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Test: Warwick RockBass Corvette, 5-Saiter E-Bass

Moderner Rocker, fairer Deal

18. Januar 2026

Warwick RockBass Corvette Aufmacher

Die Traditionsfirma Warwick bietet in ihrer großen Produktpalette für jeden Geldbeutel etwas. Die RockBass-Serie ist seit vielen Jahren im Einsteigersegment unterwegs und bereits für unter 1.000 Euro erhältlich. Der Warwick RockBass Corvette ist ein grundsolides Instrument mit guter Verarbeitung, einem angenehmen Gewicht, ordentlicher Bespielbarkeit und einem rockigen Sound. Das macht das in China gefertigte Instrument zu einem sehr fairen Preis-Leistungs-Deal.

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Warwick RockBass Corvette

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Kurz & knapp
Worum geht es? Warwick RockBass Corvette 5-String – preiswerter E-Bass mit aktiver Elektronik, guter Hardware und kräftigem Klang für Einsteiger und Fortgeschrittene.
  • Verarbeitung: Sauber gebaut, mit guter Hardware und aufgeräumtem Elektronikfach – überraschend hochwertig für diese Preisklasse.
  • Sound: Voluminöser Rockton mit klarer Ansprache, begrenzter Dynamik, aber kraftvollem Low B und solidem EQ.
  • Bespielbarkeit: Nach kleinem Setup sehr angenehm zu spielen, keine Deadspots, gute Ergonomie im Sitzen wie Stehen.
  • Preis-Leistung: Viel Bass für unter 1.000,- Euro – mit Stärken im Sound und Verarbeitung, ideal als flexibler Arbeitsbass.

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Warwick RB Corvette $$ 5 BK HP
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Aufbau und Verarbeitung

Die Firma Warwick gehört zu den ältesten deutschen Herstellern im Bereich E-Bass und hat früh eigene Wege eingeschlagen. Der Warwick RockBass Corvette bringt ein interessantes Design mit, das nicht so recht an ein bekanntes Modell erinnern will. Persönlich finde ich es sehr erfrischend, nicht die nächste Leo-Fender-Kopie in den Händen zu halten. Natürlich wurde das Rad aber auch hier nicht neu erfunden – vom Prinzip handelt es sich um einen klassischen Bolt-on-5-Saiter mit Double-Cutaway, zwei Pickups und einer aktiven Elektronik.

Bei Warwick steckt der Teufel jedoch im Detail, was sich unter anderem in der außergewöhnlichen Hardware bemerkbar macht. So wurde auf dem Warwick RockBass Corvette eine zweiteilige 3D-Brücke aus eigenem Haus verbaut, die viele Möglichkeiten zum Einstellen der Saitenhöhe sowie des Stringspacings lässt. Auch der Sattel am Anfang des Griffbretts ist spezieller und beinhaltet einige Schrauben, mit denen alles justiert werden kann. Der Spieler soll damit in die Lage versetzt werden, die Bespielbarkeit optimal auf seine Bedürfnisse abzustimmen. Das ausführlich und gut beschriebene Handbuch zum Download ist hierbei eine große Hilfe.

Warwick RockBass Corvette Body

Generell wirkt der Warwick RockBass Corvette ordentlich verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Zur hochwertigen Hardware gesellt sich die interessante Holzkombination mit einem Body aus Esche, einem Hals aus Ahorn und einem Griffbrett aus Wenge, die spannend klingt. Der Hals bringt zusätzlich einige Besonderheiten mit: Neben den beiden Furnieren auf der Rückseite (vermutlich ebenfalls aus Wenge) sind zwei Graphitstäbe eingelassen, die für zusätzliche Stabilität sorgen sollen. Auch die 24 Bünde aus einer Titan-Messing-Legierung sind mit der Invisible Fret Technology eingesetzt worden, was die Griffbrettkante extrem geschmeidig macht.

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Warwick RB Corvette $$ 5 W HP
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Ebenso lobenswert ist das wirklich sauber aufgeräumte und abgeschirmte Elektronikfach – etwas, was ich von anderen Herstellern mit weitaus teureren Modellen bereits anders erlebt habe. Alles in allem besticht der Warwick RockBass Corvette durch sein hohes Niveau der Verarbeitung und zeigt immer wieder, für was „Made in China“ heute an Qualität stehen kann.

Warwick RockBass Corvette Hals Detail

Die Specs des Warwick RockBass Corvette

  • 5-Saiter E-Bass
  • 34″ Long Scale
  • 2-teiliger Esche-Korpus
  • 3-streifiger, laminierter Ahorn-Hals mit schwarzen Furnierstreifen
  • zwei Carbon-Einlagen zur Halsverstärkung, vom 12. bis 24. Bund
  • 2-Wege-Halsstab
  • Bolt-on Konstruktion
  • Wenge-Griffbrett
  • 20″ Radius
  • 24 Jumbo-Bünde aus Titan-Messing-Legierung (Breite: 2,9 mm, Höhe: 1,4 mm)
  • Ball End Bundstäbe mit IFT (Invisible Fret Technology)
  • Warwick Just-A-Nut III Tedur Sattel
  • Sattelbreite: 38,5 mm
  • passive MEC MM Tonabnehmer mit offenen Pole-Pieces
  • aktive 2-Band-Elektronik
  • Regler für Volume, Balance, Treble, Bass
  • Elektronikfach mit Kupferabschirmung, Abschirmlack in den Tonabnehmerfräsungen
  • Gewindeeinsätze für Tonabnehmerschrauben
  • Warwick Quick-Access Elektronikfachabdeckung
  • Warwick Mechaniken
  • 2-teilige Warwick 3D-Brücke
  • Saitenabstand: 19 mm
  • Abstand E zu G-Saite: 57 mm
  • bespannt mit Warwick RED Strings (42200 M) .045″-.105″
  • Warwick S-Security-Locks
  • Solid Black High-Polish-Finish
  • Chrome-Hardware
  • Gewicht ca. 4 kg
  • inkl. Rockbag Student Line Gig-Bag (RB 20515 B/PLUS)

Warwick RockBass Corvette elektronik

Wie lässt sich der Bass bespielen?

Beim Auspacken und ersten Anspielen des Basses war ich mit dem Setup nicht ganz zufrieden. Die für meinen Geschmack etwas hohe Saitenlage war jedoch nach wenigen Handgriffen behoben. Nach weiteren Einstellarbeiten an der Bundreinheit und der Auflage der Saiten am Sattel (hierfür ist die Brücke wirklich klasse) bekam ich ein schönes, angenehmes, flaches Setup ohne Schnarren hin. Nun wurde der Warwick RockBass Corvette auch richtig geschmeidig zu spielen und klang dabei akustisch bereits richtig gut.

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Ein heller, leicht metallischer Klack, recht sauber und transparent, wenig Knurren oder Growl, dafür mit super Attack und Klarheit – finde ich cool! Deadspots waren auf die Schnelle keine zu finden, der Bass schwingt gut durch, und das Low B hat unplugged richtig Power. Gute Voraussetzungen also!

Der Hals hat für mein Gefühl ein mittleres D-Profil und nur geringe Asymmetrie. Dank der guten Saitenlage lassen sich alle Lagen und Register einfach bespielen – das Shaping hätte für meinen Geschmack aber etwas eleganter ausfallen können. Der guten Bespielbarkeit tut das keinen Abbruch: Der Warwick RockBass Corvette liegt super in der Hand – im Sitzen wie im Stehen. Eine Kopflastigkeit konnte ich nicht feststellen, das Gewicht von ca. 4 kg ist für einen 5-Saiter auch sehr moderat.

Warwick RockBass Corvette Pickups

Die Sounds des Warwick RockBass Corvette

Hören wir uns nun einmal an, wie der Warwick RockBass Corvette so klingt. Da sich das Instrument nicht auf passiv schalten lässt, sind alle Klangbeispiele im aktiven Modus. Zu Beginn ein kleiner Riff über alle drei Positionen der Pickups in neutraler EQ-Einstellung:

Die beiden MEC-MM-Tonabnehmer sorgen für einen dicken und voluminösen Ton. Egal ob Neck oder Bridge – es ist immer ordentlich Druck dahinter, gepaart mit einer leichten Kompression. Ganz klar: Es heißt im Namen RockBass – und genauso klingt das Instrument auch. Die akustisch angespielte Klarheit geht etwas zurück, dafür kommt eine Portion Schmutz in den Ton, die zunächst überraschend ist, dem Bass aber eigentlich ganz gut steht. Und auch wenn die Deadnotes gut übertragen werden und viele Obertöne zu hören sind, ist der dynamische Umfang der Pickups eher begrenzt. Das muss nichts Negatives sein – es ist nur ungewöhnlich, Pickups mit solch starkem Eigenklang zu spielen; viele Hersteller setzen heute eher auf neutralere Varianten.

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Warwick RB Corvette $$ LH 5 NB TS
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Der Neck-Pickup kommt erwartungsgemäß am druckvollsten daher, lässt aber eine besondere Mittenbetonung vermissen. Ich finde das angenehm – so bringt er auch alleine genug Definition mit und macht ordentlich Alarm. Sein Pendant an der Bridge ist natürlich deutlich heller und knackiger und hat auch deutlich weniger mittlere Frequenzen im Ton als man vermutet hätte. Das sorgt dafür, dass die typische „Nase“ hier nicht zu hören ist – das Instrument erinnert an einen klassischen MusicMan StingRay. Beide Pickups zusammen erzeugen eine sehr deutliche Mittenauslöschung, die den Sound in meinen Ohren etwas dünn macht. Allerdings zähmt das auch etwas den rockigen Charakter und macht den Warwick RockBass Corvette außerhalb dieses Genres einsetzbar.

Ein wichtiger Punkt bei einem 5-Saiter ist natürlich das Low B:

Dieses ist gut hörbar kraftvoll, klar und perfekt in den Gesamtsound eingebunden. In dieser Preisklasse habe ich selten so eine gute tiefe Saite gehört – auch nicht bei Bässen mit längerer Mensur. Hier gibt es wirklich nichts zu beanstanden!

Natürlich soll nun auch der 2-Band-EQ aus Bässen und Höhen zum Einsatz kommen. Über den Frequenzverlauf macht Warwick keine Angaben, beim Ausprobieren wird aber schnell klar: Die Regler greifen ordentlich ins Geschehen ein.

Warwick RockBass Corvette Rückseite

Das nächste Beispiel ist eine hohe, kurze Melodie auf dem Bridge-Pickup, bei der ich lediglich ein wenig die Bässe angehoben habe. Hier zeigt der Warwick RockBass Corvette durchaus gesangliche Qualitäten und kommt mit einem ordentlichen Sustain daher. Die leichte Anhebung der tiefen Frequenzen lässt den Sound angenehm rund werden – alles in allem sehr brauchbar für kleine solistische Ausflüge.

Beim Neck-Pickup habe ich versucht, diesen rockigen Bass aus seiner Komfortzone zu bringen und einen möglichst weichen und dumpfen Sound zu erzeugen, um eine Walking-Bass-Linie – wie wir sie in vielen Stilrichtungen finden – zu spielen. Hierfür habe ich die Bässe ganz leicht abgesenkt, die Höhen komplett zurückgenommen und meine rechte Hand über dem Griffbrett positioniert. Der Sound erinnert nun entfernt an einen sonoren, elektrisch abgenommenen Kontrabass und macht damit eine ordentliche Figur. Mit Sicherheit nicht die Paradedisziplin des Warwick RockBass Corvette – aber in der Praxis brauchbar.

Zum Abschluss natürlich noch eine Slap-Linie. Hier wurden Bässe und Höhen kräftig angehoben und die Mittenstellung beider Pickups genutzt. Aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen ist das Slappen auf dem Bass schwergefallen – man musste schon gründlich arbeiten, um einen knackigen Ton zu erzeugen. Die fehlenden Mitten jedoch und die Kompression der Pickups sorgen für einen druckvollen Klang, mit dem man ebenso gut leben kann.

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Klangbeispiele
Fazit

Der Warwick RockBass Corvette ist ein grundsolides Instrument mit guter Verarbeitung, einem angenehmen Gewicht, ordentlicher Bespielbarkeit und einem rockigen Sound. Das macht das in China gefertigte Instrument zu einem sehr fairen Preis-Leistungs-Deal. Wer einen günstigen 5-Saiter mit fettem Low B sucht und sich an dem eigenständigen Design nicht stört, sollte diese Serie unbedingt mal checken!

Plus

  • solide Verarbeitung
  • angenehmes Gewicht
  • viele Einstellmöglichkeiten der Hardware
  • fettes Low B

Minus

  • Hals könnte etwas filigraner sein
  • Pickups haben einen starken Eigenklang

Preis

  • 949,- Euro
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Über den Autor
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Naris Sebastian Stolz RED

Professioneller Musiker mit Leib und Seele auf Kontrabass, E-Bass und Fretless. Früher als Bassjournalist beim 'Bass Quarterly', heute für amazona.de und bassic.de. Lehrbuchautor und Unterrichtstätigkeit beim VdM, ansonsten internationale künstlerische Tätigkeit im Studio und on tour.

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