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Test: Vermona Mono Lancet & Modular Dock


Mono Lancet & Dock

Die zweite Nutzungsmöglichkeit des Audioeinganges besteht in der Einbindung externer Module in den Signalweg des Mono Lancets. Zum Beispiel kann ein Ringmodulator von den beiden VCO-Ausgängen gespeist werden. Diese Ausgänge bleiben nämlich aktiv, wenn sie aus dem Signalweg abgeschaltet werden. Den Ausgang des Ringmodulators führt man nun einfach in den Filtereingang zurück. Auf die gleiche Art lässt sich ein anderes Filter mit dem Lancet betreiben. Nur dass man hierfür das Lancet-Filter komplett geöffnet lässt. Praktischerweise kann mit dem Gate-Ausgang auch gleich eine externe Hüllkurve für das externe Filter getriggert werden, denn die interne Lancet-Hüllkurve lässt sich nicht über das Modular Dock abgreifen.

Einbindung eines externen Filters - VCOs gehen über einen Mixer zum A124 und von dort zum VCF-In zurück

Einbindung eines externen Filters – VCOs gehen über einen Mixer zum A124 und von dort zum VCF-In zurück

Fazit

Wie man sieht, bilden Mono Lancet und Modular Dock ein gutes Gespann, das die Möglichkeiten des Synthesizers vielseitig gestaltet. Über das Modular Dock wird aus dem Standardsynthesizer ein flexibleres Tool zum Klangbasteln. Stellt sich automatisch die Frage: Lohnt sich der Mono Lancet OHNE Modular Dock dann überhaupt? Das hängt sehr von der eigenen Erwartungshaltung ab. Für die „normale“ musikalische Nutzung liefert er Bässe, Leadsounds und Perkussives souverän und in sehr guter Qualität. Denkt man an die ähnlich ausgestatteten beliebten Roland SH-Synthesizer, weiß man, dass man mehr nicht zwingendermaßen benötigt. Doch man muss sich über die Grenzen des Mono Lancets im Klaren sein: Filter-Eingang, FM und Ringmodulation gibt es so eben nicht.

Will man aber diese Funktionen haben und auch etwas experimentieren, um atypische Sounds zu erzeugen, kommt man um das Modular Dock nicht herum. Die Einbindung weiterer Module wie Ringmodulator, zweite Hüllkurve oder ein Multimode-Filter sowie die individuelle Steuerung der Pulsbreiten und Tonhöhen beider Oszillatoren potenzieren die Möglichkeiten des Kompaktsynthesizers enorm. Der runde Sound des Mono Lancets überzeugt an sich, und wenn man ihn weiter verbiegen will, hat man mit dem Modular Dock auch die Möglichkeit dazu. Man kann es so oder so haben – ist doch nett von Vermona, dem Anwender die Entscheidung zu überlassen.

Plus

  • sehr guter Grundsound
  • runder Filterklang
  • Resonanz kann sauber skaliert via Keytracking als Sinus-Oszillator gespielt werden
  • Dual-PWM über Modular Dock
  • MIDI-CV/Gate-Wandlung über Modular Dock
  • Einbinden externer Module möglich

Minus

  • keine Oszillatorsynchronisation
  • Filter-Eingang nur mit Modular Dock
  • CV/Gate wird vom Modular Dock nicht zum Systembus geleitet

Preis

  • Mono Lancet 449,- Euro (Straßenpreis 425,- Euro)
  • Modular Dock 165,- Euro (Straßenpreis 149,- Euro)
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Klangbeispiele

  1. Avatar
    Handgemacht

    Hi,
    hab einen kleinen Fehler gefunden.
    Vermona kommt aus Klingenthal und das liegt in Sachsen.

    • Profilbild
      der jim RED

      Hi, hab auch grade einen Fehler entdeckt. Vermona sitzt in Erlbach ;-) Das liegt aber in der Tat in Sachsen (Vogtland), zu Thüringen ist es aber nicht weit, deshalb wohl meine kleine geographische Dislokation. Danke für den Hinweis!

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