Test: Wes Audio LC-EQP, Röhrenequalizer

Die entscheidende Erweiterung gegenüber dem Klassiker aus den 60ern stellt die Möglichkeit der separaten Wahl der Frequenz bei Bass-Boost und -Cut dar. Beim Original-Pultec machte die gleichzeitige Anhebung und Abschwächung zwar trotzdem Sinn, da die beiden Frequenzkurven nicht gleich verliefen und es so nicht zur vollständigen Neutralisierung durch beide Bearbeitungen kommen konnte. Der Wes Audio LC-EQP bietet durch die vollständige Trennung der Bassfrequenzen aber wesentlich umfangreichere Bearbeitungsmöglichkeiten.

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Zudem stehen für die Höhenanhebung statt 7 stolze 12 Frequenzen zur Auswahl.

Auf der Rückseite findet man Neutrik XLR-Anschlüsse, die mit den per Übertrager symmetrierten Ein- und Ausgängen verbunden sind. Ein Kaltgeräteanschluss speist das interne lineare Netzteil, im Lieferumfang ist ein passendes Stromkabel enthalten.

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Innenraum

Um einen Blick ins Innere des Wes Audio Timbre zu werfen, müssen zunächst sechs Torx-Schrauben gelöst werden, eine etwas unnötige Schutzmaßnahme. Wenn ein Röhrenwechsel anfällt, sollte man tunlichst das passende Bit greifbar haben.

Unter der Haube kommt das einfache, aber sorgfältig arrangierte Platinendesign zum Vorschein:

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Das auf der Hauptplatine angebrachte Netzteil wird von einem abgeschirmten Ringkerntrafo versorgt. Die Verbindung zwischen Schaltern und Potis hinter der Frontplatte einerseits und dem Rest der Schaltung auf der Platine andererseits wurde mittels Flachbandkabeln realisiert.

In der Filterstufe des Wes Audio LC-EQP kommen ausschließlich metallisierte Polypropylen-Kondensatoren des deutschen Herstellers Wima zum Einsatz, so dass klangliche Unterschiede zwischen den einzelnen Frequenzbändern ausgeschlossen werden können. Die kleinen roten Bauteile haben sich für den Einsatz in Equalizern bewährt und sind auch bei vielen anderen Herstellern beliebt.

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