Praxistauglicher Washer mit Zoom und Segmentsteuerung
Wir testen den Varytec Hero Wash 300 FC in der Praxis. Er ist eines der Geräte von Varytec, das auch in der oberen Klasse mitspielen kann. Kann er den Autor durch seine Leistung, den motorisierten Zoom und eine Segmentsteuerung überzeugen?
- Vielseitige Optik: Der motorisierte Zoom (6–50°) ermöglicht sowohl Beam- als auch breite Wash-Effekte.
- Segmentsteuerung: Separate LED-Gruppen sorgen für dynamische und kreative Licht-Looks.
- Leise & flexibel: Geräuscharme Motoren und Lüftermodi erlauben den Einsatz auch in sensiblen Umgebungen.
- Stimmiges Gesamtpaket: Gute Farbmischung, hohe Lichtleistung und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Inhaltsverzeichnis
Ein Überblick über den Varytec Hero Wash 300 FC
Der Markt an Wash-Moving-Heads ist dicht besetzt. Geräte mit kompakten Abmessungen, starken LED-Engines und flexiblem Zoom sind besonders gefragt – sowohl bei mobilen Dienstleistern als auch bei Festinstallationen oder Event-Produktionen. Der Varytec Hero Wash 300 FC positioniert sich genau in diesem Umfeld und verspricht leistungsfähige RGBW-Farbmischung, große Zoom-Bandbreite und umfangreiche Steueroptionen zum moderaten Preis. Im folgenden Testbericht werfen wir einen detaillierten Blick auf Technik, Aufbau, Bedienung und Praxistauglichkeit des Gerätes.
Technische Details
Der Hero Wash 300 FC arbeitet mit 19 LEDs, die jeweils 15 W leisten und in RGBW-Technik ausgeführt sind. Die LED-Matrix ist segmentiert, sodass verschiedene Gruppen unabhängig voneinander gesteuert werden können. Das ermöglicht Farbverläufe, dynamische Effekte oder asymmetrische Looks, die gerade auf Bühnen und in Clubs für Abwechslung sorgen. Ein motorisierter Zoom deckt einen Bereich von sehr engen 6° bis zu breiten 50° ab. Dadurch eignet sich der Scheinwerfer sowohl für Beam-artige, punktuelle Effekte als auch für großflächige Wash-Ausleuchtung.
Pan und Tilt laufen in 540° bzw. 220°, jeweils mit feiner Auflösung. Die Leistungsaufnahme liegt bei etwa 260–285 W. Das Gerät ist mit Power-Twist-Ein- und -Ausgängen ausgestattet, wodurch sich mehrere Geräte komfortabel in Reihe versorgen lassen. Für die DMX-Steuerung stehen sowohl 3-polige als auch 5-polige XLR-Anschlüsse bereit, was in professionellen Setups Flexibilität bringt.
Mehrere DMX-Modi stehen zur Auswahl – von einfachen Modi für Basisfunktionen bis hin zu komplexeren Kanalbelegungen mit Feinjustage, Segmentsteuerung und erweiterten Funktionsparametern. Zusätzlich gibt es verschiedene PWM-Frequenzen, mehrere Lüftermodi sowie Einstellmöglichkeiten für Pan-/Tilt-Limits, Dimmerkurven und interne Programme. Das Gewicht liegt bei rund 10 kg, die Abmessungen sind kompakt genug, um den Einsatz auch auf kleineren Bühnen oder Traversen ohne Gewichtsprobleme zu ermöglichen.
Verarbeitung und Design
Optisch zeigt sich der Hero Wash 300 FC als robustes, zweckmäßig gestaltetes Arbeitsgerät. Der Kopf ist solide gefertigt, die Frontlinse wirkt groß und hochwertig und die LED-Optik dahinter sitzt tief genug, um Blendungen durch seitliches Streulicht zu minimieren. Das Gehäuse besteht aus einer Mischung aus Metallteilen und stabilen Kunststoffen, wie sie in dieser Leistungsklasse üblich sind. Die Basis ist mit Lüftungsöffnungen versehen und beherbergt die Anschlüsse sowie das Bedienfeld.
Das Display auf der Rückseite ist ein klassisches LC-Panel mit vier Tasten, das leicht zugänglich bleibt – selbst dann, wenn das Gerät im Truss hängt. Power- und DMX-Buchsen sind sauber voneinander getrennt und gut beschriftet. Die seitlich montierten Montagepunkte ermöglichen die Befestigung der mitgelieferten Omega-Brackets, die in der Praxis einen schnellen und sicheren Rigging-Vorgang erlauben. Der gesamte mechanische Aufbau wirkt stabil und für den mobilen Einsatz tauglich. Das Gerät macht den Eindruck, auch häufiges Touren und regelmäßiges Auf- und Abbauen gut verkraften zu können.
Bedienung, Menüs und Steuerung
Die Bedienung erfolgt über das rückseitige Display, das übersichtlich aufgebaut ist und aus Anwendersicht keine Überraschungen bietet. Die Menüs sind logisch strukturiert: Adresseinstellung, Wahl des DMX-Modus, Einstellungen für Lüfter, Dimmerkurven, PWM, Pan-/Tilt-Grenzen und interne Programme sind zügig erreichbar. Trotz des einfachen Displays ist die Menüführung verständlich – was insbesondere dann hilfreich ist, wenn man mit wenig Licht oder unter Zeitdruck arbeitet.
Für den DMX-Betrieb bietet der Hero Wash 300 FC mehrere Kanalmodi. Im einfachen Modus stehen die grundlegenden Parameter zur Verfügung: Pan, Tilt, Dimmer und die Grundfarben. In höheren Modi können Anwender zudem die Segmentierung nutzen, um einzelne LED-Gruppen separat anzusprechen. Auch Zoom und Strobe lassen sich fein steuern. Das eröffnet nicht nur gestalterische Möglichkeiten, sondern erlaubt auch differenzierte Looks in Kombination mit anderen Geräten.
Zusätzlich stehen acht interne Automatikprogramme bereit, die bereits ab Werk brauchbare Bewegungs- und Farbabfolgen bieten. Geschwindigkeit und Helligkeit lassen sich anpassen. Ein Sound-to-Light-Modus rundet die internen Funktionen ab. Dieser arbeitet mit dem integrierten Mikrofon und ist vor allem für DJs, mobile Setups oder Event-Flächen interessant, bei denen kein externes Steuerpult eingesetzt wird.
Der Varytec Hero Wash 300 FC in der Praxis
Der Varytec Hero Wash 300 FC kommt gut verpackt bei mir an. Mitgeliefert werden Handbuch, Stromkabel, Brackets und ein kurzes DMX-Kabel. Zunächst habe ich den Wash in einem Automatikprogramm laufen lassen. Der erste Eindruck war gut und sprach für das Gerät. Auch die DMX-Steuerung war schnell eingestellt. Ich habe den Varytec Hero Wash 300 FC im 26-Kanal-Modus angesteuert. Dies ermöglichte mir Zugriff auf alle Funktionen.
Besonders gut hat mir die Segmentsteuerung gefallen. Sie erweitert die Effektmöglichkeiten mit dem Gerät und lässt tolle Lichtspiele zu. Auch den motorisierten Zoom fand ich sehr gelungen. Dieser fährt ziemlich flüssig und ist im Zusammenspiel mit der Segmentsteuerung ein starkes Werkzeug. Bei 6° erzeugt der Zoom einen schön klar definierten Lichtstrahl und ermöglicht mit 50° eine sehr breite Ausleuchtung.
Die Lichtleistung ist für ein Gerät dieser Größe sehr gut und ausreichend für kleine bis mittelgroße Bühnen. In Clubs, bei Live-Konzerten, für DJ-Anwendungen oder bei Corporate-Events lässt sich mit einem Set aus mehreren Hero Wash 300 FC problemlos ein wirkungsvolles Lichtdesign umsetzen. Die Farbwiedergabe und Farbmischung sind sauber und ermöglichen sowohl kräftige Primärfarben als auch weiche Misch- und Pastelltöne. Die Segmentsteuerung sorgt zusätzlich für dynamische Effekte, die in bewegungsintensiven Shows oder Club-Settings besonders attraktiv wirken.
Die Motoren arbeiten angenehm leise, was den Einsatz auch in ruhigeren Umgebungen wie Theatern oder gehobenen Events ermöglicht. Die regelbaren Lüftermodi unterstützen dies zusätzlich: Im Silent- oder Auto-Modus hält sich das Betriebsgeräusch angenehm zurück. Die Möglichkeit, PWM und Dimmerkurven zu konfigurieren, ist gerade im Kamerabereich oder bei Live-Streaming hilfreich, um Flickern zu vermeiden oder stimmige Übergänge zu erzeugen.
Alternativen
Eurolite LED TMH‑X4 Zoom Wash
Der Eurolite LED TMH‑X4 Zoom Wash ist ein kompaktes Moving-Head-Washlight mit 19 leistungsfähigen 15-W-RGBW-LEDs (4-in-1) und motorisiertem Zoom (1–25°), das mit bis zu 540° Pan und 270° Tilt eine sehr flexible Lichtführung ermöglicht. Seine drei separat ansteuerbaren LED-Segmente sowie integrierte Show-Programme (Auto, Musik) bieten vielseitige Farbmischungen und dynamische Effekte.
Showtec Xpression 2000W Wash
Der Showtec Xpression 2000W Wash ist ein leistungsstarker LED-Moving-Head mit sieben 40-W-RGBW-LEDs und motorisiertem Zoom (3,8°–35°), der einen hohen Lichtstrom (~3166 lm) für sowohl breite Washes als auch enge Beams liefert. Mit 16-Bit-Pan, endlosem Tilt, einstellbarer PWM (1.200–15.000 Hz) und vielseitigen Modi (DMX, Auto, Master/Slave) bietet er sehr präzise Bewegungen und flexible Steuerung.
Eurolite LED TMH‑W555 Moving‑Head Wash
Der Eurolite LED TMH‑W555 Moving‑Head Wash ist ein kraftvoller Wash-Moving-Head mit 37 LED-Chips à 15 W (RGBW), der über einen motorisierten Zoom von 1°–38°, 16-Bit-Pan/Tilt (540°/270°) und eine stufenlose Farbmischung verfügt. Er bietet außerdem Makros, animierte und statische Muster, einstellbare Farbtemperatur (2.500 K–10.000 K) sowie flexible Steuerungsoptionen (DMX, Standalone, Musiksteuerung, Master/Slave).
Eliminator Stryker Wash
Der Eliminator Stryker Wash ist ein professioneller LED-Moving-Head mit 19× 12-W-RGBW-(4-in-1)-LEDs, der dank motorisiertem Zoom von 6° bis 50° sowohl als breites Wash-Licht als auch als enger Beam einsetzbar ist. Er bietet eine stufenlose Weißtemperatursteuerung von 3.200 K bis 10.000 K, schnelle Pan-/Tilt-Bewegungen (540°/210°) und vielseitige Steuerungsmodi (DMX, Auto, Sound), zudem bis zu 18 Strobe-Blitze pro Sekunde.



































Hey Danke für den Test
als Beleuchter freue ich mich immer wenn mal Lichtequipment hier vorkommt 🥳
Das scheint ja ein feines kleines Washlight zu sein und der Preis ist echt nicht schlecht. Allerdings ist die Lampe echt sehr schwer für die Leistung. Für kleine Läden als festinstallation machen die einen guten Eindruck, für Rock’n’roll würde ich lieber etwas mehr in die Hand nehmen und bei gleicher Leistung was leichteres, oder bei gleichem Gewicht leistungsstärkeres einkaufen da hat man mehr von.
die Linsen-Effekte sehen toll aus wenn man die linsen sehen kann ansonsten haben sie fast keinen Effekt das zieht sich durch bis in die hohen Preisklassen.
von daher scheint Preis/Leistung gut zu sein bis auf das Gewicht