Test: Waves Flow Motion Synthesizer Plugin VST und AU

27. Februar 2019

Innovativer Software Synthesizer

Waves Flow Motion Plugin-Synthesizer

Waves Flow Motion Plugin-Synthesizer

Als die Testanfrage für einen Waves Synthesizer in meiner E-Mail-Box landete, war ich mehr als überrascht. Waves verbindet der Kundige doch mit professioneller Audiosoftware und Emulationen von legendärem Studioequipment, das nun einfach und praktisch im Rechner vorliegt. Diese Firma will nun ein Synthesizer bauen? Können die das überhaupt? Anscheinend können sie das, immerhin ist das schon das zehnte virtuelle Instrument, das sie entwickelt haben.

Die ersten Recherchen ergaben, dass es sich bei dem Waves Flow Motion angeblich um einen FM-Synthesizer handelt. Da ich nun im Gegensatz zum geneigten Leser in diesem Artikel in die Zukunft blicken kann, kann ich sagen, das stimmt, aber wiederum auch nicht. Aber fangen wir erst mal an und installieren das Instrument.

Installation

Die Installation erfolgt in der Form, wie man sie auch von anderen Herstellern wie z. B. Arturia, Native Instruments u. a. kennt. Man erstellt einen Account und lädt sich dann ein Installations- und Verwaltungsprogramm von Waves herunter, Waves Central genannt. Von hier aus kann man die Waves Software seiner Wahl herunterladen, verwalten und freischalten. Flow Motion läuft auf Mac und Windows unter AU, VST3, VST, AAX Native 64 Bit und unterstützt den neuen NKS-Standard von Native Instruments. Flow Motion wurde von mir auf einem aktuellen Mac mini mit Logic Pro X, also als Audio Unit getestet.
Die gesamte Installation funktionierte ohne Probleme und macht somit den Musiker glücklich, weil er dann sofort loslegen kann.

Kann ich meinen Augen trauen?

Bevor man überhaupt den ersten Ton gespielt hat, fällt einem das futuristische Bedienfeld auf. Waren hier Außerirdische am Werk? Ein verrückter Wissenschaftler? Arbeitet Waves mit Alien-Technologie? Man weiß es nicht, aber die Bedienoberfläche muss erwähnt werden, weil hier keine mir bekannte Oberfläche eines Synthesizer-Klassikers als Inspiration diente. Und Waves hat ja auch Recht! Wer braucht schon emulierte Holzleisten, Regler und Knöpfe, die man sowieso nicht anfassen kann? Waves gibt hier ein Statement ab. Wir gehen neue Wege und zeigen dies auch in einem neuen und futuristischen Design.
Flow Motion wird über zwei Fenster gesteuert: Flow und Motion.

Das Flow-Fenster

Die Flow-Oberfläche ist hauptsächlich blaugrau gestaltet. Wir sehen eine Art gekachelten Raum, in dem 4 Oszillatoren in den Ecken angeordnet sind. Offensichtlich sind die Oszillatoren jeweils mit zwei Kabeln verbunden und zwar nicht nur im Uhrzeigersinn, sondern auch über Kreuz. In der Mitte befindet sich ein Oszillograph, der unseren Sound abbildet.
Außerdem befinden sich im rechten Bildschirmrand vier Modulationsquellen. Als Modulationsquelle können wir entweder einen Envelope-Genarator oder einen LFO auswählen.
Im unteren Bildschirmrand befindet sich der Snapshot-Sequencer und dazu kann ich nur sagen, dass … aber sachte, sachte, nur nichts übereilen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass man im linken oberen Bildschirmrand einen Arpeggiator und einen Note-Sequencer auswählen kann.
So, was haben wir bisher, LFOs, Oszillatoren die miteinander verbunden sind, einen Arpeggiator und einen Note-Sequencer. Na, das hört sich doch schon nach Bewegung an. Dass wir damit Bewegung erzeugen können, ist klar, aber auch Flow Motion?
Aber weiter im Text, schauen wir, was sich hinter dem Motion-Fenster befindet.

Das Flow-Fenster im ungewöhnlichen Design

Das Motion-Fenster

Im Motion-Fenster sieht es aus wie bei einem normalen Synthesizer. Hier befindet sich ein Filter mit verschiedenen Charakteren, Lowpass, Highpass, Bandpass und Band-Rejection. Wir können zwischen 12 dB oder 24 dB auswählen. Es verfügt außerdem über eine ADSR-Hüllkurve.
Darunter befindet sich ein 4-Band Equalizer, daneben finden wir wieder den Oszillographen und rechts daneben eine ADSR-Hüllkurve für die Amplitudensteuerung.
Dann stoßen wir auf die die Effektsektion, die ein Delay und ein Reverb zur Verfügung stellt, außerdem können wir dem Signal Drive, Distortion, Crusher, Phaser, Flanger und Chorus hinzufügen.
Daneben befindet sich das Fenster Global, hier können wir Unsion sowie die Polyphonie bestimmen, das Tempo und an der tonalen Stimmung des Synthesizers schrauben.
Im rechten Bildschirmrand hat man die Modulationsquelle aus dem Flow-Fenster mitgenommen sowie im unteren Fenster den Snapshot-Sequencer.

Das Motion-Fenster für grundlegende Einstellungen

Und wie klingt er denn nun?

Ja, der Leser hat ja Recht, jetzt wollen wir mal wissen, wie dieses Instrument klingt. Springen wir mal durch die Presets. Hier finden wir verschiedensten Kategorien, mit denen Waves wohl darauf hinweisen möchte, dass der Synthesizer sich für jeden erdenklichen Anwendungsbereich eignet: Leads, Bass, Pads, Brass, Drums, Fx usw.
Er klingt digital. Und zwar im positiven Sinne. Es wird gar nicht versucht, irgendein analoges Vorbild zu emulieren. Es erinnert bei manchen Presets wirklich an FM-Synthese und warum das so ist, werden wir gleich erörtern. Digital kann warm sein und digital kann auch kalt sein, schmutzig und sauber, so kann er klingen.
Aber dieser Synthesizer hat ja eine futuristische Bedienungsoberfläche, soll das jetzt alles gewesen sein? Ein digitaler Brot und Butter Synthesizer? Nein, hier geht es um mehr. Denken wir an Flow und Motion. Fluss und Bewegung.

Presets für alle musikalischen Fälle

Die Klangerzeugung

Die Oszillatoren beherrschen folgende Schwingungsformen: Sinus, Triangle, Saw, Square und Noise. Soweit nichts Ungewöhnliches, wenn wir von einem normalen subtraktiven Synthesizer sprechen. Was macht das Ganze aber dann zu einem FM-Synthesizer? Ganz einfach: Die Oszillatoren sind mit „Kabeln“ verbunden, die dafür sorgen, dass die Oszillatoren sich gegenseitig modulieren. Die Modulationsstärke lässt sich über Regler bestimmen. Schön ist, dass man dank des Oszillographen so schnell begreift, was FM-Synthese bedeutet. Lassen wir mal einen Oszillator einen Sinuston spielen, der auch so vom Oszillographen angezeigt wird. Wenn wir nun einen zweiten Oszillator mit Saw aktivieren und mit diesem die Sinusschwingung modulieren, sehen wir sogleich die Auswirkung auf die Schwingungsform im Oszillographen. Die Sinuskurve verbiegt sich. FM-Synthese einfach dargestellt. Wenn wir nun in Betracht ziehen, dass wir die Oszillatoren nicht nur im Uhrzeigersinn miteinander modulieren können, sondern auch über Kreuz, haben wir hier unglaublich viele Möglichkeiten, wie alleine die Oszillatoren sich gegenseitig beeinflussen können. Hier können wir schon ungewöhnliche Schwingungsformen und Schwebungen erzeugen. Jeden Oszillator können wir eigenständig stimmen, Feedback einstreuen und die Phase- oder Frequenzmodulation auswählen.

Details der etwas zu klein geratenen Modulationskreise bzw. Punkte

Wie wir sehen, befinden sich in den Oszillatoren und im gesamten Synthesizer merkwürdige schwarze Punkte oder Kreise, die wir auch auf den Kabeln finden, die die Oszillatoren miteinander verbinden. Hierbei handelt es sich um Modulationspfade, die mit den LFOs bzw. Hüllkurven am rechten Bildschirmrand gesteuert werden können. Dabei klicken wir mit der linken Maustaste auf die Punkte und ein Untermenü öffnet sich und lässt uns eine der vier Modulationsquellen auswählen. Es wird auch angezeigt, was wir hier modulieren können. Dabei wird die Auswahl in vier verschiedenen Farben dargestellt. Rot, gelb, blau und grün. So behält man den Überblick und es ist sehr praktisch, wenn man im Nachhinein wissen will, was man eigentlich wie moduliert hat. Leider sind diese Punkte oder Kreise sehr klein gestaltet, dass man leicht vergessen könnte, sie mit dem linken Mauszeiger anzuklicken und ähnlich wie bei einem Fader hoch- oder runterzuziehen. Wenn man das nicht tut, hat man zwar eine Modulationsquelle ausgewählt, diese aber noch nicht moduliert oder nur mit dem Wert „Null“ moduliert.

Detail des Untermenüs des Modulationspfades im Filter mit farblichen gekennzeichneten Modulationspfaden

Die vier Modulationsquellen A, B, C und D verfügen übrigens über ein Steuerungskreuz, das nicht zur Zierde da ist. Alternativ kann man hier seine Hüllkurve oder LFO einfach auf den gewünschten Modulationspfad ziehen, ohne ein Untermenü zu öffnen. Sehr praktisch und innovativ gelöst. Die Hüllkurven und LFOs erfüllen ihren Job und zeigen ihre Stärke, wenn man sie auf die Modulationspfade setzt und dem Signal zumischt. Ohne den Arpeggiator und einen der Sequencer aktiviert zu haben, erreichen wir hier schon rhythmische Schwingungen, die durchaus einen sequentiellen Charakter haben, denn die Modulationspfade sind natürlich über den ganzen Synthesizer verteilt. Man stelle sich vor, LFO A schwingt als Square 1/16 synchron zur DAW und moduliert OSC1, aber auch das Filter und LFO B schwingt als Sinus und moduliert FM-Amount von Oszillator 1 zu Oszillator 2 , aber auch das Delay und den zweiten Filter-Modulationspfad und es schwingt langsam und frei und jetzt weiter denken, lieber Leser, weiterdenken, wo sollen wir noch eingreifen in das Liebesspiel der Modulation. Bald pulsieren die Kabel, das Filter bewegt sich von selbst. Alles ist in Bewegung, man kann es hören und fühlen und sehen: Flow Motion.

Wie erwähnt verfügen wir noch über einen Arpeggiator und Note-Sequencer. Wir können somit noch mehr Bewegung in die Bewegung bringen. Lobenswert sollte man hier erwähnen, dass man für den Arpeggiator und den Note-Sequencer Swing einstellen kann. Ansonsten sollte man hier nicht zu viel erwarten. Der Arpeggiator beherrscht Up, Down Up/Down und Random. Der Step-Sequencer verfügt über ein Maximum von 16 Steps. Die Komplexität wird aber durch das Zusammenspiel aller Komponenten erzeugt, die rhythmisch automatisiert miteinander interagieren können, dass es eine Freude ist.

Aber wir können noch mehr Komplexität in das Zusammenspiel integrieren. Da ist nämlich noch das absolute Highlight dieses Synthesizers: der Snapshot-Sequencer. Hier haben wir 16 Steps zur Auswahl. Jeder Step ist aber ein Snapshot. Im Snapshot-Sequencer ist jeder der 16 Steps eine andere Einstellung des Synthesizers. Wir können sozusagen pro Step 1 Preset erstellen und diese auf die Steps verteilen. Wir können somit 16 verschiedene Klänge für 16 Steps abfeuern. Das heißt, pro Step kann ein anderer Sound erklingen. Wir können pro Step die gesamten Einstellung des Synthesizers verändern, aber auch Presets nach einem bestimmten Muster wiederholen.
Um dem Sounddesigner die Arbeit zu vereinfachen, können wir jeden Step per Copy & Paste für den jeweiligen gewünschten Step einsetzen. Spätestens jetzt muss man sagen, dass es nicht nur Flow ist, dass es nicht nur Motion ist, was hier passiert. Es ist Flow Motion: Vom zärtlichen Klangspielereien bis zum absoluten experimentellen Klangwahnsinn kann man hier alles erzeugen, was sich Ohr und Herz nur wünschen kann.

Der innovative Snapshot-Sequencer mit verschiedenen Snapshots auf den Steps

Fazit

Sie sind auf der Suche nach einem Synthesizer, der rhythmisch ist und zum Experimentieren einlädt, dann sind sie mit dem Waves Flow Motion sehr gut bedient. Alles was cineastisch, sequentiell und nach FX klingen soll, beherrscht dieser Synthesizer in seiner natürlichen Ausdrucksform. Klar, kann man mit ihm auch Standard-Sounds erzeugen, wie die Presets beweisen. Warum sollte man das aber ernsthaft tun, wenn man diese Modulationsmöglichkeiten hat, die uns in neue Klangwelten entführen wollen? Spätestens, wenn wir einen Standardsound mit dem Snapshot-Sequencer verändern, startet der Synthesizer voll durch und aktiviert seine wahren Stärken.
Wie schon erwähnt, ist die Klangerzeugung und Modulation einzeln betrachtet nichts Besonderes, aber durch das Zusammenspiel der Standard-Modulation, die sich ständig automatisch modulieren kann, ist sie wieder was Besonderes. Absolutes Nerd-Nörglertum wäre, wenn man sich wünschen würde, dass die Sequencer und LFOs zum Host nicht nur mit höchstens 1/64 laufen bzw. schwingen würden, sondern vielleicht auch mit 1/128 oder 1/256. Ich verspreche mir davon, dass durch die schnellen Tempi evtl. schwebender und bewegter hörbarer Stillstand entsteht.
Die Modulationsziele findet man einfach und die farbliche Markierung hilft Übersicht herzustellen. Durch das Untermenü des Modulationspfades weiß man immer, was man moduliert. Leider sind diese Punkte oder Kreise sehr klein gestaltet, dass man leicht vergessen könnte, sie mit dem linken Mauszeiger anzuklicken und ähnlich wie bei einem Fader, hoch- oder runterzuziehen. Wenn man das nicht tut, hat man zwar eine Modulationsquelle ausgewählt, diese aber noch nicht moduliert oder nur mit dem Wert „Null“ moduliert.
Dieser Synthesizer geht auch in Fragen des Designs neue Wege und dies sollte man durchaus zu schätzen wissen. Da passiert mal was Neues für das Auge, da wird die Phantasie und Kreativität angeregt.
Was man auch noch sagen sollte: Dieser Synthesizer ist mit 34 Euro ein absolutes Schnäppchen.

Plus

  • innovatives Konzept
  • neuartiges Design
  • FM-Synthese leicht zu verstehen (mit Vorkenntnissen)
  • Rhythmus bis zum Abwinken
  • optische Rückmeldung durch Pulsieren der Elemente und verschiedene Farben
  • Preis

Minus

  • Standard-Presets vermittelten einen falschen Eindruck von diesem Synthesizer
  • Die Modulationspfade könnten ein bisschen größer dargestellt werden

Preis

  • 49 USD im Waves Shop
  • 34 Euro beim Musikhaus Thomann
Klangbeispiele
Forum
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    tonvibration  

    Danke für den schönen und unterhaltsam geschriebenen Test. Und ja, die Oberfläche sieht mal schön neu aus, und so wie sie beschrieben wurde, habe ich auch das Gefühl direkt einsteigen zu können. Bei dem Preis….sollt ich mir mal gönnen ;)
    Man kann mit dem Synth bestimmt auch gut modulierte Flächen bauen, oder? Die Soundbeispiele sind mir ein wenig zu einseitig….sorry, aber „programm change on step“ kann man ja auch mit anderen Sequencern machen, finde ich jetzt nicht sooo beeindruckend. Ein paar andere „normale“ Soundbeispiele würden die Möglichkeiten des Synths breiter ausdrücken. Oder ist der SnapShot Sequencer hier wirklich das Highlight?

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      Sven Rosswog  RED

      Hallo tonvibration,

      danke für dein Kommentar.

      Welche Sequencer meinst du denn?

      Du kannst dir einfach eine Testversion runterladen und selber auschecken, ob er deinen Ansprüchen genügt.

      Viele Grüsse

      Sven

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        tonvibration  

        Hallo Sven,
        also ich dachte sowas wie „programm change on step“ sei Standard… zumindest mein (seit 6 Jahren nicht weiterentwickelter) „Sequencomat“ kann das schon (siehe https://youtu.be/o3IPlR81bXk). Schwer zu realisieren ist sowas ja auch nicht – läuft bei mir unter CC129 ;) Als feature setze ich es aber eher selten ein. In einem Song hört man das aber gut (ab 1:20) https://soundcloud.com/tonvibration/occasions
        Eine kurze Internetrecherche zeigt, B-step von monoplugs und Arturia Beatstep können es wohl auch. Und mit jeder DAW sollte es sowieso gehen. Aber ok, „Standard“ scheint es (noch) nicht zu sein… warum auch immer.

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          Sven Rosswog  RED

          Hallo tonvibration,

          Danke für deine Antwort und Hinweise.

          Kann ich jetzt auf die schnelle nicht einschätzen.

          Es kann natürlich auch sein, dass ich nicht immer alles im Blickhabe. Mir war es jedenfalls in der Art und Weise vollkommen neu.

          Vieleicht magst ja mal die Demo ausprobieren und uns dann mtteilen, ob das genau das gleiche ist, was die Sequencer von dir auch können.

          Viele Grüße

          Sven

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    amyristom  

    Entschuldigung, aber wer hat denn bitte schön diese Soundbeispiele zusammengestellt? Das einzige, was ich anhand des Hörens des Videos und dieser Soundbeispiele vom Klang dieses Synthesizers mitbekomme ist, dass er sich offenbar super dafür eignet, diverse futuristischen Maschinenräume zu vertonen und wunderbar Sci-Fi-mäßige Bieps und Blupps von sich zu geben. Großes Kino!
    Was der Synthie aber eigentlich kann und inwiefern seine Klänge mir beim MUSIK produzieren nützlich sind bzw. wie sein eigentliches Klangspektrum ist, das geht aus den Gefiepe nicht hervor. Vielleicht nächstes Mal Klangbeispiele von einem Musiker erstellen lassen…

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      Sven Rosswog  RED

      Hallo amyristom,

      danke für dein Kommentar.

      Was sind den für dich musikalische Klangbeispiele? Was verstehst du darunter?

      Viele Grüsse

      Sven

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        amyristom  

        Hallo Sven,

        unter „musikalische Klangbeispiele“ verstehe ich eben genau das: „musikalische Beispiele“, also konkret Melodielinien, Akkorde, Riffs, musikalische Patterns. Etwas, was genau so auch in einem Song vorkommen könnte und zeigt, wie der Synth dann auch PRAKTISCH eingesetzt werden kann.

        Das stört mich generell an diesen leider immer mehr zunehmenden „Bieps, Blopps, Gefiepe“ Soundbeispielen. Ja sie sind schnell und ohne großen Aufwand herzustellen, aber sie zeigen letztlich nicht, wie der Synthie wirklich klingt oder wie sein Klangcharakter ist und schon gar nicht, wie er mit seinen Fähigkeiten und Eigenschaften musikalisch einsetzbar sein könnte, sondern letztlich nur, dass er „auch“ Gefiepe kann. Aber kein Musiker kauft sich einen Synthesizer, um „Gefiepe und Gepiepe“ in seinen Songs damit zu erzeugen (zumindest dürfte DAS kaum das entscheidende Argument sein, warum sich jetzt jemand einen Moog oder eben Waves Flow kaufen würde).

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          Sven Rosswog  RED

          Hallo amyristom,

          danke für deine Antwort.

          ich verstehe nun, was du unter musikalität verstehst. Es war mir wichtig, den experimmentellen Charakter des Synthesizer darzustellen. Das fand ich wichtiger, wie die 1000te Synthbasslinie.

          Wenn dich der Synthesizer aber trotzdem anspricht, kannst du dir gerne die Demo runterladen. Die ist voll funktionstüchtig. Ein Test kann das „selbst ausprobieren“ nicht ersetzen. Wie ich aber schon im Test geschrieben habe: Standdardsounds machen andere auch und vieleicht sogar besser als Flow Motion.

          Viele Grüsse

          Sven

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          lightman  AHU

          Naja, hier gehts halt auch nicht um einen Moog für 3000 Euro, sondern einen Softsynth für 34 Euro, von dem es überdies eine kostenlose Demoversion gibt. Anhand der Screenshots und des Einführungsvideos der Entwickler kann man sich ein ungefähres Bild machen, und dann sind da die Soundbeispiele, die du offenbar nicht magst, aber auch hier ist Modulation in Aktion zu hören, die man gedanklich ja auch auf einem näherliegende Sounds umlegen kann.

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      Filterspiel  AHU

      Mein Workflow dazu ist: Teil gefällt mir aus irgendeinem Grund. Mal sehen was Youtube dazu sagt. Und in 99% kommt da das, was ich will. Ob man das in einem Test hier auch so umsetzen kann? Vielleicht, aber mir reicht es, wenn es Interesse weckt, der Rest liegt dann bei mir.

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      Sven Rosswog  RED

      Hallo dr w,

      danke für dein Kommentar.

      freut mich, dass er dir gefällt. Klar, für die Musik von Mille Plateaux eignet er sich sehr.

      Viele Grüsse

      Sven

  3. Profilbild
    tuonodriver  

    Danke für den Test!
    Für den Presi kann man sich den echt mal anschauen. Finde grad das „frische“ unkonventionelle Design aber natürlkich auch das herangehn an das Sounddesign das ja anscheinend durch den Motion Sequenzer sehr interessant erscheint sehr gut! Genau solche Sachen erwarte ich mir auch mal und nicht den nächsten VST Clone von irgendeinem alten Synthsaurier! Pigments ist wie ich fiunde auch so ein positives Beispiel an Plug in was auf jeden Fall das GUI und die Modultaionsmatrix betrifft.

    @
    amyristom

    was ist denn in deinen Ohren MUSIK?? :-)

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo tuonodriver,

      danke für dein Kommentar.

      Kann ich nur bestätigen. Mit Synthese und Design kann man doch sooooo viel mehr machen.

      viele Grüsse

      Sven

  4. Profilbild
    anttimaatteri   1

    Die 4 OSC Kreise hauen mich jetzt nciht so weg, aber der Rest der Bedienoberflächen ist jedefnalls für mein Verständnis gutes Design.. Die Soundbeispiele könnten tatsächlich etwas üppiger ausfallen. Obs dann unbedingt die üblichen Schulterpolstersounds sein müssen ist ne andere Frage^^.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo anttimaatteri,

      danke für dein Kommentar.

      Klar, mehr geht immer, aber zum teasern reicht es doch. Die Demo wartet auf dich. :-)

      Viele Grüße

      Sven

  5. Profilbild
    Coin  AHU

    Nachdem Waves mit Codex und Element 1 & 2 freundlich gesagt
    wenig Erfolg hatten, will man es nun wohl mit einem neuen Konzept versuchen.
    Ich wünsche Waves viel Erfolg.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo Coin,

      danke für dein Kommentar.

      Kann mich dich nur anschließen. Ich finde es sollte belohnt werden neue Wege zu gehen.

      Viele Grüße

      SVen

  6. Profilbild
    zeitlos  

    Thomann : „Wir haben uns überall umgeschaut, leider ist das Produkt Waves Flow Motion FM Synth nicht mehr im Sortiment.“ : (

      • Profilbild
        Sunset

        Hallo Sven,

        mit „Redaktion“ ist wohl die von Amazona gemeint, um die Thomann-Verweise am Ende deines Test-Artikels zu entfernen.
        Ich fände es aber sinnvoller, die Redaktion von Thomann mal auf Trab zu bringen, sich doch bitte etwas mehr Mühe bei der Suche nach dem Produkt zu geben. Selbst wenn Thomann die Waves-Produktkeys ausgegangen sind, sollte es doch wohl möglich sein, neue zu ordern. Der Synth ist schließlich gerade erst drei Monate alt, also bitte…

        Ich finde es echt schade, durch den niedrigen Preis auf ein Produkt scharf gemacht zu werden, nur um dann am nächsten Tag zu hören: „Nö, sorry – ist nicht mehr!“
        Für diese Situation kannst du als Testautor natürlich nichts, also kein Vorwurf an dich oder Amazona.

        Ich werde gleich mal das Musikhaus anschreiben, um zu fragen, ob sie den Flow Motion für die €34 nochmal ins Sortiment bekommen.

        MfG.

        • Profilbild
          Sven Rosswog  RED

          Hallo Sunset,

          Da hast du recht, dass ist nicht schön. Kann aber auch nur ein Fehler bei Thomann sein, die bauen ja machmal um . Warte noch ein bisschen, vieleicht erscheint der Link dann wieder.

          Viele Grüsse

          Sven

  7. Profilbild
    zeitlos  

    Ich glaube eher, dass Mitarbeiter von Waves den Downloadlink zu Thomann gekappt haben, nachdem sie sahen, dass von dort nach dem Test einige Downloadkäufe kamen und sie auf den (zu?) niedrigen Thomann-Preis aufmerksam wurden.

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