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Test: XVive AT-2, Audio-Tester

Kleines Werkzeug, große Wirkung

12. Februar 2026
XVive AT-2 Audio-Tester (Quelle: XVive)

Test: XVive AT-2, vielseitiger Audio-Tester (Quelle: XVive)

Jeder Techniker oder Musiker kommt einmal in die Situation, seine Kabel oder Geräte überprüfen zu müssen, sei es wegen einer unbekannten Belegung, eines Schadens oder einfach nur, um zu klären: Kommt ein Signal rein oder geht ein Signal raus? Besonders in hektischen Terminsituationen, etwa bei Veranstaltungen, muss das schnell gehen. Was liegt da näher, als ein ultrakompaktes Testgerät dabeizuhaben, das innerhalb von Sekunden die wichtigsten Fakten prüft und diese optisch sowie akustisch darstellt?

Kurz & knapp
Worum geht es? Der XVive AT-2 ist ein kompakter Audiotester für den schnellen Praxiseinsatz bei Live-Events, Bühnen- und Studioarbeiten.
  • Kernfunktionen: Signal­generator, XLR-Kabeltester, Metering, Phantom­prüfung und Monitoring – alles in einem Gerät.
  • Schnelle Fehlersuche: Spart in hektischen Situationen wertvolle Zeit und hilft, Signalprobleme gezielt einzugrenzen.
  • Robust & mobil: Ganzmetallgehäuse, geringe Größe, integrierter Lautsprecher – ideal für unterwegs.
  • Guter Preis: Für aktuell 159,- Euro bietet der XVive AT-2 viel Funktionalität und ist damit günstiger als vergleichbare Alternativen.
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XVive AT-2 Portable Audio Tester
XVive AT-2 Portable Audio Tester
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XVive AT-2

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Genau dafür ist der XVive AT-2 Audio Tester Pro gemacht: Kein Labor-Messgerät, kein Analyzer-Ersatz, sondern ein Werkzeug für den schnellen Situationscheck, also das, was man verwendet, bevor man Laptop, Messmikrofon und Plug-ins auspackt. XVive beschreibt ihn als kompakten Problemlöser mit fünf Kernfunktionen: Signalgenerator, XLR-Kabeltest, XLR-Eingangs-Metering, Phantom-Check sowie Monitoring über Kopfhörer oder Lautsprecher.

Lieferumfang des XVive AT-2

Der XVive AT-2 wird zusammen mit einem Klinkenadapter, einem USB-C-Ladekabel und einer robusten Tasche mit Gürtelschlaufe und Karabiner geliefert. Außerdem liegt ein gut verständliches Handbuch bei.

XVive AT-2 Audiotester mit Zubehör

XVive AT-2: Erster Eindruck und optische Beschreibung

Der XVive AT-2 ist ein kleines, robust wirkendes Kompaktgerät aus Ganzmetall, das man auf Anhieb versteht:
Die Stecker, Schalter und LEDs sind logisch angeordnet. Er ist leicht genug, um dauerhaft im Adapterkoffer oder am Gürtel mitgeführt zu werden (188 g), und groß genug, um im Stress nicht zwischen Adaptern und Tape unterzugehen.

Spannend ist die Anschlusslogik: XLR-Ein- und -Ausgänge befinden sich direkt am Gerät, zusätzlich gibt es 6,35-mm- und 3,5-mm-Ausgänge für alles, was auf der Bühne gern mal ohne XLR daherkommt (Pedalboard, DI, Amp, Keyboards). Fürs schnelle Abhören ist ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss vorgesehen – und wenn gerade keiner zur Hand ist, hilft der integrierte Lautsprecher als schnelle „Lebenszeichen“-Kontrolle. Dieser lässt sich zusammen mit dem Headset über ein seitlich angebrachtes Poti im Pegel regeln.

XVive AT-2: Lautsprecher und Lautstärkeregler, der auch die 3,5-mm-Kopfhörer-Buchse versorgt und der Ein/Aus-Schiebeschalter neben einer USB-C-Ladebuchse.

Geladen wird das Gerät über USB-C. XVive nennt rund 1,5 Stunden Ladezeit und bis zu 4 Stunden Laufzeit. Das ist praxisnah: Der XVive AT-2 ist für Soundcheck und Show gemacht und wird nur eingeschaltet, wenn er gebraucht wird und danach wieder an den Strom gehängt. Das Gerät verfügt über einen Schiebeschalter für On/Off. Sämtliche relevanten Funktionen sind hinterleuchtet. Die Bedienelemente stehen nicht so weit hervor, dass sie stören.

Anschlüsse und technische Eckdaten des XVive AT-2

Beim XVive AT-2 geht es weniger um „audiophile Specs“, sondern um Praxistauglichkeit. Trotzdem sind ein paar Werte wichtig:

  • XLR (symmetrisch): Ausgangsimpedanz 350 Ω, Eingangsimpedanz 3 kΩ.
  • 6,35 mm (unsymmetrisch): Ausgangsimpedanz 600 Ω; die Eingangsimpedanz wird je nach Quelle/Modus angegeben, XVive listet dazu Werte im Spec-Block.
  • Eingangs-Metering über zwei LEDs: Signal-Präsenz-Schwelle -20 dBu, Peak-Schwelle +10 dBu.

Das sind praxisgerechte Werte, die man braucht, um im Signalweg zügig zu entscheiden: „Da ist was“ oder „da ist nichts“.

Ansicht des XVive AT-2 von links nach rechts: Klinkenausgänge, Phantomstrom-Anzeige, Ausgangspegelsteller, Signalform und Routing, Eingangs-Signal-LEDs

Funktionsumfang: Die 5 Kernfunktionen des XVive AT-2

1) Signalgenerator: 1 kHz und Pink Noise, drei Pegelstufen

Der Generator liefert 1 kHz Sinus oder Pink Noise, jeweils in -40 / -20 / -10 dBu. Das ist in der Praxis perfekt abgestuft:

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  • -40 dBu: mikroähnlich/low, gut für Inputs mit Mikroempfindlichkeit
  • -20 dBu: ideal für DI, Pedale, Instrumentenwege
  • -10 dBu: Line-Check, Aktivbox, Controller, Endstufen

Man ersetzt damit schnell eine Signalquelle („Ich brauche jetzt nur irgendwas, das stabil rausgeht“) und kann Kabel- und Signalwege von A nach B durchtesten.

2) XLR-Kabeltester

Einfach das Kabel beidseitig einstecken, den Test starten und man sieht, ob alle drei Pins sauber durchgehen oder ob eine alternative Belegung oder ein Schaden (Kurzschluss/Unterbrechung) vorliegt. In zehn Sekunden weiß man, ob man weiter im Rack sucht oder einfach ein Kabel entsorgt. Um die Kabeltest-Funktion zu aktivieren, muss man den Signaltyp-Umschalter (1 kHz / Pink Noise) für zwei Sekunden drücken. Das wird durch eine rot blinkende LED quittiert. Die Ergebnisse des Tests werden über die seitlichen LEDs visualisiert. Sollen Kabel mit anderen Steckernormen getestet werden, braucht man Adapter.

3) XLR-Eingangsmessung (SG/PK)

Das Metering ist bewusst simpel gehalten: Eine Anzeige für „Signal vorhanden“ und eine für „Peak“, also Übersteuerung des Signals. Die Schwellen sind mit -20 dBu (SG) und +10 dBu (PK) angegeben. Damit bekommt man in Sekunden die Antwort auf die wichtigste Frage: „Kommt da überhaupt etwas?“

4) Phantomspeisungsprüfung

Nicht vorhandene oder „einbeinige“ Phantomspeisung ist ein häufiger, zeitfressender Fehler: „Mikrofon tot“, „DI tot“, am Ende war es der Phantomstrom, der nicht ankommt. Der XVive AT-2 zeigt Phantomstrom über zwei LEDs in zwei Bereichen an: 44–52 V (LEDs konstant an) oder 24–44 V (blinkende LEDs). Dabei zeigen die beiden LEDs an, ob (normgerecht) XLR-Pin 2 und Pin 3 versorgt werden. Das hilft, Phantomstrom-Probleme schnell von echten Gerätefehlern zu unterscheiden.

5) Monitoring über Kopfhörer und integriertem Lautsprecher

Man kann Signale entweder über Kopfhörer oder über den eingebauten Lautsprecher abhören. Für mich ist das eine der stärksten Funktionen: LEDs sind gut, aber Hören ist besser. Brummen? Kratzen? Falsches Signal? Das klärt sich sofort. Wobei der kleine Lautsprecher mehr der groben Kontrolle dient.

Praxistests des XVive AT-2: Typische Szenarien, wie sie wirklich passieren

Szenario 1: „Kein Signal auf Kanal 12“

  1. XVive AT-2 als Kabeltester: XLR-Kabel prüfen.
  2. Kabel okay? Wenn ja, Generator auf -40 oder -20 dBu, als Signal 1 kHz oder Pink-Noise einstellen, das Signal per Kabel in die Stagebox/den Input geben, in diesem Fall auf Kanal 12.

Am Mischpult sieht man sofort, ob ein Signal ankommt oder nicht.
Das Ergebnis: Man weiß schnell, ob das Problem im Bereich „Leitung/Stagebox“ oder „Pult/Routing“ zu suchen ist.

XVive AT-2: Die 6 LEDs zur Kabelprüfung

Szenario 2: Aktivbox spielt nicht

Generator auf Pink Noise stellen, Pegel je nach Eingang auf -20 oder -10 dBu einstellen, XVive AT-2 in den Lautsprechereingang stecken. Wenn die Box damit läuft und Pink Noise aus dem Lautsprecher zu hören ist, liegt der Fehler im vorgelagerten Signalweg (Mute, falscher Bus, falscher Ausgang, falsches Kabel). Falls kein Pink Noise zu hören ist: Lautsprecher, Eingangsbuchse und Stromversorgung überprüfen.

Szenario 3: DI-Box oder Pedalboard „tot“

Mit dem 6,35-mm-Klinkenanschluss (Adapter einstecken) kann man das XVive AT-2 in den Instrumentenweg einstecken, den Ausgang steckt man in den Eingang des AT-2 (ggf. mit Adapterkabel 6,35-mm-Klinke auf XLR, männlich). Mit dem Kopfhörer oder dem internem Lautsprecher hört man ab, ob ein Signal präsent ist. XVive nennt explizit DI-Boxen, Pedale, Wireless-Systeme, aktive Speaker und Mixer als typische Testkandidaten. So findet man den problematischen Knotenpunkt, ohne sich durch 20 Patch-Kabel zu raten.

Szenario 4: Kondensatormikrofon läuft nicht – Phantomstrom vorhanden?

Phantom-Check ans Mikrofonkabel anschließen und testen: Leuchten oder blinken die LEDs wie erwartet? Wenn hier nichts ankommt, spart man sich den kompletten Mikro-Tausch-Marathon und sucht direkt da, wo es sinnvoll ist: Patch, Split, Stagebox oder man hat einfach vergessen, am Pult die 48 V Speisespannung einzuschalten.

Szenario 5: „Welche Leitung ist das?“ bei Multicore/Stagebox

Die Einspeisung erfolgt per XLR-Kabel mit eingeschaltetem Generator, am anderen Ende der Leitung nutzt man die Metering- oder Abhörfunktion des XVive AT-2. So kann man Leitungen zügig zuordnen, ohne dass zwei Leute permanent „Line 7! Hörst du etwas?!“ brüllen müssen. Das ist schnell und übersichtlich.

Auf jeden Fall lassen sich so schnell und sicher annähernd 100 % der Fehler in analogen Audiopfaden eingrenzen. Gerade in hektischen Situationen spielt der XVive AT-2 sein volles Potenzial aus. Derzeit gibt es nur wenige Audiotester, die so flexibel sind wie der AT-2. Von XVive gibt es außerdem den AT-3, der im Prinzip das Gleiche misst, aber aus zwei Teilen besteht. Damit lassen sich auch weit auseinanderliegende Messpunkte erfassen.

Alternativen zum XVive AT-2

Einige Alternativen für den mobilen Einsatz sollen hier noch kurz vorgestellt werden:

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Fazit

Der XVive AT-2 ist ein Kompaktgerät für Menschen, die unter Druck sauber arbeiten müssen. Er macht genau das, was im Job zählt: schnell prüfen, schnell eingrenzen, schnell lösen – mit Generator, Kabeltest, Phantom-Check, Metering und echtem Abhören.
Er ersetzt keine Mess-Software und kein großes Diagnose-Setup, aber er verhindert, dass man für Kleinkram komplizierte Setups einrichten muss. Und wenn man regelmäßig Veranstaltungen macht, ist das am Ende der größte Luxus: weniger Stress, weniger Ratespiel, mehr Kontrolle.
Genau solche kleinen Werkzeuge halten die Show am Laufen und das fühlt sich gut an. Im Vergleich mit einem sehr ähnlichen italienischen Gerät sind die derzeit aufzuwendenden 159,- Euro als sehr günstig einzustufen.

 

Plus

  • fünf Kernfunktionen in einem Gerät: Generator, Kabeltester, Metering, Phantomstrom-Tester, Monitoring.
  • sinnvolle Generatorpegel (-40/-20/-10 dBu) mit 1 kHz und Pink Noise.
  • Phantomstrom-Check mit zwei Bereichen
  • Kabeltest funktioniert schnell und eindeutig
  • Kabeltest für andere Kabel-Normen über Adapter möglich
  • praxisgerechter Lieferumfang
  • sehr robuste, haptisch angenehme Ausführung
  • überraschend günstiger Preis

Preis

  • 159,- Euro
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Über den Autor
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Jörg Kirsch StageAID RED

CEO bei StageAID.de--
Jörg Kirsch studierte ab 1981 Elektrotechnik in Kaiserslautern. An der Universität leitete er zwei Jahre lang das Kulturreferat und startete parallel dazu seine Firma für Veranstaltungstechnik mit eigener Ingenieur- und Entwicklungsabteilung. Auf sein Konto gehen weit mehr als 10.000 persönlich betreute Veranstaltungen, unter anderem die Realisation eines Bon-Jovi Konzertes zusammen mit Jet-West. Als gefragter Partner für Eventberatung ist er für mehrere Firmen ...

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