Test: Waldorf Q Version 2.01

29. Juni 2000

Waldorf Q

WALDORF Q
„Software Up-Date 2.01“

Der „Q“ ist mit Sicherheit der Rolls Royce unter den virtuell analogen Synthesizern und das nicht nur wegen seines hohen Preises von DM 5.500,–.

1_qgelb.jpg

Aus aktuellem Anlaß erlauben wir uns, einige Features des „Q´s“ zu testen, die durch die aktuelle Software Version 2.03 neu hinzugekommen sind.

Doch zuvor einige Eckdaten zum Produkt. Der Q sitzt in einem stabilen Metallgehäuse mit Holzseitenteilen. Außer der populären Farbe GELB gibt es ihn auch im dezenten anthrazitgrau/blau und ab sofort als preisgünstigere Variante in
Rackformat für DM 3.400,– (siehe Abbildung).

Neben 6 Audiosausgängen und 2 Audioeingängen, diversen Fußschaltern und Midi-Buchsen, läßt sich der Summenausgang auch digital nach außen führen. Für fast jede Funktion gibt es einen Poti mit Endlosfunktion, der bei der Wertveränderung keine ungeliebten Parametersprünge verursacht, da er den Parameter quasi immer an seinem augenblicklichen Wert abholt.

Jeder Zugriff wird sofort im Display dokumentiert. Blindflüge erübrigen sich. Zusätzlich lassen sich unzählige Parametergruppen über Drucktaster abrufen und mit dem Waldorf typischen Alpha-Wheel (hier etwas kleiner ausgeführt als beim Wave oder Microwave) editieren. Die Bedienung hat Vorbildcharakter.

Zu den Highlights des Q zählt die ausgefuchste Klangerzeugung mit frei routbarem Multimodefilter und zahllosen Filtermodellen (bis hin zum Kammfilter). Praktisch jedes bekannte Synthesefeature der subtraktiven Synthese ist im Q vorhanden. Egal ob Frequenzmodulation, Oszillatoren-Synchronisation, Cross-Modulation, Ring-Modulation und und und…
Das ist auch der Grund der unglaublichen Soundvielfalt dieses Produkts. Virtuell analog wird dem Q wirklich nur zum teil gerecht. In einer der nächsten Ausgaben werden wir Klangbeispiele veröffentlichen, die besonders die Klangvielfalt im Visier haben. Grundsätzlich ist der Klang als druckvoll und edel zu bezeichnen.

Bis zu 8 verschiedene Stereoeffekte lassen sich gleichzeitig einsetzen. Das Routing zu diesen 8 Effekten ist im Multimode so einfach wie es auch genial ist.

Die 16 Stimmen des „Q“ können bei Bedarf auf 32 Stimmen erweitert werden. Über optionale Steckkarten lassen sich auch die internen 300 Sounds, 100 Multisets und 20 Drummaps erweitern.Selbstredend sind bei einem Synthesizer dieser Güteklasse alle Parameter auf Wunsch auch per Midi steuerbar.

2_qblue.jpg

Q BLUE

Sie sehen… wir sind von Waldorf gut bezahlt worden….. Spaß beiseite, glauben Sie uns, wir waren nicht immer voll des Lobes, wenn es um den „Q“ ging, aber durch zunehmende Softwareverbesserungen sind nach und nach alle Kritikpunkte revidiert worden. Also Schwamm drüber, was mal war und volle Kraft voraus zu den neuen Features der Version 2.03:

Forum
  1. Profilbild
    Moog-bub

    Leute: wie die „amis“ sagen:

    < "Tubular Bells" Anschlagdinamisch zum"selberschrauben">
    so kann man begreifen Schritt für Schritt wie ich es gemacht habe:

    -oscillators-
    osc1: Alt2/Octave 16’/Detune -1/PW +15/pwm 00/ subosc vol +26/ Freq.divide 1
    osc2: Triangular /Octave 8’/Detune 0,4/
    FM mod source Osc1 amount +18
    osc3: off
    -Mixer-
    Osc1 level 00/ osc2 level 00/ osc3 level 00/ noise off/ ringmod level 116/ ringmod balance F1 +63
    Osc1 balance F1 +64/ Osc2 balance F2 +64
    -Filters- (routing full serial)
    Filter1: cutoff 38/ Resonance 9/Env Amount 60/ type LP 12dB/pan left +16/
    Keytrack 25%/ Drive 0/ F1 pan left +16/ mod source LFO1 +12
    Filter2: cutoff 59/ Resonance 0 /Env Amount 44/ Comb+ type/pan right +13/keytrack100%/ drive+006/ mod source LFO2 -18
    -Effects-
    FX1: chorus/ amount +50/Speed +22/ Depth +57/ Delay 004
    FX2:off
    -Envelopes-
    Filter env:ADSR A+007 D+51 S+47 R+86
    Amp env:ADSR A+006 D+85 S000 R+87
    Env3: ADSR A+014 D+000 S000 R+000
    Env4:off
    -LFOS-
    LFO1: sine/ speed +30/sync off/others param. all off
    LFO2: sine/ speed +46/sync off/Delay10/Fade +01/others param. all off
    LFO3: sine/ speed +30/sync off/others param. all off
    -Modulation Matrix-
    M1S: source: Env3/ destination: osc2 pitch +26
    M2S: source: velocity / destination: Filter env decay -10
    M1F: source: LFO2/ destination: osc1 PW +20
    M2F: source: LFO2/ destination: osc2 PW +08

  2. Avatar
    Moogbubi

    noch ein Sound:
    Ännliche Pad wie ein CS80

    LFO1-2-3 clock off, start free|LFO2-3 Fade 00| LFO1 Fade 38,sine, speed 51 |LFO2 sine,Speed56 | LFO3 sine, speed 49..Osc1 pulse, 8′,Detune 0,PW014 PW-source LFO2,PWM+21 |Osc2 saw,8′,Detune+04 |Osc3 saw,8′,Detune -04..Mixer: Osc1-2-3 Level 127, Osc1 Balance mid, Osc2 bal. F2+42, Osc3 bal. F1+42..Filters routing +127,Filter1-2 cutoff 88,Env amount +25,Keytrack+21, Velocity amount+04, Pan source LFO1, Filter1 24dB lowpass pan Left, Filter2 24dB lowpass pan Right..
    ADSR Filters: Attack+56,Decay+00,Sust.+98,Relase+95 | ADSR Amp.: Attack+61,Decay+93,Sust.+127,Relase+79 | Effects: FX1 chorus amount+24,Speed 005,Depth064,Delay000 | FX2: bypass | Modulationmatrix: M1F,source LFO1,dest.Osc1 pitch+12 |M2F,source LFO2,dest.Osc3 pitch-09 |M3F,source LFO1,dest.Osc1 pitch-12 | M1S,source Modwheel,dest.Filter2 cutoff+42 | M2S,source Modwheel,dest.Filter1 cutoff+40 | M3S,source Pressurel,dest.Volume +32..

    Viel Spass beim Schrauben!

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