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Test: Universal Audio UAD-1 Teil 2

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Der eigentliche Clou ist aber, dass man die Raumform auswählen, und diese sogar mit einer Zweiten mischen kann. So ist eine Mischung aus einfachem Kubus und runder Halle möglich. Viel besser finde ich aber, dass man die Beschaffenheit der Luft und die Raummaterialien auswählen kann. Klanglich macht sich dies im zeitlichen Frequenzgang der Hallfahne und der ersten Reflektionen bemerkbar. So werden bei dem Material „Bestuhlung“ ;o) die Höhen nicht so stark reflektiert, so dass die Hallfahne mit der Zeit an Höhen verliert. Einem naturidentischen Aroma des Halls steht somit nichts mehr im Weg. So kann man sich im Handumdrehen seinen eigenen Raum basteln. Einfach eine Menschenmenge in einen Holzraum stellen und die Luft mit Zigarrenqualm füllen, schon hat man einen idealen Club erschaffen.

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Klanglich kann das DreamVerb voll überzeugen, auch wenn es nicht ganz mit der TC oder Lexicon Elite mithalten kann. Längere Hallfahnen klingen gegenüber M3000 oder PCM91 manchmal etwas „körnig“. Aber vor allem bei der Modellierung bestimmter Wunschräume ist es empfehlenswert. Es bietet eine hervorragende Bedienung, mit der man oft schneller ans Ziel kommt als mit den herkömmlichen Parametersätzen der 19“-Mitbewerber.

Pultec Pro
Der Pultec ist der bekannte zweibandige Vintage EQ der UAD-1. Wie kann man den Pultec also noch verbessern? Na klar, mit weiteren Bändern!

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Zusammen mit den drei zusätzlichen Bändern hat man nun fünf an der Zahl, wobei die neuen drei Bänder des Pro keine Möglichkeit der Bandbreitenregelung haben, wodurch sich der Sinn des Pro nur im leicht anderen Klang niederschlägt. Dies hat UA wohl auch erkannt und bietet den Pultec Pro günstiger an, als die anderen PlugIns. Man kann also auch einfach zwei normale Pultecs hintereinanderschalten, wenn man eine Vollparametrik benötigt. Die beiden mit „Peak“ bezeichneten Bänder heben den Frequenzgang an, das mit „Dip“ Bezeichnete senkt hingegen ab.

Klangbeispiele
Im folgenden hören Sie Klangbeispiele, die mit den neuen PlugIns bearbeitet wurden. Die Aufnahmen wurden mit hochqualitativem Equipment wie U87, V76, ect. direkt auf eine Studer 2“ Maschine aufgezeichnet und anschließend über ein Mackie d8b ich Cubase SX überspielt. Keine Frage also, dass die weitere Bearbeitung und Mischung mit adäquaten PlugIns erfolgen sollte ;o)


Alles (k)eine Frage der Latenz

Anders als bei nativen PlugIns muss der Klang zunächst einmal in die UAD-1 geschickt, mit den entsprechenden Algorithmen versehen und wieder zurück zum Sequenzerprogramm geschickt werden. Das bedeutet eine Latenz in Höhe der doppelten ASIO-Latenz. Unsere Tests haben gezeigt, dass die UAD ruhig unter minimaler ASIO-Latenz verwendet werden kann, da der Rechner kaum belastet wird. In Cubase und Nuendo kann die Latenz seit der Version 2.0 auf allen Kanälen automatisch ausgeglichen werden. So macht es wirklich Spaß mit DSP-Karten zu arbeiten. Lediglich beim VST-internen Monitoring macht sich die erhöhte Latenz negativ bemerkbar, jedoch wird jeder ernsthafte Anwender sowieso eine externe Monitor-Lösung (z.B. ein kleines Pult) benutzen.

Fazit
Die UAD-1 ist uneingeschränkt empfehlenswert. Die Qualität der PlugIns ist umwerfend und stellt momentan die Referenz dar. Man braucht beim Arbeiten mit einer DAW praktisch keine externe Hardware mehr. Ein weiterer Pluspunkt ist die Kaskadierbarkeit von bis zu vier Karten in einem Rechner. Auch die Einbindung in Sequenzer ist absolut unproblematisch. Ich bin gespannt, was sich die Entwickler von Universal Audio für das nächste Softwareupdate ausgedacht haben… Schön fände ich einen 1176LN mit programmabhängigen Regelzeiten.
Wer also von seiner Musik etwas mehr Klang erwartet, sollte unbedingt eine UAD mit den großen PlugIns sein eigen nennen. Das kleinere Project-Pack eignet sich durch den Pultec und den 1176SE zwar auch gut für ambitioniertes Recording, aber erst durch das Studio-Pack lässt sich die voll Klangpracht durch die großen PlugIns entfalten.

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PLUS
++++ sehr hohe Qualität der PlugIns, sehr guter Klang
++ sehr gute Simulation hochwertiger (und hochpreisiger) Studiohardware
++ PlugIns sind teilweise in Einzelkomponenten einsetzbar
+ gute Verträglichkeit mit Soundkarten
+ hohe Rechenleistung

PREISE
Studio-Pack:

UVP
: 1190 Euro
Straßenpreis: 999 Euro

Project-Pack:
UVP: 499 Euro
Straßenpreis: 460 Euro

Zusätzliche PlugIns je 149 Euro, Pultec Pro 79 Euro

 

 

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Klangbeispiele
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