelöst, denn neben der Auswahl einer einzelnen Erweiterung (wie im Bild oben zu sehen), lässt sich in Beatmaker 3 auch nach Presets und Loops suchen, wobei die Suche über diverse Filter wie Style, Song Structure (Verse, Chorus, Fill etc.), Tempo, Genre etc. verfeinert werden kann.
Äußerst praktisch ist auch die Visualisierung eines Patterns, so dass man bereits vor dem Laden eines Loops eine grobe Ahnung davon erhält, wie das Pattern arrangiert ist.
Hier einige Klangbeispiele zu Beatmaker 3:
Effekte
UJAM Beatmaker 3 umfasst eine Effektsektion, wobei ein Großteil davon hinter den vier Makro-Reglern Sweep, Hyperdrive, Mix und Ambience versteckt ist. Über die verschiedenen Mix-Presets jeder Erweiterung bietet UJAM gute Einstellungen, die als Grundlage dienen und auf Wunsch individuell angepasst werden können. Praxisnah ist auch die Möglichkeit, die vier o. g. Makro-Regler über MIDI-CCs fernsteuern zu können.
Darüber hinaus bietet Beatmaker 3 im Rahmen seines integrierten Mixers die Möglichkeit, jeden Sound eines Kit nochmal individuell mit Effekten zu versehen. Wie im folgenden Video ab 3:04 min zu sehen, lässt sich jeder Kanalzug des Mixers, und damit jeder Einzel-Sound, mit den Effekten Saturation, Filter und Ambience versehen, im Stereo-Panorama verteilen und auf Wunsch auf separate DAW-Mixerkanäle routen.
Dazu lässt sich auf das Gesamtsignal eines von 12 Finisher-Presets legen, nochmal ein Reverb hinzufügen, Sweep- oder Maximizer-Effekte hinzufügen etc. Auch hier sind alle Parameter löblicherweise per MIDI-CC steuerbar.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.








































Programm + 5 Erweiterungen = 49
Programm + 10 Erweiterungen = 89
Programm + 16 Erweiterungen 199
Wollte ich alle 16 Erweiterungen, komme ich 10% billiger weg, wenn ich das Programm zwei mal kaufe. Vorausgesetzt die „Verwaltungssoftware“ verhindert das nicht. Oder 3 mal mit 15 Erweiterungen 25% günstiger. Merkwürdige Preisgestaltung.
Die Entscheidung, den GM Standard zu verlassen, halte ich auch für problematisch, denn dann kann ich einen in der DAW eingespielten Groove nicht mal kurz mit einem anderen Soft Drummer abspielen ohne eine Remap/Transformationstabelle benutzen zu müssen.
@Tai Das wirkt auch auf moch seltsam! Haben Herr Pharell und Herr Zimmer sich das mal eben zusammengezimmert?
Die Idee finde ich insgesamt ansprechend. Mit den Loops kann ich nicht so warm werden, auch wegen der fehlenden GM Standarisierung
Viel Glück damit.
@CDRowell Glaube nicht, dass die beiden Herren das persönlich Hand angelegt haben, die dürften einfach nur geldgebende Investoren mit Firmenbneteiligung sein.
@Tai Generell lohnt es sich bei Ujam, nach Bundles und Spezialpreisen Ausschau zu halten, durch Freebies, Upgrades usw kann sich da viel ansammeln. Und dann gibt es aktuell gute Preise auf das Komplettpaket, je nachdem, wieviele Plugins man schon von Ujam hat.
Wenn man dann noch den Dollarumrechnungskurs bei anderen Händlern wie JRRshop mitnimmt (dort immer die Codes GROUP oder FORUM ausprobieren), kommt man ziemlich günstig bei weg.
https://www.ujam.com/bundle/music-creation-suite
Beatmaker ist für mich ein Gamechanger. Ich hatte immer Probleme mit gut gemischten Drums, die Beatmaker löst. Die Frequenzen aufteilen und man bekommt extra „Punch“. Ich bleibe allerdings bei BM 2, da mir der Mehrwert von 3 noch nicht einleuchtet🤔
@teofilo Der Mehrwert könnte sein, dass man jetzt bloß noch ein einzelnes Plugin für alle angebotenen Soundgenres benötigt, zumindest wird es dadurch für den Hersteller einfacher. ;-)