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Test: WesAudio ngSumBox, Summierer

Die ultimative Lösung für hybride Tonstudios?

26. Juni 2026
wesaudio ngsumbox test

WesAudio ngSumBox, Summierer

Die ewige Frage, ob analoges oder digitales Produzieren und Musik machen besser ist, versucht der polnische Hersteller WesAudio zu lösen, indem er beide Welten vereint. Bekannt geworden ist die Firma nämlich mit hochwertigen analogen Outboard-Geräten, die sich via Plug-in digital steuern lassen. Genau diese Verbindung aus dem Besten beider Welten bietet auch unser heutiger Testkandidat, die WesAudio ngSumBox, ein analoger Summierer, der auch zusätzlich einige klangliche Gestaltungsmöglichkeiten bietet und eben auch via Plug-in ferngesteuert werden kann. Das klingt doch spannend genug für einen ausführlichen Test hier auf AMAZONA.de.

Kurz & knapp

Was ist es? WesAudio ngSumBox, ein analoger 16-Kanal-Summierer mit digitalem Recall, Plug-in-Steuerung und zusätzlichen Klangformungsoptionen für hybride Studio-Workflows.

  • Hybrid-Workflow: Vereint analoge Summierung mit vollständigem digitalem Recall und komfortabler Plug-in-Steuerung.
  • Klangformung: THD-Sättigung, Übertrager-Ausgangsstufe und Stereo-Width sorgen für zusätzliche klangliche Veredelung.
  • Flexibilität: Inserts, Direct-Outs und umfangreiche Routing-Optionen ermöglichen die Einbindung weiterer Outboard-Geräte.
  • Praxis: Hochwertige Verarbeitung, durchdachtes Bedienkonzept und nahtlose Integration in professionelle Studios.
  • Fazit: Exzellente Lösung für anspruchsvolle Hybrid-Setups, setzt jedoch ein hochwertiges Studio-Ökosystem und entsprechendes Budget voraus.
Bewertung

WesAudio ngSumBox

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors

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WesAudio ngSumBox: Übersicht

Die WesAudio ngSumBox bietet die Summierung von bis zu 18 Spuren auf eine Stereosumme. Zusätzlich bietet sie noch klangliche Gestaltungsmöglichkeiten: In der Ausgangsstufe sitzt wahlweise ein Übertrager, der den Sound ordentlich färben kann, und eine „Width“ genannte Stereo-Verbreiterung, die das Signal breiter und räumlicher machen soll. Zudem kann man für alle anliegenden Kanäle den THD-Wert, also eine weitere subtile Verzerrung, individuell einstellen. Und wie wir sehen werden, lassen sich auch noch weitere Geräte in den Workflow integrieren.

Der Clou liegt nun darin, dass all diese Parameter über ein Plug-in gesteuert und abgespeichert werden können. Einem Total Recall, also dem Wiederherstellen eines bereits abgeschlossenen Mixes, steht somit nichts im Wege.

WesAudio ng SumBox Vorne

Macht sich gut im Tonstudio: WesAudio ngSumBox

Aufbau, Verarbeitung und Anschlüsse

Die ngSumBox von WesAudio kommt in einem 1 HE hohen Rack-Gehäuse daher, das aus massivem schwarzem Metall besteht. Auf der Frontseite sehen wir für 16 Kanäle hochauflösende LED-Meter zum Ablesen des Pegels. Dazu kommen noch drei große Potis, die mit Width, Output und Iron Pad beschriftet sind. Dazu später mehr. Um den Gesamtpegel der Mischung im Blick zu behalten, schließt das Gerät auf der rechten Seite mit zwei beleuchteten VU-Metern ab.

Auf der Rückseite finden wir die Eingänge in Form von Tascam-D-Sub-Buchsen. Insgesamt zwei Kabelpeitschen mit insgesamt 16 Kanälen lassen sich hier dem Gerät zuführen.

WesAudio ngSumBox, Summierer

Rechts daneben finden sich noch zwei weitere D-Sub-Buchsen, die mit Direct Out 1 bis 16 beschriftet sind. Hier können die einzelnen Kanäle der WesAudio ngSumBox an weitere Geräte weitergeleitet werden, sei es zum Aufzeichnen von Stems oder natürlich zur Bearbeitung mit anderem Outboard-Equipment.

Weiter geht es mit einem Pärchen Klinkeneingänge, um zum Beispiel Return-Effekte in den Mix einzubinden. Insgesamt zwei Insert-Punkte stehen außerdem zur Verfügung, um beispielsweise die Mischung mit einem Equalizer und einem Summen-Kompressor noch weiter zu verfeinern. Diese können sowohl am Gerät als auch via Software in der Reihenfolge verändert sowie einzeln aktiviert und deaktiviert werden.

Außerdem bietet die WesAudio ngSumBox ein symmetrisches Klinkenpärchen auf der Rückseite, mit dem man das Gerät an das eigene Monitoring-System, zum Beispiel einen Monitorcontroller oder auch direkt an aktiv betriebene Studioboxen, anschließen kann.

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Ein Pärchen XLR-Ausgänge wiederum liefert das fertige Signal zum Aufzeichnen auf einem externen Recorder oder zum Wiederaufnehmen in der eigenen DAW. Last but not least finden wir auf der Rückseite einen USB-Anschluss und einen Ethernet-Port. Beide können genutzt werden, um das Gerät via Plug-in zu steuern. Eine Kaltgerätebuchse versorgt das Gerät mit Strom.

WesAudio ngSumBox, Summierer

Mit den Encodern und Tastern auf der Vorderseite lässt sich die ngSumBox bereits sehr detailliert bedienen. Ein leichter Druck auf den Output-Knopf schaltet etwa zwischen der cleanen und der mit Übertrager bestückten Ausgangsstufe um. Ein langer Druck (ca. zwei Sekunden) ändert die Funktion der Regler auf der Frontplatte. Nun kann man mit dem Width-Regler zwischen den einzelnen Kanälen wählen und mit dem Output-Regler deren Pegel anpassen. Dies ist eine clevere Lösung für schnelle Anpassungen direkt an der Hardware.

Wesentlich übersichtlicher und detaillierter gestaltet sich die Bedienung jedoch über das Plug-in, das wir uns als nächstes ansehen.

Plug-in-Steuerung der ngSumBox

Das von WesAudio mitgelieferte Plug-in bietet nach der Installation eine grafische Übersicht dessen, was in dem Gerät abläuft. Wie auf dem Bild zu erkennen, hat man sich dabei am Layout eines klassischen Mischpultes orientiert.

WesAudio ng SumBox Plug-in

Via Plug-in lassen sich alle Parameter der WesAudio ngSumBox komfortabel bedienen

Zunächst findet man im oberen Bereich die klassischen Menüs und Knöpfe zum Verwalten und Speichern von Presets. Darunter bietet das analog zur Bedienoberfläche der Hardware aufgebaute GUI die drei Regler für Width, Output und Iron Pad, die ich gleich näher erläutern werde. Auch die Inserts am Hardware-Gerät lassen sich hier aktivieren und in der Reihenfolge umschalten.

Für alle 16 Kanäle der ngSumBox gibt es einen eigenen Kanalzug mit den wichtigsten Eigenschaften: Natürlich einen Fader zur Einstellung des Pegels sowie einen Drehregler, um den THD-Wert, also die Verzerrung pro Kanal, zu regeln. Außerdem lassen sich Kanäle zu Stereopaaren zusammenfassen. Und natürlich gibt es Möglichkeiten, einzelne Kanäle solo zu schalten oder zu muten.

Auch komplett deaktivieren kann man einzelne Kanäle auf Wunsch, sodass sie nicht in der Summe der Mischung erscheinen. Darüber hinaus kann festgelegt werden, ob die Direct-Outs, die wir am Gerät an der Rückseite schon gesehen haben, Pre- oder Post-Fader ausgespielt werden. Auch lassen sich mehrere Kanäle zu einer Gruppe zusammenfassen, sodass man etwa die Lautstärke, den THD-Wert oder andere Parameter zentral für mehrere Kanäle gleichzeitig steuern kann.

Setup und Einbindung der ngSumBox

Um die WesAudio ngSumBox sinnvoll im eigenen Tonstudio nutzen zu können, bedarf es eines durchdachten Setups. Ich habe euch dazu einmal das Schaltbild von WesAudio aus der Anleitung hier mit eingestellt. Die einfachste Möglichkeit und sicherlich auch die häufigste ist es, vom Audiointerface aus alle Ausgänge mit den Eingängen der WesAudio ngSumBox zu verbinden. Dabei muss man sich überlegen, ob man wirklich alle Einzelkanäle rausführt oder sich auf Subgruppen wie Drums, Bass, Gitarren, Keyboards und so weiter beschränkt.

Im Plug-in kann man für jeden Kanal, den man ausspielt, definieren, ob dieser auf links, rechts oder in der Mitte ausgespielt wird – ein klassisches LCR-Panning also.

WesAudio ng SumBox Routing

Signalfluss der WesAudio ngSumBox

Die Monitorausgänge der WesAudio ngSumBox verbindet man dann mit seinem Monitorcontroller und die Main-Ausgänge wiederum mit einem externen Recorder oder mit den Eingängen des eigenen Audiointerfaces, sodass man die fertige Mischung dann wieder in der DAW aufnehmen kann.

Um die ngSumBox sinnvoll nutzen zu können, braucht man demzufolge ein hochwertiges Audiointerface mit 16 einzelnen Ausgängen und sollte im Preis auch die nicht ganz günstigen D-Sub-Peitschen von Tascam mit einplanen. Auch sollte man bei der Verkabelung sehr sorgfältig vorgehen und nur hochwertige Kabel verwenden, damit man später nicht unnötig viel Zeit für die Fehlersuche bei defekten Kabeln verschwendet.

Hier wird, zumindest für mich, auch einer der Nachteile vom „Out-of-the-box“-Mixen deutlich: Es ist einfach eine Materialschlacht an Kabeln, Patchbays und so weiter nötig, um das System zum Laufen zu bringen. Und dann muss man dieses System auch ständig pflegen und defekte Parts austauschen. Außerdem muss natürlich jede Mischung in Echtzeit ausgespielt werden, was im hektischen Studioalltag ordentlich Zeit kostet.

Einbindung von MIDI-Controllern

WesAudio hat der ngSumBox eine Controller-Einbindung spendiert. So lassen sich MIDI-Controller via HUI- oder Mackie-Control-Protokoll einbinden und alle Fader dann via MIDI-Hardware steuern.

Das alles wird mit Hilfe der G-Con-Software eingerichtet. Über diese lassen sich auch Firmware-Updates aufspielen und größere Verbände von WesAudio-Geräten organisieren.

Praxiseinsatz der WesAudio ng SumBox

Nach der Ankunft habe ich das Gerät nach dem oben beschriebenen Prozedere bei mir im Tonstudio integriert. Danach habe ich eine Session, bestehend aus einer Drum-Stereospur, Bass, Gitarre und diversen Keyboards, auf die einzelnen Kanäle der ngSumBox geroutet. Das Gerät lässt sich definitiv „out of the box“ ohne Plug-in schon gut bedienen, aber mehr Spaß macht es natürlich mit dem Plug-in.

Das Plug-in muss dazu an einer beliebigen Stelle im Projekt aufgerufen werden. Es fließt kein Audiosignal hindurch, es ist nur eine visuelle Repräsentation und eine Fernbedienung für die ngSumBox.

Dreht man einen Regler am Plug-in, so wird dieser Wert auch am Gerät verändert – und umgekehrt. Außerdem kann man im Plug-in, wie gesagt, Gruppen bilden, Kanäle benennen und die Pegel der einzelnen Signale ändern.

WesAudio ng SumBox von Hinten

Über Tascam D-Sub-Buchsen verbindet man die WesAudio ngSumBox mit dem Audiointerface

Hat man dieses Prozedere einmal verstanden und das Setup fehlerfrei aufgesetzt, macht das Arbeiten mit dem Gerät wirklich Spaß. Und damit kommen wir endlich zu den klanglichen Eigenschaften der ngSumBox von WesAudio.

Zunächst einmal ist da die THD-Schaltung, die pro Kanal einzeln regelbar ist. Sie fügt dem Signal leichte, harmonische Obertöne hinzu und frischt es auf. Clevererweise hat WesAudio das Ganze so in der Hardware implementiert, dass ein direkter Gain-Abgleich stattfindet und das Signal durch Verwendung der THD-Schaltung nicht lauter wird. So hat man immer einen sauberen Vorher-Nachher-Vergleich. Die THD-Schaltung ist dabei sehr subtil, macht sich aber dennoch bemerkbar, wenn man sie auf vielen Kanälen gezielt einsetzt. Die Signale wirken dadurch frischer und bekommen etwas mehr Tiefe.

Im Ausgang haben wir die Wahl zwischen einer elektronisch symmetrierten Stufe und einer trafosymmetrierten Stufe. Erstere ist, wie zu vermuten, sehr clean, hat viel Headroom und versucht, das Signal möglichst originalgetreu durchzureichen. Die zweite, mit „Iron“ beschriftete Stufe, fügt dem Signal einen Übertrager hinzu – und damit jede Menge Mojo. Das Signal wird dicker, runder und es kommen mehr Obertöne dazu. Um Übersteuerungen zu vermeiden, lässt sich die Übertragerschaltung auf Wunsch um bis zu 15 dB abschwächen, um eben nur die Klangfärbung mitzunehmen, nicht aber nachfolgende Geräte zu übersteuern.

WesAudio ngSumBox test

Als letztes klangliches Gestaltungsmittel bietet die WesAudio ngSumBox eine Stereoverbreiterung, die das Signal ebenfalls in die Breite zieht und mit Obertönen anreichert.

Natürlich ist so ein Gerät hauptsächlich dann sinnvoll, wenn man noch einen Mixbus-Kompressor und einen Summen-Equalizer über die Inserts einbezieht und eventuell über die Direct-Outs noch weitere Geräte wie Kompressoren oder Equalizer auf die Einzelspuren anwendet. Für diesen Test begnügen wir uns aber lediglich mit den klanglichen Gestaltungsmöglichkeiten, die das Gerät selbst innehat.

Da wäre wie erwähnt zunächst die THD-Schaltung, die eigentlich fast allen Signalen guttut und diese etwas auffrischt – sehr subtil, aber doch hörbar. Und wie gesagt: hauptsächlich dann, wenn man sie auf sehr vielen Spuren anwendet. Den Unterschied zwischen der normalen, elektronisch symmetrierten Ausgangsstufe und der trafosymmetrierten könnt ihr in den Klangbeispielen ganz gut hören.

Die mit „Iron“ bezeichneten Beispiele machen das Signal einfach fetter und voller, genauso wie man das von einer analogen Schaltung hören möchte. Die Stereoverbreiterung zu guter Letzt macht genau das. Sie macht das Klangbild breiter, ohne dass man sich Phasenprobleme einhandelt. Ein kurzer Check mit dem Mono-Button meines Monitorcontrollers zeigt, dass fast nichts von der künstlich erzeugten Breite dem Mono-Check zum Opfer fällt. Das ist sehr gut gelöst.

WesAudio ngSumBox: Klangbeispiele

Kommen wir zu den Klangbeispielen. Zuerst hört ihr ein akustisch aufgenommenes Schlagzeug in drei Varianten. Zunächst komplett unbearbeitet, dann mit voll aufgedrehtem THD, um die subtilen Verzerrungen gut hörbar zu machen. Und schlussendlich noch eine Version, in der der Ausgangsübertrager mit ins Geschehen eingreift. Man kann sehr gut hören, wie beim letzten Beispiel das Signal wesentlich fetter und runder wird und ordentlich verdichtet wird, wohingegen die zweite Variante, in der nur die THD-Schaltung dazukommt, sehr subtil daherkommt. Aber wie gesagt, wendet man das auf viele einzelne Spuren an, dann kann das durchaus einen Unterschied machen.

WesAudio ngSumBox test

Als weiteres Beispiel habe ich einen kompletten Mix mit der WesAudio ngSumBox bearbeitet. Zunächst hört ihr das kurze Stück, bestehend aus einem Drumloop, Bassgitarre, E-Gitarre und zwei Synthesizer-Pads, wie ich es in Logic gemixt habe. Danach hört ihr eine Variante, die durch die ngSumBox geht. Auf jedem Kanal wurde dabei der THD-Regler benutzt und das Ganze eben analog summiert. In der dritten Variante hört ihr das Ganze dann über den Iron-Ausgangsverstärker und zu guter Letzt noch eine Variante, in der ich zusätzlich noch die Stereoverbreiterung (Width) hinzugefügt habe.

Ob nun solch ein Gerät im heimischen Tonstudio Sinn ergibt, muss man sich ganz genau und individuell überlegen. Zum Preis von knapp 3.000,- Euro kommen, wie gesagt, noch jede Menge Kabel hinzu. Und man muss voraussetzen, bereits ein sehr hochwertiges Audiointerface sein Eigen zu nennen, sonst ergibt das Ganze eigentlich keinen Sinn.

Apropos Sinn: So richtig sinnvoll wird es erst, wenn man zumindest noch einen Mixbus-Kompressor und einen Summen-Equalizer mit in die Kette aufnimmt – und dann wird es eben richtig teuer.

Wer aber all das schon sein Eigen nennt, für den kann die WesAudio ngSumBox das fehlende Puzzleteil für einen hybriden analog-digitalen Workflow sein, der klanglich keine Wünsche offen lässt, sehr flexibel ausgestattet ist und extrem hochwertig verarbeitet wirkt.

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Klangbeispiele
Fazit

Mit der ngSumBox liefert WesAudio wieder einmal ein extrem hochwertiges Gerät fürs professionelle Arbeiten im Tonstudio. Die Verbindung aus analogem Sound und digitalem Recall meistern die Polen dabei wie kaum eine zweite Firma auf dem Markt. Wer sich einen solch hybriden Workflow leisten kann und mit den aufgeführten „Nachteilen“ leben möchte, dem sei ein Antesten dringend empfohlen.

Plus

  • Klang
  • Plug-in Integration
  • cleveres Konzept

Preis

  • 2.899,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Moritz Maier RED

Mein Name ist Moritz, ich bin Toningenieur und betreibe ein Tonstudio für Mixing und Mastering in Köln. Da ich früher viel als Gitarrist in diversen Bands gespielt habe, kam ich früh mit Mixing und Mastering in Berührung und habe diese Arbeit lieben gelernt. Über ein Studium der audiovisuellen Medien (Dipl.-Ing. FH) habe ich dann mein Hobby zum Beruf gemacht.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    ollo AHU

    Zumindest mal ein Summierer, der den Sound wirklich beeinflusst und nicht nur damit glänzt, das Signal einfach nur zu summieren, was sich bei mir bei jedem Beispiel im Netz immer als absolute Geldverschwendung herausgestellt hat, weil es klanglich einfach keinen Hörbaren Unterschied gemacht hat. Und selbst hier finde ich die Iron-Schaltung immer noch so minimal anders, dass ich dafür nie Geld ausgeben würde.

    Width für ein breiteres Stereobild macht den Mix im Beispiel wirklich breiter, das Original klingt danach im Vergleich wirklich beengt. Allerdings gefällt mir das Stereobild irgendwie nicht.

    Aber vorallem scheinen Width und Iron ja nur auf die Stereosumme zu wirken, wenn, dann will ich das doch auf einzelnen Kanälen haben. Was bringt mir Iron auf dem E-Bass, wenn es mir gleichzeitig die Drums zerschießt. Oder nur die Gitarre breiter werden soll und nicht die Bassdrum. Dann muss ich das Teil ja doch wiederum als einzelnen Effekt nutzen und der Sinn einer Summierungsbox entfällt. Natürlich würden Übertrager für jeden einzelnen Kanal wohl zu teuer werden, aber dann wäre das zumindest sinnvoll einsetzbar.

    Wenn ich das Geld und den Platz hätte, dann lieber andere Geräte von WesAudio.

    • Profilbild
      heavy

      @ollo Die Eingänge müssten separate Transformer haben und nicht in der Summe.
      Dann macht so eine Summingbox wahrscheinlich mehr Sinn.

  2. Profilbild
    Linus AHU

    Genau solche hybriden Konzepte faszinieren mich. Ich arbeite zwar im Homestudio, aber die Verbindung aus analogem Charakter und digitalem Workflow finde ich unglaublich spannend. Für viele vermutlich Luxus, für alle, die gerne an Sounds feilen und das Beste aus beiden Welten kombinieren möchten, aber definitiv ein interessantes Konzept.

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