Durchdachtes Interface- und Monitoring-System
Bisher hatte sich der chinesische Produzent Xvive (der ja eigentlich Shenzhen Fzone Technology Co. heißt) mit Wireless-Systemen für Mikrofone und Instrumente einen Namen gemacht. Nun betritt er mit dem Xvive More You Neuland und bringt sein erstes Audiointerface heraus.
Inhaltsverzeichnis
- Xvive More You
- Xvive More You Hub und Xvive More You 2X
- Was gehört zum Lieferumfang?
- Technischen Daten und Verbindung
- Design und Verarbeitung der Xvive Interfaces
- Die Bedienoberfläche des Xvive More You Hub / 2X
- Die Anschlüsse des Xvive More You Hub / 2X
- Einsatzbereiche des Xvive More You-Systems
- Xvive More You in der DAW
- Das Xvive More You Hub in der Praxis
Xvive More You Hub und Xvive More You 2X
Aber gibt es nicht schon genug davon? Schon, aber Xvive kommt hier mit einer neuen Idee: ein Audiointerface, das sich im Baukastensystem erweitern lässt. Das Xvive More You Hub ist die Basis bzw. die „Master-Steuerung“ des Systems, das bei Bedarf um bis zu sieben Xvive More You 2x erweitert werden kann. Ein System also, das mit den Ansprüchen wächst.
Ob und wie das funktioniert, ob das sinnvoll und was die Idee dahinter ist und natürlich auch, wie das Xvive More You Hub klingt, das soll dieser Testbericht klären.
Was gehört zum Lieferumfang?
Die beiden Xvive More You Geräte stecken in zwei gleich großen, recht ähnlich aussehenden schwarzen Pappkartons, die auf der Vorderseite jeweils mit der Abbildung des enthaltenen Gerätes versehen sind.
Die beiden Interfaces selbst sind jeweils in einer schwarzen Plastikschale mit durchsichtigem Deckel untergebracht. Genau die Dinger, in denen sonst Sushi oder Salat vom Lieferservice verpackt sind. Im Deckel sind mehrere QR-Codes für Quickstart, User Guide, Product Page und Warranty Registration angebracht, was Xvive aber nicht davon abgehalten hat, seinen More You Geräten noch einige Zettelchen mit auf die Reise zu geben. Darunter ein kleines Reklameheftchen für andere Xvive-Produkte, Entsorgungs- und Säuberungshinweise, einen Xvive-Aufkleber und eine flammend rote Visitenkarte mit der Aufforderung „YOU MUST REGISTER!!!“ und der – rechtlich auf wackligen Füßen stehenden – Drohung „You have 30 days from the date of purchase to register your product or your warranty will be void.” Was mich an einen Mix aus Phishing-Mail und diesen „Wir kaufen ihr Auto“-Zetteln erinnert, die ungefragt unter dem Scheibenwischer stecken. Ansonsten gibt es beim Xvive More You Hub noch ein USB-C-Kabel (USB-C auf USB-C, ca. 1 m lang). Andere Kabel, Adapter oder ein Netzteil sind nicht mit dabei.
Technischen Daten und Verbindung
Das Xvive More You Hub ist ein USB-Audiointerface, das sich über bis zu sieben Xvive More You 2X erweitern lässt. Die Audioqualität liegt bei maximal 24 Bit / 96 kHz. Der Hub verfügt über zwei analoge Eingänge (XLR/Klinke Kombibuchsen) plus 8 ADAT-Eingänge, die 2X-Erweiterung „lediglich“ über die zwei analogen Eingänge. Ein Maximalsystem von Xvive Hub und sieben Xvive 2X käme damit auf 24 Eingänge (16x analog und 8x ADAT).
Verbunden werden Hub und 2X über ein Standard-XLR-Kabel, das nicht nur die Ein- und Ausgangssignale überträgt, sondern auch Talkback-Audio und Strom. Die maximale Kabellänge zwischen zwei Units darf 100 Fuß (ca. 30,5 m) nicht überschreiten, wobei der Hersteller zwischen Hub und erstem bis drittem 2X maximal 50 Fuß empfiehlt, danach nicht mehr als 25 Fuß. Insgesamt dürfen die Kabel im gesamten System nicht länger als 275 Fuß sein (rund 84 m). Wer damit nur sein Homestudio ausrüsten möchte, dürfte damit locker hinkommen. Wer dagegen vielleicht aber mehrere Studioräume bestückt, sollte vorher rechnen.
Für die Stromversorgung reicht beim Einsatz von Hub und einem 2X laut Hersteller der USB-Anschluss des Laptops, bei mehr Units ist der Einsatz eines externen 65 W USB-Netzteils von Nöten. (Kostet etwa 25-30 Euro).
Design und Verarbeitung der Xvive Interfaces
Das leicht pultförmige Xvive More You Hub ist bei einer Größe von 160 x 127 x 81 mm recht kompakt, kommt aber trotzdem auf ein Gewicht von 740 g. Dadurch fühlt sich das Interface ausreichend stabil an, obwohl es Metall da lediglich bei der Verriegelung der XLR-Buchsen gibt, der Rest ist aus Kunststoff. Den daraus resultierenden möglichen Vorwurf, dass das Gehäuse daher nicht sonderlich widerstandsfähig sein könnte, hat Xvive geschickt entkräften können, indem es den oberen und unteren Rand komplett mit einer recht dicken Gummi-Umrandung versehen hat, die auch den Boden teilweise bedeckt.
Dadurch hat der Hub nicht nur einen äußerst rutschfesten Stand, sondern ist auch gegen Stöße gut gesichert. Die Umrandung fügt sich auch gut in das übrige, recht gefällige Design mit seinen mattschwarzen Seitenteilen und der glänzenden Oberseite ein, auf der die einzelnen Bedien-Segmente durch unterschiedlich Schwarz/Grau-Töne schön voneinander abgesetzt sind. Allerdings ist gerade die Oberseite auch ein heftiger Fettfinger- und Staubmagnet. So schnell kann man da gar nicht putzen, wie die wieder verschmutzen (wie man auf den Screenshots sieht).
Die verschieden großen Drehregler in Hellgrau und Schwarz sind gut geriffelt und mit einer deutlich ablesbaren Kennlinie versehen. Auch die passen gut ins stimmige Gesamtbild. Die Verarbeitung ist insgesamt gut. Die Drehregler sitzen bombenfest, es gibt keine sichtbaren größeren Spaltmaße an den Rändern. Das Xvive More You 2X ist designtechnisch passend gestaltet, wobei die Oberfläche sich nur aufgrund der etwas anderen Bestückung mit Bedienelementen ein klein wenig vom Hub unterscheidet.
Ein sehr durchdachtes Detail ist der integrierte Stativclip, der sich hinter der linken Gehäuseabdeckung versteckt. Aufschrauben, umdrehen, wieder festschrauben, fertig. Benötigt man den nicht, bleibt er verborgen und stört nicht weiter. Ein kleines, aber feines Feature, das ich so auch noch nicht gesehen habe.
Die Bedienoberfläche des Xvive More You Hub / 2X
Ein gewaltiger Pluspunkt ist, dass der Hub einen kleinen (ca. 5 cm Diagonale) LCD-Bildschirm besitzt, auf dem ich das komplette Spielgeschehen verfolgen und steuern kann. Dazu gehören, je nach Zahl der Expander, nicht nur eine Pegelanzeige für bis zu 16 Kanäle (inklusive der acht ADAT-Kanäle dann sogar 24), sondern auch das Setzen des Preamp-Gains (Gain Mode) und die Einstellungen des Kopfhörer-Mixes für jeden einzelnen 2X-Expander.
Gesteuert wird das über zwei große Push-Encoder neben dem Display. Mit dem oberen wähle ich den Channel aus, mit dem unteren nehme ich die Einstellungen vor. In der oberen Hälfte des Displays werden die Pegel angezeigt, in der unteren, wiederum zweigeteilten Hälfte links (im Gain Mode) der Gain des gewählten Kanals, rechts (im Mix Mode) Level und Panning für jeden Eingang. Das ist super einfach zu bedienen und tatsächlich auch sehr übersichtlich, trotz des relativ kleinen Displays. Aber das ist noch nicht alles: Ein Klick auf den unteren Encoder aktiviert die Auto-Gain-Funktion, entweder für einen Kanal oder gleich für alle, die im System vorhanden sind.
Über fünf Buttons rechts neben dem Display (die „Preamp-Section“) können weitere Einstellungen vorgenommen werden, die sich für jeden Kanal einzeln schalten lassen. Dazu gehören +48 V, Phasenumkehr eines Kanals (etwa bei der Aufnahme von Drums mit mehreren Mikrofonen), ein Hi-Pass-Filter, ein INST-Schalter, falls an der Kombi-Buchse ein Instrument eingestöpselt ist und ein DIRECT zum Ein- und Ausschalten des DIRECT-Monitorings pro Kanal. Das ist schon ein umfassendes Angebot.
Im unteren Teil der Bedienoberfläche des Xvive More You Hub befinden sich zwei Drehregler für die Eingänge am Hub. Das sind aber keine Gain-Regler (der wird ja oben am Display eingestellt), sondern Level-Regler für den Kopfhörer-Mix, mit denen ich festlege, wie laut ich meinen Anteil im Mix höre – daher der Name „More You“. Wie auch die Reverb-Regler darüber nicht etwa Hall in den Gesamtmix schicken, sondern lediglich in den persönlichen Kopfhörermix, davon bekommen die anderen im System nichts mit. Zum Beispiel, um einem Sänger etwas mehr Raum auf die Ohren zu legen, damit er sich wohlfühlt. Die Kopfhörer-Lautstärke wird über einen großen Regler in der Mitte eingestellt, die Lautstärke der Monitorboxen über einen weiteren, noch größeren. Alle Regler sind gut griffig und deutlich ablesbar.
Eine weitere Besonderheit ist die Talk-Taste. Das Sprachsignal wird über ein internes Mikrofon aufgenommen und auf die an den 2X-Expandern angeschlossenen Kopfhörer geschickt. Nützlich ist schließlich auch ein kleiner Taster zwischen Kopfhörer- und Monitor-Volume. Mit diesem schalte ich zwischen DAW MAIN MIX (also dem Recording Mix) und dem LIVE MIX (dem Kopfhörer-Mix) um. So kann der Mann/die Frau am Xvive Hub nachprüfen, was die Musiker an den Xvive-Expandern hören.
Die Benutzeroberflächen der Xvive You More 2X-Expander sind wesentlich spärlicher bestückt. Sie verfügen lediglich über zwei Mix- und zwei Reverb-Regler, einen großen Volume-Regler für die Kopfhörerlautstärke und einen Talk-Button. Heißt, der am Hub hat die Macht und mixt, an den Expandern wird musiziert und gesungen. Wobei ja auch der Hub Eingänge hat, der „Techniker“ darf also auch mitspielen.
Die Anschlüsse des Xvive More You Hub / 2X
Die Frontseiten von Xvive More You Hub und 2X sind identisch: zwei Eingänge, ausgelegt als XLR/Klinke-Kombo-Buchsen und zwei parallel-geschaltete Kopfhörerbuchsen (Klinke, Miniklinke). Der kleine Powerbutton vorne ist allein dem Hub vorbehalten. Was logisch ist, denn würde einer in einem Xvive-System mit mehreren 2X-Expandern sein 2X ausschalten, wären auch alle nachfolgenden ohne Saft. Dass hier alle in der Praxis wichtigen Anschlüsse endlich mal vorne untergebracht sind, ist mir auf jeden Fall ein Extra-Pluspunkt wert.
Auf der Rückseite gibt es weitere Unterschiede. Gemeinsam haben sie noch die beiden XLR-Anschlüsse, mit denen Hub und Erweiterungen miteinander verbunden werden. Vom OUT des Xvive More You Hub in den IN des nächsten 2X-Expanders, da wieder am OUT raus und so weiter. So lässt sich eine Kette aus bis zu acht Geräten basteln. Zusätzlich gibt es am Hub aber dann noch natürlich zwei USB-C-Anschlüsse, einer für den PC und einer für einen optionales Netzteil. Außerdem noch zwei Klinkenausgänge für die Monitore, ein ADAT-IN (1-8) – etwa für einen 8-Kanal-Preamp mit ADAT-Ausgang – sowie ein MIDI-Pärchen, das aber leider aus Platzgründen nur als Miniklinke ausgeführt wurde. Hier werden also Adapter benötigt (kosten etwa 9,- Euro pro Stück).
Einsatzbereiche des Xvive More You-Systems
Zum einen lässt sich das Xvive-System natürlich im Homestudio einsetzen. Stellt man irgendwann fest, dass man nun doch noch mehr Eingänge und Kanäle benötigt (und der Tag kommt erfahrungsgemäß früher oder später), muss man kein neues Audiointerface kaufen, sich da neu einarbeiten und neue Treiber installieren, sondern erweitert das bestehende Setup einfach.
So richtig spielt es seine Stärken aber erst in einem Projekt-Studio mit mehreren Aufnahmeplätzen aus oder in einem Studio mit Sprecherkabine. Dort bekommt dann jeder Musiker/Sprecher sein eigenes Interface, kann seinen Mix kontrollieren und mit dem Mann / der Frau am Mixer (dem Hub) per TalkBack kommunizieren. Bei bis zu 30 m langen Verbindungskabeln zwischen den einzelnen Stationen können das auch größere Studios sein oder zu Hause vom Keller zum Dachboden.
Will man nicht aufnehmen, kann das Xvive-System auch ganz ohne Rechner als eigenständiges Kopfhörer/Monitoring-System für bis zu acht Musiker ganz ohne PA fungieren. Schön für eine kleine Session am Abend zu Hause. Sollten die Bandmitglieder jeder ihr eigenes Xvive More You Hub haben, so lassen auch die sich einfach vernetzen, es müssen nicht zwingend Hub plus Expander sein.
Xvive More You in der DAW
Ist das Xvive More You per USB-C mit dem Rechner verbunden, kann es selbstverständlich auch in der DAW eingesetzt werden und dort – je nach Ausbau – bis zu 24 Spuren (Ein- und Ausgänge) verarbeiten. Wobei die DAW im Mixerfenster des Displays eine eigene Pegelanzeige besitzt. Im Basis-Modus überwache ich damit „nur“ die Main-L- und R-Ausgänge der DAW. Wenn ich aber am Hub auf den Cue-Mix umschalte, kann ich jedem Musiker in meinem Xvive-System einen separaten AUX-Mix auf die Ohren schicken, den ich in der DAW für ihn/sie angelegt habe.
Oder ich richte auf der DAW einen Pre-Fader-Aux-Ausgang für einen bestimmten Kanal ein, um Plug-ins zu checken, indem ich DIRECT aktiviere bzw. deaktiviere. Das Xvive-System ist da sehr flexibel, bietet eine Menge Routing-Optionen und ist extrem einfach zu bedienen.
Das Xvive More You Hub in der Praxis
Vom Treiber-Download aus dem Google Drive von Xvive (warum nicht direkt von der Seite?) rät mein Windows zwar ab („Virencheck nicht möglich“), aber das ignoriere ich. Und checke die Datei nach dem Download aber trotzdem sicherheitshalber noch mal.
Die Verbindung zur 2X-Erweiterung funktioniert problemlos. Einfach XLR-Kabel einstecken, Hub einmal aus- und wieder einschalten, schon wird das Xvive More You 2X im System erkannt und ich kann zwei weitere Kanäle auf dem Display ansteuern.
Praktisch: Jede Einheit im System ist mit LED-Ringen über den Reglern farblich markiert, die auch im Display des Hubs erscheinen. So weiß man am Regelwerk immer, woran man gerade ist.
Weniger elegant: Im Display selbst wird nicht verzeichnet, ob auf einem bestimmten Kanal aktuell +48 V anliegen oder ob ich da das Filter oder die Phasenumkehr aktiviert habe. Das sehe ich nur, wenn ich durch die Kanäle scrolle und schaue, wo die betreffende Taste der Preamp-Section aufleuchtet. Gerade bei größeren Xvive-Systemen wäre es praktischer, alles auf einmal im Blick zu haben. Die Aktivierung von +48 V auf vier Kanälen hat mein Test-Notebook gut verkraftet, da war noch kein zusätzliches Netzteil notwendig.
Der Kopfhörerausgang liefert ausreichend Leistung. Auch bei meinem etwas hoch-ohmigeren AKG-Kopfhörer musste ich den Regler am Hub nur etwa halb aufdrehen, da war noch viel Luft nach oben. Das Built-in-Mikrofon für das TalkBack funktioniert, doch sollte man da schon recht nahe rangehen, will man auch verstanden werden. Vor allem, wenn die anderen gerade einen lautstarken Mix auf den Ohren haben, setzt sich eine Ansage über TalkBack da nur schwer durch.
Hören wir mal rein, wie der analoge Mikrofon-Preamp mit digitaler Steuerung und 1-dB-Schritten klingt. Bis zu 60 dB kann ich über das Xvive More You Hub an Gain zufüttern, das reicht auch für hungrigere Mikrofone aus. Im Mix reicht die Bandbreite von 0 dB bis runter zu -70 dB und Mute. Jede Änderung wird mir als Zahlenwert im Display angezeigt: Gain, Mix, aktueller Kanal und Panning habe ich so immer im Blick.
Hier ein paar Sprachbeispiele (eine unserer News), aufgenommen mit einem Rode NT1a. Die Aufnahmen klingen ausgewogen und klar, das LoCut-Filter macht einen guten Job.
Auch mit der Phasenumkehr kann man ein wenig am Sound verändern.
Und zum Schluss noch ein Test des Instrumenteneingangs an der Kombibuchse, der per INST-Taste auf Hi-Z umgestellt werden kann.
Das klingt (bis auf mein Gitarrenspiel) alles absolut ok, da gibt es nichts zu bemängeln. Den Gain des Preamps hatte ich dabei bis knapp 30 dB aufgedreht, weitere 30 dB hätte ich da noch als Reserve gehabt.
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Ich würde mal sagen, die Zeiten, in denen in China einfach die Ideen aus dem Westen kopiert wurden sind auch im Audiobusiness vorbei. Viele kleine, gute Ideen. Nicht alles perfekt, aber da kommt sicher noch einiges nach.
@Tai Dann haben sie offensichtlich keinen ClassCompliant Treiber im Angebot. Damit fällt es für iOS auch aus. Das ist nicht gut.
Zusätzlich muss sich jeder Käufer Gedanken machen, ob die Treiber da auch gepflegt werden. Eindeutig ein Minuspunkt
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Musiker, der auf der Bühne einen Laptop verwenden möchte, sich für dieses Interface interessiert. Mich wundern nur die Midi Anschlüsse an dem Teil. Die sehen ganz anders aus, als die Midi-Kabel, die ich verwende.
@Sokrates Hallo Sokrates, das sind sogenannte DIN-6 MIDI Anschlüsse. Diese werden in Geräte wie dieses hier verbaut, wo der Platz etwas eng ist. Die passenden Adapter gibt es beim großen „T“.
Die Idee, ein Interface zu erweitern ist einfach genial! Das hier Marken wie Behringer oder die „fokussierten“ Roten noch nicht darauf gekommen sind, ist wahrlich ein Rätsel. Dazu noch die Möglichkeit bis ~30 Meter Kabel zu verwenden, macht die Sache richtig sinnvoll. Da kann ja sogar der Nachbar noch sein eigenes bekommen. Da sich Interface enorm weiterentwickeln stellt sich mir die Frage, ob das System wirklich so nachhaltig ist wie es vorgibt. Aber ein eigenes Interface für zum Beispiel die Gesangskabine stelle ich mir sehr nützlich vor. Meiner Ansicht nach hätten sie die Midi-Adapter noch beilegen können, weil die meisten Geräte haben doch noch die 5-Pol Teile und das wird vermutlich auch so bleiben.
@Filterpad Ob das beilegen von MIDI Adapter sein muss, sehe ich für diese 3,5 mm Klinke nicht wirklich notwendig, auch weil die für ~ 5€ gut zu erhalten sind.
Exoten wie das RME Baby Face FS Pro brauchen das eher, denn das hat so eine 6pol. PS/2 Buchse.
Das könnte dann doch etwas Sucherei bedeuten. Gut das der Adapter gut aufindbar und zuordnenbar in der Transport Box liegt. 😉
@Filterpad „Die Idee, ein Interface zu erweitern ist einfach genial! Das hier Marken wie Behringer oder die „fokussierten“ Roten noch nicht darauf gekommen sind, ist wahrlich ein Rätsel.“
Auf Macs kannst du schon ewig mehrere Interfaces gleichzeitig verwenden. Ich glaube, inzwischen geht das mit Zusatzprogramm auch auf Windows. Da ist es zumindest keine Sensation.
@Tai Ok sehr interessant und danke der Aufklärung. Ich hatte vorher davon noch nie gehört.
@Filterpad Ich habe schon mit 4 Interfaces gleichzeitig gearbeitet. Ist nur zur Aufnahme wichtig, danach beim Mix kannst du ja auf ein Interface zurückgehen.
@Filterpad Beim Mac nennt sich das „Aggregate Device“, falls du das mal näher anschauen, möchtest: https://support.apple.com/en-us/102171
Wie Tai schon meinte, gibt es das schon recht lange und kann echt nützlich sein. Zum Beispiel, wenn du ein normales Audio-Interface hast und z.B. einen HW-Synth/Sampler, der auch ein USB-Interface in sich hat. Dann hast du z.B. die analogen Eingänge vom Audiointerface noch frei für anderen Kram.
Was du auch bedenken solltest. Man zahlt bei Xvive 269,- + 291,- + x für relativ wenig analoge Ein-/Ausgänge.
Beim 16i16, 18i20, Clarett Pre etc hast du ebenso die Möglichkeit, über ADAT zu erweitern. Und ADAT hast du ja bei vielen Herstellen, nicht nur bei den Fokussierten. Einige haben auch 2 separate Kopfhörermixe, Talkback usw.
Xvive wird bestimmt seine Nische haben, aber als mobile Allround-Lösung sehe ich zu anderen Setups keine großen Vorteile.
@svebur Ok sehr interessant.
Ich finde Audio-Interfaces mit Display, aber zumindest mit LED-Pegel immer anziehender als einfache Interfaces mit ein paar Reglern.
Bei China-Ware habe ich aber trotzdem so meine Bedenken, gerade wenn sie auf dem Markt noch unbekannt sind. Gerade was die Treiberpflege angeht, denn sowas kostet halt auch im Nachhinein Geld um daran zu arbeiten. Je nach Unternehmen stelle ich mir das Problematisch vor, da viele Chinesische Hersteller lieber ein neues Produkt herausgeben, anstatt das alte am Laufen zu halten. Das sieht man z.B. sehr an den ganzen Retro-Handhelds, die alle paar Wochen ein neues Modell herausbringen..
Aber das weiß man ja erstmal nicht und im Prinzip kann dir das überall passieren.
@Andreas Deshalb auch super das die Focusrite Gen.4 am Hauptregler einen LED-Ring besitzen die den Pegel anzeigt, und das in Echtzeit. Diese sind ja sonst in der Benutzung von Lichtern und Co. eher sparsam. Ein sinnvolles kleines Helferlein. Vielleicht übertragen sie eine Tages die abrufbare Software mit den Pegeln auch bei den kleinen Interfaces auf ein Display auf der Frontseite. Das wäre super! Vielleicht bei der Gen.5? Quasi das jeder Pegel und jede Einstellung frontal sichtbar ist.
@Filterpad Ich habe mir daher das Motu M4 geholt. War damals mit vier „Balken“ schon ganz gut ausgestattet und auch technisch habe ich damit keine Probleme.
Mal schauen, wie es in 10 Jahren so aussieht, dann hat bestimmt alles ein kleines Display. Wäre allerdings schön, wenn wir von Touch-Displays verschont bleiben würden. Unterstützend ist das ja alles immer ganz schön, aber bei den meisten Sachen ziehe ich Knobs und Fader den Touch-Reglern doch vor.. Leider geht der Trend weg von „Haptik“..
@Andreas Ja, leider ein komischer Trend (bzgl. Touch).
@Andreas Das M4 habe ich auch, nutze es derzeit aber weniger. Das mit den vier Balken ist schon praktisch, außerdem sind die Mic-PreAmps ziemlich fein. Was mir weniger gefällt, ist, dass man die Kanäle 3+4 eigentlich gar nicht einpegeln kann. Zumindest war das damals so, als ich das das letzte Mal in Betrieb hatte.
@m.steinwachs Was nutzt du denn stattdessen?
Bei mir ist es aktuell etwas komplizierter im Routing geworden. Weil ich keine Lust hatte ständig umzustöpseln und auch mal ohne PC und Audio-Interface Externe Geräte spielen wollte habe ich noch einen „kleinen“ Behringer Mixer angeschlossen und ein Big Knob Studio+, mit dem ich dann auf verschiedene Monitore Routen kann und eben auch zwischen PC und Extern schalten kann..
Ich glaube Kanal 3+4 nutze ich aktuell wegen dieser Situation nicht. Außerdem habe ich in der Anzeige immer einen kleinen Pegel im 2. Kanal, der immer leicht ausschlägt. Zu hören ist aber nix. Ich vermute, dass es vom PC kommt. Aber wie gesagt, zu hören ist da nix und der Support hat auch keine Ahnung..
Habe auch gerade gesehen, dass es gar keine LED-Pegelanzeige ist, sondern tatsächlich ein Display.. Hätte man ja auch mehr draus machen können :D
@Andreas Ich hatte mit dem M4 dann auch obskure Treiberprobleme gehabt, die meinen letzten PC hin und wieder ins Blue Screen-Paradies geschossen haben. Da hatte sich nach all den Tests wohl irgendwas im Treibersumpf verknotet.
Ich bin dann auf das Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen gewechselt. Wobei ich die Pegelanzeigen um die Knobs gar nicht so beachte, ich schau da mehr auf die Focusrite Control 2-Software. und wenn ich mehr Kanäle benötige: Davor hängt noch ein kleiner Mackie 802-Mixer und für die Monitore ein Volume 1 von the t.mix. Wobei ich abe eh meist über Kopfhörer abhöre (AKG K 501 und Rode NTH 100).
@Andreas xvive und unbekannt? die sind bei thomann mit über 100 produkten gelistet und einige davon sind auf platz 1 des verkaufsrangs…
@dilux Ui, Fettnäpfchen.. Da hätte ich wohl vorher mal schauen sollen.. Ist mir aber tatsächlich noch nie bewusst über den Weg gelaufen :D
Aber stimmt ja auch, am Anfang steht ja, dass sie vorher überwiegend Drahtlos-Mikrofone gemacht haben.. Damit habe ich so gar nichts mit am Hut, bzw. würde mich da auch eher auf Sennheiser oder Shure verlassen… :/
@Andreas Zur Beruhigung: Mir sagte das vorher auch nichts und ich schaue mehrmals die Woche beim T. rein. Nicht unbedingt zum etwas kaufen, sondern einfach was es alles gibt. Thema sind allerdings auch bei mir keine drahtlosen Mics, sondern Synthesizer und Percussion. Da stößt man weniger auf die Firma, die ich wahrscheinlich nicht mal richtig aussprechen kann. :o Aber was nicht ist kann ja noch werden.
@Filterpad Ja, bei der Aussprache hatte ich auch überlegt beim Schreiben. Entweder X-vive (was sich aber schwer nach Ex-Frau anhört :-) ) oder Cross-Vive.
@m.steinwachs Das hört sich allerdings nach diverser “Frau” an. 😂
@Filterpad Ja, beim T kann man sich schon verlieren – oder auch beim M oder K.. Wir wollen sie ja alle nennen (M eignet sich besser für teurere Anschaffungen, weil sie finanzierung anbieten). Aber da wird man oft so hin und hergerissen, weil ja irgendwie alles ganz toll ist und brauchen tut man ja im Prinzip auch alles, nur reicht oft der Platz nicht.. Und diese andere Sache, von der man nicht spricht :D
Treiberstabilität und Support über Jahre hinweg kann man ja leider noch nicht abschätzen.
Habe ein RME Fireface 802, läuft und läuft und läuft. Chinaware sehe ich eher skeptisch
(Menschenrechte, Umweltbilanz,Nachhaltigkeit, usw.)
Auf den Fotos sieht die Gummierung und der Kuststoff schon ziemlich dreckig und klebrig aus, irgendwie nichts, was man gerne anfassen möchte.