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Test: VSL, Vienna Ensemble Pro

3. Februar 2011

Mixing Software

In Zeiten von immer leistungsstärkeren Computern sollte heutzutage kein Musiker, DJ und Produzent mehr Probleme mit zu hoher Prozessorlast, zu wenig Arbeitsspeicher oder hängender Grafikkarte haben. Da dieser Wunsch wohl auch im Jahr 2011 leider noch nicht eintreten wird, schickt sich der Hersteller hochwertigster Samples und Orchesterklänge – die Vienna Symphonic Library – an, die Nutzung und Verwaltung mehrerer Audio Computer zu vereinfachen. Die neuartige Host Software Vienna Ensemble Pro kann nicht nur zur Verwaltung von firmeneigenen VSL-Instrumenten genutzt werden, sondern bietet  weitreichende Mixing und vor allem plattformübergreifende Audio- und MIDI-Möglichkeiten. Doch zunächst der Reihe nach.

VSL Vienna Ensemble Pro

VSL Vienna Ensemble Pro

Funktionen

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Bisher gab es nur wenige Möglichkeiten, Sounds, Effekte und virtuelle Instrumente aus seinem Hauptrechner auszugliedern. Entweder nutzte man externe Hardware-Geräte oder man ging dazu über, einen weiteren Computer mit Soundkarte und MIDI-Interface (wahlweise auch MIDI über LAN) auszustatten und alle Signal dann je nach persönlichen Vorlieben analog oder digital wieder zusammenzuführen. VSL bringt mit Vienna Ensemble Pro nun ein Produkt auf den Markt, das es ermöglicht, MIDI- und Audiosignale per LAN-Kabel zwischen mehreren Computer hin- und herzuschicken. So wie die Herren aus Wien versprechen, soll dies sogar plattformübergreifend zwischen Mac und PC funktionieren und dazu auch noch zwischen 32- und 64-Bit Rechnern möglich sein.

Mixing Overview

Mixing Overview

Aufgebaut ist VE Pro zunächst wie ein Software-Mischpult mit Input-, Summen- und Masterkanälen, so dass die Orientierung relativ leicht fällt. Je nach Kanalart können virtuelle Instrumente und/oder andere Plug-ins in den Kanalzug geladen werden, genau so wie es die meisten User der großen Sequenzer-Programme (Logic, Cubase, Sonar, Performer o.ä.) bereits täglich machen. Wie bereits erwähnt, können hierbei nicht nur VSL-interne Instrumente/Effekte genutzt werden, sondern der Hersteller hat seine Host-Software für alle gängigen Drittanbieter geöffnet, so dass VST und AU-Plug-ins geöffnet werden können. Da VE Pro als eigenständiges Programm neben dem Haupt-Sequenzer läuft (im Netzwerkverbund auch als Plug-ins im Sequenzer), dient das Programm bis hier hin zunächst „nur“ als reine Mixing Software, wobei jeder Kanal mit den üblichen Funktionen wie Mute, Solo, Pan, Powerpan, Volume etc. ausgestattet ist.

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Netzwerk

Sein wahres Potential entfaltet VE Pro jedoch, wenn es im Verbund mehrerer Rechner eingesetzt wird. Die Verbindung zwischen den Rechnern wird mit einem handelsüblichen LAN-Kabel hergestellt. Insgesamt erhält man für VE Pro drei Lizenzen, wobei jeder Computer über einen eigenen USB Key von VSL oder Steinberg verfügen muss. Leider befinden sich diese nicht im Lieferumfang, so dass eine Extra-Investition von ca. 20-60 Euro (je nach Anzahl der USB-Sticks) notwendig ist. So bald diese Hürde genommen und die Software auf jedem Rechner installiert ist, kann sich der geübte User an das Einrichten des Netzwerks machen.

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Forum
  1. Profilbild
    veetguitar

    VSL hat eine absolut vorbildliche Update Politik.
    Vienna Ensemble Pro funktioniert bei mir 100% zuverlässig.

  2. Profilbild
    akp

    eine wichtige frage habe ich:

    wenn man nun auf einem anderen rechner ein vst-instrument in ensemble pro einbindet, hat man im host-sequencer zugriff auf alle midi-werte, sodass man die dann automatisieren kann?

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Ja, das geht ohne Probleme. Man sieht im Host Sequenzer natürlich nicht das eigentliche Instrumenten-Fenster, aber die MIDI-Werte lassen sich ohne Weiteres fernsteuern und automatisieren.

      • Profilbild
        jaxson  

        Hat sich etwas daran geändert? (in Version 6)
        Kann man nun endlich alles auf einem Bildschirm haben, sodass ein zweiter Monitor für den Server Rechner nicht mehr notwendig ist?

        • Profilbild
          Felix Thoma  RED

          Hallo jaxson,
          da wir Version 5 übersprungen haben, werden wir die aktuelle Version 6 bald in einem Test unter die Lupe nehmen. Bitte noch etwas Geduld ?

  3. Profilbild
    ComposerHH

    Ich bin Komponist, arbeite mit vielen Plug-Ins, Firmen und virtuellen Instrumenten.
    Ganz ehrlich: Wie Vienna einen Weiterverkauf handhabt, ist ein absolutes ‚No-Go‘ für mich.
    Man darf’s nicht auf dem Forum oder eBay verkaufen, eine unglaublich hohe Bearbeitungsgebühr von 10% !! (wo bleibt denn bitte die Kundenfreundlichkeit und ein guter Kundenservice?), dieses ganze Dongle ELicense Getue….andere Firmen schaffen’s doch auch ohne Dongle….furchtbar !!!

    Ja, es gibt immer wieder spezielle Education Angebote – bei anderen Firmen gibt es die das ganze Jahr über und zusätzlich den Black Friday !

    Die Firmenpolitik gibt keinerlei Anlaß, VSL Produkte zu kaufen.

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