Klassischer Synth-Sound mit moderner Steuerung
Manchmal reicht ein einziger Tastendruck und ein Plug-in fühlt sich sofort wie ein echtes Instrument an. Der Universal Audio Anthem will genau das erreichen: klanglich direkt und musikalisch voller Charakter. Anstatt sich in verschachtelten Menüs zu verlieren, setzt dieser Synth auf einen klaren Aufbau und eine gute Übersicht. Aber wie schlägt sich dieser VA-Synthesizer in der Praxis? Das schauen wir uns jetzt genauer an.
- Was ist es? Universal Audio Anthem, VA-Synthesizer-Plug-in – ein virtuell-analoger Software-Synth mit klassischem Signalfluss.
- Intuitive Bedienung: Die klare Oberfläche, A/B-Vergleich und schnelle Steuerung ermöglichen direkten Workflow ohne Vorkenntnisse.
- Charaktervoller Sound: Von Leads bis Pads liefert Anthem breite, lebendige Sounds mit analogem Flair.
- Kreativ-Tools: Sequencer und Vintage-Effekte unterstützen vielseitiges Sounddesign.
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Für 149,- Euro ein rundes und inspirierendes Gesamtpaket für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Inhaltsverzeichnis
Universal Audio Anthem Synthesizer Plug-in
Der Universal Audio Anthem ist ein virtuell-analoger Software-Synthesizer (kurz VA-Synth), dessen Signalfluss sich am klassischen Aufbau eines analogen Synthesizers orientiert.
Aufbau und Oberfläche
Die Oberfläche des Universal Audio Anthem ist in mehrere klar abgegrenzte Bereiche eingeteilt. Links befindet sich die Sektion mit den beiden Oszillatoren, in der Mitte sind der Filterregler, der Sequencer und die Effekte untergebracht und rechts befinden sich die Hüllkurven, ein LFO und Master-Einstellungen wie beispielsweise Glide. Alle wichtigen Parameter sind sofort sichtbar und können ohne ein verschachteltes Menü direkt bedient werden. Wichtig hierbei ist auch die Doppelbelegung mancher Knöpfe, die im Inneren eine andere Funktion bedienen können als der hellere Außenring. Die optische Gestaltung erinnert insgesamt an klassische Hardware-Synthesizer.
Oszillator
Die Klangerzeugung des Universal Audio Anthem basiert auf zwei Oszillatoren, die mit klassischen Schwingungsformen wie Dreieck, Sägezahn und Rechteck arbeiten. Ergänzt werden sie durch einen Suboszillator, der eine tiefere Variante des Grundtons entweder eine oder zwei Oktaven unter dem ersten Oszillator spielt, sowie durch einen Rauschgenerator für rosa und weißes Rauschen. Beide Oszillatoren können unabhängig voneinander gestimmt werden.
Sequencer
Außerdem steht im Plug-in ein Sequencer mit 16 Schritten zur Verfügung. Pro Schritt können detaillierte Einstellungen für Gate, Pitch und Velocity in einer übersichtlichen Darstellung vorgenommen werden. Zusätzlich gibt es im letzten Reiter des Sequencers die Möglichkeit, globale Einstellungen vorzunehmen.
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Filter
In der oberen Mitte des Plug-ins ist ein Tiefpassfilter zu finden, der neben den bekannten Parametern wie Cutoff und Resonance noch zwei weitere Regler für Drive und Growl bietet. Der Drive-Regler fügt dem Klang eine recht harmonische Sättigung hinzu, während der Growl-Regler dominante Obertöne hinzufügt.
Effekte
Das Plug-in enthält eine kleine, integrierte Effektsektion. Zur Auswahl stehen Chorus, Phaser, Flanger, Warble, Echo, Federhall und Raumhall. Die Bedienung ist jeweils sehr einfach gehalten und die Einstellung der Effekte kommt mit nur wenigen Reglern aus.
Modulation
Der Universal Audio Anthem verfügt außerdem über eine Modulationssektion mit zwei ADSR-Hüllkurven. Zusätzlich gibt es einen LFO, also einen sogenannten Low-Frequency-Oscillator. Der LFO kann auf Wunsch per Sync-Button zum Tempo synchronisiert werden, was beispielsweise bei rhythmischeren Klängen hilfreich sein kann.
Presets
Die Preset-Verwaltung ist – wie bei anderen Plug-ins von Universal Audio gewohnt – gut strukturiert und übersichtlich. Die vorhandenen Sounds sind in elf Unterkategorien gegliedert, zusätzlich gibt es den Best-of-Filter, mit dem pro Kategorie eine vorausgewählte Auswahl angezeigt werden kann. Zudem stehen eine Favoritenfunktion zum Markieren von Presets und ein Suchfeld zum schnelleren Finden des gewünschten Sounds zur Verfügung. Erwähnenswert ist auch die praktische A/B-Vergleichsfunktion für den direkten Vergleich zweier Klänge.
Praxistest
Nach einem Überblick über Funktionen und Struktur des Universal Audio Anthem folgt nun der praktische Teil des Tests. Hier zeigt sich, wie gut sich der Synthesizer im Alltag nutzen lässt, wie intuitiv die Bedienung tatsächlich ist und wie vorteilhaft der Workflow mit dem Plug-in ist.
Installation und Lizenzierung
Die Installation erfolgt über die herstellereigene Software, entweder im Einzelkauf oder über das Abosystem UAD Spark. Die Lizenzierung läuft über iLok – ein iLok-Stick ist hierfür aber nicht zwingend erforderlich, da auch die Cloud-Variante genutzt werden kann. Ich empfehle jedoch die Nutzung des iLok-USB-Sticks, um auch ohne Internetzugang auf das Plug-in zugreifen zu können. Nach der Autorisierung steht Universal Audio Anthem als VST3, AU oder AAX zur Verfügung. Getestet habe ich das Plug-in unter macOS in Logic Pro, wo es sehr stabil und flüssig läuft – auch bei mehrfach gleichzeitig geladenen Instanzen.
Erste Schritte im Plug-in
Beim ersten Öffnen des Universal Audio Anthem wirkt die Oberfläche auf mich sehr aufgeräumt. Alle Hauptfunktionen sind sofort sichtbar und man wird nicht von diversen Knöpfen, Reglern und Schaltern erschlagen. Wer möchte, kann unkompliziert durch die Presets blättern und schnell herausfinden, wie sich das Plug-in in Sachen Spielweise, Anschlagsdynamik und Parameterveränderungen schlägt. Das Anpassen von Parametern und Effekten funktioniert dank der direkten Steuerung ohne Untermenüs sehr unkompliziert. Auch die Funktion des A/B-Vergleichs hilft beim Herumprobieren und Anpassen von Klängen.
Eigene Sounds erstellen
So gut die internen Presets auch sein mögen – worauf es am Ende ankommt, ist die Performance des Plug-ins, wenn es um das Umsetzen eigener Soundideen geht. Deshalb probiere ich im Folgenden, zwei Sounds von Grund auf zu erstellen: Zunächst soll ein breites Analog-Lead angelegt werden, anschließend ein eher düsteres Pad mit Bewegung.
Synth-Lead
Der Ausgangspunkt ist das Init-Preset „Anthem Start“, bei dem beide Oszillatoren als Sägezahn jeweils gleich eingestellt sind.
Der zweite Oszillator wird im Fine-Tuning leicht gegen den ersten verstimmt. Dadurch entsteht automatisch ein breiter und durchsetzungsfähiger Klang, der typisch für Leads ist. Wichtig zu wissen ist hierbei, dass der Tuning-Regler innen für das Stimmen in Halbtonschritten und außen für das Stimmen in Cent-Schritten gedreht werden kann.
Der Suboszillator wird auf eine Oktave unterhalb des ersten Oszillators gesetzt und leicht hinzugemischt. So klingt der Sound noch etwas kräftiger, ohne zu sehr nach einem Bass zu klingen.
Ein kleiner Anteil weißen Rauschens wird hinzugefügt, um dem Klang etwas mehr Präsenz zu verleihen.
In der Filter-Sektion wird der Cutoff auf etwa 1 kHz gestellt und der Drive wird deutlich aufgedreht, um den Klang zu sättigen.
Die Hüllkurve des Filters bekommt eine mittlere Attack-Zeit, ein kurzes Decay, der Sustain wird auf null gestellt und Release auf einen mittleren Wert. Der Klang öffnet sich beim Anschlag also leicht verzögert und schließt wieder recht schnell.
Der erste Oszillator wird auf Rechteckschwingung gestellt und der LFO moduliert die Pulsbreite. Das Ergebnis ist eine leichte Bewegung im Klang.
Zum Schluss wird der Chorus-Effekt hinzugeschaltet, um dem Sound mehr Breite zu verleihen und das starke Echo sorgt zusätzlich für mehr Tiefe.
Dark Pad
Für den zweiten Sound wird ebenfalls wieder mit dem Preset „Anthem Start“ bei null begonnen.
Der erste Oszillator wird auf Dreieck eingestellt, der zweite auf einen leicht verstimmten Sägezahn. Den ersten Oszillator oktaviere ich nach oben.
Diesmal wird der Suboszillator deutlich lauter gestellt. Ziel ist ein sehr dunkler und voluminöser Grundklang.
Der Cutoff wird sehr niedrig gedreht und die Resonanz gleichzeitig etwas angehoben. Für mehr Biss wird etwas Drive hinzugemischt. Die Filterhüllkurve hat eine langsame Attack- und eine lange Release-Zeit, wodurch sich der Klang nur langsam öffnet und auch langsam wieder schließt.
Ein sehr langsamer LFO steuert die Cutoff-Frequenz. So entsteht ein recht lebendiges Pad, das klanglich fast schon atmet.
Zum Abschluss wird der Warble-Effekt aktiviert, der leichte Schwankungen in der Tonhöhe ins Spiel bringt, was stark an LoFi-Klänge erinnert. Ein Federhall rundet den Klang schließlich ab – das Ergebnis ist ein düsteres Pad mit durchgehender Bewegung.
Universal Audio Anthem: Klangbeispiele
Alternativen zum Universal Audio Anthem
u‑he Diva
u‑he Diva ist eine der bekanntesten Emulationen analoger Synthesizer und bietet verschiedene Oszillator- und Filtermodelle in guter Klangqualität. Im Vergleich zum Universal Audio Anthem ist u‑he Diva zwar technisch flexibler, dafür aber etwas komplexer in der Bedienung.
AAS Ultra-Analog VA-3
Der Ultra-Analog VA-3 bietet zwei Oszillatoren und einige Multieffekte in einem gut strukturierten Interface. Viele Presets und eine simple Handhabung machen dieses Plug-in vor allem für Einsteiger interessant. Im Gegensatz zum Universal Audio Anthem fehlt hier allerdings der integrierte Sequencer.
Waldorf Edition 2
Diese Software-Suite enthält virtuelle Versionen klassischer Waldorf-Klangerzeuger, darunter auch VA-Synthesizer. Die Plug-ins bieten dabei umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, richten sich aber eher an erfahrene Nutzer.


































Mal eine kurze Umfrage: Was ist Eurer Meinung nach das unsinnigere Bedienelement für eine SW-Oberfläche?
a) Die konzentrischen Knöpfe, die Bildschirmplatz sparen auf Kosten von Übersichtlichkeit / leichterer Bedienung
b) Schalter wie der für die Oktavlage des Sub-Oszillators. welche den durch die konzentrischen Knöpfe eingesparten Platz wieder verschwenden für eine simple 2-Positionen-Umschaltung
Ich neige ja zu a) aber ich muss gestehen dass mich b) auch ganz schön beeindruckt hat, da muss man erst mal drauf kommen ;)
@chardt Ich bin bei b).
Konzentrische Potis in einer Software sind schon echt blödsinnig aber ein Chickenhead an einer Stelle, an der ein einfacher Button, der entweder an oder aus ist, genügt hätte, finde ich kaum zu toppen.
@chardt Welche VA Instrument Plugins besitzt du denn mit einer vorbildlicheren Bedienoberfläche als UA Anthem ?
Nur das ich mir davon ein Bild machen kann.
@masterBlasterFX Zuerst einmal: Ich habe fast jede Version von Generator / Reaktor benutzt, den seligen Pro-52, Retrologue 1/2, Padshop und eine Menge andere, die mir schon wieder entfallen sind. Klar hat jede Oberfläche ihre „Eigenheiten“, von daher würde ich noch nicht einmal von „vorbildlicher“ sprechen, und z.B. Anthem hat gegenüber z.B. Retrologue sicher den Vorteil der grundsätzlichen Übersicht.
Was ich aber kritisiere am Anthem sind die von mir genannten beiden Bestandteile der Oberfläche: Die konzentrischen Potis und die überdimensionierten Umschalter für teilweise nur zwei Optionen. Deshalb meine Frage an Dich: Findest Du, dass das gute Design-Entscheidungen für eine SW-Oberfläche sind? Und diese Frage hat mit den vorhandenen Fehlern anderer SW-Oberflächen eben nichts zu tun: Hier geht es nur darum, diese beiden schlechten Ideen an den verdienten Pranger zu stellen (in der Hoffnung, dass die Verantwortlichen irgendwann dazulernen), und die anderen schlechten Ideen kommen dann zu ihrer Zeit dran.
@chardt Vielen Dank für deine Antwort.
Ich finde dieses GUI vorbildlich in Bezug auf Optik, Funktion und Ablesbarkeit.
@chardt Nachtrag
Deine erwähnten PlugIns sind auf jeden Fall top.
Mit dem Retrologue bin ich sehr zufrieden.
Braucht man ein Anthem wenn man ein Retrologue hat – nein.
Anders herum – eher.
Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber ich hatte den Anthem im Hinterkopf als monophonen bzw. paraphonen Synth abgespeichert. Daher finde ich die Vergleiche mit Diva oder AAS Ultra-Analog etwas verwirrend bzw. nicht ganz korrekt. Anthem steht für mich eher in der Ecke mit Moogs Mariana oder dem TVS Pro von Gforce. Zudem habe ich bisher noch keinen wirklichen Mehrwert zum hauseigenen Polymax entdecken können (abgesehen vom integrierten Sequencer) …
Und noch eine zweite Umfrage. Bitte schaut Euch kurz die Wellenform-Auswahl in der LFO-Sektion an: Welche Darstellungsform würdet Ihr hier vorziehen?
a) Drop-Down-Liste
b) Alle Optionen (untereinander) sichtbar, ausgewählte Option wird hervorgehoben angezeigt (also z.B. farblich unterlegt)
c) Alle Optionen werden angezeigt, ein Schalter zeigt auf die ausgewählte Option (so wie auf der Abbildung)
Für wichtige Funktionen mit wenigen Optionen bevorzuge ich b) aber ich kann auch mit a) gut leben: Der eingesparte Platz kann für was wichtigeres verwendet werden, und der Nachteil, dass ich alle Optionen nur sehe, wenn ich das Bedienelement verwende, ist jetzt nicht sooo schlimm. Die hier verwendete Variante c) hat zugegeben einen gewissen optischen Charme, aber die anderen Varianten finde ich bedienungsmäßig etwas besser. Nein, keine Katastrophe, nur ein „Muss das sein?“ Ach ja: Am HW-Gerät bevorzuge ich latürnich c)
@chardt Hier muss ich widersprechen. Das ist kein Schalter sondern ein Poti. Zwischen den Wellenformen kann stufenlos überblendet werden.
„latürnich“
Der Herr hat Asterix gelesen.
@Mac Abre Ich meine den Shape-Schalter, nicht den Tilt-Regler. Falls Shape tatsächlich überblendet, dann wäre das umso schlimmer: Ein Poti, das aussieht wie ein Schalter …
Ansonsten: Ja.
@chardt Ah, ganz rechts, ich habe in der Oszi-Sektion das Shape-Poti gemeint. Bei den paar Wellenformen finde ich den Schalter so wie er ist ok.
den Sinn einer monophonen Einstellung verstehe ich zwar. Aber dennoch finde ich es, wie bei Monark, ein wenig Unsinn, dass ein solcher Softwaresynth nicht noch einen Schalter für optionale Polyphonie hat.
@Heiner Kruse (TGM) Ja, sollte bei Softwaresynthesizern selbstverständlich sein. Durch fehlende Polyphonie geht ein erheblicher Mehrwert grundlos verloren. Auch eine fehlende Skalierung halte ich für unmöglich. 4 Stufen (in %) sollte kein Thema sein.
Ich tippe auf paraphon, wenn die Auswahl „Para, Mono, Unison“ lautet.
Für mich selbst, sind Sequencer innerhalb eines PlugIns fast nie auf der +Seite. PlugIns laufen fast immer innerhalb einer DAW, die kann mit Sequenzen um ein Vielfaches kreativer umgehen. Nein, einfachere Bedienung wäre für mich auch kein Gegenargument. Geht in ein paar Jahren das PlugIn nicht mehr, verliere ich auch den melodischen Teil des Stücks. Eine Ausnahme würde ich machen, wenn ein Sequencer wie beim Odyssey von Korg Teil des Sound Designs ist und beliebige Parameter modulieren kann.
Das Konzept zwei Parameter auf eine Potiachse zu legen, kann bei einem Hardwaresynth vorteilhaft sein, aber nicht bei einem PlugIn, da würde ich auch bei @chardt für „a“ stimmen. @fitzgeraldo 👍
Alles Kritik am Äusseren, richtig. Aber ich versuche es mal ganz nüchtern zu betrachten. Ein 1000-fach gelutschter Drop (Basic VA), mit einschränkender Copy Protection, meiner Auffassung nach paraphon für 150€. Den probiere ich nicht mal aus. Das haben andere dutzendfach besser gemacht.
@Tai Ein paraphoner Softsynth. Das wäre ja wirklich der größte Stuss seit langem.
@Mac Abre Ich würde paraphon nicht automatisch als minderwertig ansehen, genausowenig wie monophon. Mit Paraphonie kann man Sachen machen, die man mit klassischen Polysynths eben nicht so machen kann. Ist auch in der Softwarewelt alles andere als üblich. Eigentlich auch das Einzige, was ihn aus der Masse der anderen VA-Plugins hervorhebt.
Ich gebe aber zu, dass das eher was für die Nische ist und eine zusätzliche (!) „Poly“ Option sinnvoll wäre.
@schmudo Halloho, SOFTSYNTH. Paraphone Synths existieren aus einem einzigen Grund: Analoge Bauteile sind teuer. Diese, aus der Not geborene, Einschränkung in Software nachzubilden ist einfach nur unsinnig.
@Mac Abre Das geht auch ohne Paraphonie und sogar mit polyphonem Legato.
@Mac Abre Reicht dafür nicht auch Monofonie?
@Mac Abre Ja, und Einschränkungen führen zu kreativem Umgehen damit. Ich bin z.B. auch ein Verfechter von polyphonen Analogsounds mit langem Release und begrenzter Polyphonie, bei denen das Voice-Stealing dafür sorgt, dass der Sound aufgeräumt bleibt. Ist aber nix für Pianisten.
@schmudo Die Doktrin, dass Einschränkungen die Kreativität fördern, wird zwar oft als allgemeingültig beschrieben, ist jedoch sehr vom Individuum abhängig. Wenn ich Einschränkungen haben will, programmiere ich mir den Sound so, dass er diese hat und kaufe keinen Synth, der mich in der Soundprogrammierung einschränkt.
@schmudo „Mit Paraphonie kann man Sachen machen, die man mit klassischen Polysynths eben nicht so machen kann.“
Dazu fällt mir kein einziges Beispiel ein. Hilf mir.
@Tai Die Tatsache, dass die Filterhüllkurve eben alle Noten betrifft, auch die, die schon länger liegen, ermöglicht bei entsprechender Spielweise schon einen eigenen Sound.
Ich habe in einer Live-Band mal ein paraphones Patch benutzt um Bon Jovis „Runaway“ ohne Sequencer zu spielen. Ein Finger retriggert quasi den ganzen Akkord.
Klar, das sind alles Nischenanwendungen. Aber deshalb sind sie nicht sinnlos.
@schmudo Es gibt auch Polysynths, die nur einen Filter für alle Stimmen besitzen. Auch dafür ist Paraphonie also keine Voraussetzung.
Auch, um Akkorde mit einem Finger zu spielen, gibt es polyphone Synths, mir fällt spontan z. B. der Polyend Synth ein. Ich ziehe es jedoch vor, Akkorde mit mehreren Fingern zu spielen, da ist man flexibler.
@schmudo Guter Punkt. Ja, in diesem Fall ein plus. Ändert aber nicht viel daran, dass da auch noch polyphon als Auswahl sein müsste
@Mac Abre wohl wahr 😉
@Tai Zustimmung. Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Welchen Vorteil bietet mir Anthem im Vergleich zu dem, was meiner DAW schon beiliegt (bei mir z.B. Steinberg Retrologue)?
Als Hardware würde ich die ganzen Einschränkungen ja vielleicht noch durchgehen lassen aber nicht als Plugin. Vorallem natürlich die fehlende Stimmenanzahl ist für Software ein KO-Kriterium.
ist ja nicht so, als würde es nicht genug andere Softsynths geben, die genau das gleiche können, das aber dann auch mehrstimmig.
Sehr guter Test mit hervorragenden Soundbeispielen, danke.
Ebenso das PlugIn selber, das ich (noch) nicht besitze.
Die, meiner Meinung nach, von komplexen motivierten Kommentare hier zum UA Anthem, sind wirklich unterhaltsam – bitte weiter so.
Ich habe auch Komplexe – das ist legitim.
Die „nur“ Leser scheinen objektiver zu bewerten, das ist bezeichnend und hervorzuheben.
@masterBlasterFX Auja: Bitte sag mir noch, welche Komplexe ich so habe – ich lerne gerne mehr über mich ;)
@chardt vielleicht eine komplexe Sammlung an Synths und anderem. 😉
@Numitron Öh … ich bekenne mich schuldig.
@chardt Meine Ferndiagnose als Musiker lautet : Alles in Ordnung 😉
@masterBlasterFX Menschen mit anderer Meinung müssen diskreditiert werden, richtig so. Schließlich ist die eigene Meinung immer das Maß aller Dinge und andere haben sich gefälligst danach zu richten.
@Mac Abre Da bin ich anderer Meinung …