So einfach steuert der Wolfmix W1 Mk2 dein Licht
Der Wolfmix W1 Mk2 DMX-Controller bietet alles, was für eine ausdrucksstarke Lightshow benötigt wird. Die Nicolaudie Group ist bereits für etablierte Produkte wie Daslight oder Sunlite bekannt. Als Standalone-DMX-Controller mit bis zu 4 DMX-Universen und einem leistungsstarken Prozessor lassen sich Lichtshows ganz einfach auf hohem Niveau erstellen. Dabei überrascht der Wolfmix W1 Mk2 DMX-Controller durch starke Effektmodule, viele Erweiterungsmöglichkeiten und praktische Software-Angebote. In diesem Test stellen wir außerdem die neuen Funktionen der aktuellen Software vor.
- Was ist es? Wolfmix W1 Mk2, Standalone-DMX-Controller, leistungsstarkes Lichtsteuergerät mit V2-Software und 3D-Visualisierung
- Intelligent Presets: Automatische Presets für alle Fixtures erleichtern Setup und Einstieg deutlich
- Live-Betrieb: Farbige Pads, schnelle Bedienung und direkte Effekte ideal für DJs, Clubs und kleinere Bands
- V2-Update: Neue FX-Module, verdoppelte Speicherplätze und der vielseitige Wolf-Rider-Effekt inklusive
- Best Buy: Hohe Funktionalität, intuitive Software und günstiger Preis machen den Wolfmix W1 Mk2 besonders empfehlenswert
Inhaltsverzeichnis
Wolfmix W1 MK2 DMX-Controller
Ein kurzer Überblick
Mit dem Wolfmix W1 Mk2 hat die Nicolaudie Group eine echte Innovation auf den Markt gebracht: ein leistungsstarker Standalone-DMX-Controller mit bis zu 4 DMX-Universen und einem benutzerfreundlichen Design. Dabei stehen ein schneller und intuitiver Workflow im Mittelpunkt. Besonders für DJs, Clubs und kleinere Bands bietet der DMX-Controller vielfältige Möglichkeiten für einen schnellen und effizienten Live-Betrieb. Aber auch bei mittelgroßen Veranstaltungen hält der DMX-Controller durch eine gute Software und leistungsstarke Prozessoren mit.
Hardware
Der Wolfmix W1 Mk2 DMX-Controller ist äußerlich ein echter Hingucker. Mit 195 × 220 × 62 mm (B × T × H) nimmt der DMX-Controller nicht viel Platz ein. Durch eine übersichtliche und klar strukturierte Oberfläche bietet der DMX-Controller eine schnelle und intuitive Bedienung. Die Hauptarbeitsfläche stellen die insgesamt 20 Multicolor-Pad-Buttons in der Mitte, direkt unter dem 4,3-Zoll-Touchdisplay, dar. Diese werden im Betrieb je nach Funktion und Zuordnung farblich markiert. Darüber liegen vier weitere Knöpfe zur Bedienung.
Auf der rechten Seite befinden sich Buttons mit Einstellungsmöglichkeiten und Effekten (z. B. Speed, Blinder, Strobe, Blackout, Smoke, Effekte). Eine Besonderheit auf der rechten Seite des Geräts ist der Button mit dem Wolfmix-Logo. Der Wolfmix-Button ist ein vorgefertigter Effekt und lässt alle vorhandenen Fixtures in bunten Strobes erstrahlen. Das ist besonders im Live-Betrieb ein praktischer Effekt, den das Gerät von sich aus in jedem Fall liefert.
Auf der linken Seite befinden sich die Effektmodule Color FX, Move FX und Beam FX. Dort können die Effekte bearbeitet und auch im Live-Betrieb angepasst werden.
Grundsätzlich ist die mittlere Oberfläche in vier Spalten unterteilt. Im Live-Betrieb können auf diese vier Spalten unter anderem Gruppen gelegt werden. Die darunterliegenden Knöpfe und Buttons sind dann der jeweiligen Gruppe der Spalte zugeordnet. Dies ermöglicht eine sehr schnelle Bedienung einer großen Anzahl an Geräten.
Auf der Rückseite des DMX-Controllers gibt es neben einem Line-In und zwei USB-Anschlüssen die Möglichkeit, bis zu vier DMX-Universen (DMX 3- oder 5-polig) auszugeben. Die DMX-Universen 3 und 4 können nach dem Kauf des DMX-Controllers optional kostenpflichtig freigeschaltet werden. Durch die WLINK-Funktion lassen sich mehrere Wolfmix-Geräte miteinander verbinden und entsprechend erweitern. Die DMX-Ausgänge lassen sich individuell belegen und können somit auch als DMX-Splitter verwendet werden. Über den 3,5 mm-Klinken-Line-Eingang können Trigger-Signale eingebunden werden. Zusätzlich gibt es ein internes Elektretmikrofon mit Kugelcharakteristik, um Tempoinformationen aufzunehmen.
Software und Programmierung
Die Software des Wolfmix W1 Mk2 DMX-Controllers ist sehr übersichtlich gestaltet. Es lassen sich einfach verschiedene Fixtures aus der Bibliothek hinzufügen. Das Hinzufügen der Fixtures geht schnell und der Wolfmix DMX-Controller bietet auch die Möglichkeit, eigene Fixtures zu erstellen. Diese können direkt verschiedenen Gruppen zugeordnet werden. Vier Gruppen können vertikal auf dem Display mit den darunterliegenden Knöpfen und Buttons dargestellt werden. Anschließend lassen sich die Fixtures in den Effektmodulen Color FX, Move FX und Beam FX bearbeiten und Einstellungen auf den Buttons speichern.
Besonders praktisch erweisen sich auf der rechten Seite des Geräts die vorgefertigten Effekt-Buttons Strobe, Wolfmix-Button, Blinder, Speed und Blackout. Auch ein Hazer kann über den Smoke-Button direkt angesteuert werden. Das Tempo lässt sich ebenfalls individuell über BPM-Tap einstellen – sofern nicht ohnehin das eingebaute Mikrofon oder der Line-In verwendet wird. Eine weitere Besonderheit ist die Weitergabe von Tempoinformationen über Ableton Link. Dies ist sicherlich auch für viele Bands interessant, die ihr Licht selbst ansteuern oder programmieren und mit Ableton arbeiten.
Software-Update ermöglicht neue Funktionen
Mit dem neuen Software-Update V2 wurde die Anzahl der meisten Funktionen und Effekte verdoppelt. Hier ist eine Übersicht der neuen und erweiterten Funktionen:
- jeweils 2 Color-, Move- und Beam-FX (vorher 1)
- 200 Presets (vorher 100)
- 20 Static Positions und Colors (vorher 10)
- 20 Gobos (vorher 10)
- 100 Projects (vorher 6)
- 80 Live Edits (vorher 40)
- neuer Beam- und Move-Sequencer
Zu den vielen erweiterten Funktionen kommt mit dem Software-Update des Wolfmix ein neuer Effekt hinzu: Der Wolf Rider-Effekt bietet einen anpassbaren Effekt, der sich direkt auf die Gerätegruppen überträgt. In diesem Video bekommt ihr einen Einblick in den neuen Effekt:
Mit den Intelligent Presets wird der Wolfmix noch anwenderfreundlicher und einfacher zu bedienen. Innerhalb von wenigen Sekunden erstellt der Controller 80 voll funktionsfähige Presets, die direkt verwendet werden können.
Erweiterung durch WTOOLS und Easy View Connect
Eine wichtige Erweiterung zum Wolfmix selbst ist die Software WTOOLS. Mit dieser lässt sich das Gerät nach dem Kauf einrichten. Dort können weitere Szenen und Projekte gespeichert werden. Außerdem können dort Add-ons verwaltet und gekauft werden.
Eine sehr praktische, jedoch kostenpflichtige Funktion ist die Echtzeit-Visualisierungs-Software Easy View Connect. Durch eine 3D-Visualisierung kann mit dem Wolfmix W1 Mk2 auch sehr leicht „offline“, also ohne angeschlossene Lampen, programmiert werden. Das Ergebnis lässt sich direkt auf dem Bildschirm beobachten.
Praxis: Wolfmix W1 Mk2 V2 im Test
Den Wolfmix mit dem neuen Software-Update habe ich direkt bei Thomann selbst testen dürfen. Dort ist das Gerät an eine virtuelle Software angeschlossen, mit der ich diverse Fixtures an einer visuellen Bühne direkt mit dem Wolfmix ansteuern konnte – perfekt, um die neuen Funktionen zu testen! Um mir zusätzlich einen separaten Eindruck zu verschaffen, wurde mir ein Wolfmix nochmals zugeschickt.
Tipp: Um sich einen ersten Überblick über die Struktur und die Funktionen zu verschaffen, empfiehlt es sich, das bereits vorhandene Demoprojekt zu laden. Dort sind eine Vielzahl an verschiedenen Lampentypen angelegt und diverse Effekte bereits programmiert.
Zusammenspiel Wolfmix W1 Mk2 und Easy View Connect
Um einen ersten Überblick zu bekommen, habe ich den Wolfmix W1 Mk2 per USB-Kabel an den Computer angeschlossen und im Gerät das Demoprojekt geladen. Um die Software Easy View Connect verwenden zu können, muss sie in WTOOLS kostenpflichtig freigeschaltet werden. Nachdem ich dies getan hatte, konnte ich Easy View Connect direkt öffnen – die Software hat den Wolfmix W1 Mk2 DMX-Controller sofort erkannt. Auch in der Software habe ich das Demoprojekt geladen und konnte direkt starten.
Besonders positiv ist mir dabei aufgefallen, wie schnell man dadurch die Struktur und die Einstellungen des Geräts kennenlernt. Dabei ist es sehr praktisch, auf dem Computerbildschirm sehen zu können, welche Aktionen die einzelnen Buttons und Effekte auf dem Gerät ausführen. Schon nach kurzer Zeit konnte ich mich gut in dem DMX-Controller zurechtfinden und eigene Effekte und Presets erstellen.
Einrichten eigener Geräte am Wolfmix W1 Mk2
Nachdem ich nun die Struktur des DMX-Controllers kennenlernen durfte, habe ich ein neues Projekt geladen. Im Fixtures-Menü ließ sich aus einer großen Bibliothek das passende Fixture für mein Gerät auswählen. In meinem Test habe ich eine einfache handelsübliche LED-Lampe angeschlossen und nach wenigen Minuten konfiguriert. Anschließend habe ich mit der Lampe einige Effekte ausprobiert – was sehr leicht fiel, da ich die Effektmodule durch das Demoprojekt bereits kannte.
Besonders praktisch und positiv ist, dass alle Geräte automatisch in die Effekte Strobe, Blinder, Blackout und Wolfmix eingebunden werden. Auch sehr hilfreich ist die Möglichkeit, die Ausgänge am Wolfmix W1 Mk2 DMX-Controller individuell zu belegen. In meinem Test habe ich auf alle Ausgänge das Universum 1 gelegt. Somit kann das Gerät bereits als DMX-Splitter dienen.
Die neuen Funktionen im Test
Die neuen Funktionen habe ich bei Thomann direkt mit Hilfe der Visualisierungs-Software vor Ort getestet. Zuerst habe ich den Wolf-Rider-Effekt ausprobiert – eine praktische Erweiterung, die ohne Aufwand einen direkt anwendbaren Effekt liefert.
Eine weitere neue Funktion, die ich testen wollte, ist das Erstellen von Intelligent Presets auf dem Wolfmix. Mit wenigen Klicks erstellt der Wolfmix automatisch vorgefertigte Presets, die auf alle Fixtures angewendet werden können, die zuvor im Gerät zu den Gruppen hinzugefügt wurden. Diese Funktion macht den Wolfmix noch anwenderfreundlicher und ist gerade für Laien besonders interessant. Dabei sehen die automatisch erstellten Presets nicht nur gut aus – sie steuern die Lampen auch sinnvoll an. Hier ist ein kleines Beispiel aus einem automatisch erstellten Intelligent Preset des Wolfmix:
Ich sehe den Wolfmix mittlerweile regelmäßig auf Tour in vielen Clubs. Aus eigener Erfahrung kenne ich es von kleineren Veranstaltungen oder aus dem Clubbetrieb, dass Tontechniker nebenbei „ein bisschen Licht drücken“ sollen. Der Wolfmix bietet dafür eine sehr gute Lösung, da er einfach zu bedienen ist und direkt Lichteffekte abgefeuert werden können – ganz ohne aufwendige Vorprogrammierung.
Hinweis: Alte Projekte, die mit der vorherigen Software erstellt wurden, können in der neuen Software-Version verwendet werden. Neue Projekte sind jedoch nicht mit der alten Software kompatibel.





































