Volt 876 überzeugt im Studio
Mit der Volt-Serie hatte Universal Audio vor einigen Jahren eine budgetfreundliche Alternative zu ihren Apollo Interfaces auf den Markt gebracht. Nachdem es bisher Versionen für 1, 2 und 4 Mikrofoneingänge gab, legt der Hersteller mit dem Universal Audio Volt 876 noch eine Schippe drauf und bringt ein Interface mit acht Mikrofonvorverstärkern heraus. Wie sich dieses Audiointerface im Tonstudio-Alltag schlägt, welche Ausstattung es mitbringt und wie es klanglich abschneidet, wollen wir uns in diesem Test genauer ansehen.
- Ausstattung: Acht analoge Mikrofonvorverstärker, Vintage-Preamp- und 76-Comp-Modus, zwei Kopfhörerausgänge, ADAT und MIDI.
- Bedienung: Viele Funktionen direkt am Gerät steuerbar, übersichtliche Software mit Loopback und Auto-Gain.
- Klang: Sehr saubere, detailreiche Wandlung; Vintage- und Kompressor-Modi bringen Wärme und Durchsetzungskraft.
- Kritik: Kein DSP, eingeschränkte Mixing-Console und fehlende Playback-Regelung innerhalb der Software.
- Fazit: Hochwertiges Mehrkanal-Interface zu fairem Preis, ideal für Bands, Studios und anspruchsvolle Recordings.
Inhaltsverzeichnis
Übersicht: Universal Audio Volt 876
Das Universal Audio Volt 876 entspringt der Budget-Linie von Universal Audio und wird vom Hersteller als 32 Bit/192 kHz USB-Audiointerface mit 24 Eingängen und 28 Ausgängen beworben. Diese setzen sich folgendermaßen zusammen: Das Volt 876 besitzt acht analoge Preamps und acht analoge Line-Ausgänge. Dazu kommen zwei ADAT-Pärchen, die zusammen 16 Ein- und Ausgänge bereitstellen. Diese können auch auf S/PDIF umgestellt werden, wodurch sich natürlich die Anzahl der Ein- und Ausgänge verringert. Wer richtig mitgezählt hat, ist jetzt bei 24 Ein- und Ausgängen gelandet. Universal Audio kommt auf 28 Ausgänge, da es auch noch zwei separate Kopfhörerausgänge gibt.
Das Interface kann via USB sowohl mit einem Mac als auch PC betrieben werden. Darüber hinaus ist auch der Betrieb an einem iPad oder iPhone möglich. Das ist natürlich ein nettes Zusatz-Feature, so kann man mal eben schnell unterwegs oder im Proberaum eine komplette Band aufnehmen, ohne einen Rechner bemühen zu müssen.
Die acht integrierten Mikrofonvorverstärker haben noch ein paar zusätzliche Gimmicks auf Lager. Die ersten beiden, deren Eingänge sich auch auf der Front befinden, können wahlweise auch als Hi-Z-Eingänge für Instrumente wie Gitarre und Bass genutzt werden.
Auf allen 8 Kanälen steht zudem ein sogenannter Vintage-Modus zur Verfügung, der den Universal Audio 610 Vorverstärker simulieren soll, mit dem die Firma bekannt wurde und der unzählige Hit-Aufnahmen seit den 1960er-Jahren des letzten Jahrhunderts prägte.
Außerdem kann auf jedem Kanal eine mit „76 Comp“ bezeichnete Kompressorschaltung hinzugefügt werden. Dabei handelt es sich, wie man unschwer erraten kann, um eine Emulation eines UREI 1176 aus dem gleichen Hause. Für diesen stehen drei unterschiedliche Modi zur Verfügung, nämlich Fast, Gitarre und Vocals.
Der erste Modus ist für Instrumente wie Schlagzeug (Snare, Kick und Toms) prädestiniert. Der Effekt an sich kann nur eingestellt oder aktiviert werden und hat keine weiteren Parameter, die man editieren könnte. Wie das in der Praxis klingt, sehen wir später.
Beide Schaltungen werden übrigens analog umgesetzt, nicht digital! Zudem kann natürlich noch auf jedem Kanal die Phantomspeisung von 48 V aktiviert und die Phase gedreht werden.
Bedienoberfläche des Universal Audio Volt 876
Schauen wir uns zunächst die Vorderseite des Universal Audio Volt 876 an. Ganz links befindet sich das Logo und darüber eine winzige Öffnung, die man fast übersehen könnte. Hinter dieser verbirgt sich ein Talkback-Mikrofon, sodass man mit dem Künstler oder der Künstlerin im Aufnahmeraum sprechen kann.
Direkt daneben finden wir zwei Kombi-XLR-Klinkenbuchsen zum Anschluss von wahlweise Mikrofonen oder Instrumenten. Danach folgt ein großer Drehknopf. Dieser steuert das Gain des jeweils aktuell ausgewählten Kanals.
Dazu stehen acht Drucktaster zur Verfügung, über die man den gewünschten Kanal zunächst auswählt. Dann kann man die Vorverstärkung einstellen wie auch die Phantomspeisung aktivieren, Phase drehen, den Vintage-Modus oder einen der drei Kompressormodi aktivieren.
Das Universal Audio Volt 876 ist so aufgebaut, dass man fast alle Einstellungen direkt am Gerät vornehmen kann und nicht zwingend in die Software springen muss. Diese ist eigentlich nur nötig, um einen Kopfhörer-Mix zu erstellen.
Mittig finden wir zwei Mini-Displays. Auf diesen lässt sich wahlweise der Input-Pegel der analogen Eingänge, der ADAT-Ports oder der S/PDIF Ein- und ‑Ausgänge darstellen, sofern man einen der ADAT-Ports auf S/PDIF umgeschaltet hat.
Weiterhin lässt sich hier der Modus wählen, hier unterscheidet man zwischen USB und ADAT. Bei Letzterem dient das Universal Audio Volt 876 als reiner Wandler und kann per ADAT in ein bestehendes System eingebunden werden. Auch die Sample-Rate und die Clock für das Gerät können hier per Drucktaste definiert werden.
Ganz rechts befindet sich ein zweiter Drehregler, der die Ausgangslautstärke der Hauptmonitore, also der Monitorboxen im Studio, steuert. Hier hat man außerdem die Möglichkeit, einen Direct-Mode zu aktivieren, die Lautstärke zu dimmen oder das Talkback zu bedienen. Sogar auf ein zweites Paar Monitore kann man hier schalten oder den Ausgang per Mute ganz stummschalten, wenn man zum Beispiel mit Kopfhörern aufnehmen möchte. Apropos Kopfhörer: Ganz rechts am Gerät befinden sich noch zwei Kopfhörerbuchsen mit entsprechenden Lautstärkereglern.
Anschlüsse des Universal Audio Volt 876
Die Rückseite unseres Testkandidaten ist relativ schlicht aufgebaut und schnell erklärt. Ganz links gibt es einen Kaltgerätestecker, der das Gerät mit Strom versorgt. Daneben einen USB-C-Anschluss, mit dem sich die Verbindung zu einem Computer oder einem iOS-Gerät herstellen lässt. Dankenswerterweise hat das Gerät ein MIDI-Buchsenpaar mit In- und Out spendiert bekommen.
Weitere Anschlüsse sind die eben schon vorerwähnten zwei ADAT-Pärchen und Wordclock-Ein- und Ausgang. Bleiben noch acht symmetrische Ausgänge und sechs XLR-Mikrofoneingänge (zwei weitere haben wir auf der Front schon). Die acht symmetrischen Ausgänge lassen sich nutzen, um Monitore anzuschließen oder Signale auf externe Hardware-Effekte zu schicken und den Mix damit zu bearbeiten.
Die Software des Universal Audio Volt 876
Falls das bisher noch nicht klar geworden sein sollte: Im Gegensatz zur wesentlich teureren Apollo-Serie verzichtet die Volt-Serie von Universal Audio auf DSPs. Sprich, auf dem Interface können keine Plug-ins berechnet werden. Alles, was man an Klanggestaltung nutzen möchte, muss auf der CPU des Hostrechners stattfinden. Dementsprechend ist auch die bekannte UAD Console-Software etwas abgespeckter.
Plug-ins, die man beim Aufnehmen hören möchte, kann man hier im Gegensatz zu den größeren Apollo-Geschwistern eben nicht einbinden. Es ist eine reine Software zum Erstellen eines Monitor-Mixes. Trotzdem sind auch hier ein paar clevere Features untergebracht, die einem das Arbeiten im Alltag erleichtern. So gibt es zum einen eine Loopback-Funktion, um Signale, die man aus der DAW herausschickt, direkt wieder aufzunehmen. Das ist hilfreich bei der Erstellung von Podcasts oder generell bei der Content-Produktion für YouTube etc.
Alle Features, die ich zuvor besprochen hatte, kann man natürlich auch bequem hier in der Software einstellen. Außerdem gibt es zwei Ausspielwege, die die beiden Kopfhörer beschicken. Sprich, es lassen sich von allen anliegenden Signalen bequem zwei unterschiedliche Kopfhörermixe, zum Beispiel für den Toningenieur und für den aufzunehmenden Künstler, erstellen.
Zusätzlich verfügt das Volt 876 über eine sogenannte Auto-Gain-Funktion. Dahinter verbirgt sich ein cleverer Algorithmus, der, wenn man ihn aktiviert, das eingehende Signal misst und entsprechend vorverstärkt. So erspart man sich das lästige Einpegeln von Hand. Gerade wenn man mit sehr vielen Signalen parallel arbeitet, kann das hilfreich sein.
Software-Paket des Universal Audio Volt 876
Wie mittlerweile üblich, liegt auch dem Universal Audio Volt 876 ein umfangreiches Paket an Effekten und Klangerzeugern in Software-Form bei. Obwohl das mittlerweile Standard ist, soll es hier noch einmal ausdrücklich erwähnt werden, denn Universal Audio liefert hier sowohl Quantität als auch Qualität.
So befinden sich im Lieferumfang Kompressoren, Equalizer, Gitarrenverstärker, Hallgeräte und Bandmaschinen aus dem eigenen Portfolio. Darüber hinaus gibt es auch abgespeckte Versionen von Melodyne, Ableton Live und ein ganzes Paket an Plug-ins der schwedischen Firma Softube. Last but not least ist auch die hauseigene DAW Luna im Lieferumfang enthalten. Wer also noch gar keine Software zur Musikproduktion besitzt, ist hiermit eigentlich schon mehr als umfangreich ausgestattet und kann direkt auf hohem Niveau loslegen.
Einsatz des Universal Audio Volt 876
Setup und Installation des Universal Audio Volt 876 sind ein Kinderspiel. Gerät anschließen, Account bei Universal Audio anlegen und die UA Connect Software runterladen. Das Interface wird sofort erkannt und man kann die dazugehörige oben erwähnte Software runterladen, installieren und nutzen. Bei den Beilagen von anderen Herstellern wie Melodyne oder Softube wird man natürlich auf deren Websites verwiesen und muss dort einen Account anlegen.
Zunächst habe ich einen ausführlichen Hörtest gestartet und einige mir sehr gut bekannte Referenzen in meinem Tonstudio über das Universal Audio Volt 876 abgehört. Das Interface löst, wie nicht anders zu erwarten, hervorragend auf und man kann auch noch so feinste Details einwandfrei hören. Hier habe ich bei dieser Firma aber auch nichts anderes erwartet.
Als Nächstes habe ich mit einem Ollo Audio X1 Kopfhörer die Kopfhörerausgänge getestet. Diese haben zum einen ausreichend Power, um auch in lauten Aufnahmesituationen zu funktionieren. Zum anderen klingen sie sehr sauber und auch hier wird eins zu eins das übertragen und gewandelt, was man hineingibt.
Aufnahmen mit dem Universal Audio Volt 876
Möchte man akustische Instrumente mit dem Volt 876 aufnehmen, so bietet es sich an, diese direkt bei der Aufnahme latenzfrei mit dem Software-Mixer auf dem Kopfhörer abzuhören. Dafür kann ich zwei unterschiedliche Mischungen erstellen und bei jedem Kopfhörer ganz genau sagen, wie laut ich welches Signal hören möchte. So weit, so gut. Etwas enttäuschend und das ist ein erster kleiner Kritikpunkt: Ich habe keine Möglichkeit gefunden, das Playback, das aus der DAW kommt, in der UAD Console zu regeln.
Das heißt, hier muss ich immer in meine Software, zum Beispiel Logic, gehen und gegebenenfalls das Playback in der Lautstärke angleichen. Das ist etwas umständlich, zumal hier die ganze Idee, zwei unabhängige Kopfhörer-Mixe zu erstellen, etwas ad absurdum geführt wird, da ich ja dann immer nur eine Lautstärke habe, die ich in der DAW anpassen kann. Davon abgesehen funktioniert die Software aber so, wie sie soll und man kommt schnell zurecht, was gerade für Einsteiger erfreulich ist.
Kommen wir zu den Klangbeispielen. Leider hatte ich während der Testphase nicht die Möglichkeit, ein komplettes Schlagzeug aufzunehmen. Deswegen habe ich euch zwei YouTube-Videos vom Hersteller verlinkt, in denen die Klangqualität des Vintage-Modus für die Preamps und auch der Kompressorschaltung demonstriert wird.
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Natürlich muss man solche Videos vom Hersteller mit Vorsicht genießen, aber ich finde, gerade bei dem Video mit den 76 Kompressorschaltungen hört man deutlich die Klangverbesserungen. Die Klangverbesserung durch die Vintage-Preamp-Schaltung hingegen finde ich sehr subtil. Mal schauen, was meine eigenen Klangbeispiele hier zutage fördern.
Zunächst hören wir eine einfache Bassline, zunächst ganz trocken aufgenommen, dann mit aktiviertem Vintage-Preamp und dann noch einmal mit zusätzlichem 76 Comp im Gitarrenmodus. Das gleiche Spiel habe ich dann noch mit einer Sprachaufnahme und einer Akustikgitarre gemacht. Also je drei Versionen: unbearbeitet, mit dem Vintage-Modus und Vintage-Modus mit Kompressor kombiniert.
Die Preamps ohne Vintage- und Kompressor-Modus klingen sehr clean und sauber, wie man das von einem aktuellen Audiointerface erwarten würde. Ich hätte keinerlei Bedenken, diese Preamps auch in kritischen Aufnahmesituationen zu nutzen. Aktiviert man den Vintage-Modus, wird alles einen kleinen Ticken runder und wärmer. Das ist nicht sehr offensichtlich, sondern eher subtil. Tut den allermeisten Signalen aber gut.
Der Bass klingt etwas wärmer und weniger bissig. Bei den Vocals hat es den Anschein, als würden die scharfen Zischlaute etwas gezähmt. Und die Gitarre wirkt weniger dröhnend mit aktivierter Vintage-Schaltung.
Kommen wir nun zur Kompressorschaltung. Diese ist, wie der Name ja schon suggeriert, offensichtlich einem 1176 nachempfunden, einem der legendärsten Kompressoren in der Geschichte der Audiotechnik überhaupt. Wie eingangs schon erwähnt, ist es nicht möglich, die einzelnen Parameter des Kompressors anzupassen. Man hat lediglich drei Presets: für Gesang, Gitarre und einen sogenannten Fast-Modus, der sich vor allem für Drums eignen dürfte.
Diese Presets klingen zunächst einmal genau so, wie man das von einem 1176 erwarten würde. Das Signal wird zupackender, knackiger und setzt sich besser durch. Auch eine gewisse Sättigung ist zu hören. Das steht auf der Haben-Seite.
Dagegen steht, dass das Signal nicht Gain-kompensiert ist, sprich, bei Aktivieren der Kompressorschaltung steigt auch der Pegel deutlich hörbar an. Da sollte man beim Einpegeln definitiv ein Auge auf die Anzeigeinstrumente haben, damit nicht plötzlich irgendwas übersteuert. Zum anderen rauschen die Schaltungen ganz schön, was natürlich auch der erhöhten Lautstärke geschuldet ist. Hier hat sich Universal Audio meiner Meinung nach keinen Gefallen getan. Für die Klangbeispiele habe ich den Lautstärkesprung jeweils versucht auszugleichen. Dann fällt auch das Rauschen nicht mehr ins Gewicht und ist genauso stark zu hören wie bei den Aufnahmen ohne Kompressor. Ich hätte es nur eleganter gefunden, wenn dieser Gain-Ausgleich automatisch funktionieren würde.
Für die allermeisten Aufnahmesituationen innerhalb einer Rockproduktion würde ich die Kompressoren wahrscheinlich jedes Mal anlassen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen macht es einfach viel mehr Spaß, zu singen oder Gitarre zu spielen, wenn das Signal schon etwas kompakter und komprimierter ist, denn das hat man ja dann auch so auf dem Kopfhörerweg. Und es spielt und singt sich einfach leichter. Zum anderen kann ich nur dazu raten, direkt bei der Aufnahme Entscheidungen zu treffen, was den Endsound angeht. Und seien wir ganz ehrlich: Ein 1176 hat noch kaum einer Spur geschadet. Ich würde das “Risiko” immer in Kauf nehmen und den Kompressor direkt mit aufzeichnen. Man erspart sich hinterher, im Mix unverhältnismäßig lange an zig Parametern zu schrauben und Entscheidungen immer weiter zu vertagen.












































Verständnisfrage: Der Kompressor liegt nach dem Gain-Regler. Ein 1176 hat keinen Threshold-Regler, sondern nur Input Gain und Output Gain. Mit Input Gain regele ich also immer auch das Signal um den fixen Threshold herum. Wenn das Volt keine automatische Regelung für das Output Gain hat, müsste das Signal bei der Kompression gemäß der Funktionsweise eines Kompressors und insbesondere auch des 1176 leiser werden, nicht lauter. Denn wir senken mit dem Kompressor Signalspitzen ab und verstärken dann die leisen Signale mit dem Output Gain. Auf diese Weise verringert sich die Dynamik. Ohne Output Gain als Aufholstufe für die leisen Signale senken wir aber nur Signalspitzen ab. Das Signal müsste also leiser sein als das Eingangssignal.
Wenn im Test also das Signal lauter wird, muss es einen Auto-Gain geben. Ob diese aber gut funktioniert, ist eine andere Frage. Kompensieren kann man das aber gemäß der Funktion eines 1176 mit fixem Threshold mit dem Gain-Regler nicht.
@Markus Galla Hallo Markus, in der Theorie gebe ich dir da natürlich vollkommen recht was die Funktionsweise eines Kompressors betrifft. In der Praxis werden die Signale aber tatsächlich lauter durch die Aktivierung. Ich vermute mal, dass sie einen fixen Make up Gain wert verbaut haben. Weniger Gain bedeutet natürlich auch weniger Komprimierung. Auch hier muss ich dir Recht geben. Im Alltag wird es vermutlich darauf hinauslaufen, dass man den Kompressor aktiviert kurz hört, ob einem der Klang taugt und der Pegel noch im sicheren Bereich ist und sich dann dafür oder dagegen entscheiden.
@Markus Galla Audio University hat vor ein paar Tagen in einem Video zu Kompression genau dieses Interface genutzt. Geschickt platzierte Werbung. Hähä.
Aber das wirkt für mich so, dass man nur diese 3 festen Presets für die Eingänge hat und somit fest vorgegebene Input und Output Gain Werte. Er hat dann die Kompression über den Input Gain des Interfaces gesteuert. Wenn also die Kompression niedriger ist, als das vorgegebene Make Up Gain, dann muss es ja lauter werden.
@jan1973 Genau, wenn es ein fixes Make-up Gain ist, ist das so. Das könnte man recht einfach messen, um das herauszufinden.
Wenn man die 8 Mikrofoneingänge, 2x ADAT und eingebaute analoge 1176er berücksichtigt, geht der Preis voll in Ordnung.
Da er augenscheinlich komplett am Gerät bedienbar ist und wegen iPad-Tauglichkeit Class Compliant sein muss, könnte das Gerät auch unter Linux prima funktionieren.
Die Software, mit der man das Gerät erst benutzen kann (»Connect Software«) gibt es nur dann, wenn man einen Account bei UA anlegt? Fetter Daumen runter. Das ist für mich ein Grund, dass ich das Gerät niemals kaufen würde. 👿👿👿
Dieser Datensammelwutritis gehört einfach ein Riegel vorgeschoben. Abgesehen davon: Aus irgend welchen Gründen geht der Account mal nicht (ich kann mich nicht einloggen) … aber genau in dem Moment müsste ich die Software DRINGEND noch einmal herunter laden … nee, sorry. Ich könnte auch echt böse sein und vermuten, dass die Software im Hintergrund auch gleich mal Nutzerdaten an UA funkt; aber das muss man natürlich beweisen.
Wie’s geht zeigen Arturia, RME und Focusrite. Da bekommt man Treiber, Software, etc. auch völlig ohne Account. Und warum auch nicht? Der Copy-Protection-Dongel für die Software ist ja das teuer gekaufte Gerät.
@Flowwater stimmt. echt mühsam!
hab ein neues Smartphone weil leider die USB Buchse eingegangen ist.
man hat kein Menü mehr wenn man den Ausschaltknopf gedrückt hält, es kommt dann ein prompt für die ai.
wer mich etwas kennt, weiß ich hasse ai. 😎
musste das Handy unlängst neu starten, weil kein Internet Empfang.
da ging dann die ai natürlich nicht.
Glücklicherweise gibt’s die killswitch Möglichkeit mit lange den Knopf gedrückt halten um neuzustarten. 🤘😎
@Flowwater Ist es wirklich so, dass man die Software braucht? Ich dachte, die Konfiguration geht auch am Gerät.
@bluebell Das weiß ich nicht. Ich bin nur bis zu dem Absatz gekommen, in dem Moritz das mit dem Konto anlegen erwähnt und dann musste ich was schreiben. Wenn das auch alles am Gerät eingestellt werden kann, mildert das meine Kritik natürlich ab (insbesondere bei dem von mir genannten Beispiel). Trotzdem will man so ein Gerät natürlich bequem am Computer steuern.
@Flowwater Sehe ich auch so.
Amis haben eine übele Krankheit, die Daten Sammelwut.
Der Kunde gehört uns. 💲💲💲mir wird übel🤢
Aus diesem Grund, kein Interesse.
Ich bin mit Aturia, Focusrite (allerdings nicht als USB Interface, sondern Mikrofon Vorvertäker) und RME sehr zufrieden und wüsste nicht, warum ich Verhalten und die Accountzwänge in irgendeiner Art und Weise tolerieren sollte.
Neben anderen Gründen lässt mich das bei US Firmen zurückzucken.
Nein danke, das will ich nicht.
@TomH Keine Ahnung ob man das soooo kritisch sehen muss. Mittlerweile besteht das ganze Leben aus Registrierungen, am besten gleich zweifach, gesichert mit Autorisierungs-App, Key, Pin und den netten KI Berater. Da kannst nur mitmachen oder in den Wald ziehen. Dort verpasst ein Jäger dann den finalen Schuss. 😅
@Kazimoto Nun beruflich bin ich IT Berater. Ja, manche Kröte muss man schlucken, aber soweit möglich, vermeide ich es wenn es Alternativen gibt, besonders wenn ich damit dann noch etwas von Unternehmen in Europa kaufe.
Die Erfahrung zeigt, es gibt meistens Alternativen.
@TomH Fast alle Unternehmen fordern eine Registrierung für Garantie, Discounts oder Bundles. Ob die App immer laufen muss um den Mixer starten zu können wäre interessant, so Hintergrunddienste können schon nerven. Ansonsten ist mein Tip ein gebrauchtes Interface zu nehmen das bewährt ist. Was nicht geht ist Treiber nur über einen Account laden zu können.
@Flowwater Mir ist die Firma so unsympatisch geworden, dass ich nicht mal deren gekaufte Software verwende.
@Tai Mir irgendwie auch. Und ich schreibe ganz bewusst »irgendwie«, weil ich nicht mal so ganz genau den Finger drauf legen kann, was mir denn nun genau missfällt. Das mit der Software für das Audio Interface ist für mein Verständnis schon ein starkes Stück. Ich habe mich echt mal für deren »Spark« interessiert. Aber nachdem man die Preise nur erfährt (bis heute), wenn man sich anmeldet, war es ganz schnell wieder vorbei.
Mein Gefühl ist, dass UA den Weg von Waves geht, die ich auch deinstalliert habe (und nie wieder was bei denen gekauft habe), nachdem deren Software-Center bei mir ungefragt mit Werbung aufpoppte. Echt … mitten in der Session. Weg damit. Das ist dann der nächste Schritt des »abhängig machens«.
@Flowwater Ich verstehe den Frust über Registrierungszwang grundsätzlich, aber ganz fair ist die Darstellung hier nicht. Nahezu jede moderne Audio-Hardware und praktisch alle DAWs oder Plugins setzen heute eine Registrierung voraus – aus mehreren Gründen: Lizenzverwaltung, Updates, Support, Kompatibilitäts-Hinweise, Geräteverwaltung und nicht zuletzt der Schutz vor Software-Piraterie. UA macht also nichts, was nicht auch Focusrite, Native Instruments, Arturia, Steinberg, Waves usw. ebenfalls tun.
Dass man im Notfall die Software nicht herunterladen kann, weil der Account kurz hakt, ist in der Praxis extrem selten und betrifft eher allgemeine technische Probleme als bösen Willen. Die Software funkt im Normalbetrieb auch nicht „heimlich“ alles Mögliche nach Hause – solche Behauptungen müsste man belegen.
Man kann über Registrierungszwänge gerne diskutieren, aber so zu tun, als wäre UA damit eine Ausnahme oder besonders „datenhungrig“, entspricht schlicht nicht der Realität der heutigen Audiobranche.
Mal ernsthaft: Wie hast du denn deine ganzen Plugins gekauft – ganz ohne Registrierung? Oder hast du inzwischen alles gelöscht und arbeitest komplett in einem reinen Hardware-Studio?
@Round Robin Es geht doch hier um einen Registrierungszwang für Software, die zum Betrieb einer Hardware dient und sonst für nichts (Treiber, Konfigurationssoftware).
Wer die Hardare hat, kriegt die Software natürlich kostenlos, und für andere ist sie schlicht nutzlos. Was soll es da für Software-Piraterie geben?
Dass Software nach Hause telefoniert, ist wiederum eine ganz andere Thematik. Wer irgendetwas „ganz bequem per App“ konfiguriert, kann heutzutage getrost davon ausgehen, dass die Kommunikation nicht direkt per WLAN oder Bluetooth erfolgt, sondern über einen Server des Herstellers. Er muss auch davon ausgehen, dass die Funktionalität garantiert früher oder später entfällt, wenn der Hersteller keine Lust mehr hat, die Server weiterzubetreiben – siehe Bose und deren Abschalten des Cloud Support für SoundTouch.
Außer Pianoteq, mit dem ich gerne herumspiele, es aber noch nicht für ein reales Projekt brauchte, sind alle meine Plugins Open Source und aus den Quellcodes kompiliert. Mein Leidensdruck ist also sehr gering, aber so manch anderer macht sich natürlich und berechtigt seine Gedanken, ob denn die Datensammelwut von Marketingabteilungen hinnehmbar oder nicht. Das muss jeder selbst entscheiden. Für Amateure wie mich ist die Entscheidung einfach, für Profis, die datenkompatibel zu Kunden sein müssen, nicht so.
@Round Robin
bluebell hat es sehr gut geschrieben: Es geht um Software, die man zwingend für den Betrieb des Geräts benötigt. RME, Arturia und Focusrite machen genau DAS eben NICHT. Bei denen bekommt man die Software einfach so … ohne dass man sich auf der Website anmeldet. 🙂
Hallo Moritz: „Ich habe keine Möglichkeit gefunden, das Playback, das aus der DAW kommt, in der UAD Console zu regeln.“
Das sollte für Logic so zu lösen sein, dass du in den Einstellungen /Audio/I/O-Zuweisungen den Stereo-Ausgang dem Loopback-Chanel zuweist. Bei Luna geht das meines Wissens in der Software nicht. Du kannst dafür aber beim Mac im Dienstprogramm „Audio-Midi-Setup“ das Volt Interface auswählen und dort die Lautsprecher so konfigurieren, dass diese dem Loopback-Chanel zugewiesen werden. BTW: Bei den Apollo Interfaces (und der dafür „passenden“ Console) stehen anstelle des Loopback-Chanel sogenannte Virtual Outputs zur Verfügung.
@Ebi Hallo Ebi, danke für deinen Hinweis. Das könnte tatsächlich so wie von dir beschrieben funktionieren. Ich bleibe aber dabei, dass das umständlich und unnötig ist. Da es andere Interfaces hier besser vormachen und direkt Regler für die Returnkanäle anbieten. Lieben Gruß Moritz