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Test: Universal Audio Apollo Twin, Thunderbolt-Audiointerface

(ID: 77198)

Innere Werte

Das Apollo Twin besitzt die gleichen Wandler und Preamps sowie technischen Spezifikationen wie die Modelle Apollo DUO/QUAD und Apollo 16.

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Das Gerät kann sehr hoch auflösen, max. 192 kHz bei 24 Bit Wortbreite sind möglich, in meinen Ohren ist dies aber so nötig wie ein Kropf am Hals. Mit 96 kHz ist man bereits bestens bedient und kann dennoch einen komfortablen Headroom einplanen, man sollte ruhig die Kirche im Dorf lassen. Das ständige „höher-schneller-weiter“ kann auch zum reinen Selbstzweck werden.

Das Apollo Twin gibt es grundsätzlich in zwei Ausführungen: Als Twin Solo mit einem SHARC DSP oder das hier getestete Duo mit zwei davon. Mit dieser doppelten Power lassen sich dann auch doppelt so viele Plug-ins öffnen und in die Aufnahme einbinden. Das Besondere beim Apollo Twin ist nämlich die Möglichkeit, sehr hochwertige Simulationen von Gitarrenamps, Kompressoren, Bandechos, Hallräumen etc. gleich während der Aufnahme einzusetzen. Die komplette Berechnung dieser sehr aufwendig gemachten Plug-ins erfolgt im Apollo Twin selbst und belastet somit die CPU des Audiorechners nicht, wodurch diese dann für andere Aufgaben frei bleibt. Zum Beispiel mehr Spuren.

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Der Recourcen-Hunger der Plug-ins ist sehr unterschiedlich. Will man nur EQs und Kompressoren einsetzen, können durchaus 12 Plug-ins gleichzeitig verarbeitet werden (bei meiner Einstellung von 96 kHz/24 Bit). Nimmt man aber die aufwendigen Amp- und Hallsimulationen, kann auch schon bei 4 aktiven Plug-ins das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Allerdings reicht das ja locker aus für die normalerweise verwendeten 2 Kanäle. Etwas eng könnte es höchstens werden, wenn an den optischen Eingang ein ADAT-Interface mit weiteren 8 Kanälen angehängt wird und in jeden Eingang ein Plug-in sollte. Da man dazu aber kaum 10 Hallgeräte gleichzeitig braucht, sondern eher 10 Kompressoren, geht das selbst dann auch wieder in Ordnung.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die sehr gute Qualität der Plug-ins eine gewisse Lust auf mehr macht und ich mit der einfachen Version des Apollo Twin mit nur einem Prozessor ein gewisses Unbehagen empfinden würde. Ich rate also ganz eindeutig zu der Version mit den zwei Prozessoren, dann ist man für sehr Vieles gut ausgerüstet, zudem ist eine Reserve an Rechenleistung nie verkehrt.

10 Plug-ins sind bei dem Gerät bereits dabei (inkl. das „Real Verb Pro“ aus dem Soundbeispiel), weitere über 80 Plug-ins werden als Demoversion mitgeliefert und können jeweils für 14 Tage in einem Demo-Mode ausprobiert werden, danach kann man sie bei Gefallen käuflich erwerben. Bei diesen Plug Ins handelt es sich übrigens allesamt um sog. „UAD Powered Plug-Ins“. Einige davon habe ich als Soundfiles hier eingestellt, eingespielt hat mir das mein Musikfreund Michael Linzmeier, dem ich an dieser Stelle dafür danken möchte. Mit seiner Gitarre bin ich direkt in den Instrumenteneingang auf der Vorderseite des Apollo Twin gegangen, eine weitere Bearbeitung durch ein zusätzliches Gerät fand nicht statt. Das Soundfile der EMT 250-Simulation habe ich mit einem Keyboard eingespielt.

Michael Linzmeier plus Apollo Twin

Michael Linzmeier plus Apollo Twin

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    BA6

    Sehr schöner Bericht mit einigen Details aus der praktischen Anwendung, die man bei anderen Veröffentlichungen leider vermisst.
    Was ich sehr schade finde, ist, dass UA dem Gerät keine Firewire- oder wenigstens USB-Schnittstelle spendiert hat. So bleiben ältere Macs außen vor, was ärgerlich ist, da diese noch leistungsfähig genug für den angepeilten Einsatzzweck sind. Außerdem wäre ein zweiter Kophörerausgang noch sinnvoll gewesen.
    Dass „Onkel Siggi“ über die „unison“-Funktion gestolpert ist, finde ich etwas albern. Oder gibt es in Gauting kein Internet? Seit der Namm 2014 wird „unison“ in wirklich JEDEM Video auf Youtube über dieses Gerät erklärt …

    • Profilbild
      BA6

      Was aus meiner Sicht im Bericht noch fehlt, ist ein Test mit einem angeschlossenen ADAT-Gerät. Man kann zwar bestimmt davon ausgehen, dass das funktioniert, aber wieso testet das eigentlich niemand?
      Dann fehlt mir noch der Hinweis, dass die DSPs bei der Berechnung der PlugIns den Computer nicht nur entlasten, sondern ein quasi latenzfreies Abhören/Aufnehmen überhaupt erst ermöglichen! Das ist doch der eigentliche Knaller an dem Teil, oder im „Onkel-Sigi-Jargon“ zu bleiben, die strahlende Lichtung im Interface-Waldesdickicht!

      • Profilbild
        Onkel Sigi RED

        Griass Di BA6,

        ich antworte auf Deine beiden Blöcke in einem:

        Bei uns in Bayern sagt man: „Geh nicht zum Schmiedl sondern zum Schmied“, in diesem Falle ist für mich der deutsche Vertrieb der Schmied. Bevor ich mich durch etliche You Tube-Videos wühle, frage ich lieber doch gleich die richtigen Leute.

        Die ADAT-Schnittstelle ist mittlerweile quasi ein Uralt-Standard und der ADAT-Sync funktioniert erfahrungsgemäß ohne große Mucken. Das wäre schon beinahe so, wie Klinkenbuchsen testen…..

        Und überhaupt…..
        Internett? Wos is´n jetzat des?
        Koa Ahnung…..
        I frog amoi an Herrn Hirnbeiss.

        Pfiad Di und Grüße

        „Onkel Sigi“

        • Profilbild
          BA6

          Bei uns im Rheinland sagt man ähnlich: nicht kleckern, sondern klotzen. Nichtsdestotrotz: die besagten Videos kommen ja zum größten Teil von UA selbst mit Mitarbeitern von UA. Insofern wärst du da schon beim Schmied gewesen.
          Noch besser hätte mir gefallen, wenn die „unison“-Funktion auch im Test mit einem kleinen Audiobeispiel berücksichtigt worden wäre. (Ich erinnere an deine witzigen Klangbeispiele mit dem neuen Roland VT)

          ADAT ist zwar sei etlichen Jahren ein quasi-Standard, dennoch kommt es vor, dass die Synchronisation mit Audio-Interfaces, besonders, wenn man sie nicht zwischen Master und Slave umschalten kann, Probleme macht. Auch die Treiber sind m. E. immer einen Test wert.
          Natürlich funktioniert in der Theorie immer alles perfekt, wenn man den Herstellern glaubt. In der Praxis sieht’s dann leider oft anders aus und genau deswegen brauchen wir praxisbezogene Tests.

  2. Profilbild
    rz70

    Das mit ADAT hätte mich auch interessiert. Durch die wenigen Eingänge werden sicher viele das Interface damit erweitern.

    Das mit Firewire sehe ich nicht so. Apple verbaut Thunderbolt ja auch schon lange. Selbst mein Mac mini von 2011 hat schon Thunderbolt verbaut. Das sind immerhin 3 Jahre.

    • Profilbild
      BA6

      Das heißt dann, alle, die so blöd waren, sich vor vier Jahren einen Mac gekauft zu haben, sollen ihre alten Rechner wegschmeißen, damit sie mit Apollos Twin arbeiten können? Obwohl die Rechner tadellos laufen und genug Power haben, um damit arbeiten zu können?

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Umgekehrt siehts auch nicht viel besser aus.
        Durch den Wegfall der FW-Schnittstelle bei den neuen iMacs z.B. wird alte Hardware auch schnell obsolet. (Abwärtskompatibilität und Adapter packe ich ganz bewusst in die Schublade der Guten Hoffnung).
        Das ist kein neues Problem und es wird uns wahrscheinlich auch ewig verfolgen. Treibertechnisch ohnehin.
        Beispiel Emagic emi 2|6 oder 6|2.
        Tolle Audio-Interfaces, die ich auch nach wie vor noch gern unterwegs mit kleinem Besteck gerne nutze.
        Warum gibt es keine Treiber für aktuelle Mac OS Xe? Der Aufwand der Programmierung dürfte überschaubar sein, wenn einzelne in der User-Community das Treiberpaket auseinandernehmen und neu paketieren, damit die Interfaces auf Mac OS 10.x nutzbar sind.
        Nur ein Beispiel von Dutzenden, wenn nicht Hunderten.
        Letztendlich mündet alles in einer banalen aber im Kern korrekten Kapitalismuskritik: Um neue Produkte zu verkaufen, muss der Support für die alten einfach eingestellt werden, unabhängig davon, dass diese ggf. noch ewig und drei Tage weiter funktioneren.
        Nicht schön, aber so sind die Regeln in diesem Spiel.

        • Profilbild
          Onkel Sigi RED

          Das geht allerdings ausgezeichnet, zumindest bei mir: Meine beiden Motu 828-Interfaces (beide Firewire) hängen über einen (original Apple) Firewire-auf-Thunderbolt-Adapter an einem aktuellen iMac, der ja nun leider keine Firewire-Buchse mehr hat. Das läuft wie geschmiert, völlig problemlos.

          Musikalische Grüße

          „Onkel Sigi“

        • Profilbild
          TobyB RED

          Hallo Andreaz,

          das stimmt nur zum Teil, die Treibermodelle von MacOS 10.1 bis 10.9 sind von Version zu Version immer mal wieder angepasst worden. Partiell hat Apple bei einigen Versionen drastisch was am Unix Unterbau geändert, damit meine ich jetzt nicht Pfade. Für die ollen Emi 2/6 gibts im Logicuserforum einige Hacks, des Schwierigkeitsgrades „Ich kenne $Bash Befehle“.

          Kabel und Adapter sollten immer auf Verdacht soda sein, ist leider notwendig, die Produktionzyklen der IT Branche, sind zu denen der Musikbranche etwas „abweichend“ und überlappen sich nicht immer, siehe Firewire. Aus Apple Sicht macht der Umstiegt auf TB Sinn. Dabei gehts einfach um Flexibilität, Geschwindigkeit.

          Klar gibts hier Nachteile, Daisy Chain Modus, Verchipte Kabel etc. Will man USB 2.0/3.0 Hardware weiter verwenden gibt es hierzu Boxen. Das ist zwar hintenrum durch die Brust funktioniert aber.

          Grüße

  3. Profilbild
    Markus Galla RED

    Schade, dass Du nicht gleich die Unison-Funktion getestet hast (inkl. Hörbeispiel). Auf der Messe hat man diese vorgeführt (der geniale Fab Dupont), da war es aber leider recht laut.

  4. Profilbild
    Pfau_thomas

    Also ich hätte dieses Audioiterface als Firewireinterface konzipiert dann kann man es auch unter WIndows benutzt werden.
    Zu dem ADAT Eingang fehlt dann noch ein Adat Ausgang .

    • Profilbild
      sipeng

      Yup. Finde es auch bisschen komisch. In meinen fall brauch ich als eingang alles was ich auch als ausgang habe. dann kann ich sachen routen und hinundher schicken. komisch wenn es nur in eine richtung geht.

  5. Profilbild
    sipeng

    Kann es sein das beim klangbeispiel Emt 250 verzehrungen auftreten? und zwar schon einige

  6. Profilbild
    sipeng

    und nochwas. ich genieße sehr die amazona tests denn sie decken einen weiten bereich der informationen die man über ein product sucht. Eins ist mir allerdings hier so wie auf …tja fast überall ein rätsel. nähmlich fast nie verliert jemand ein wort über den kopfhörer ausgang bzw verstärker. qualität und pegel eines interfaces. Wie kommt das? Benutzt keiner die kopfhörerbuchse? Ich wohne in der stadt und muß leider sehr oft über kopfhörer mischen wenn ich „lauter“ testen möchte. Wenn ich in meinen sounddesign sehr leise aufnahmen verarbeite brauch ich manchmal gefühlte „unendliche“ leistung damit ich diese leise sachen zumindest mal in anderer form bzw einfach mal „lauter“ hören kann. Bis jetzt war der stärkste kopfhörer ausgang der eines TC konnekt 6. Leider hatte ich da treiberprobleme etc (und zu wenige ein-ausgänge). Naja. scheint keinen zu interessieren was kopfhörerausgänge so machen

  7. Profilbild
    Onkel Sigi RED

    Nun lies doch den Test mal richtig, sispeng…..

    Was steht da im Minus-Kasten?

    Und was steht auf Seite 2 meines Tests über den Kopfhörerverstärker?

    Also wirklich…..

    mault der „Onkel Sigi“

    • Profilbild
      pytrel

      Tja das habe ich übersehen. Tut mir leid. (nicht gleich beißen…:-) . Aber grundsätzlich ist es wirklich selten wie oft der K.V erwähnt wird im verhältnis zu wieviele interface tests es gibt.

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