Test: Waves Element 2, Software-Synthesizer

Unterschiede zu Waves Element 1

Auf den ersten Blick sieht Waves Element 2, bis auf die Grundierung (diesmal in einem hellen Grau mit Alu-Optik, seinem Vorgänger recht ähnlich. In der Tat haben sich auf der Oberfläche nur Details verändert. Element 1 hat einen einfachen Unison Mode, während Element 2 einen 2- oder 4-stimmigen Unison Mode bietet. Alle 4 LFOs sind nun frei wählbar zwischen freilaufend und Tempo-synchron, vorher waren jeweils zwei LFOs voreingestellt. Es gibt nun eine separate Halbtoneinstellung für den Pitch Bend Controller und zwei Verschiedene Crusher Modes in der Effektsektion. Einmal Sample-Rate-Reduktion und zum anderen Bit-Crush. Konnte man Element 1 noch von HD auf Ressourcen-schonende Betriebsweise schalten, so arbeitet Element 2 nur noch im HD Mode. Zu guter Letzt gab es beim Vorgänger keine Hold- und keine Retrigger-Funktion für den Arpeggiator/Sequencer.

Element 1 inklusive

Element 1 inklusive

Benutzer von Element 1 haben null Schwierigkeiten bei der Bedienung der neuen Version, Neukunden wohl keine. Was wir hier vor uns haben, ist der gute alte subtraktive Synthesizer mit zwei Oszillatoren und Ring, Sync und FM, vier LFOs, drei Hüllkurven, von denen eine frei zuweisbar ist. Es gibt eine Modulationsmatrix mit sechs Zuweisungen und einen 16-Step-Sequencer sowie einen Arpeggiator mit Swing, die auch zur Parametermodulation dienen können. In der PDF-Anleitung kann man die Funktion jedes einzelnen Parameters noch mal lesen – viel mehr steht hier jedoch nicht.

Die Synthesestruktur

Element 2: Die Oszillatoren

Element 2: Die Oszillatoren

Das ist insgesamt überschaubar. Nehmen wir uns doch mal die beiden Oszillatoren vor, deren Verschaltung eben auch additive Syntheseelemente besitzt. Beiden gemeinsam: Tune- und Fine-Tune-Regler, 5 Registerlagen von 32′ bis 2′. Vier Schwingungsformen: Sinus, Sägezahn, Dreieck und Puls mit Pulsbreitenmodulation, in VCO- und in DCO- Variante. DCO und VCO klingen bis auf die Emulation von leichten Tonhöhenschwankungen beim VCO identisch. Gut gefällt mir das Schwingungsformenfenster, wo man sieht, wie sich die Schwingung verbiegt, nutzt man die unterschiedlichen Methoden zur spektralen Anreicherung. Das hat allerdings auch seinen Preis, denn die Darstellung der GUI nimmt auch viel Prozessorkapazität in Anspruch.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    dhinnen

    Nach einem langweiligen Eindruck des ersten Element, bin ich vom Element2 äusserst angenehm überrascht. Man braucht nur die gleichen Patches in Element1 und Element2 zu spielen und man hört die eindeutige Evolution. Der neue klingt teils beeindruckend gut und ist weiterhin übersichtlich. Vielleicht ist das der einzige Grund den Element1 im Plugin erhalten zu haben – der Sound kann es nicht sein.
    In den gelieferten Patches ist zwar alles dabei, aber sonders originell sind sie nicht. Also, schrauben :)

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