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Test: V3 Sound Grand Piano Pro & V3 Bluetooth Receiver

Pimp my Piano

4. März 2026
V3 Sound Grand Piano Pro Aufmacher

Test: V3 Sound Grand Piano Pro

V3 Sound Grand Piano Pro ist der neueste Spross der V3 Sound Expander mit dem charakteristischen Design. Mit neuen Modeling-Sounds möchte der Expander bei Klavierliebhabern punkten. Wir haben uns den V3 Sound Grand Piano Pro Expander genauer angeschaut.

Kurz & knapp
Was ist es? V3 Sound, Grand Piano Pro, Sound Expander, ein vielseitiges Piano-Modul mit Modeling-Features für Keyboarder und Pianisten.
  • Klangvielfalt: Hochwertige Piano- und E-Piano-Sounds, ergänzt durch weitere Instrumente.
  • Bedienung: Steuerung ausschließlich per MIDI oder App, kein Display oder Hardware-Bedienelemente.
  • Funktionalität: Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten und Layering über die V3 Sound Control App.
  • Pluspunkte: Sehr guter Klang, hohe Polyphonie, Einzelausgänge, erstklassiger Support, fairer Preis.
  • Minuspunkte: Soundwechsel nur per App/MIDI, volle Funktionalität nur mit Bluetooth-Dongle und Tablet.

Bewertung

V3 Sound Grand Piano Pro

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V3 Sound Grand Piano Pro

V3 Sound Grand Piano Pro Sound Expander

V3 Sound Grand Piano Pro Expander

V3 Sound

Der Österreicher Klaus Dzida konnte sich in den vergangenen Jahren mit seiner Firma V3 Sound eine Nische erarbeiten, die heutzutage kaum noch besetzt wird: die der Sound Expander.

Spezialisiert auf Sound-Expander

Sound-Expander, seien es GM/GS/XG-Expander wie Yamaha TG-100, Roland SoundCanvas, Roland JV-1080 oder auf bestimmte Musikrichtungen spezialisierte ROMpler von E-MU wie Proteus, Vintage Pro und andere, wurden gerne genutzt, um die Klangvielfalt eines Keyboards, einer Orgel oder eines Digitalpianos zu erhöhen. Auf der Bühne wurden sie gerne für MIDI-Files eingesetzt und im Studio haben in der Musik der 1990er Sound-Expander wie der JV-1080, E-MU Proteus, Planet Phat, Orbit und andere den Sound der Charts geprägt.

Gehörten solche Expander in den 1980er- und 1990er-Jahren deshalb fest zum Sortiment eines gut sortierten Musikfachhändlers, sind diese in den letzten Jahren leider fast komplett vom Markt verschwunden. Sehr schade, denn auf diese Weise konnten ältere Instrumente problemlos um neue und frische Sounds erweitert werden. Heutzutage lassen sich zumindest viele Keyboards der Mittelklasse mit ihrem integrierten Flash-Speicher mit neuem Klangfutter versorgen.

Umso mehr freut es mich, dass Klaus Dzida diese Lücke mit seinen dreieckigen Modulen füllt. Die Auswahl an Modulen ist mittlerweile recht groß und neben dem Pianomodul V3 Sound Grand Piano Pro gibt es mit V3 Sound Sonority Pro ein General-MIDI-Modul, mit V3 Sound Drumity Pro ein auf Percussion- und Drum-Sounds spezialisiertes Modul und dann noch diverse Sondermodelle für chromatische Percussion (gigKAT2), Theaterorgeln (V3 Sound TTT Edition) sowie diverse Special Editions des Accordion Master XXL, die in Zusammenarbeit mit MIDI-Akkordeon-Spezialisten entwickelt wurden und nur über diese Partner erhältlich sind.

Sample Modeling Piano Expander

V3 Sound Expander Rückseite

Die Rückseite aller V3 Sound Expander sieht gleich aus: Audio-, MIDI- und USB-Anschlüsse sind hier zu finden

V3 Sound Grand Piano Pro ist ein Modeling-Piano-Expander, wobei Modeling darauf hinweist, dass es die Möglichkeit gibt, die Sounds in zahlreichen Parametern dem eigenen Geschmack anzupassen. Die Klangerzeugung basiert ansonsten auf Samples. Wie und wo diese aufgenommen wurden, bleibt leider ein Geheimnis. Kommen wir zur Hardware selbst:

  • Größe 12 x 12 x 4 cm (L x B x H)
  • Gewicht: 0,21 kg
  • 256-stimmige Polyphonie (abhängig vom gewählten Sound)
  • 4 GB Flash-Speicher gefüllt mit 6.260 Samples, die sofort nach dem Einschalten zur Verfügung stehen
  • 16 MIDI-Kanäle
  • Master Reverb mit eigenem Regler
  • 2x symmetrische Main-Ausgänge (auch als vier unsymmetrische Line-Einzelausgänge nutzbar)
  • Kopfhörerausgang
  • Anschluss für Sustain-Pedal (inklusive Halbpedal-Funktion)
  • USB-Host für den Anschluss von USB-Keyboards (inklusive Stromversorgung bis 500 mA)
  • MIDI In, MIDI Thru
  • Anschluss für ein externes Netzteil
  • Regler für Gesamtlautstärke
  • Betriebsschalter

Das war es auch schon. Wer auf ein Display oder Schalter für die Klangauswahl gehofft hat, wird enttäuscht sein, denn genau das gibt es alles nicht. Hier geschehen alle Bedienschritte ganz puristisch per MIDI.

Wer von dieser archaisch anmutenden Schnittstelle noch nie etwas gehört hat, möge entweder den zum V3 Sound Grand Piano Pro (und den Schwestermodulen) passenden Bluetooth-Adapter gleich mit bestellen, der für eine Anbindung an die kostenlose iOS/Android-App sorgt, oder sich die kostenlose Windows-App „MidiToolEx for V3 Sound Expander“ herunterladen, die auf der V3 Sound Website verlinkt ist. Mac-User müssen leider draußen bleiben oder auf eine Kompatibilität per Virtualisierungs-Software hoffen.

Verbessert gegenüber den Vorgängern wurden die Ausgangswandler, die nun einen Dynamikumfang von 115 dB bieten und sehr niedrige Verzerrungswerte von -107 dB THD+N (0,00045 %).

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Um die Einzelausgänge zu nutzen, muss das Modul geöffnet werden (drei Schrauben). Im Inneren befinden sich DIP-Switches. Hier wird das Modul für die Verwendung der Einzelausgänge umkonfiguriert. Auch die Polarität des Pedals ist hier einstellbar (Öffner, Schließer). Zusätzlich müssen allerdings noch SysEx-Befehle an das Modul gesendet werden, um die Einzelausgänge einzusetzen. Es werden dann zwei Kabel mit TRS auf TS/TS benötigt, mit denen die vier Signale abgegriffen werden können. Genaueres verrät die Bedienungsanleitung mit dem MIDI-Implementation-Chart und der Beschreibung der DIP-Switches. Das ist recht umständlich gelöst. Hier fehlt dann eben doch das Display.

Klangerzeugung

Pianos

Die auf Samples basierende Klangerzeugung des V3 Sound Grand Piano Pro bietet alles, was man von modernem Piano-Sound-Modeling erwartet:

  • Saitenresonanz (Pedal-Resonanzen)
  • Sympathetic Resonance
  • Note-off Samples
  • Halbpedal
  • Noise

Diese Parameter und mehr lassen sich per MIDI Controller, RPN und NRPN sowie SysEx-Messages verändern. Ein vollständiger MIDI-Implementation-Chart im Handbuch hilft dabei.

Das Sample-Material umfasst Samples eines Bösendorfer Flügels, eines Steinway Model D Flügels sowie eines Yamaha C4 Konzertflügels, der speziell für Rockmusik intoniert wurde. Die Bösendorfer und Steinway Modelle wurden mit 11 Dynamikstufen inklusive Saitenresonanz und Halbpedal gesampelt.

Zwei Upright-Pianomodelle stehen ein Schimmel K132 als Standardvariante sowie dasselbe Modell in einer Felt-Variante zur Auswahl.

Auf diesen Samples basieren die 50 Piano-Sounds des V3 Sound Grand Piano Pro. Dabei werden alle nur erdenklichen Stile und Epochen abgedeckt. Hier dürfte wirklich für jeden etwas dabei sein.

E-Pianos und Electric Grand

Trotz des Namens enthält das V3 Sound Grand Piano Pro Expander-Modul auch weitere Sounds wie zum Beispiel elektromagnetische Pianos. Gesampelt wurden:

  • Rhodes Mark I
  • Rhodes Mark II
  • Rhodes Mark I Dyno 1979
  • Wurlitzer A200
  • Wurlitzer W140B

Über die Anschlagstärke und programmierten Hüllkurven werden die Note-off-Algorithmen getriggert, um die Sounds so natürlich wie möglich klingen zu lassen. 25 Sounds auf Basis dieser Samples sind im Speicher enthalten.

Außerdem finden wir noch 15 Sounds, basierend auf Samples eines Yamaha CP 70B und Yamaha CP 80 Electric Grand Pianos.

Zugabe

V3 Sound haben sich nicht lumpen lassen und den verbleibenden Restspeicher mit weiteren Sounds aufgefüllt: Orgeln (inklusive fester Leslie-Effekte Slow/Fast), Streicher, Chöre, Gitarren und Bässe, Synthesizer-Sounds, Blechbläser, Holzblasinstrumente wie Saxophon oder Flöten, Schlaginstrumente wie Xylophon, Marimba, Timpani sowie Percussion.

Praxis Hardware

V3 Sound Grand Piano Pro Sound Expander an Yamaha Clavinova CSP-150 Digitalpiano

Praxistest: V3 Sound Grand Piano Pro Sound Expander an meinem Yamaha Clavinova CSP-150 Digitalpiano

Der V3 Sound Grand Piano Pro Expander ist schnell aufgebaut und verkabelt:

  1. Modul aufstellen und mit dem Netzteil ans Stromnetz anschließen
  2. MIDI-Kabel vom MIDI-Out des Keyboards oder Digitalpianos mit dem MIDI-In des Expanders verbinden. Alternativ: MIDI-Keyboard mit USB-MIDI verwenden und mit dem USB-Eingang des Expanders verbinden
  3. Expander einschalten

Achtung: Soll gleichzeitig die V3 Sound Control Software mit dem V3 Bluetooth-Receiver verwendet werden, muss das Master-Keyboard mit dem MIDI-In verbunden sein. Laut Hersteller ist der Betrieb mit USB-Hubs nicht vorgesehen.

V3 Sound Bluetooth Adapter eingesteckt

V3 Sound Bluetooth Dongle

Nun wählt man entweder per MIDI-Program-Change-Befehl vom Master-Keyboard aus einen Sound aus oder nutzt besser die V3 Sound Control Software.

Möchte man den Expander wirklich in all seinen Facetten spielen, führt an der V3 Sound Control Software oder einem selbsterstellten MIDI-Template in der Software der Wahl kein Weg vorbei. Möchte man einfach nur spielen, mag das Senden simpler MIDI-Program-Change-Befehle ausreichen, wer aber Layer-Sounds erstellen, Lautstärken ändern oder gar die Modeling-Features nutzen möchte, muss tiefer in die MIDI-Programmierung des Expanders einsteigen oder V3 Sound Control nutzen.

Klang

Die Grand-Pianos und Upright-Pianos decken so ziemlich jeden Stil von Klassik über Jazz bis Pop und Rock ab. Der Klang liegt oberhalb der meisten Home-Keyboards und Digitalpianos bis zur Mittelklasse, sodass sich das Modul durchaus als Erweiterung dieser Keyboards eignet. Klanglich gefallen mir der Bösendorfer Flügel sowie das Classic D4 Modell am besten. Sie klingen sehr ausgewogen. Das Classic C4-Modell gefällt mir weniger. Es ist in den Höhen zu harsch und es klingt so, als hätte es deutlich weniger Dynamikstufen. Besser hingegen ist das Classic K132 Upright Piano.

Der Bösendorfer und das Classic D4 Modell lassen sich sehr dynamisch spielen und reagieren sehr gut bis gut auf die Spielweise des Pianisten. Die anderen Modelle haben mir mit der Standardeinstellung meiner Tastatur mehr Probleme beim feinfühligen Spielen bereitet.

Natürlich hängt das auch von der angeschlossenen Tastatur ab. Hier muss gegebenenfalls gemäß der eigenen Spielweise und klanglichen Vorliebe bei der Velocity-Einstellung der Tastatur justiert werden.

Ich habe das Modul über die Tastatur eines Yamaha CSP-150 Digitalpianos gespielt und war von der Umsetzung beim Bösendorfer und Steinway Modell mehr als überzeugt – mit einer gewaltigen Einschränkung, die leider fast zu einer großen Abwertung geführt hätte.

Konjunktiv deshalb, weil Entwickler Klaus Dzida sofort auf meine E-Mail reagiert und innerhalb von nur drei Tagen ein umfangreiches Update bereitgestellt hat, mit dem das Problem behoben wurde.

Doch was war überhaupt das Problem?

Ausgerechnet beim sehr gut klingenden Bösendorfer-Flügel und auch den beiden anderen Flügel-Sounds hörte man einen sehr deutlichen Lautstärkesprung beim Drücken des Haltepedals. Was bei einer rockigen Spielweise zunächst nicht aufgefallen ist, kam bei der Produktion der klassischen Klangbeispiele zum Tragen. Hier wollte ich spontan aufgrund des schönen Flügelklangs ein Chopin Nocturne spielen, das den kompletten Bereich von Pianissimo bis Fortissimo abdeckt.

Schon beim Intro fiel mir eine seltsame Veränderung im Klang auf. Bei jedem Drücken des Pedals wurde der Ausklang des Klaviers im Pegel angehoben. Je leiser der Hauptklang beim Tastenanschlag ist, desto größer wurde der Unterschied zur Ausklingphase beim gedrückten Pedal. Bei jedem Loslassen und Drücken des Pedals entsteht so ein Pumpen, das deutlich wahrnehmbar ist, insbesondere im Bereich pianissimo bis mezzoforte.

Zur Erklärung für Nicht-Pianisten: Beim Klavierspiel ist das sogenannte „nachgetretene Pedalspiel“ üblich. Das bedeutet, dass zuerst der Tastenanschlag erfolgt, dann wird nach dem Tastenanschlag das Pedal gedrückt. Das Pedal wird bis nach dem nächsten Tastenanschlag gehalten, dann schnell losgelassen und ggf. sofort wieder gedrückt. Natürlich ist das nur eine Spielweise, nämlich die für das Legato-Pedalspiel. Für Effekte kann das Pedal natürlich auch vor dem Tastenanschlag gedrückt werden. Doch zurück zum ursprünglichen Phänomen:

Jegliche Versuche, das irgendwie mit den Modeling-Parametern zu verändern, schlugen fehl. Der Lautstärkesprung blieb bestehen. Spielt man hingegen im Bereich mezzoforte bis fortissimo, sind die Unterschiede kaum wahrnehmbar und alles klingt so wie es soll.

Problem gelöst

Das Update umfasste fast 4 GB und hat das Problem gelöst. Nun klingt alles so, wie es soll. Besser noch: Die Lautstärke des Ausklangs bei gedrücktem Pedal lässt sich über den Decay-Parameter einstellen. Und für diejenigen, die es gerne vom Sound her fülliger mögen und ohnehin eher rockig unterwegs sind, stehen die Sounds mit dem lauteren Ausklang beim Pedalspiel nach wie vor als Preset zur Verfügung. Damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt, habe ich nach dem Update die Klangbeispiele noch einmal neu eingespielt. So dürft ihr selbst entscheiden, was euch besser gefällt.

Weitere Sounds

Die E-Pianos gefallen mir gut, können aber mit denen meines Nord Electro 5D nicht ganz mithalten. Die FM-Pianos gehen in Ordnung, sind in meinen Ohren und im Vergleich zum Original aber auch eher Durchschnitt. Sie lassen sich aber sehr gut zum Layern nutzen und durch leichten Chorus-Einsatz sehr gut aufpeppen.Die Sounds der weiteren Kategorien sind naturgemäß nicht der Schwerpunkt dieses Moduls und fallen etwas gegenüber den Pianos ebenfalls ab. Dennoch sind sie deutlich besser als das, was die meisten Einsteiger-Keyboards oder Einsteiger-Digitalpianos zu bieten haben und zum Layern eignen sie sich allemal. Insbesondere die Bässe sind gut und unter Streichern, Chören und Pads findet sich auch Material, das sich sehr gut unter ein Klavier legen lässt.

V3 Sound Control App

V3 Sound Control App iPad

V3 Sound Control App zur Konfiguration des V3 Sound Grand Piano Pro Expanders (und anderer V3 Sound Expander)

Funktionalität

Es empfiehlt sich, den V3 Bluetooth Receiver sofort beim Kauf des V3 Sound Grand Piano Pro Expanders mitzubestellen, denn mit der iPadOS/Android App und einem Tablet mutiert der Expander zu einem multitimbralen Klangerzeuger. V3 Sound Control macht aus jedem Keyboard ein Master-Keyboard mit bis zu sechs Sounds als Layer auf einem MIDI-Kanal (Upper 1).

Gruppen für Upper, Lower, Bass, Solo, Lead, Special und Drums lassen sich beliebige Sounds zuordnen. Jede Gruppe ist wiederum einem MIDI-Kanal zugeordnet. Es lassen sich bis zu vier Szenen in einer Registration ablegen, um schnelle Sound-Wechsel in einem Song zu ermöglichen.

Außerdem lassen sich auf einfache Art und Weise einstellen:

  • Lautstärke
  • Panorama
  • Hall
  • Chorus
  • Attack, Decay, Release-Zeiten für die Lautstärkehüllkurve
  • Transposition
  • Feinstimmung
  • Cutoff für das Filter
  • Mono/Poly Mode
  • Ausgangszuweisung zu MAIN- oder AUX-Ausgängen

Pro Registration lassen sich 16 Sounds mit diesen Parametern abspeichern. In der App stehen 300 Speicherplätze zur Verfügung.

Die Software ist kein Geniestreich des GUI-Designs, sondern kommt sehr schlicht daher. Nun gut, es muss in erster Linie funktionieren.

V3 Sound Control App iPad

Live-Layout

Links sind die Registrations dargestellt, am oberen Bildschirmrand die vier Scenes und darunter der Edit-Bereich mit der Sound-Auswahl und den jeweiligen Einstellungen pro Sound. Wie bereits erwähnt sind die einzelnen Sounds den Sektionen Upper, Lower, Bass, Solo, Lead, Special und Drums und damit den MIDI-Kanälen 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 10 zugeordnet. Warum wurden ausgerechnet diese Kanäle gewählt?

Der Grund ist ganz einfach: Die meisten Keyboards nutzen ebenfalls diese Sektionen auf eben diesen MIDI-Kanälen, sodass sich der V3 Sound Grand Piano Pro Expander sofort nach dem Anschluss an ein solches Keyboard ohne weitere Konfiguration nutzen lässt.

V3 Sound Control App Sektionen

Screenshot

Wichtig ist jedoch, dass jede dieser Sektionen verschieden viele Slots für Sounds zugewiesen sind. In der Upper-Sektion können wir bis zu sechs verschiedene Sounds auswählen und spielen, in der Lower-Sektion zwei, in der Bass-Sektion drei Sounds und so weiter. Nicht benutzte Slots lassen sich abwählen.

Würden wir beispielsweise den V3 Sound Grand Piano Pro Expander mit einem Home-Keyboard nutzen, dessen Upper-Sektion auf MIDI-Kanal 1 und Lower-Sektion auf MIDI-Kanal 2 senden, könnten wir in V3 Sound Control der Upper-Sektion bis zu sechs Sounds zuweisen, der Lower-Sektion zwei Sounds, der Bass-Sektion drei Sounds und so weiter. Das funktioniert also selbst dann, wenn das Keyboard nur eine Upper-Sektion auf einem MIDI-Kanal bereitstellt.

V3 Sound Control App iPad

Konfiguration von Szenen

Alle Sounds lassen sich dann in ihrer Lautstärke, dem Stereo-Panorama, der Lautstärkehüllkurve, dem Filter-Cutoff und ihrem Effektanteil verändern.

Wer möchte, legt sich gleich verschiedene Scenes für einzelne Song-Formteile an, z. B. Scene 1 für das Intro, Scene 2 für die Strophe, Scene 3 für den Chorus und Scene 4 für das Solo. Die gesamte Einstellung speichern wir dann als Registration und geben dieser sinnvollerweise den Namen des Songs.

Nachteilig ist, dass sich mit der App keine Split-Punkte programmieren lassen. Hier ist man also auf die Funktionen des Master-Keyboards angewiesen. Nachteilig ist ebenfalls, dass man für Änderungen an den Sounds immer erst den Edit-Taster für jeden Slot betätigen muss. Außerdem müssen die Slots in der jeweiligen Scene freigeschaltet worden sein, denn sonst tut sich nichts.

MIDI-Spezialisten werden anstelle der V3 Sound Control App vielleicht lieber eine andere App zur MIDI-Steuerung für das iPad oder für den Laptop nutzen. So könnte man sich z. B. in Apple Mainstage eine eigene Bedienoberfläche für V3 Sound Grand Piano Pro schaffen, die dann auch Split-Sounds ermöglicht, Zugriff auf die Modeling-Parameter gewährt und vieles mehr. Mit TouchOSC sollte es ebenfalls möglich sein, sich eine passende Oberfläche zu programmieren, die dann sogar auf nahezu allen Endgeräten lauffähig ist.

Klaus Dzida empfiehlt für die Steuerung außerdem Masterkeyboards von Studiologic, den Lap4Music SiparioX MIDI-Controller sowie den günstigen Behringer X-Touch Mini Controller.

Alternativen

Alternativen zum V3 Sound Grand Piano Pro gibt es leider nicht viele. Zwar gibt es weitere Piano-Expander am Markt, aber diese bieten allesamt eher Pianos auf GM-Niveau. Ein Vergleich mit zum Beispiel der Miditech Pianobox Pro verbietet sich deshalb, denn diese ist trotz ihres Namens eher ein GM-Expander als ein Piano-Expander. Gleiches gilt für den Ketron SD 1000 oder die MB Music PRO. Hier wäre eher ein Vergleich mit anderen V3 Sound Expandern wie Sonority Pro angebracht.

Der einzige Expander am Markt, der tatsächlich hinsichtlich der Klangqualität der Piano-Sounds mithalten kann, ist der Dexibell VIVO SX-8 Expander. Dieser bietet darüber hinaus noch über 100 Orgel-Sounds plus 178 weitere Sounds. Mit der Tonewheel-Simulation lassen sich zudem Zugriegel-Settings erstellen und absichern. Der Dexibell VIVO SX-8 Expander hat ein Display sowie mehrere Tasten zur Steuerung und Editierung und lässt sich somit auch am Gerät selbst bedienen. Der Flash-Speicher umfasst 3,2 GB und über die USB-to-Host-Schnittstelle überträgt der Expander Audio und MIDI gleichermaßen, was ihn auch zu einer prima Ergänzung im Studio macht. Die symmetrischen XLR-Ausgänge sind bei Bühnenanwendung ein Vorteil, da auf eine DI-Box verzichtet werden kann.

Allerdings kostet der Dexibell VIVO SX-8 Expander auch doppelt so viel wie der V3 Sound Grand Piano Pro Expander.

Nun kann man natürlich aufrechnen, dass zur Steuerung des V3 Sound Grand Piano Pro Expanders entweder ein passendes Masterkeyboard, ein MIDI-Controller oder ein iPad/Android-Tablet benötigt wird, deren Kosten zu berücksichtigen sind. Das ist natürlich richtig und jeder Musiker muss selbst für sich entscheiden, was ihm auf der Bühne wichtig ist. Persönlich habe ich gerne ein Display und die Möglichkeit, ein Gerät im Notfall ohne Tablet und drahtlose Verbindung bedienen zu können, da ich diesbezüglich schon schlechte Erfahrungen gesammelt habe. Allerdings wäre das beim V3 Sound Grand Piano Pro auch über MIDI möglich (ein passendes Masterkeyboard oder MIDI-Controller vorausgesetzt).

Wer schon einen Bühnen-Laptop wie ein Apple MacBook Pro besitzt, wird vermutlich lieber auf ein Software-Piano setzen. Hier wären vor allem die zahlreichen Flügel von Native Instruments zu nennen. Relativ neu und günstig ist das Dexibell T2L Piano Plug-in.

Das C. Bechstein Digital Grand bietet ebenfalls einen fantastischen Flügel-Sound.

Außerdem natürlich die diversen Sample-Librarys von EastWest, IK Multimedia, Best Service oder das Modartt Pianoteq Physical Modeling Piano. Bezüglich Kosten und Betriebssicherheit sowie Aufwand auf der Bühne (Verkabelung, Audiointerface, MIDI) ist die Computer-Alternative allerdings auch deutlich unterlegen.

 

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Klangbeispiele
Fazit

V3 Sound Grand Piano Pro ist einer der wenigen „überlebenden“ Preset-Sound-Expander im Jahr 2026 und hat intern deutlich mehr zu bieten, als das kleine dreieckige Kistchen vermuten lässt. Der hohe Funktionsumfang ohne jegliches Display oder Bedienelemente am Expander selbst bedeutet aber auch, dass man entweder über tiefgreifende MIDI-Kenntnisse sowie ein passendes Masterkeyboard beziehungsweise einen MIDI-Controller verfügen oder den Expander zusammen mit der V3 Sound Control App auf einem iPadOS oder Android Tablet einsetzen muss. Erst dann lässt sich der Expander wirklich ausschöpfen. Letztere Möglichkeit bedeutet dann aber den zwingenden Kauf des Bluetooth-Dongles von V3 Sound.

Was mir nicht gefällt, ist die Umsetzung der Einzelausgänge über DIP-Switches im Innern und SysEx-Befehle für deren Aktivierung. Angesichts eines fehlenden Displays und weiterer Schaltmöglichkeiten am Modul selbst hätte sich das vermutlich nicht anders umsetzen lassen.

Ich würde mir vom Hersteller V3 Sound eine Version mit Display wünschen, die sich direkt am Gerät programmieren lässt. Das könnte entweder ein Gerät im 9,5″-Format sein oder auch ein Desktop-Gerät mit Touch-Display und einigen Reglern und Schaltern. Das Speichern von Registrations direkt im V3 Sound Grand Piano Pro wäre ebenfalls wünschenswert, gemeinsam mit einem Fußschalteranschluss, um dann durch diese navigieren zu können. Gerade weil viele günstige Home-Keyboards und Digitalpianos keine tiefgreifende MIDI-Funktionalität haben, doch genau diese Instrumente vom V3 Sound Grand Piano Pro profitieren würden, wäre das wirklich ein großes Geschenk.

Plus

  • Sound
  • Funktionalität
  • hohe Polyphonie
  • Einzelausgänge
  • erstklassiger Support durch den Entwickler

Minus

  • kein Sound-Wechsel an der Hardware möglich
  • Ausnutzung aller Funktionen nur mit V3 Sound Control App und optionalem Bluetooth USB-Dongle samt Tablet oder per MIDI möglich
  • Zugriff auf Einzelausgänge umständlich

Preis

  • 589,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Markus Galla RED

Studium Musik (Klavier/E-Gitarre) und Germanistik, Audio Engineer Diplom (SAE), seit 2009 freiberuflich selbstständig als Fachredakteur, Tontechniker, Musiker (Keyboarder und Gitarrist), Musiklehrer. Autor von "Tontechnik in der Schule" (Lugert Verlag), "Heavy Metal" (Lugert Verlag), Herausgeber und Co-Autor von "Amadeus 1" (Lehrbuch Musik für Gymnasien), Autor hunderter Fachartikel in Print- und Online-Medien

www.markusgalla.com

Referent/Workshop-Leiter für

- Beschallungstechnik ...

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Jedi

    Gefällt mir vom Sound her sehr gut.
    Allerdings…. mir würde ein Zifferdisplay fehlen
    und zwei auf/ab Buttons…
    Mal abwarten……
    Danke für den Test und die gelungenen Beispiele

  2. Profilbild
    moinho AHU

    Der Yamaha C4 ist kein Konzertflügel, sondern eher (186cm) zwischen einem Stutz- und Salonflügel. Und „eines Bösendorfer Flügels“…da gibts wohl mehr als einen.
    (Der Hersteller hilft hier weiter: „from famous manufacturers in Vienna (Imperial 290) and Hamburg (Model D)“. Also nen 290er, und der Steinway ist ein Hamburger…

    Etwas stutzen ließ mich der Vergleich dieses architektonisch und von den Sound-Design-Optionen doch recht einfachen, preset-basierten Geräts mit dem JV-1080. Amazonas Vintage-Digital-Redaktion attestierte dem „echter Synthesizer“, „gut klingende Synthesizer“ und den ebenfalls hier erwähnten Proteussen „haushoch überlegen – und das in allen Belangen“.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @moinho Da wird doch gar nichts mit dem JV-1080 verglichen. Es geht in der Einleitung um Sound Expander und eben genau deren Geschichte. Der JV-1080 war zu seiner Zeit übrigens die Preset-Schleuder Nr. 1 (wie auch viele andere Synthesizer) und seine Presets sind auf vielen Songs zu hören. Ebenso wie die der übrigen genannten Geräte.

    • Profilbild
      Martin Andersson RED

      @moinho Ich weiss, es klingt nach Angeberwissen, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder andern:
      Es gibt und gab keinen Yamaha C4 Flügel, aber einen C3 (186cm), der sehr verbreitet ist. Da die Info „Yamaha C4“ direkt von der Herstellerseite stammt, können wir nur spekulieren. Es könnte sich auch um einen CF4 oder einen S4 handeln. Beides Yamaha Studioflügel der Topkategorie, die mehr als das Doppelte eines C3 kosten bei ähnlichen Maßen.

      p.s. Der im Text erwähnte „Classic D4“ Steinway-Yamaha Zwitter müsste erst noch erfunden werden. :-)
      Der Konzerflügel von Steinway heisst einfach „D“ oder „D-274“.

      – Klugscheisser Modus aus –

      • Profilbild
        moinho AHU

        @Martin Andersson Danke für die Info! Ich kenne „persönlich“ ohnehin nur den C6 (oder wars ein C6X?), CFX und freilich den C7 (wunderbares Instrument), und zumindest in der aktuellen Generation gibts ja keinen 4er (aber nen CF4 – Quelle Yamaha – warum eigentlich? ist das so wie beim MC404 dens nicht gibt, aber wohl nen SP404, weil die Lautfolge andere Implikationen hat?), deshalb nahm ich an das ist so richtig und hab‘ ne Sekundärquelle gefunden, die nen C4 benannte.
        Aber falls es ihn gab ist es plausibel anzunehmen, daß er (rein von der Größe) nicht in der Konzertflügelklasse rangiert, korrekt?

        • Profilbild
          Martin Andersson RED

          @moinho Hi Moinho

          früher gab es eine C-Serie, von C1 bis C7, aufsteigend in der Größe (aber ohne C4). Dieser läge logischerweise zwischen 186 cm (Modell C3) und 200 cm (Modell C5). 2012 wurde die Baureihe durch die CX-Serie abgelöst, wobei als Besonderheit der sehr beliebte C3 weiterhin gebaut wird.

          CF4 und S4 sind 191 lang, was ich persönlich für eine geeignete Länge für den Heimgebrauch, Studios und kleine Bühnen halte.

          Natürlich kann man Konzerte auf jedem Flügel spielen, weshalb die Bezeichnung „Konzertflügel“ oft verwässert wird. Wenn Klavierbauer diesen Begriff nutzen, sind Instrumente gemeint, die neben einem Orchester klanglich bestehen können und auf großen Bühnen stehen. Konzertflügel beginnen bei einer Länge von 270cm. Die längsten Standard-Modelle sind der F-308 von Fazioli und der Borgato 333, die beide ebenso lang sind, wie ihre Modellbezeichnungen vermuten lassen.

          Dann gibt es noch die „Semi-Konzertflügel“, die um 230 cm liegen.

          Übrigens bedeutet „länger“ nicht immer „besser“, sitzt man ja als Spieler weiter vom Schwingungsmittelpunkt der Saiten entfernt, je größer das Instrument wird. Konzertflügel sind akustisch für das Publikum und weniger den Pianisten selbst optimiert.

          Mehr Infos zu dieser Frage: https://www.amazona.de/piano-lounge-8-wie-gross-sind-fluegel-konzertfluegel/

      • Profilbild
        Markus Galla RED

        @Martin Andersson Ich habe aufgrund der widersprüchlichen Angaben vor allem auch in der Benennung der Presets auf eine genaue Nennung verzichtet und hauptsächlich in der Benennung der Klangbeispiele die Presetnamen übernommen. Ich vermute mal, dass es teils lizenzrechtliche Gründe sind.

  3. Profilbild
    Andreas AHU

    Der Preis ist schon recht knackig für das kleine Teil. Ich frage mich gerade, wie man da genau weiß, wo man ist, bzw. was man gerade ausgewählt hat. Gerade auch, wenn das Steuergerät keine entsprechende Anzeige hat.

    Ansonsten eigentlich eine schöne Sache mit dem „Sound sofort nach dem Einschalten“. Mittlerweile wartet man ja auf viele Geräte, bis man endlich loslegen kann.

    Bei dem Preis muß man sich das aber wirklich schon überlegen, wobei der Umfang im Prinzip schon in Ordnung geht. Klar hört sich ein Expander mit „4000 Sounds“ immer toll an, aber am Ende sind da so viele Minimale Variationen drin und letztendlich bleibt man am Ende bei 10-20 „Lieblingssounds“ kleben. Und für mehr greift man am Ende doch wieder zum PC.

  4. Profilbild
    Martin Andersson RED

    Die Idee des Soundmoduls gefällt mir grundsätzlich gut, aber ein Design ohne Display nur über Midi oder App führt für mich den Grundgedanken des einfach zu bedienenden Gerätes ad Absurdum. Auf der Bühne wäre mir dies zu unübersichtlich und riskant. ich denke, dass bei dem Preis (oder mit leichtem Preisaufschlag) eine simple Bedienung mit ein paar Knöpfen und einem zweizeiligen Display möglich sein müsste.

    Bleibt noch der Einsatz zu Hause oder im Studio, aber da wäre manche Piano Software überlegen, bzw. denke ich dass die integrierten Sounds einer Standard DAW wie Logic da auch mithalten könnten.

    p.s. schon für 400 Euro bekommt man gute (und simple) Digitalpianos, z.B. das FP10 von Roland, das aus meiner Sicht klanglich nicht schlechter dasteht (nur um hier eines zu nennen).

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Martin Andersson da würde ich erst Recht einen alten Roland jv1010 mit den 1080 Sounds empfehlen!
      kein Witz 😉

          • Profilbild
            Tai AHU

            @Numitron Ja klar. Dürfte aber eher eine Stilfrage sein, sonst wäre z.B. ein M1 Piano nicht tausende mal eigesetzt worden. Sogar ein CP-70 hat mit seinen beschränkten Möglichkeiten einen Sound definiert, der für viele der Richtige war. Hohner D6, sollte, glaube ich, ein Cembalo sein, oder was auch immer die sich da vorgestellt haben, bis es im Funk eines DER Instrumente wurde.

            • Profilbild
              bluebell AHU

              @Tai Wenn wir zu Drumcomputern gehen: Wir haben damals über die Roland 808 gelacht mit ihren pupsigen, als extrem billig empfundenen Sounds. Aber sie hat eine eigene Klangästhetik definiert.

              Genau genommen waren Fender Rhodes und Wurlitzer auch als besser transportierbare Versionen eines Klaviers gedacht. Und auch sie haben eine eigene Klangästhetik geschaffen.

            • Profilbild
              Numitron AHU

              @Tai genau!
              die ersten clavinetversionen waren für Barockmusik gedacht! die kamen in den 60ern. das berühmte d6 erst in den 70ern.

  5. Profilbild
    Tai AHU

    Irgend jemanden hat der Hersteller als Zielgruppe ganz bestimmt im Kopf gehabt, als er sich daran gesetzt hat, dieses Instrument zu entwerfen. Mir selbst fällt es allerdings schwer, das nachzuvollziehen.

    Okay, hier haben wir Hardware für alle, die nicht mit Softwarelösungen auf der Bühne arbeiten wollen. Allerdings muss ich wegen fehlender Bedienungselemente eigentlich irgendeine Form von Computer zwischen Smartphone und Klapprechner mitnehmen. Da wäre es dann ein winziger Schritt, die Tonerzeugung gleich in diesen zu verlegen und sich das Dreieck zu sparen.

    Dann gibt es noch die Musiker, die einfach einen guten Klang suchen, den scheint es ja zu haben. Wenn sich das Modul meinen Lieblingsklang merkt, auch über das Ausschalten hinweg, dann gäbe es eine Zielgruppe. Klang einmal einstellen, fertig.

    Dass von der Bauform ungewöhnliche Wege begangen werden finde ich eigentlich schon witzig. Aber die Vorstellung, alle Produkte dieser Firma gleichzeitig vor mir liegen zu haben, ist dann schon was anderes.

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